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  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gerda, 29.05.2019

    Als Buch bewertet

    Ach, endlich mal wieder ein Krimi in dem nicht ständig Menschen massakriert werden. Hier handelt es sich um einen gut konstruierten Roman mit etlichen überraschenden Wendungen. Das Witzigste an dem Buch ist, den Namen von dem "Vinyl-Detektiv" erfahre ich überhaupt nicht. Oder wird er mal erwähnt?

    Er lebt friedlich mit seinen Katzen und ernährt sie und sich selbst mühsam mit dem Kauf von seltenen Platten, die er wiederum teurer verkauft. Da bleibt nicht viel zum Leben übrig. Dann taucht Nevada auf. Sie beauftragt ihn, eine bestimmte Platte zu suchen.

    Gemächlich begleiten wir die Beiden. Nach der Hälfte des Buches wird die Geschichte schneller und auch unübersichtlicher. Es passieren merkwürdige Dinge. Es werden neue Personen in die Handlung eingeführt, doch es dauert noch, bis alles geklärt wurde.

    Für mich ein wunderbarer Krimi. Etwas mehr Tempo in der Mitte wäre schön gewesen. Aber die Suche, auch von Designer-Klamotten hat schon was!

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  • 5 Sterne

    10 von 14 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mfurch, 30.03.2019

    Als Buch bewertet

    Der Vinyl-Detektiv

    Der Vinyl-Detektiv in seinem ersten Abenteuer. Er erhält von einer geheimnisvollen Frau den Auftrag, eine unendlich seltene sowie wertvolle LP aufzustöbern. Ein kleines Jazz-Label aus Kalifornien produzierte die Platte in den 50ern und für den Vinyl-Detektiv beginnt die Suche nach der Platte, die ihn von London bis nach Japan führt.

    Die ungewöhnliche Idee zu diesem Krimi hatte mich neugierig gemacht, auch weil ich noch zur Vinyl-Generation gehöre. Ich kann mich noch gut an die Zeit von Vinyl erinnern, das dann von Tapes und dann den CDs abgelöst wurde, inzwischen sind auch CDs veraltet. Die Zeiten ändern sich, aber so manch einer bleibt den alten Vinyls treu. Der Viny-Detektiv ist ein Liebhaber und Sammler von Vinyl, vor allem von Jazz. Er durchstöbert Flohmärkte und Second-Hand-Shops um seltene Exemplare zu finden und ist der Kenner schlechthin. So ist er auch der richtige Mann, um diese besonders seltene Platte zu finden, doch auf seiner Suche wird es bald gefährlich, er ist nicht der einzige, der auf der Suche nach dieser Platte ist.

    Neben der Krimihandlung lernt man einiges über Vinyl und Jazz im Besonderen, die Lektüre ist unterhaltsam, leicht und unblutig. Eigentlich genau das was ich erwartet hatte. Mir gefällt die Idee, Vinyl in einem Krimi zu thematisieren richtig gut, ich fühlte mich super unterhalten. Die Längen im Mittelteil zogen sich dann zwar etwas, haben mein Lesevergnügen aber nicht schmälern können. Wer Musik liebt und mal einen aussergewöhnlichen Krimi lesen möchte ich hier gut beraten.

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  • 4 Sterne

    9 von 14 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gisela E., 26.04.2019

    Als Buch bewertet

    Vinyl-Detektiv

    Vinyl-Detektiv – das ist für ihn Beruf und Berufung. Er findet jede Platte, die er suchen soll. Nun hat er einen etwas verzwickten Auftrag erhalten, er soll eine äusserst seltene LP finden. Es lockt eine Stange Geld, und das kann der allzeit klamme Musikliebhaber bestens gebrauchen. Doch nicht nur ist diese Platte äusserst selten, der Detektiv und seine Auftraggeberin Nevada erhalten plötzlich Konkurrenz von jemand, der bei der Suche danach buchstäblich über Leichen geht. Und die LP scheint darüberhinaus ein Geheimnis zu bewahren…

    Der Autor Andrew Cartmel, Drehbuchschreiber, Theaterautor und Stand-Up-Comedian, legt eine reichlich beschwingte Jagd nach dem begehrten Vinyl vor, das vor spannenden und lustigen Situationen nur so wimmelt. Immer wieder scheint die Lösung greifbar, um dann sofort wieder auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden: Die Geschichte bietet einen unerwarteten Dreh nach dem anderen. Der Ich-Erzähler muss dabei immer wieder hart im Nehmen sein, ein James Bond der Jazzmusik, der selbst dann noch weiter macht, wenn er seinen Auftrag eigentlich erfüllt hat – weil er ahnt, dass das nicht alles sein kann. Dass manches dabei ins Absurde gerät – geschenkt, denn die Geschichte hat soviel Drive, da fällt es gar nicht auf, dass der Namen des Ich-Erzählers kein einziges Mal erwähnt wird. So ausgefallen wie sein Beruf ist dieser Detektiv selbst.

    Diese Geschichte ist erfrischend anders, eine Mischung aus Thriller und Komödie mit einem Touch Musikgeschichte. Man muss sich darauf einlassen können, doch wer solche Geschichten mag, wird diese sicherlich in einem Rutsch lesen. Ich vergebe verdiente vier von fünf Punkten.

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  • 5 Sterne

    7 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    J., 02.05.2019

    Als Buch bewertet

    Vinyl - Jazz und Katzen
    Zum Buch : Er sammelt und handelt mit äussert seltenen Schallplatten: Für eine geheimnisvolle Auftraggeberin soll der ›Vinyl-Detektiv‹ die kostbare LP eines ehemaligen winzigen kalifornischen Jazz-Labels „Hator“ auftreiben, das in den 50ern nur ein Jahr lang Platten produzierte. Die Suche führt ihn von London bis nach Japan – und bald häufen sich die seltsamen Todesfälle.

    Als Jazz-, Katzen- und Vinyl Fan ist dieses Buch und die Story dazu natürlich genau mein Genre und ich wurde nicht enttäuscht.

    Der Roman teilt sich - wie eine Schallplatte - in eine A und eine B Seite.
    Der Autor lässt seinen namenlosen Vinyl-Detektiv mit Faible für guten Kaffee im heutigen London und in weiteren Ländern nach Jazz Schallplatten eines bestimmten Labels suchen.
    Die Auftraggeber/innen begleiten Ihn auf eine spannende und fieberhafte Suche nach den ominösen Vinyls . Die versteckten Hinweise , die Geschichten aus der Vergangenheit und die eine oder andere Leiche machen den hakenschlagenden Plot noch spannender.


    Meine Meinung :
    Das BuchCover finde ich sehr ansprechend. Die Farbe als auch die Scherenschnitt Zeichnungen passen zur Geschichte.
    Der Schreibstil von Cartmel ist locker, flüssig und detailreich.
    Ich finde die B Seite der Geschichte noch interessanter als die A Seite.
    Auf der B Seiten Geschichte geht es ans Eingemachte, sie liefert praktisch die Erklärung und die Hintergründe für die A Seiten Geschichte. Weswegen wollte der japanische Auftraggeber Mr. Hibiki diese eine LP und was steckt hinter der Originalaufnahme?

    Die einzelnen Haupt-Protagonisten der 2 Geschichten wurden sehr gut ausgearbeitet und waren mir auf Anhieb sympathisch.

    Bei den Nebenfiguren möchte ich den schrulligen weintraubenessenden besten Freund Tinkler und die wunderbar gezeichnete Taxifahrerin Clean Head hervorheben.
    Und natürlich die beiden Katzen Fanny und Turk.


    Besonders gefallen haben mir die im Roman sehr detailliert erklärten Toneigenheiten einer Vinyl Platte aber auch die Vorgehensweisen bei der Reinigung von verdreckten und nicht mehr abspielbaren LP s.
    Auch lässt der Autor sehr viel Jazz- Geschichte und Fachwissen in die Story mit einfliessen.


    Mein Fazit:
    Ein rundrum gelungener Thriller / Krimi der nicht nur Jazz und Vinyl Liebhaber auf eine spannende Lesereise mitnimmt.

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  • 4 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    nellsche, 01.04.2019

    Als Buch bewertet

    "Gefiel mir"

    Schallplatten, insbesondere äusserst seltene Stücke, sind die Leidenschaft des Vinyl-Detektivs. Für einen geheimnisvollen Kunden soll er die kostbare LP eines kleinen kalifornischen Jazz-Labels finden. Die Suche führt ihn von London bis Japan. Bald schon häufen sich merkwürdige Todesfälle. Was macht die LP so wertvoll, dass sich auch ein mächtiger Konzern der Unterhaltungsindustrie dafür interessiert? 

    Diese Geschichte hat mir prima gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich zu lesen, so dass ich sofort ins Buch kam und es trotz über fünfhundert Seiten schnell gelesen hatte. 
    Sehr passend fand ich die gewählte Ich-Form. Dadurch bekam ich einen sehr detaillierten und tiefen Einblick in den Vinyl-Detektiv, dessen Name übrigens nicht genannt wird, und konnte seine Leidenschaft für seltene Schallplatten nachvollziehen und verstehen. 
    Dieser Thriller war anders, als ein herkömmlicher Thriller. Er war gut konstruiert und bot mir einiges an Spielraum für eigene Gedanken. Als Leser bekommt man viel Hintergrundwissen zur Jazzmusik und den Komponisten sowie Sängern etc. Das hat mir gut gefallen, da es passend in die Story eingebracht wurde und ich da bisher keine Ahnung von hatte. 
    Die Spannung war gut vorhanden, auch wenn es mal kleine Längen gab. Ein leichter Humor lockerte die Geschichte gut auf. 
    Interessant war der Aufbau des Buches nach A-Seite und B-Seite. Die gesuchte Schallplatte hat der Vinyl-Detektiv tatsächlich gefunden, doch damit war das Buch noch nicht zu Ende, denn es tauchten Fragen auf, denen nachgegangen werden musste. 

    Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich es nicht als Thriller werten würde. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • 4 Sterne

    4 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lacastra, 13.03.2019

    Als Buch bewertet

    Unterhaltsam wie ein Tarantino Film!

    Ein Schallplatten-Krimi? Na wenn das mal nicht äusserst lahm klingt...
    Doch weit daneben, mein Ersteindruck beim Lesen des Buchrückens hätte nicht falscher sein können.
    Der Leser erlebt eine rasante Kriminalgeschichte, humorvoll erzählt und gemixt mit allerlei Musikgeschichte und wie es sich gehört mit einem schönen "Aha-Effekt" am Ende.
    Die teils äusserst skurrilen Figuren sind einfach klasse beschrieben und erinnerten mich, gepaart mit der erfrischend andersartigen Handlung irgendwie immer wieder an einen Quentin Tarantino Streifen, generell könnte ich mir die Reihe sehr gut als Film oder Serie vorstellen.
    "Reihe" sage ich, weil im englischen Original schon ganze drei Teile erschienen sind, bleibt nur zu hoffen, dass Teil 1 hierzulande ausreichend Erfolg hat, sodass die Übersetzung der nächsten Bücher nicht allzu lange auf sich warten lässt.

    Jazz- und Krimi-Liebhaber finden hier einen wahren Schatz, alle die mit Jazzmusik bis jetzt so gar nichts am Hut hatten (wie z.B. ich selbst) sollten dem Buch eine Chance geben und sich positiv überraschend lassen.
    Dass ich mir danach direkt einen Plattenspieler bestellt habe, spricht eigentlich für sich.

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  • 5 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja W., 11.03.2019

    Als Buch bewertet

    *Muskalischer Krimi*

    Schallplatten sind seine Leidenschaft, er ist Experte für seltene LPs und auch für das Equipment.
    Eine LP kann man nicht einfach abspielen, man benötigt den richtigen Ort und den absolut korrekten Player dafür.
    Er hat ein Faible für Trödelmärkte, Garagenverkäufe, Kofferraum-Verkäufe etc.
    Eines Tages steht eine geheimnisvolle und schöne Frau vor seiner Tür, in der Hand eine Visitenkarte,
    Vinyldetektiv steht drauf. Diese Karten hat er vor langer Zeit mal aus Langeweile drucken lassen.

    Nun hat Nevada Warren einen Auftrag für ihn, eine sehr seltene LP zu finden. Natürlich wird er dafür auch gut belohnt.
    Es beginnt eine extrem unterhaltsame und äusserst amüsante Suche nach der gewünschten LP.
    Der Schlagabtausch zwischen Nevada und dem Detektiv ist einfach köstlich, es macht einen riesen Spass den beiden quer durch London zu folgen.
    Das Abenteuer gestaltet sich jedoch nicht ungefährlich, es sind noch andere hinter der gesuchten LP hinterher. Und schon gibt es die erste Leiche und der namenlose Detektiv und Nevada müssen auf der Hut sein, damit nicht die nächste Kugel einen von ihnen trifft.

    Das Buch ist in der „Ich-Form“ geschrieben, daher bleibt unser Vinyl-Experte der grosse Unbekannte.
    Ich muss gestehen, mir ist erst beim Schreiben der Rezension aufgefallen, man weiss nicht den Namen vom Vinyl-Detektiv. Das hat mich sehr amüsiert und es ist ein grosses Lob an den Autor, denn das Buch verliert nie an Spannung und Unterhaltungswert trotz der fehlenden Information.
    Es ist nicht von Bedeutung, da die Geschichte grossartig ist und ich mich nie gelangweilt habe.
    Von der ersten Seite an bis zur letzten Seite bin ich restlos begeistert, der Humor ist grandios.
    Ich möchte natürlich den Namen vom Vinyl-Detektiv wissen, doch da muss ich mich wohl auf eine Fortsetzung gedulden.
    Ich hoffe sehr, der Autor schwingt erneut seine Feder und schreibt ein weiteres Abenteuer über den Vinyldetektiv.

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  • 4 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    bookloving, 15.04.2019

    Als Buch bewertet

    *Sehr be“swingt“er, origineller Roman *
    Der ziemlich aussergewöhnliche Spannungsroman “Murder swing” von dem britischen Schriftsteller und Drehbuchautor Andrew Cartmel ist der gelungene Auftakt seiner brandneuen Serie rund um den selbsternannten ›Vinyl-Detektiven‹, der als grosser Musikkenner und Plattensammler ein besonderes Geschick darin hat, äussert seltene Schallplatten aufzuspüren. Sehr schön stimmt das Cover mit den schwarzen, James Bond-mässigen Silhouetten und die grosse schwarze Schallplatte im Vordergrund auf die originelle, etwas mysteriöse Geschichte ein, in der sich alles um Musik, rare Schallplattenausgaben, geheimnisvolle Frauen, viel Jazz-Geschichte sowie rätselhafte Unglücke und Todesfälle dreht. Dabei handelt es sich aber nicht um einen packenden Thriller im eigentlichen Sinne, sondern die etwas abgedrehte Handlung entwickelt sich bald zu einem rasant-abenteuerlichen, höchst amüsanten und sehr unterhaltsamen Lesevergnügen. Mit einem lockeren, mitreissenden Schreibstil, äusserst witzigen Dialogen und seinem tollen britischen Humor ist es Cartmel mühelos gelungen, mich von Beginn an zu fesseln, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Trotz der manchmal ausschweifenden Ausführungen zu klangtechnischen Details, der komplexen Historie des Jazz, zur Schallplattenindustrie und Hintergrundinformationen für wirkliche Platten-Freaks habe ich diese selten als langweilig oder überzogen empfunden, habe mich von der Begeisterung anstecken lassen und viel Interessantes und Lehrreiches über diese ganz spezielle Welt und die faszinierende Vinyl-Szene mitnehmen können. Cartmels Geschichte lebt vor allem von seiner sehr skurrilen, aber liebenswerten Hauptfigur und Ich-Erzähler, der sehr vielschichtig und lebendig gezeichnet ist, aber erstaunlicher Weise in der ganzen Geschichte kein einziges Mal namentlich erwähnt wird. Der junge Londoner ist ein absoluter Jazz-Kenner, Plattenfreak und Katzenliebhaber, der sich mit den kärglichen Einnahmen als Vinyl-Detektiv immer gerade so über Wasser hält. Der sehr sympathische Nerd sorgt für so manches Mal mit seiner erfrischend verpeilten, aber sehr gewitzten Art für überraschende Episoden und humorvolle Pointen. Sehr interessant ist auch sein weibliches Pendant, die verführerische, geheimnisvolle Nevada, die unseren Vinyl-Detektiv bei seinem schwierigen Auftrag und ihrer turbulenten Jagd auf die verloren geglaubte Aufnahme tatkräftig unterstützt, und mir mit ihren verschrobenen Eigenheiten nach und nach immer mehr ans Herz gewachsen ist. Auch bei den Nebenfiguren hat sich Cartmel eine gelungene Mischung an originellen und skurrilen Charakteren einfallen lassen, die für jede Menge Abwechslung, Unterhaltung und sehr amüsante Episoden sorgen, wie Tinkler, der permanent kiffende, audiophile Freund oder die kahlgeschorene, farbige Taxifahrerin Clean Head. Inspiriert von der zweiseitigen Unterteilung bei Schallplatten hat Cartmel seinen Roman ebenfalls in eine A-Seite, die das populäre Hauptstück besitzt, und einer B-Seite, die ein eher unbekanntes und oft ergänzendes Stück zur A-Seite enthält, gegliedert. So beinhaltet die A-Seite mit der fesselnden, gefährlichen Jagd nach der extrem seltenen Jazz-Platte eine in sich abgeschlossene Geschichte, während die wesentlich kürzere B-Seite, den Faden zur A-Seite erneut aufnimmt und uns Cartmel nach Los Angeles mitnimmt auf eine ereignisreiche Suche zu den noch fehlenden Hintergrundinformationen der im ersten Teil aufgedeckten Besonderheiten der gesuchten Schallplatte. Auch wenn ich die Idee von A- und B-Seite sehr gelungen finde, hätte mir eine Verdichtung der beiden Geschichten besser gefallen. Zudem waren das Rätsel und dessen Auflösung zu konstruiert und unglaubwürdig. Dennoch freue ich mich schon auf eine Fortsetzung mit den zwei liebgewonnenen Charakteren und mancher interessanter Nebenfigur, und bin sehr gespannt auf den zweiten Fall für den sympathischen Vinyldetektiv!
    FAZIT
    Ein sehr humorvoller, origineller Spannungsroman mit einem etwas verpeilten, aber liebenswerten Helden - eine abenteuerliche Reise in die Welt des Jazz und Vinyls - rasant, abgedreht und sehr unterhaltsam!

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  • 4 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    nellsche, 01.04.2019

    Als Buch bewertet

    "Gefiel mir"

    Schallplatten, insbesondere äusserst seltene Stücke, sind die Leidenschaft des Vinyl-Detektivs. Für einen geheimnisvollen Kunden soll er die kostbare LP eines kleinen kalifornischen Jazz-Labels finden. Die Suche führt ihn von London bis Japan. Bald schon häufen sich merkwürdige Todesfälle. Was macht die LP so wertvoll, dass sich auch ein mächtiger Konzern der Unterhaltungsindustrie dafür interessiert? 

    Diese Geschichte hat mir prima gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich zu lesen, so dass ich sofort ins Buch kam und es trotz über fünfhundert Seiten schnell gelesen hatte. 
    Sehr passend fand ich die gewählte Ich-Form. Dadurch bekam ich einen sehr detaillierten und tiefen Einblick in den Vinyl-Detektiv, dessen Name übrigens nicht genannt wird, und konnte seine Leidenschaft für seltene Schallplatten nachvollziehen und verstehen. 
    Dieser Thriller war anders, als ein herkömmlicher Thriller. Er war gut konstruiert und bot mir einiges an Spielraum für eigene Gedanken. Als Leser bekommt man viel Hintergrundwissen zur Jazzmusik und den Komponisten sowie Sängern etc. Das hat mir gut gefallen, da es passend in die Story eingebracht wurde und ich da bisher keine Ahnung von hatte. 
    Die Spannung war gut vorhanden, auch wenn es mal kleine Längen gab. Ein leichter Humor lockerte die Geschichte gut auf. 
    Interessant war der Aufbau des Buches nach A-Seite und B-Seite. Die gesuchte Schallplatte hat der Vinyl-Detektiv tatsächlich gefunden, doch damit war das Buch noch nicht zu Ende, denn es tauchten Fragen auf, denen nachgegangen werden musste. 

    Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich es nicht als Thriller werten würde. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wanderer.of.words, 06.04.2019

    Als Buch bewertet

    Der namenlose Hauptdarsteller ist Vinyl-Liebhaber, er weiss wie man seltene Platten findet. Daher wird er von einem geheimnisvollen Auftraggeber angeheuert um ein seltenes und wertvolles Album zu finden. Bald kommt es zu seltsamen Todesfällen die scheinbar mit der Jagd nach der Schallplatte zusammenhängen.

    Als Schallplattenbesitzer und Fan des englischen Humors musste ich diesen Roman natürlich haben. Ich liebe Bücher die mit einem Augenzwinkern und viel trockenem Humor geschrieben sind. Die Geschichte wird zwar eher gemächlich erzählt, der Schreibstil ist aber so flüssig, dass dennoch keine Langeweile aufkommt. Die Charaktere sind sympathisch, herrlich unterhaltsam und teils wunderbar skurril.

    Ich kann mir vorstellen, dass Jazz-Fans noch mehr Spass mit dem Buch haben, denn immer wieder kommen Hinweise auf Bands und Sänger/innen vor, die mir leider nichts sagen. Für alle anderen ist es dennoch ein herrlich origineller Krimi der gute Unterhaltung bietet.

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    brauneye29, 16.05.2019

    Als Buch bewertet

    Zum Inhalt: 

    Er sammelt und handelt mit äussert seltenen Schallplatten: Für eine Kundin soll er eine besondere Vinyl Schallplatte finden. Die Suche führt von London bis Japan begleitet von sonderbaren Todesfällen. Was ist das Besondere an dieser Schallplatte und warum sucht nicht nur seine Kundin danach? 

    Meine Meinung: 

    Das war mal ein Krimi der anderen Art. Mit ganz anderem Thema, förmlich mit Musik untermalt. Die Geschichte ist einfach ungewöhnlich und dadurch auch so interessant. Die Protagonisten waren interessant und gut beschrieben. Die Geschichte aus einem Mix aus Ruhe und Action und diese Mischung hat mir gut gedallen. Der Schreibstil war gut und das Buch war dadurch sehr flüssig zu lesen und dadurch auch sehr flott weg gelesen. 

    Fazit: 

    Mal was ganz anderes.

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  • 4 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss.mesmerized, 09.03.2019

    Als Buch bewertet

    Eigentlich verbringt er seine Tage damit von Second Hand Shop zu Second Hand Shop zu laufen und die Neuzugänge der Vinyl Platten zu durchforsten, immer auf der Suche nach dem ultimativen akustischen Kick – und nach einem lukrativen Geschäft, denn echte Sammler sind bereit so einiges zu bezahlen für eine wertvolle Platte. Als es eines Tages unerwartet an seiner Tür klingelt, ahnt er nicht, dass die Frau, die vor ihm steht, ihn nicht nur auf die Suche nach einer aussergewöhnlichen Aufnahme schicken wird, sondern auch in grösste Gefahr bringt, denn plötzlich häufen sich Unfälle und mysteriöse Todesfälle in seinem Umfeld. Aber wenn das Interesse erst einmal geweckt ist und dazu so ansprechend vertreten wird wie bei Miss N. Warren, muss ein Mann ja schwach werden und den Auftrag annehmen.

    Andrew Cartmel ist als Schreiber für die britische TV Serie Doctor Who bekannt geworden, von der Vinyl Detective Reihe erscheint 2019 im Original bereits Band 4. Die Tatsache, dass sich Cartmel auch als Stand-Up Comedian betätigt, merkt man seinem Roman an. Als Thriller vom Verlag angekündigt, macht er auch mich doch eher den Eindruck einer Slapstick Krimi-Komödie, was jedoch in keiner Weise negativ zu verstehen ist.

    Die Geschichte lebt ganz klar von den Figuren, die alle auf ihre Art skurril aber liebenswert sind. Vorneweg natürlich der Plattensammler, der nebenbei Detektivarbeit leistet. Man kann sich seine Wohnung bildhaft vorstellen, vor allem die zwei Katzen, die das Gesamtbild charmant abrunden. Miss Warren – deren Vorname lange ein ganz eigenes Mysterium bleibt, weshalb er auch hier nicht verraten wird – die zwischen dümmlich und hochintelligent oszilliert und damit immer wieder überrascht, ebenso mit ihren herrlichen Katzendialogen. Und natürlich die ganzen Nebenfiguren: die Gegenspieler Heinz und Heidi, der Drogendealer und Tomatenmagnat Hughie, Freund Tinkler und natürlich die Taxifahrerin Clean Head. Eine Ansammlung von Kuriositäten, die zusammen einen grossen Spass fabrizieren.

    Der Kriminalfall um die Originalaufnahme von „Easy Come, Easy Go“ hat mir als unbedarftem digital Musikhörer so einiges an neuem Wissen eingebracht und die Komplexität des alten Mediums Vinyl erst richtig verdeutlicht. Die Geschichte wird schliesslich glaubwürdig, wenn auch mit etwas Nachhilfe von Kommissar Zufall, gelöst. Da könnte das Buch eigentlich zu Ende sein. Doch wie bei jeder Platte gibt es noch eine B Seite und hier ist es quasi der zweite Auftrag für den Vinyl Detektiv. Wie bei allen Maxi-Singles auf Vinyl kommt auf die zweite Seite das, was eben nicht so erfolgversprechend und nicht so gelungen ist. So ist es hier auch. Mit Seite A war die Geschichte erzählt und fertig. Für mich ein sauberer und gelungener Abschluss. Die zweite Geschichte ist nicht nur in sich unabhängig und mehr wie die unterschiedlichen Bände einer Serie mit der ersten verbunden, weshalb sie für meinen Geschmack auch besser als Einzelband erschienen wäre. Da dieser Teil doch gewaltig abfällt im Vergleich zum ersten, gibt es hierfür auch den Punkt Abzug in der Bewertung.

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  • 4 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Linatost, 15.04.2019

    Als Buch bewertet

    Schon auf der ersten Seite fand ich mich mit einem Kaffee in der Hand auf einem schmuddeligen Sofa, in einer viel zu kalten Wohnung zwischen lauter Plattenstapeln wieder und lauschte den Klängen einer Vinyl Platte. Das Buch hält was es verspricht! Ich habe mich beim Lesen durchweg amüsiert. An der Seite von unserem klassischen Anti-Helden, immer etwas kanpp bei Kasse, immer auf den gewissen, richtigen Wink angewiesen aber doch immer auf der richtigen Spur.

    Eigentlich bin ich kein klassischer Krimi Leser aber wenn der Stoff so leicht daher kommt und mir dann noch etwas über Musik erzählt, gucke ich gerne über meinen Tellerrand.

    Auch Sprachlich konnte mich das Buch überzeugen. Die Sprache hatte einen gewissen Schwung und hat mich nicht durch abgegriffene Füllsätze gelangweilt.

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Marie aus E., 07.06.2019

    Als Buch bewertet

    Das Buch ist ein richtiges Gute-Laune-Buch. Es hat einen herrlich schrägen Humor und ist ziemlich abgefahren.
    Allerdings würde ich trotz zugrundeliegender Krimi-Handlung jetzt nicht die Kategorie Thriller wählen...

    Vordergründig scheint es, dass man Vinyl-Liebhaber und Jazz-Fan sein sollte, damit man Freude an dem Buch hat. Dem ist nicht so, wobei vermutlich die vielen Insider-Anspielungen dann das sogenannte -Tüpfelchen darstellen. Kaffeeliebhaber und Technik-Freaks werden ebenfalls ihre Freude haben.

    Wer also Spass an sehr trockenem Humor, absurden Kommentaren und generell witziger und gar nicht plumper Lektüre hat und sofern die Krimihandlung nicht im Vordergrund stehen muss
    -> dann eine unbedingte Leseempfehlung meinerseits.

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  • 4 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    josefine r., 16.04.2019

    Als Buch bewertet

    Murder Swing hat sein eigenes Tempo... langsam. Aber wenn man sich darauf einlässt bringt es einem viele unterhaltsame Stunden. Zum Anfang geht es nur um einen ganz normalen Auftrag, der sehr schnell mörderisch wird. Die Hauptpersonen haben auf jeden Fall einen starken Noire Vibe. Das Ende war jetzt nicht ganz das, was ich erwartet habe.
    Ich gebe zu. dass ich für Schallplatten ein bisschen jung bin, aber ich erinnere mich an die besonderen Gelegenheiten. Die Unterteilung der Geschichte in Seiten A und B ist schon recht genial. Ich fand das Buch schon echt cool und werde mich sicher nochmal daran setzen.

    Das Cover ist ansprechend und sieht super in meinem Regal aus

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  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Karin G., 10.03.2019

    Als Buch bewertet

    Sowohl das Cover als auch der Titel des Buches haben mein Interesse daran geweckt. Lassen sie beide doch auf einen spannenden Thriller hoffen. Von dem Autoren habe ich bis jetzt noch nichts gehört und gelesen.
    Die einzelnen Personen sind sehr vielschichtig und interessant. Der Schreibstil ist zwar angenehm zu lesen, dennoch hatte ich immer wieder Schwierigkeiten in einen schönen Lesefluss zu kommen und dem Geschehen zu folgen.
    Zur Geschichte, er, dessen Name hier nicht erwähnt wird, ist Plattendetektiv und hat sich zur Aufgabe gemacht, jede Platte aufzuspüren. Er erhält einen geheimnisvollen Auftrag von einer gewissen Nevada, die für einen nicht genannt werdenden Kunden eine bestimmte selten Jazz- Platte sucht.
    Bei seiner Reise bereist er viele Städte und immer wieder kommen mysteriöse Tote dazu. Doch mehr möchte ich von der Handlung nicht verraten.
    Mich konnte das Buch leider nicht begeistern, es ging mir darin zu sehr um CDs, Jazzkünstler und zu wenig Handlung. Ich fand es alles sehr zäh und langwierig. Das Buch konnte mich leider nicht fesseln.

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  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    kunde, 02.06.2019

    Als Buch bewertet

    Der Venyldetektiv, der keinen Namen hat, bekommt den Auftrag eine seltene Schallplatte für einen Sammler aufzuspüren. Dabei findet der Detektiv nicht nur seltene Schallplatten - auch Leichen macht er ausfimdig.

    "Murder Swing" beginnt richtig gut. Es macht Spass zu lesen und wenn es so weiter gegangen wäre, wäre es richtig gut gewesen. Doch leider flaut der mittlere Teil ab. Da spielt der Jazz eine zu grosse Rolle und man muss schon Fan sein, um das spannend zu finden. Ebenso störend empfand ich die Tatsache, dass der Venyldetektiv immer nur Er genannt wird. Ein Name hätte hier gut getan. Dadurch wäre vielleicht bei mir mehr Sympathie entstanden. So bekam ich leider überhaupt keinen Bezug zum Charakter.

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  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Svea M., 31.03.2019

    Als Buch bewertet

    Eine musikalisch, wilde Städtetour durch London der besonderen Art - der Thriller "Murder Swing" von Andrew Cartmel über einen namenlosen, selbsternannten "Vinyl-Detektiv" überzeugt durch Wortwitz, Tempo und eine Vielzahl von herrlich schrägen Protagonisten.

    Die Geschichte selbst spielt in der Gegenwart, in der ein nicht wirklich näher beschriebener Typ (gross und schlaksig soll er wohl sein...) vor Jahren aus einer alkoholbeschwipsten Laune heraus Visitenkarten gedruckt und irgendwo in seinem Sausebrand verteilt hat. Unser selbsternannte Experte in Sachen Jazz und LP´s lebt von der Hand in den Mund - in seinen bequemen Wühlschuhen durchstreift er anscheinend täglich sämtliche Secondhand-Läden und Schallplattenbörsen, immer auf der Suche nach seltenen LP`s für das heimische Wohnzimmer oder um diese für ein paar englische Pfund zu verkaufen. Irgendwann taucht die gutaussehende Nevada Warren vor seiner Tür auf und hat über ihren reichen Boss einen Auftrag für ihn - er soll eine sehr seltene Jazz-LP aus den fünfziger Jahren eines kleinen amerikanischen Plattenlabels auftreiben. Die Schwierigkeit liegt natürlich in Detail: das Plattenlabel war nur ein Jahr tätig und von den insgesamt 14 erschienen LP´s sind nur noch wenig Originale im Umlauf - die, die unser Detektiv suchen soll, war die letzte des besagten Labels und scheint einige Interessenten und andere finstere Gestalten auf den Plan zu rufen, die auch nicht davor zurückschrecken, mal die Waffen zu zücken oder schlagkräftige Mitarbeiter vorbei zu schicken. Die Reise geht quer durch die City von London und führt den Leser sogar auf einen Abstecher in das ferne Japan, damit nicht genug, nochmals geht´s über den grossen Teich in die USA, genauer gesagt, an die Westküste, an der es nicht nur heisse Frauen und coole Typen gibt, sondern man hinter so manches Geheimnis und letztlich des Rätsels Lösung um die begehrten Scheiben kommt. Natürlich bleibt so eine verrückte Suche nicht unbemerkt und ruft so einige Typen auf den Plan - die ersten Toten gibt es da schon im beschaulichen London zu beklagen, aber, wie hängen die Morde mit den LP´s zusammen oder geht es letztlich um etwas ganz anderes...?

    528 Seiten, die teilweise nur so vor dem sprichwörtlich schwarzen, trockenen Humor der Briten strotzen. Das coole TB-Cover im 60er-Jahre-Agenten-Stil hat mich gleich neugierig gemacht und schon bei der Leseprobe, die ich teilweise im Bus genossen habe, rutschte mir der ein oder andere Lacher raus - Cartmel´s erschaffener Charakter ist auf den ersten Blick ein völlig verpeilter Typ, der mit 2 entzückenden Katzendamen *schnurr* in einer bunt zusammengewürfelten Erdgeschosswohnung mit Garten und tonnenweisen Jazz-LP´s wohnt. Dort wird er regelmässig von Stinky, einem Kumpel, der auf Möchte-gern-DJ mit eigener Radioshow macht, heimgesucht. Stinky kommt etwas "schmarotzend" daher, ist trotzdem ein angenehmer Charakter. Ebenfalls der ständig kiffende Tinkler ist ein Freund, den man sofort gerne hat, durch seine etwas tolpatische Art ist das ein oder andere Chaos vorprogrammiert und seine häufig vergeblichen Flirtversuche beim weiblichen Geschlecht sind total drollig. Wenig beschrieben, aber trotzdem klasse: Clean Head, die Taxifahrerin, die die Truppe oft durch das wuselige London karrt. Das sind nur ein paar "Typen", die Cartmel in seinem neuen Thriller, der zwar Tote vorzuweisen hat, aber dennoch nicht blutig daherkommt, zum Leben erweckt hat. Wer, wie ich, mit Vinyl, Plattenspielern und dem Equipment gross geworden ist, musikalisch sich in mehrere Richtungen bewegt, der kommt hier voll auf seine Kosten und schwelgt in mancher Erinnerung. Meinen Plattenschrank mit Inhalt habe ich zeitnah umgestellt und etwas auf Vordermann gebracht. Natürlich durfte ein Seitenhieb in Bezug auf Deutschland und seine Vergangenheit nicht fehlen, natürlich waren die beiden Charaktere, Heinz und Heidi, auf ihre Art "witzig", trotzdem ist DAS Thema etwas abgenudelt und es wäre schön, wenn in dem oder den Nachfolger(n) der Autor sich dieses ausspart - Danke! ;-) Auf jeden Fall ist dieser Thriller, der irgendwie doch keiner ist, der durch seinen angenehm-flotten Erzählstil Spass und Lust auf mehr macht und ich bin sehr gespannt auf die weiteren Aufträge für den Vinyl-Detektiv, die hoffentlich bald auf den Markt kommen werden. Von mir gibt´s für Murder Swing eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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    WrittenArt, 17.04.2019

    Als Buch bewertet

    Von Secondhand-Läden geradewegs ins Abenteuer

    Das Buch:
    „Murder Swing“ ist ein Thriller von Andrew Cartmel, der als Taschenbuch und E-Book im März 2019 bei Suhrkamp erschienen ist. Es ist der Auftakt der Vinyl-Detektiv – Reihe.

    Inhalt:
    Er sammelt nicht nur Platten, sondern hat seine Leidenschaft auch zum Beruf gemacht. Als selbsternannter Vinyl-Detektiv versucht er sich mit dem An- und Verkauf wertvoller Platten durchs Leben zu schlagen. Das reicht, wegen der fehlenden Aufträge, allerdings immer nur gerade so zum Überleben. Eines Tages steht jedoch Nevada Warren vor seiner Tür und sie bringt einen interessanten Auftrag für ihn mit. Er soll eine ganz spezielle Platte finden. Da der Lohn für diesen Auftrag sein finanzieller Durchbruch wäre und es ihm ohnehin in den Fingern juckt, eine so seltene Platte zu finden, muss er nicht lange überlegen. Doch sowohl für ihn selbst, als auch für die ihm unbekannte Nevada und einige seiner Freunde, wird diese Suche ein gefährlicheres Abenteuer, als ihnen lieb ist.

    Meine Meinung:
    Das Cover ist für mich ein echter Hingucker. Die Platte, die gleichzeitig auch die Weltkugel symbolisieren könnte und darauf diese typischen Krimi-Silhouetten. Die weiteren Bände unterscheiden sich wohl hauptsächlich in der Hintergrundfarbe (zumindest bei den englischen Originalen, die bereits erschienen sind), was mir persönlich sehr gut gefällt.
    Ich persönlich würde das Buch schon fast eher im Bereich Krimi statt Thriller einordnen, auch wenn es nicht unbedingt der typische Ermittler ist. Spannung war zwar jede Menge vorhanden, aber für mich geht ein typischer Thriller mehr an die Nerven. Diese Story hat eher durch einige andere Aspekte geglänzt. Da wäre zum einen der lockere und humoristische Schreibstil, der perfekt zu den ebenso aufgebauten Charakteren passt. Was sehr interessant gemacht ist, ist der Protagonist. Der Autor hat es geschafft ihn mir vorzustellen, so dass ich ihn unfassbar sympathisch finde, während ich quasi nicht viel von ihm weiss. Der Fokus wurde so sehr auf seine Leidenschaft und das nötige Engagement gelegt, dass mir bis zum Ende nicht wirklich aufgefallen ist, dass ich weder Name noch Aussehen des Protagonisten kenne. Das habe ich bisher noch nicht erlebt, finde es aber super, denn mir hat absolut nichts gefehlt. Selbst einige Nebencharaktere sind einem beim Lesen ans Herz gewachsen, weil keine Figur zu kurz kam. Natürlich steht ausser Frage, dass die beiden Kätzchen Fanny und Turk allen die Show gestohlen haben.
    Obwohl die Geschichte teilweise wirklich detailreich geschrieben ist, wurde es nie langweilig. Ich hätte gern direkt noch mehr gelesen und freue mich wirklich sehr auf die Fortsetzung.
    Die Idee das Buch in eine A- und B-Seite, wie bei einer Schallplatte, zu unterteilen finde ich super, auch wenn ich ganz am Anfang der B-Seite erst mal ein wenig enttäuscht war, da auch neue Charaktere dazugestossen sind. Wenn man sich aber darauf einlässt, geht das Buch mindestens genauso spannend weiter. Es hat definitiv alles gut zur Story gepasst und war für mich von Anfang bis Ende nachvollziehbar.


    Fazit:
    Ein unglaublich unterhaltsamer Roman, der sich durch den Schreibstil und die Figuren locker-leicht lesen lässt, in dem die Spannung aber dennoch nicht zu kurz kommt. Das ist definitiv mal ein ganz anderer Krimi. Klare Leseempfehlung!

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  • 3 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    raschke64, 14.05.2019

    Als Buch bewertet

    Er nennt sich Vinyl-Detektiv und sucht noch seltenen Schallplatten, um sie dann weiterzuverkaufen. So wird er von einer Frau Namens Nevada angeheuert, um eine ganz spezielle Jazzplatte zu suchen. Die Suche gestaltet sich schwierig, denn sie sind nicht die einzigen. Alle Leute, die mit der Platte irgendwie zu tun hatten, werden nach und nach ermordet.

    Das Buch wird als Thriller bezeichnet. Für mich war es eher ein etwas mittelmässiger Krimi. Gerade die Anfänge - also der erste Teil mit der Suche nach der Schallplatte - gestalteten sich sehr langatmig. Immer das gleiche: Sie gehen auf einen Markt oder in einen Secondhandshop, durchwühlen endlos Kisten nach Schallplatten und finden ab und zu schon mal etwas. Erst mit dem zweiten Teil geht die Geschichte etwas spannender vorwärts. Ich denke, das Buch ist in erster Linie gut geeignet für Leute, die sich für alte Schallplatten, für Musikgeschichte oder Jazz interessieren. Alles davon ist nicht mein Interessengebiet und von daher fand ich das Buch auch eher mittelmässig, wenn auch gut lesbar.

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