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  • 5 Sterne

    34 von 58 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 19.09.2022

    Als Buch bewertet

    Lucien, nunmehr Comte de Chacarasses, hat seinem Vater auf dem Totenbett versprechen müssen, in das Familienbusiness, um das er bislang immer einen grossen Bogen gemacht hat, einzusteigen. Blöderweise sind die Herren von Chacarasse in der Branche angesehene Auftragsmörder. Gegen das dezente (Basis)Honorar von einer Million Euro wird jeglicher Feind dezent aus dem Weg geräumt.

    Lucien hat zwar als Jugendlicher alles möglichen Kampfsportarten, das Schiessen mit allen möglichen Waffen gelernt, aber nie im Traum gedacht, diese Fähigkeiten auch tatsächlich zu benützen.

    Nutzniesser dieser Abmachungen ist auch noch Luciens Onkel, der nach einem angeblichen Unfall, im Rollstuhl sitzt, die Aufträge an Land zieht und rund 40% Vermittlungsprovision kassiert. Ganz grün sind sich Neffe und Onkel nicht.

    Unmittelbar nach der Beisetzung des verstorbenen Grafen erhält er den Auftrag, einen Mann, der mit dem Auto eine Jugendliche niedergefahren und schmählich in Stich gelassen hat, und für, den billigend in Kauf genommenen Tod des Unfallsopfers, nur eine kurze Gefängnisstrafe verbüssen musste, zu töten. Lucien will den Mann zur Rede stellen. Doch der läuft davon und übersieht den daherkommenden Schnellzug. Das war doch ein Leichtes, diesen Auftrag zu erledigen, oder? Das Honorar wird postwendend überwiesen.

    Was wird Lucien jetzt machen? Soll er ein Auftragsmörder wider Willen sein oder doch wieder in sein Restaurant zurückkehren? Doch dann tritt auch noch Francine, die Sekretärin und Geliebte des verstorbenen Comtes auf den Plan, denn jeder weiss, dass der Comte durch mehrere Schüsse in den Rücken gestorben ist.

    Meine Meinung:

    Ein herrlicher Krimi, der ein richtiges Sommer-Feeling an der Côte d’Azur aufkommen lässt. Reich und schön, korrupt und arrogant - so werden zahlreiche Charaktere dargestellt. Wie es für einen leicht lesbaren, aber gut strukturierten Krimi gehört, ist das Böse nie weit entfernt. Das kann schon mal der eigene Onkel sein (also ich müsste mich schon schwer täuschen, wenn der nicht falsch spielt) oder ein hübsches Mädel.

    Herrlich auch die Anspielungen auf den Kriminalfilm „Über den Dächer von Nizza“ mit der unvergesslichen Grace Kelly und Cary Grant.

    Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Neben Lucien ist es die Haushälterin Rosalie, die mein Herz erobert hat. Die Wortgefechte zwischen Lucien und Rosalie, die ob ihres schwindenden Hörvermögens das eine oder andere missversteht, sind wunderbar! Natürlich weigert sich Rosalie, ein Hörgerät zu tragen - man muss eben ein wenig lauter mit ihr sprechen.

    Ein besonderes Schmankerl ist auch der kurze Auftritt von Madame le Commissaire, Isabelle Bonnet, aus der anderen Krimi-Reihe von Pierre Martin. Ob die beiden einmal aneinander geraten?

    Fazit:

    Ein gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die mich bestens unterhalten hat. Was will man mehr? Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tintenherz, 23.12.2022

    Als Buch bewertet

    Das Cover ist passend zur Thematik mit südländischem Flair gestaltet.

    Der Schreibstil liest sich leicht verständlich und mit einer Prise Humor angenehm flüssig.

    Lucien Comte de Chacarasse, alter französischer Adel, muss nach dem plötzlichen Tod seines Vaters sein Erbe mit allen Konsequenzen antreten. Dem liebenswerten Gourmand, der lieber sein Bistro betreibt, fällt die neue Beschäftigung sichtlich schwer und er versucht, seiner Nebenschäftigung zu entfliehen.

    Der Kriminalroman enthält eine aufregende und interessante Mischung mit sehr ungewöhnlichen Protagonisten, die man gleich ins Herz schliessen möchte.

    Die Abenteuer dieses besonderen Auftragsmörders konnte man gut verfolgen und ich bin schon sehr auf den 2. Band dieser Buchreihe gespannt.

    Fazit:

    Ein Krimi voller Überraschungen und spannenden Wendungen!

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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Melanie K., 28.12.2022

    Als Buch bewertet

    Amüsanter Krimi

    In der neuen Reihe von Pierre Martin geht es um Lucien Comte de Chacarasse, einen Franzosen und Lebemann, der sein leichtes Leben an der südfranzösischen Küste ohne Sorgen liebt. Er führt ein Bistro und geniesst das Leben, Essen und die Frauen. Dann jedoch stirbt sein Vater und Lucien muss das Familienerbe antreten. Doch dabei handelt es sich nicht um ein gewöhnliches Erbe, sondern um das Auftragsmorden. Der einzige Haken an der Sache: Wie führt man ein Erbe fort, wenn man nicht töten möchte?

    Der Schreibstil des Autors ist leicht. Die Geschichte wird auf äusserst amüsante und humorvolle Art und Weise erzählt. Die Charaktere Lucien, die Haushälterin Rosalie und Francine sind charmant beschrieben. Ich habe mich durchweg amüsiert und gut unterhalten gefühlt.

    Eine Empfehlung für alle Liebhaber von Cosy Crime und feinem, heiteren Humor.

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  • 2 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lesezeichenfee, 10.10.2022

    Als Buch bewertet

    Wer Langeweile hat und Lust sich zu quälen…

    Lucien Comte verspricht seinem Vater an dessen Sterbebett mit der Tradition der Familie fort zu fahren. Menschen zu töten, für diese Aufträge bekommen sie viel Geld. Sein Onkel, der die Aufträge nicht mehr ausführen kann, nimmt sie an und gibt sie an Lucien weiter.

    Mir gefiel das Krimithema, das Cover und der Rückentext, deshalb dachte ich, das ist ein toller Krimi und deshalb wollte ich ihn unbedingt lesen. Fürs Cover gibt’s noch eine 2.

    Ich verstehe nicht, warum Autoren, die offensichtlich schreiben können, solche Bücher schreiben?! Mit seiner anderen Serie, die ich nicht schlecht finde, komme ich auf jeden Fall besser klar und auch viele andere, wenn man den Rezis glauben darf.

    Wie schon ein anderer Rezent schreibt, fand ich den 2. Absatz auf Seite 8 auch bescheuert. Mit dieser verdrehten Logik. Unwillkürlich frag ich mich als Leser, hält der Autor uns für doof? Oder wie kommt man auf so was?

    Dann fällt Lucien auf eine Frau rein. Chantal. Und wundert sich dann darüber, dass sie mit den Tageseinnahmen abhaut. Für mich war das vorhersehbar.

    Alle Charaktere finde ich ziemlich oberflächlich. Und das gewollt lustige mit der Wirtschafterin seines Vaters, die schlecht hört, fand ich nicht witzig.

    Seite 88 das beschreiben der Aufwachphase fand ich auch nur zäh. Seite 110 mit den Crepes und der jungen Frau, das war alles so langweilig, dass das Buch keinen Spannungsbogen bekam.

    Auf dem Buch steht Kriminalroman. Es ist aber eher ein Unterhaltungsroman. Bis Seite 137 bin ich der Meinung und dann hab ich aufgegeben. Ich fühle mich irgendwie als Leser betrogen. Wenn ich einen Krimi möchte und den nicht bekomme. So hab ich natürlich den Gastauftritt von Madame le Commissaire verpasst, aber irgendwie verspüre ich den Wunsch, Pierre Martins Südfrankreichbücher aus meinem Regal zu verbannen. Bevor ich noch mehr schlechte Bewertungen vergeben müsste.

    Mir hat hier auch der „leichte“ Frankreichflair gefehlt. Stattdessen handelt es sich um ein Buch über einen Lebemann, der dem weiblichen Geschlecht nicht abgeneigt ist. Um es freundlich auszudrücken.

    Auch dass Lucien jetzt Aufträge bekommt Menschen zu ermorden und die dann „so“ sterben, ist irgendwie nicht witzig. Offensichtlich sterben ja alle so, wie ich aus den Rezis der anderen Leser weiss. Den ersten hab ich ja mitbekommen. Und man soll ja wahrscheinlich kein Mitleid mit den ums Leben gekommen bekommen, weil der Grund für den Mord ja schlüssig erscheint. Nun ja…

    Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
    … der sollte dieses Buch lesen. 2 Sterne dafür, dass ich auf Seite 137 aufgehört habe. Sonst wäre es wohl 1 Stern geworden, weil ich einfach nur genervt bin.

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  • 2 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Marina B., 19.05.2023

    Verifizierter Kommentar
    Als eBook bewertet

    Leider hat das Buch meine Erwartungen überhaupt nicht erfüllt. Die Geschichte ist flach und wenig überraschend, selbst im "Showdown" kommt es zu keiner grossen Überraschung. Dazu kommt dass der Protagonist damit beschäftigt ist ständig über das Aussehen von Frauen besonders der Sekretärin zu schwärmen (irgendwann hat man verstanden wie attraktiv ist), selbst mit seiner Cousine gern ins Bett möchte und auch bei Gebäuden an weibliche Körperteile denken muss. Das war irgendwann nur noch nervig. Leider keine Empfehlung.

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Angela H., 23.10.2022

    Als Buch bewertet

    Lucien Comte tritt ein schweres Erbe an: Er muss die Kunst des Tötens erlernen. Das passt ihm so gar nicht in sein Leben. Und in der Tat: sein erster Fall löst sich gleich in Luft auf, was zwar nicht in seinem Sinne war. Doch für den nächsten Auftrag findet er eine ausgeklügelte Lösung. Ob der charmante Herr das Versprechen, das er am Sterbebett seines Vaters gegeben hat, zur Zufriedenheit halten kann?
    Mich hat das Buch wunderbar unterhalten. Klar, man braucht viel Fantasie, sich vorzustellen, dass man so was Skurriles erbt. Aber der Schreibstil ist flüssig, die kursiv geschriebenen französischen Ausdrücke mag dem einen oder anderen Unverständnis auslösen, mir nicht. Der Schauplatz versetzt mich in Urlaubsstimmung und wird ganz schön beschrieben. Zusätzlich findet man in der Klappe noch das Rezept für ein typisches provenzialisches Fleischgericht. Alles in allem: Wunderbar angerichtet und serviert!

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  • 3 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Frank G., 06.10.2022

    Als Buch bewertet

    An dem Tag, als Luciens Vater im Sterben liegt, ändert sich das Leben des Adligen von Grund auf. Denn eine, seit Jahrhunderten bestimmte, unliebsame Familientradition, soll Lucien unbedingt weiterführen. Dieses Versprechen nimmt ihm sein siechender Vater noch in letzter Minute ab, bevor er das Zeitliche segnet.
    Doch Lucien ist eigentlich aus ganz anderem Holz geschnitzt, als sein werter Herr Papa oder sein Onkel Edmond. Denn der frischgebackene neue Comte de Chacarasse, der schon von Kindesbeinen an dazu ausgebildet wurde zu töten, will keinesfalls in die Fussstapfen seiner Vorfahren treten. Da ist guter Rat teuer, denn schon bald befehligt der gute Onkel seinen missratenen Neffen zu sich, um ihm einen Auftrag zu übergeben.

    Luciens zukünftiges Mordopfer soll ein kürzlich entlassener Sträfling sein, der einst bei einem Unfall Fahrerflucht beging, was dem weiblichen Opfer das Leben kostete.
    Doch Lucien zögert noch, denn eigentlich gefällt ihm sein Leben bislang sehr gut. Er ist Besitzer eines angesehenen Lokals in Villefranche-Sur-Mer, ist von Haus aus unermesslich reich und zudem dermassen attraktiv, dass er jede Frau haben kann, die er nur möchte.
    Und mit der mütterlichen Haushälterin Rosalie, die ihm jeden kulinarischen Wunsch von den Augen abliest und der fähigen Assistentin seines verstorbenen Vaters, Francine, hat er zwei Frauen an seiner Seite denen er vertrauen kann.

    Wären da nicht der vermaledeite Schwur, den er am Sterbebett seines Vaters leisten musste und das Familienmotto „Oblige aux vivants et aux morts“ (Verpflichtet den Lebenden und den Toten“). Also macht sich Lucien zunächst an gewisse Vorbereitungen. Eigentlich will er lediglich ein klärendes Gespräch mit dem zum Tode geweihten Sträfling führen, doch dann kommt alles anders….

    Vor einiger Zeit fiel mir ein Teil von Pierre Martins Regionalkrimireihe über Madame le Commissaire in die Hände und da ich eine Schwäche für französische Krimis habe, erhoffte ich mir eine unterhaltsame Lektüre. Leider konnte mich besagter Band so gar nicht packen, was auch viel an den Romanfiguren lag, die mir recht unsympathisch oder tumb gestrickt wirkten.
    Und obwohl ich damals schon so meine Schwierigkeiten mit dem Schreibstil des Autors hatte den ich recht simpel gehalten empfand, (viele kurze Sätze, die man besser in einem zusammengefasst hätte, wechselten sich ab mit knappen uninteressanten Dialogen, arroganten Gedankengängen der Romanheldin Isabelle, die aus allen Poren Frauenpower verströmen wollte, dabei aber genauso machohaft wirkte, wie männliche Kollegen und indirekten Nacherzählungen von Momenten, wie aus dem Off geschildert, die man besser und vor allem lebhafter hätte darbieten können, wenn man sie als echten Dialog verfasst hätte) wollte ich dem Autor dessen wahrer Name noch immer nicht gelüftet wurde, dennoch eine weitere Chance einräumen, da ich die Romanidee, die der neuen Romanreihe zu Grunde liegt, spannend fand.
    Um es vorweg zu sagen, auch diesmal konnte mich Pierre Martin nicht so richtig überzeugen, wenn ich dieses Buch auch etwas besser fand.
    Erneut sind seine Akteure eindimensional gestrickt und es fehlt ihnen die nötige Vielschichtigkeit und Tiefe. Das gilt auch für die Dialoge.
    Würden sich dazu ein junger Mann und seine Haushälterin, die sich eher wie Mutter und Sohn verbunden fühlen, ständig nur necken, anstatt ernste Gespräche zu führen, nachdem Luciens Vater plötzlich verstirbt?
    Würde dem jungen Comte tatsächlich der Sinn nach Zweisamkeit stehen, wo er doch ganz andere Probleme hat (die Sache mit der Familientradition und die Suche nach dem Mörder seines Vaters). Aber vor allem, würde er sich eine Frau ins Haus holen, die ihm völlig unbekannt ist und ihr vertrauensselig alles abnehmen, was sie ihm erzählt?

    Dazu kommt dann das Problem des Autors, seinen Romanhelden nicht als eiskalten Killer darzustellen zu wollen und welche Bögen er in der Geschichte deswegen schlagen muss. Besagte Bögen oder Handlungsstränge wirken glücklich bis unglaubwürdig geschrieben- manches Mal aber auch völlig abstrus, so dass man als Leser schon bald genervt davon ist. Dazu fehlt es der Krimihandlung am roten Faden. Eher episodenhaft angelt sich Piere Martin durch die Story seines Protagonisten, der also mehr Glück als Verstand hat und kaum mehr im Kopf hat, als ein gutes Essen im Restaurant. So scheint es lange Zeit jedenfalls. Gegen Ende bekommt Lucien immerhin so viel Grips zugebilligt, dass er gewisse familiäre Dinge durchschauen kann, doch auch das Showdown des Romans wirkte auf mich nicht überzeugend.

    Dazu nervten mich die vielen eingeworfenen französischen Sätze die eingestreut wurden. Man fragt sich nur warum, denn immerhin führen hier beinahe durchweg Franzosen ihre Unterhaltungen miteinander. Der Geschichte mit diesem Kniff das nötige französische Flair verleihen zu wollen, ist für meinen Geschmack eine plumpe Vorgehensweise. Dabei kann Pierre Martin durchaus eine französische Note verströmen. Etwa wenn er sehr bildhaft und gelungen die Landschaft beschreibt.

    So viel zu meinen Kritikpunkten, die mich von einer besseren Bewertung abgehalten haben. Aber, trotz allem finde ich die Romanidee immer noch gut und denke, dass die Story Potential hat. Dazu werden sich weniger kritische Leser womöglich gut unterhalten fühlen, wenn sie nicht gerade einen hochspannenden ausgeklügelten Regionalkrimi erwarten, da der Schreibstil leicht und eingängig ist. Mehr als eine lockere Strandlektüre sollte man hier aber nicht erwarten.

    Kurz gefasst: Interessante Ausgangssituation, allerdings schwer umsetzbar in Sachen Glaubwürdigkeit. Leichte, beliebige Strandlektüre für Zwischendurch- leider nicht mehr.

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  • 2 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Rebekka, 26.09.2022

    Als Buch bewertet

    Pierre Martin kann es besser

    Ich liebe Pierre Martins „Madame le Commissaire“! Die ehemalige Terroristenbekämpferin ist taff, löst in einem kleinen Kaff in der Provence die interessantesten Fälle und hat so viel Charisma, dass ich ihr ihr promiskes Liebesleben verzeihen kann. An ihrer Seite steht mit Appolinaire ein liebenswerter und wirklich witziger Kollege, und das ganze Drumherum der Romane ist so gelungen, dass ich sämtliche Bände dieser Serie mit Freude gelesen habe.
    Das alles kann ich vom neuen Serienhelden Pierre Martins, „Monsieur le Comte“, leider nicht behaupten. Der reiche Lebemann Lucien de Chacarasse mit Vorliebe für gutes Essen und noch bessere Weine ist oberflächlich, ohne Ecken und Kanten und mir absolut nicht sympathisch. Die Gespräche mit seinem „Sidekick“, der schwerhörigen Haushälterin Rosalie“, sind so bemüht witzig, dass ich schreien möchte. Dem ganzen Buch mangelt es an einem Spannungsbogen und es strotzt von Wiederholungen. Das Einzige, was mich zur Lektüre der nächsten Bände veranlassen könnte ist die Frage, auf welche Arten Pierre Martin die potentiellen Opfer des widerstrebenden Assassinen noch zur Strecke bringen und dabei den Anschein erwecken kann, der blaublütige Spross der Killerfamilie habe sie tatsächlich persönlich umgebracht.
    Nein, Pierre Martin kann es besser. Schade um die Lesezeit.

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  • 4 Sterne

    6 von 9 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    M. Falkenberg, 23.09.2022

    Als eBook bewertet

    Das beneidenswert unbeschwerte Leben des jungen Comte Lucien nimmt eine dramatische Wendung, als sein Vater unerwartet stirbt und ihm das Versprechen abnimmt, das äusserst spezielle Familienunternehmen fortzuführen - Auftragsmorde für eine exklusive Kundschaft. Lucien will das dem Vater gegebene Versprechen nicht brechen, ist aber fest entschlossen, keinen Menschen zu töten, obwohl er seit seiner Kindheit dafür ausgebildet wurde und sein Onkel ihn unter Druck setzt. Mit erstaunlicher Coolness befreit er sich, auch mit Hilfe seiner Freunde und der Geliebten seines Vaters, aus diesem Dilemma.
    Der Ansatz ist interessant, wenn auch sehr unrealistisch. Das Buch liest sich flüssig, und durch die zahlreichen Beschreibungen von Flair, Landschaft und Essen kommen Südfrankreichfreunde sicherlich auf ihre Kosten. Die Geschichte ist für mich ein wenig zu seicht und nicht ganz rund, aber unterhaltsam. Ich würde sicher auch den zweiten Teil der geplanten Reihe lesen.

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  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sigrid, 25.09.2022

    Als Buch bewertet

    Ich habe nach der Lektüre diesen ersten Krimi um Monsieur le Comte sofort auf die Liste meiner Lieblingskrimiserien gesetzt. Es hat super Spass gemacht zu lesen. Denn hier hat alles gestimmt: die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, es ging spannend zu und ich habe mich zwischendurch auch noch köstlich amüsiert. Lucien, der Erbe einer seltsamen Tradition, nämlich das Töten auf Bestellung, ist von der Aufgabe garnicht begeistert. Aber er hat es seinem Vater versprochen. Allerdings hat er eine andere und sehr kreative Art und Weise, diese Aufgabe zu erfüllen. Lucien ist schon ein besonderer Typ, er ist immer positiv eingestellt und versucht sein Leben so leicht und glücklich zu leben wie möglich. Er ist schon speziell, aber sehr sympathisch und einfallsreich. Aber auch die anderen Personen sind interessant. Sie haben alle so ihre Eigenarten und irgendwie Geheimnisse. Es macht Spass ihnen beim Agieren zuzusehen und ihre Handlungen überraschen den Leser immer wieder. Vieles wird nur angedeutet, aber irgendwie wissen alle Bescheid. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Es passieren schon seltsame und nicht ungefährliche Dinge. Langweilig wird es jedenfalls nicht, denn Lucien gerät immer in irgendwelche ungewöhnliche Situationen. Aber er versucht die Probleme meist auf eine spezielle und ungewöhnliche Art zu lösen. Vieles geschieht durch eine Leichtigkeit, die man bei so ungewöhnlichen Problemen nicht gewohnt ist. Aber Lucien findet immer eine Lösung. Man wird tief ins Geschehen hineingezogen und verfolgt alles gebannt. Die detailreichen Schilderungen der Personen, Situationen und der schönen Umgebung sind dabei natürlich sehr hilfreich. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Der flüssig und gut zu lesende Text macht es auch leicht und man vergisst die Zeit. Ich habe mich jedenfalls sehr gut unterhalten mit diesem etwas anderen Killer aus Villefranche-sur-Mer. Ich kann das Buch mit guten Gewissen weiterempfehlen und freue mich schon auf den nächsten Band.

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  • 5 Sterne

    22 von 43 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Magnolia, 21.09.2022

    Als Buch bewertet

    Alexandre Comte de Chacarasse weilt nicht mehr unter den Lebenden. Das Familienmotto „Verpflichtet den Lebenden und den Toten“ steht in Marmor gemeisselt auf seiner Grabplatte. Er ist gestern beigesetzt worden und nun soll sein Sohn Lucien das Familienerbe antreten. Es ist ein etwas anderes Erbe, von dem das unterhaltsame Buch berichtet.

    Der launige Schreibstil zieht mich durch die Seiten. Lucien ist der charmante Hauptdarsteller, mit ihm verbringe ich spannende Tage an der Côte d'Azur. Seine verschmitzte Art, mit der für ihn nicht ganz einfachen Situation umzugehen, lässt mich zuweilen schmunzeln…

    …und es kommt, wie es kommen muss – der erste Auftrag steht an und den gilt es ohne Patzer abzuarbeiten. Denn seine Familie versteht sich seit Generationen auf die diskrete Kunst des Tötens, ohne irgendwelche Spuren eines Verbrechens zu hinterlassen. Unfall, auch Selbstmord wäre okay, nur nach Mord darf es nicht aussehen. Ansonsten wäre die Million futsch und nicht nur das. Eine dilettantische Arbeit würde dem guten Ruf der Familie schaden, Folgeaufträge wären anhand einer verheerenden Reverenz eher unwahrscheinlich.

    Seine ehemals erlernten Künste hat Lucien nicht verlernt, so viel steht fest. Die Tatsache, dass er aus fast drei Metern Entfernung einer Ratte, die sich in die Küche verirrt hatte, mit einem gezielten Messerwurf den Todesstoss versetzt, hat ihn selber gehörig erschreckt. Er ist noch immer aufs Töten geeicht – mit der Präzision eines absoluten Könners. Nur genau das will er nicht, sein Herzblut hängt an seinem Bistro in Villefranche-sur-Mer.

    Mit allen Sinnen geniessen – schon das Cover stimmt mich ein, einem Abstecher nach Südfrankreich steht nichts mehr im Wege. So wie Lucien bin auch ich der Meinung, dass die Kunst, das Leben zu geniessen, so viel besser ist als seine Familientradition aufrecht zu erhalten. Ein kleiner Tipp am Rande: Das Buch sollte man tunlichst nicht mit knurrendem Magen lesen. Rosas Köstlichkeiten, vermengt mit all den Gerichten, die in Luciens Bistro von seinem Küchenchef Roland stets frisch zubereitet werden, sind äusserst verführerisch.

    Der Auftakt der Monsieur-le-Comte-Reihe ist gelungen, Lucien in seiner trotz der Familientradition liebenswürdigen Art hat mich bestens unterhalten, in sein Bistro werde ich bestimmt bald wieder einkehren sobald es heisst: Monsieur le Comte, der zweite Streich.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Belis, 27.09.2022

    Als Buch bewertet

    Diesen Tag wird Lucien nie vergessen. Sein Vater nimmt ihm das Versprechen ab sich der Familientradition zu stellen, die jahrhundertealte Dienstleistung des Tötens fortzuführen. Wir stellen keine Fragen, dieses Detail überhört Lucien geflissentlich. Je weiter er in die verschwiegenen Geheimnisse vordringt desto mehr wünscht er sich nie einen Auftrag zu erhalten. Doch ein Anruf macht diese Hoffnung zunichte. Schon bald sieht sich Lucien seinem ersten Opfer gegenüber…
    Der fesselnde Schreibstil ist untermalt mit Humor und bildhaften Schilderungen. Luciens innerer Konflikt ist gut nachvollziehbar, denn eigentlich will er nur sein Restaurant leiten und in den Tag hineinleben ohne Verpflichtungen. Seine Vertrauensseligkeit bringt ihn jedoch sehr schnell in Schwierigkeiten. In wie weit sich die jahrelange Ausbildung seines Vaters hiermit überkreuzt bleibt der schriftstellerischen Freiheit überlassen. Auch zweifle ich bei einigen Charakteren. Warum unterstützen sie erst Alexandre und jetzt Lucien, obwohl deren Überzeugungen der Familientradition gegenüber kontrovers sind?
    Doch von dem abgesehen konnte mich der Roman wunderbar unterhalten. Spannung wird von Anfang an aufgebaut durch rätselhafte Andeutungen und verstrickte Stränge. Die Schilderungen der französischen Küstenregion Cote dÀzur beflügeln mein Kopfkino, lassen mich eintauchen in die Erzählung. Vorteilhaft für den Lesefluss wären zudem Kenntnisse der französischen Sprache.
    Im Laufe der Handlung blicke ich hinter die Fassaden vieler Charaktere. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Rosalie, die Haushälterin. Verschmitzt, loyal und immer für eine Überraschung gut. Ich empfehle die Geschichte nicht hungrig zu verschlingen, in Luciens Bistro wird hervorragend gekocht und gegessen, lächel.
    Ich würde mich freuen Lucien und Francine, Rosalie und Capitaine Achille Giraud weiterhin zu begleiten. Andeutungen lassen hoffen.

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Alex P., 21.09.2022

    Als Buch bewertet

    Familientradition

    Es ist an sich nichts Ungewöhnliches, dass ein handwerkliches Talent innerhalb einer Familie weitervererbt wird. Nur hier ist die Art des Talents das mehr als nur Ungewöhnliche. Doch innerhalb einer kriminellen Familie herrschen andere moralische Vorstellungen als normalerweise üblich. In diesem Fall ist die Familie zudem adeliger Abstammung, was ihr so zusätzlich einen anderen Status verleiht. Wie in jeder Familie gibt es auch hier ein Mitglied, was vermeintlich aus der Reihe tanzt. Die Frage ist, ob sich die Hauptfigur ihrem vorgesehenen Platz entziehen kann.

    Mit seinem Schreibstil hat es der Autor geschafft, den Leser in den Bann der Geschehnisse zu ziehen. Detailliert Beschreibungen über Personen und Orte lassen alles sehr lebendig erscheinen, sodass es schwerfällt, sich loszureissen. Wenn ein Kapitel an der spannendsten Stelle endet, will man wissen, wie es damit weitergeht. Doch beim nächsten Kapitel geht es einem genauso. Es kommt also keine Langeweile auf.

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    R.S., 21.09.2022

    Als Buch bewertet

    Charmanter Auftragsmörder wider Willen- Kurzweilig und unterhaltsam

    3.5/5

    Mit Witz, Charme, kulinarischen Genüssen und französischem und auch italienischem Flair kann "Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens" von Pierre Martin aufwarten.

    Lucien Comte de Chacarasse, Nachfahre eines alten französischen Adelsgeschlecht, geniesst sein Leben als Frauenheld und Besitzer eines gut laufenden französischen Restaurants. Doch sein sorgenfreies Leben endet jäh als sein Vater im Sterben liegt und an seinem Sterbebett Lucien schwören lässt, die besondere Tradition der Familie weiterzuführen. Und die hat es in sich, denn die Chacarasse sind Auftragsmörder. Auch wenn Lucien für dieses besondere Erbe von Kindesbeinen an trainiert hat, konnte er sich der Pflicht, die ihm widerstrebt, bis jetzt entziehen. Schon bald hat jedoch sein Onkel Edmond den ersten Auftrag für ihn und für Lucien beginnt der Versuch ein Auftragsmörder zu sein ohne dabei selbst zum Mörder zu werden.

    Locker und unterhaltsam geschrieben folgt man gern Lucien dabei, wie er versucht der Familientradition gerecht zu werden und sein bisheriges unbeschwertes Leben weiterzuführen. Nebenbei wird der Leser in die Kunst des (Nicht)Tötens eingeführt und macht Bekanntschaft mit mehr oder weniger liebenswerten Charakteren. Zu Ersteren zählen die gutmütige aber schwerhörige Rosalie und die mit allen Wassern gewaschene Francine, zu Letzteren Luciens Onkel Edmond.
    Die französische Mittelmeerküste, die kulinarischen Genüsse, die kurzen Kapitel und eine wendungsreiche Handlung sorgen hierbei insgesamt für ein kurzweiliges Lesevergnügen.

    Auch wenn nicht jeder Witz zündet und manches zu klischeehaft dargestellt wird, ist dem Autor eine originelle Geschichte mit spannenden Kriminalementen gelungen, die Lust auf mehr macht.

    Wer auf der Suche nach einem kurzweiligen, unterhaltsam geschrieben und teilweise absurden Kriminalroman über einen liebenswerten Auftragskiller wider Willen ist macht mit "Monsieur le Comte und die Kunst des Tötens" nichts falsch. Zu viel Tiefe und Realismus sollte man jedoch nicht erwarten.
    Perfekt für Zwischendurch und Liebhabern von Wohlfühlkrimis zu empfehlen.

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  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    AnnaMagareta, 04.10.2022

    Als Buch bewertet

    Charmant & spannend !


    Ich habe schon einige Krimis von Pierre Martin mit der Hauptfigur Madame le Commissaire mit Begeisterung gelesen und war nun sehr gespannt auf den ersten Band seiner neuen Monsieur-le-Comte-Serie.

    Lucien Comte de Chacarasse ist ein reicher Lebemann, Anfang dreissig, liebt guten Wein ebenso wie Frauen und ist mit seinem Leben und seinem gut gehenden Restaurant recht zufrieden.
    Mit dem Ableben seines Vaters ändert sich für Lucien so einiges. Dieser hat ihm auf dem Sterbebett das Versprechen abgenommen, dass er die Familientradition Auftragsmorde auszuführen, fortführen wird.
    Natürlich möchte er sich an das Versprechen, das er seinem Vater gegeben hat halten, aber er ist auch fest entschlossen keinen Menschen zu töten. Ob es ihm gelingen wird, sich aus diesem Gewissenskonflikt zu befreien?

    Ich mag den Schreibstil des Autors, seine Beschreibungen der Umgebung und der Landschaft vermitteln die Atmosphäre von Süd-Frankreich und die erwähnten Delikatessen lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Da steigt die Lust auf einen Urlaub in der Provence.
    In diesem Krimi steckt wirklich eine Menge an ungewöhnlichen Ideen. Aber die Handlung ist auch spannend und voller Humor. So hatte ich z.B. grossen Spass an den Dialogen mit der alten, schwerhörigen Haushältern Rosalie.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet. Mit Lucien hat Pierre Martin einen ganz besonderen Typ erschaffen – sehr sympathisch, immer positiv und mit einem ungewöhnlichen Einfallsreichtum. Auch die übrigen Figuren sind facettenreich und alles andere als langweilig, sondern voller Geheimnisse und nicht ohne Eigenarten.

    Mich konnte der Autor schon mit seiner Reihe um Madame le Commissaire begeistern.
    Monsieur le Comte ist anders, weniger taff aber dafür sehr charmant. Es ist kein klassischer Krimi, da es nicht einen Fall gibt, der sich durch das Buch durchzieht, sondern mehrere Episoden. Wem das zusagt, wer neben Spannung auch gerne einmal lacht und wer in die Atmosphäre Südfrankreichs eintauchen möchte, liegt mit diesem Buch richtig. Ich freue mich jedenfalls schon auf den zweiten Band der Reihe.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gaby2707, 29.09.2022

    Als Buch bewertet

    Ein tödliches Familiengeheimnis

    Lucien Comte de Chacarasse, Anfang 30, betreibt das Restaurant P´tit Bouchon in Villefranche-sur-Mer, hört lieber Techno als Chopin und lernt schon als Kind mit Wurfmessern, Pfeil und Bogen und mit der Armbrust umzugehen. Er kennt sich im Nahkampf aus und am Schiessstand ist er der Beste. Er liebt den Wind in den Haaren, die Sonne auf der Haut und das Salz des Wassers auf den Lippen. Er lebt ein angenehmes und unbeschwertes Leben – bis zu dem Tag, als sein Vater stirbt. Der nimmt ihm auf dem Sterbebett den Eid ab, das geheime Familienerbe, die jahrhundertealte Tradition, töten auf Bestellung, anzutreten und fortzusetzen. Doch wie tötet man, wenn man das gar nicht will?

    Durch seinen leichten und amüsanten Erzählstil nimmt Autor Pierre Martin sogar dem Töten den Schrecken. Lucien tut aber auch alles um irgendwie nicht selbst Hand anlegen zu müssen. Das macht ihn schon sehr sympathisch. Auch auf den kleinen, interessanten Nebenschauplätzen macht er in seinem Nichtstun une bonne silhouette.

    Immer mit dabei Francine, die ehemalige Sekretärin, und vielleicht auch mehr, seines Vaters und die altgediente, schwerhörige Haushälterin Rosalie, mit der er fast jeden Morgen im Haus seines Vaters frühstückt und die mir durch die amüsanten Wortgefechte mit Lucien immer wieder ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert. Alle neuen Bekanntschaften, die ich hier schliesse, sind sehr bildhaft und plastisch gestaltet, so dass ich sie mir gleich sehr gut vorstellen kann. Mein Kopfkino war im Dauereinsatz.

    Durch immer wieder eingefügte französische Worte oder kleine Sätze, die sich von selbst erklären, kommt das Flair der Côte d´Azur sehr gut heraus. Dazu die dauernd erwähnten kulinarischen Leckereien und Delikatessen, bei denen ich sofort Appetit bekomme. Als I-Tüpfelchen bekomme ich auf der Innenseite der vorderen Klappe sogar ein Rezept für Provenzalisches Rinderragout.

    Pierre Martin hat mich mit seinem Lucien Comte de Chacarasse sehr schnell gefesselt, gepackt und mit dem aussergewöhnlichen Humor und seiner Raffinesse vor allem sehr gut unterhalten. Ich freue mich jetzt schon auf eine erneute Begegnung mit dem sehr kreativen, charmanten, jungen Mann.

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  • 5 Sterne

    Eva G., 04.01.2023

    Als Buch bewertet

    Ein ungewolltes Erbe

    Der Franzose Lucien Comte le Chacarasse liebt das französische Leben. Gerade das Essen hat es ihm angetan, sodass er sich seinen Traum eines eigenen Restaurants erfüllt hat. Aber auch schöne Frauen und das lockere Leben sind für ihn wichtiger Teil seines Lebens. Dies ändert sich aber mit dem Tod seines Vaters, denn am Sterbebett muss er seinem Vater versprechen, das Familienerbe anzutreten. Lucien fühlt sich in die Rolle eines Auftragsmöders gedrängt, denn schon als Kind wurde er darauf trainiert und musste stundenlang für seine spätere Bestimmung üben. Natürlich weiss niemand um das Familiengewerbe, dennoch kommt Lucien nicht um seine neue Aufgabe herum, weil auch sein Onkel Edmond Teil des Familienunternehmens ist, das schon seit Generationen besteht.

    Pierre Martin gelingt es, das französische Savoir-vivre durch den gesamten Roman zu transportieren und so die perfekte Stimmung eines Cosy Crimes zu bilden. Obwohl die Handlung anfangs etwas zögerlich voranschreitet, nimmt diese zum Ende hin immer mehr an Fahrt auf und fesselt den Leser zusehends. Der Protagonist Lucien ist eher ein Gauner als ein Auftragsmörder, was ihn sympathisch und realistisch macht. Auch sein Reichtum ist eher nebensächlich und macht ihn so nahbarer.

    Nachdem ich die ersten Seiten noch etwas unsicher war, ob mir das Buch gefallen würde, da hier kaum Bewegung in die Handlung kam, musste ich meine Meinung schnell revidieren und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Lucien, seine Lebensart und seine Moralvorstellungen gefallen mir sehr gut, sodass ich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe gespannt bin.

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  • 5 Sterne

    daniele b., 28.10.2022

    Als Buch bewertet

    Die Kunst nicht zu Töten, versucht Lucien Compte de Chacarasse nach dem Tod seines Vaters zu erlernen. Im Gegensatz zu seinem Onkel Edmond de Chacarasse sieht er die Verpflichtung die seine Familie über Generationen pflegte, nämlich als Assassinen sprich Mörder ein Vermögen anzuhäufen, als enorme Last. Zwar beherrscht er die dazu nötigen Disziplinen hervorragend, doch widerspricht es einfach seinem Lebensgefühl und seiner Moral zu töten. Lieber verbringt er seine Zeit in seinem Restaurant, nervt seinen Koch und geniesst gutes Essen, Amouren mit schönen Frauen und das „savoir vivre“. Als Spross einer Italienerin und eines Franzosen vereint er alle Eigenschaften die es braucht um dem Leben die schönsten Seiten abzugewinnen. Doch mit dem Tod seines Vaters erbt er die Verpflichtung, die eigentlich sein älterer Bruder hätte übernehmen müssen, doch der starb einige Jahre zuvor bei einem Unfall. Der Vater kommt bei seinem letzten Auftrag ums Leben. Lucien meistert mit Hilfe von Rosalie, dem langjährig guten Geist des Hauses, und der Sekretärin seines Vaters, Francine, alle Hürden des ersten Romans „Monsieur le Compte“ mit Bravour. Pierre Martin hat eine Mischung aus französischem James Bond und Arsène Lupin in seiner Figur des Lucien de Chacarasse auferstehen lassen, der den Lesern grosse Freude bereitet. Denn im Gegensatz zu den altgedienten Helden, ist Lucien modern und reflektiert, charmant und klug genug hin und wieder auf die beiden Frauen zu hören die ihm zur Seite stehen. Das Ganze in der Provence angesiedelt verbindet Abenteuer und „dolce vita“ auf das schönste Lesevergnügen.

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  • 4 Sterne

    J., 28.09.2022

    Als Buch bewertet

    Ein charmanter Auftragskiller wider Willen

    Zum Inhalt

    Hinter dem Pseudonym Pierre Martin - verbirgt sich - laut des Verlags Droemer Knaur - ein deutscher Schriftsteller, der vor allem für seine Romane, die in Frankreich und Italien spielen, einen Namen gemacht hat.
    Bereits für seine beliebte Buchreihe um "Madame le Commissaire" hatte er sich diese neue Identität zugelegt. Dies hier ist der Auftakt zu einer neuen Reihe mit dem attraktiven Hauptakteur Lucien Comte de Chacarasse.


    Ein Auftragsmörder, der sich weigert, zu töten:
    Lucien Comte de Chacarasse entstammt einem alten französischen Adelsgeschlecht, das seit Generationen eine hohe Kunst an die Nachkommen weitergibt: die Kunst des Tötens! Der Legende nach waren seine Vorfahren als äusserst diskrete Auftragsmörder für die Bourbonen ebenso tätig wie für Napoleon, den Vatikan oder die Medici.
     Zwar wurde Lucien von klein auf für diese Aufgabe trainiert, aber als junger Mann steigt er aus und betreibt stattdessen ein Bistro in Villefranche-sur-Mer. Er liebt die Frauen, den Wein – und die kulinarischen Genüsse der provenzalischen Küche.
     Luciens unbeschwertes Leben endet, als er ans Sterbebett seines schwer verletzten Vaters gerufen wird, der ihn schwören lässt, die Tradition der Familie fortzusetzen. Nur, wie begeht man einen Auftragsmord, wenn man es ablehnt zu töten?


    Meine Meinung:

    Das Cover des 415 Seiten dicken Buches besticht in schönen satten Farben mit einer Bistrozeichnung im französischem Flair. Der Buchtitel ist hochgedruckt, was eine ansprechend schöne Haptik gibt. Im Inneren der aufklappbaren Coverseite ist ein leckeres provenzionalisches Rezept abgedruckt.
    Hier fehlt mir jedoch eine Landkarte, welche die Einzelnen Stationen des Romanes aufzeigt.
    Der Cozy Roman ist in einem Prologue, in durchnummerierte Kapitel und in einem Epiloge unterteilt.
    Die Story ist flüssig und leicht zu lesen , jedoch werden immer wieder Französische Sätze eingestreut; welche ich immer wieder mit einem Programm übersetzen musste.

    Bereits im Prolog muss sich der Schwerenöter und Lebemann Lucien am Grab von seinem Vater Alexandre verabschieden.
    Von einer Stunde auf die andere wurde Luciens leben aus der Bahn geworfen. Sein Vater nimmt ihm auf dem Sterbebett das versprechen ab, dass er die Tradition der Familie weiterführen muss.
    Noch dazu hat er mit seinem Onkel Edmond einen „Wächter“ und auf die Tradition.
    Edmond ist der Auftragnehmer und Lucien der Ausführende.
    Lucien der sich lieber weiterhin in seinem Lokal P´etit Bouchon um die Gäste und um seinen Weinkeller gekümmert hätte muss sich nun auch noch um sein Erbe und um sein Versprechen kümmern. Zudem gibt es pikanterweise noch die Sekretärin und Geliebte seinen Vaters, die aparte gutaussehende Francine.
    Lucien, Francine und die mir bereits auf den ersten Seiten ans Herz gewachsene schwerhörige Haushälterin Rosalie trauern um den ermordeten Comte. Es gibt im 1. Band keinen durchgängigen Krimiplot, sondern einige unterschiedliche Episoden und verschiedene Akteure, welche der Autor sicher im Band 2 noch genauer verweben wird.
    Ab und zu vergisst sich der Autor etwas in der Weinkunde, jedoch die wunderbar detaillierten Locations- und
    Landschaftsbeschreibungen machen tatsächlich Lust auf die Französische Riviera. Natürlich hat sich der Autor Isabelle Bonnet ( Madame le Commisaire ) einen Cameo Auftritt in diesem Buch zukommen lassen.


    Mein Fazit :
    Ich finde den Auftakt um den charmanten und liebenswerten Auftagskiller wider Willen witzig und leicht zu lesen. Auch die einzelnen weiteren Akteure finde ich gut herausgearbeitet und stimmig für einen Cozy Krimi.
    Daher freue ich mich auf die Fortsetzung und vergebe 4 von 5 Sternen

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  • 5 Sterne

    Gisela E., 10.10.2022

    Als Buch bewertet

    Ein Auftragsmörder in Gewissensnöten

    Lucien wird mit dem Tod seines Vaters zum Comte de Chacarasse. Seine Familie arbeitet seit Generationen als Auftragsmörder. Lucien kann mit dieser Aufgabe nicht viel anfangen und hat sich darauf konzentriert, ein Bistro in Villefranche-sur-Mer aufzubauen. Doch nachdem sein älterer Bruder tödlich verunglückte, ist Lucien als einziger Nachfahre seiner Familie übrig geblieben. Deshalb lässt ihn sein Vater auf dem Sterbebett schwören, dass er die Aufgabe der Familie weiterführen wird.

    Wie also soll Lucien einerseits seinem Schwur nachkommen, wenn er andererseits genau diese Aufgabe ablehnt? Es ist spannend, wie kreativ Lucien mit diesem mentalen Spagat umgeht, auch wenn manches doch recht vorhersehbar bleibt. Dabei verliert der Auftragsmörder wider Willen niemals das französische Savoir vivre und die Leichtigkeit des Lebens sowie einen humorvollen Umgang mit allen anstehenden Aufgaben. Interessant angelegt sind auch die weiteren Figuren rund um Lucien, jeder ein Unikum, mit liebenswerten Marotten, Ecken und Kanten.

    Dieser etwas andere Krimi bietet leichte Unterhaltung mit viel französischem Savoir vivre. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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