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Weihnachtswelt
vor einer Woche
Weihnachtswelt

Harte Schale, gesunder Kern: Nüsse sind das ideale Nikolausgeschenk

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Nüsse sind echtes Superfood und als Nikolausgeschenk bei Gross und Klein immer willkommen

Gute Tradition: Nüsse als kleines Nikolausgeschenk

„Sankt Nikolaus, leg mir ein, was dein guter Will mag sein. Äpfel, Nuss und Mandelkern, essen kleine Kinder gern", lautet ein altes Sprichwort. Auch wenn sich grosse und kleine Kinder oft eher über Schokolade und andere Süssigkeiten im Nikolausstiefel freuen - weit gesünder sind Nüsse als Nikolausgeschenk allemal. Jede Nuss-Sorte hat eine ganz besondere Kraft und macht das Naschen zum Rundum-Wohlfühlprogramm: Mandeln für die Figur, Walnüsse fürs Gehirn, Pistazien für die Augen, sogar zum glücklich sein sollen Nüsse ihren Beitrag leisten....

Früher hatte jede Familie einen Haselnussstrauch im Garten. Die Nüsse wurden im Herbst geerntet und gaben Energie, um gut über den Winter zu kommen. Daher, und weil sie so gut schmeckten, waren sie bei den Menschen sehr geschätzt und gehören zu den traditionellen Nikolaus-Gaben. Die Symbolik dahinter: Die Nüsse sind ein kostbares Geschenk des Sommers, das die Menschen den harten Winter über bei Kräften halten soll. So wie Äpfel, die ebenfalls traditionell zu den Nikolausgaben gehören. Die Schokolade kam dann erst später dazu.

Um Nüsse ranken sich viele Mythen: Bis heute gelten sie als Fruchtbarkeitssymbol. "Gibt es im Herbst viele Haselnüsse, werden im darauf folgenden Jahr viele Kinder geboren", besagt eine Bauernregel. Der Umstand, dass sich Stiefel, die Kinder zu Nikolaus vor die Tür stellen, über Nacht mit Nüssen (und Süssigkeiten) füllen, wird gerne als Metapher für die Empfängnis interpretiert. Mythen hin, Legenden her, Nüsse gehören als Nikolausgeschenk dazu und finden in vielen Nikolausgedichten ihren Platz, wie zum Beispiel auch in diesem beliebtem Gedicht:

Holler Boller - Nikolausgedicht

Holler boller Rumpelsack, Nikolaus trägt ihn huckepack, Weihnachtsnüsse gelb und braun, runzlig punzlig anzuschaun. Knackt die Schale, springt der Kern, Weihnachtsnüsse ess ich gern. Komm bald wieder in dies Haus guter alter Nikolaus.

(Albert Sergel)

Lesen Sie hier weiter und erfahren Sie mehr über die "inneren Werte" der Nüsse:

Oft hat er leckere Walnüsse im Gepäck, der Nikolaus. Auf einem weihnachtlichen Designteller kommen sie auch optisch gut zur Geltung..

Warum sind Nüsse gesund?

Nach einer Zeit, in der Nüsse zuallererst als fettige Kalorienbomben galten, erleben sie gerade bei gesundheitsbewussten Menschen ein grosses Comeback. Und das völlig zu Recht, denn Nüsse sind wahres Superfood. Die Kombination "gesund und lecker" gibt es eher selten. Eine dieser seltenen Ausnahmen sind Nüsse, Samen und Kerne: Sie stecken voll konzentrierter Energie, sind reich an gesunden Inhaltsstoffen sowie Proteinen.

Ein wahres Superfood sind die Haselnüsse

Haselnüsse stecken voller Kalzium, Magnesium, Phosphor, Zink und Eisen sowie verschiedener B-Vitamine. Eine echte Wohltat für die Nerven.

Gesundheitstipp: Paranüsse gegen Erkältung

Paranüsse liefern das meiste Selen unter den Nüssen und Steinfrüchten. Dieses Spurenelement ist unverzichtbar für ein gesundes Abwehrsystem.

Nikolausgeschenk & mehr: Nüsse & Nussknacker bei Weltbild entdecken

Walnüsse lassen sich ganz gut mit der Hand knacken, aber einfacher geht es mit Hilfe einer Nussknacker-Zange. Rechts: Keramik-Schalen im Schneemann-Look präsentieren Nüsse und Plätzchen besonders niedlich.

Gesunde Fette aus der Nuss

Bei allen verwandtschaftlichen Unterschieden haben Nüsse, Kerne und Samen eines gemein: Sie sind tatsächlich gut für uns. Viele halten Nüsse noch immer für einen Dickmacher-Snack, also warum sind Nüsse gesund? Es stimmt, dass Walnuss, Mandel und Co. einen hohen Fettgehalt zwischen 42 und 73 Prozent haben. Aber dieses Fett ist wegen des hohen Gehaltes an ungesättigten Fettsäuren – vor allem wegen der Omega-3-Fettsäuren – äusserst vorteilhaft für unsere Gesundheit: Denn

  • es schützt die Gefässe und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
  • es wirkt positiv auf den Blutzuckerspiegel und senkt so das Risiko für Diabetes Typ 2.
  • Wer regelmässig Nüsse isst, kann ausserdem seinen Cholesterinspiegel senken und von einer entzündungshemmenden Wirkung profitieren.

Übrigens: In Sachen Fett nehmen Maronen eine Sonderstellung ein: Die im Winter beliebten Nussfrüchte der Europäischen Kastanie sind mit nur zwei bis vier Prozent fettarm. Dafür bestehen sie zu fast 60 Prozent aus Kohlenhydraten.

Neben ihrer gesunden Fettsäurenzusammensetzung haben Nüsse noch einige gute Inhaltsstoffe mehr im Gepäck:

  • Vitamin A und Betacarotin (beispielsweise in Pistazien) sind gut für die Augen, das Immunsystem und die Entwicklung von Zellen und Gewebe
  • Vitamin E schützt alle unsere Körperzellen vor schädlichen Einflüssen durch freie Radikale.
  • B-Vitamine sind wichtig für das Nervensystem und den gesamten Stoffwechsel.
  • Lecithin macht aus Nüssen Nervennahrung.
  • Mineralstoffe und Spurenelemente: Kalzium, Magnesium und Phosphor für starke Knochen und Zähne, Kalium reguliert den Blutdruck, Zink fürs Immunsystem. Selen aus Paranüssen aktiviert Schilddrüsenhormone und das Immunsystem, in Mandeln steckt viel Folsäure.
  • Nüsse enthalten viel Eiweiss. Spitzenreiter mit über 20 Gramm Eiweiss pro hundert Gramm sind Erdnüsse und Mandeln. Das macht Nüsse nicht nur bei Fitnessfreaks und Figurbewussten zum begehrten Nikolausgeschenk.
  • Viele enthaltene Ballaststoffe machen satt und bringen die Verdauung in Schwung.

Glücklich sein durch Nüsse?

Aber ja! Denn die grosse Anzahl von Ballast- und Mineralstoffen in den gesunden Nüssen kurbelt die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin an - und Serotonin (auch in Schokolade enthalten) ist bekanntlich verantwortlich fürs Glücklich sein.

Nüsse – von wegen Dickmacher!

Viele Studien konnten mittlerweile zeigen, dass der tägliche Genuss einer Handvoll Nüsse nicht dick macht. Im Gegenteil: Nüsse helfen sogar beim Abnehmen. Belegt wurde dies zum Beispiel für Walnüsse und Mandeln. Zunächst erscheint es paradox, denn Nüsse mit ihren bis zu 70 Prozent Fett sind doch wirklich eine Kalorienbombe. Doch gerade deswegen schaffen es die wenigsten Menschen, so viel davon zu essen, dass es sich auf der Waage bemerkbar macht. Gerade Mandeln mit den Ballaststoffen in ihrer Haut machen satt, ohne sich auf die Hüften zu legen. Bastian Kast rät in seinem Bestseller Ernährungskompass dazu, eine Handvoll Nüsse gegen Heisshunger zu essen - denn das fehlende Protein sei der wahre Grund für die Essattacken.

Achtung: In Fett geröstete und gesalzene Nüsse sind zwar auch sehr lecker, aber längst nicht so gesund wie rohe Nüsse. Ausserdem haben frische, ungeröstete Nüsse ein geringeres allergenes Potential.

Schalenfrucht, Steinfrucht, Scheinfrucht...: nicht alle Nüsse verdienen ihren Namen

Das, was wir als Nüsse kaufen und knabbern, ist eigentlich keine einheitliche Gruppe, sondern gehört streng botanisch gesehen in unterschiedliche Familien:

  1. Die Nuss im eigentlichen Sinne ist eine Schliessfrucht, bei der die Fruchtwände verholzen und meistens einen einzelnen Samen einschliessen. Dazu gehören zum Beispiel die Haselnuss, die Macadamia und die Walnuss, aber auch Edelkastanien (Maronen) und Bucheckern. Die handelsüblichen Bezeichnungen für diese Nüsse sind übrigens Schalenobst oder Schalenfrüchte.
  2. Nach den Regeln der Botanik dürften sich unter anderem folgende Vertreter auf dem Weihnachtsteller gar nicht mit dem Namen „Nuss“ schmücken: Cashewnuss, Paranuss, Mandel, Pecannuss und Pistazie. Bei ihnen handelt es sich um die Samen von Scheinfrüchten (Cashews sind die einzigen Früchte, die ihren Samen oder Kern nicht in ihrem Inneren tragen, daher werden die Cashewäpfel auch als „Scheinfrüchte“ bezeichnet. Cashewnüsse sind aus botanischer Sicht Samen und werden daher auch vielfach und richtiger „Cashewkerne“ genannt, obwohl wir sie in der Regel wie Nüsse verwenden und knabbern) oder die Steinkerne von Steinfrüchten.
  3. Ein Sonderfall ist die Erdnuss, denn sie ist enger mit Bohnen und Linsen verwandt als mit Haselnuss und Mandelkern: Sie gehört botanisch zu den Hülsenfrüchten.

So knacken Sie die härtesten Nüsse

Die sogenannten „Hebelmänner“ aus Holz sind zwar eine beliebte Weihnachtsdekoration, so richtig kräftig und robust sind diese kunstvoll bemalten Nussknackerfiguren aber nicht. Beim Nüsseknacken sind Sie mit funktionalen Modellen besser bedient. Diese gibt es überwiegend in zwei Arten:

  • Zangennussknacker funktionieren durch ihre Hebelkraft. Meist besitzen sie zwei unterschiedlich grosse Aussparungen für verschiedene Nussgrössen. Dort wird die Nuss nahe am Gelenk platziert und durch kräftiges Zusammendrücken geknackt.
  • Ein Nussknacker mit Schraubgewinde ist nicht nur schön fürs Auge, sondern auch höchst effektiv. Bei diesem Modell liegt die Nuss in einer Art Zylinder. Durch Drehen am Schraubgewinde wird die Schale so unter Spannung gesetzt, dass sie schliesslich zerspringt.

Tipp: Walnüsse knacken ohne Nussknacker

Walnüsse können Sie auch mit der Hand knacken, indem Sie jeweils zwei mit der Nahtstelle fest gegeneinander drücken. Bei einer grösseren Menge an Nüssen wird diese Methode jedoch schnell anstrengend und schmerzhaft.

Am besten ganze Nüsse kaufen

Für den Einkauf von frischen, ganzen Nüssen sprechen folgende Gründe:

  • Sie sind lange haltbar: Von der Ernte im Herbst können sie bis ins nächste Jahr problemlos gelagert werden.
  • Frisch geknackt sind Nüsse am leckersten. Ihre Schale schützt sie bei richtiger Lagerung vor fremden Gerüchen aus der Umgebung.
  • Die wertvollen Nährstoffe sind in frischen Nüssen noch weitestgehend enthalten.

Brauchen Sie gehackte oder gemahlene Nüsse für Weihnachtsplätzchen, Kuchen oder Desserts, zerkleinern Sie sie am besten frisch mit einer Küchenmaschine oder einem Multizerkleinerer. Dann bleibt das feine Aroma bis zur Verwendung beim Backen am besten erhalten.

Tipp: Frischetest für Nüsse

Wenn Sie ganze, lose Nüsse kaufen möchten oder prüfen wollen, wie frisch die Nüsse auf Ihrem bunten Teller noch sind, geht das ganz einfach: Schütteln Sie die Nuss nahe an Ihrem Ohr. Klappert der Kern darin hörbar, ist er bereits alt und vertrocknet. Über das Alter der Nüsse gibt ihr Inneres Aufschluss: Ist es weiss, ist die Nuss frisch. Je gelblicher der Samen ist, desto älter ist die Nuss.

Beim Kauf gilt: Sind die Nüsse verfärbt, verschrumpelt oder haben Flecken, riechen sie merkwürdig? – Dann gilt: Finger weg. Denn Nüsse sind anfällig für Schimmelpilze.

Aufbewahrung von Nüssen

Bleibt etwas übrig oder kaufen Sie Nüsse ohne Schale, gemahlene Mandeln oder Haselnüsse, so sollten Sie einige Punkte bei der Lagerung beachten:

  • Bewahren Sie Nüsse ohne Schale
  • am besten in geschlossenen Gefässen auf
  • und zwar kühl, dunkel und trocken.

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