Die letzte Blüte Roms

Das Zeitalter Justinians

Peter Heather

Durchschnittliche Bewertung
5Sterne
5 Kommentare
Kommentare lesen (5)

5 von 5 Sternen

5 Sterne4
4 Sterne1
3 Sterne0
2 Sterne0
1 Stern0
Alle 5 Bewertungen lesen

Schreiben Sie einen Kommentar zu "Die letzte Blüte Roms".

Kommentar verfassen
Unter seiner Herrschaft erreichte das oströmische Reich seine grösste Ausdehnung: Justinian gilt als der letzte grosse römische Kaiser an der Schnittstelle zwischen Antike und Mittelalter, zwischen Rom und Byzanz. Peter Heather erzählt die Geschichte der Erfolge Justinians als Vorwärtsstrategie eines Herrschers, der mit dem Rücken zur Wand stand.

Ebenfalls erhältlich

  • eBook - Die letzte Blüte Roms
    Fr. 41.90
In den Warenkorb

lieferbar

Bestellnummer: 107982639

Auf meinen Merkzettel
Versandkostenfrei
Bestellungen mit diesem Artikel sind versandkostenfrei!
Ihre weiteren Vorteile
  • Selbstverständlich 14 Tage Widerrufsrecht
  • Per Rechnung zahlen

Das könnte Ihnen auch gefallen

Kommentare zu "Die letzte Blüte Roms"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mabuerele, 01.05.2019

    „...Mit seiner Expansionspolitik mag Justinian dem Reich neue Gebiete hinzugefügt haben, aber die anhaltende Gewalt, mithilfe derer sie römisch geworden waren, hatte diese Gebiete auch so nachhaltig zerstört, dass sie keine sinnvolle Ergänzung des Portfolios der von Konstantinopel regierten Gebiete mehr darstellten...“

    Dieses Zitat bringt eine der Kernfragen des Buches zum Ausdruck. Kaiser Justinian regierte von 527 bis 565. In dieser Zeit wurden sowohl Nordafrika als auch Westrom dem römischen Imperium erneut unterstellt. Aber um welchen Preis?
    Dem Autor ist ein beeindruckendes Zeitgemälde gelungen. Er spannt den Bogen von den Vorgängern Justinians über dessen eigenen Herrschaftsjahre bis zum Niedergang des Reiches unter seinen Nachfolgern.
    Auffallend ist die exakte Recherche des Buches. Häufig wird aus Quellen zeitgenössischer Historiker zitiert. Insbesondere Prokop von Caesarea taucht in den Ausführungen immer wieder auf. Allerdings wurden dessen Worte nicht kritiklos übernommen und zitiert, sondern gegebenenfalls konkret hinterfragt.
    Zu Beginn erläutert der Autor, wie eng schon bei den Vorgängern die Verflechtung zwischen Kaisertum und christlicher Religion war. Das bedeutete zum einen, dass sich der Kaiser als von Gott auserwählt sieht. Gleichzeitig aber soll er im in der Kirche schwelenden Streit über das Wesen Christi vermitteln. Daran sind aber Justinians Vorgänger grandios gescheitert.
    Die göttliche Berufung des Kaisers bedingte militärische Erfolge. Sie galten als ultimatives Zeichen göttlicher Unterstützung. Niederlagen schufen damit eine gefährliche Situation für den Kaisers.
    Ausführungen zu den Aufgaben des Kaisers, der Realisierung der Thronfolge, Steuern und Recht zeichnen ein umfassendes Bild der Zeit. Im politischen Denken wirkten die Ideen des klassischen Griechenlands nach.
    Justinian selbst wird so beschrieben:

    „...Er war klein mit breiter Brust, guter Nase, heller Haut, rundem Gesicht, gut aussehend, mit zurückweichendem Haaransatz, geröteten Teint...“

    Ausführlich werden Justinians Regierungsjahre beschrieben. Ihm sollte in kurzer Zeit gelingen, woran seine Vorgänger noch gescheitert waren, eine umfassende Rechtsreform, der Codex Justiniamus.
    Doch militärische Misserfolge im Osten und der Nika-Aufstand zwangen den Kaiser zum Handeln. Er schickte eine Armee nach Nordafrika gegen die Vandalen. Deutlich wird herausgearbeitet, wie die aktuellen Verhältnisse den Kaiser in die Hände spielten. Der Sieg liess ihn das nächste Ziel ins Auge fassen, die Eroberung Roms. Dabei wird herausgestellt, dass eine neue Militärstrategie für die Siege ausschlaggebend war.
    Auch Justinians Einsatz als Baumeister wird im Buch entsprechend gewürdigt. Hier ging er ebenfalls erstmals neue Wege. Es entstanden Kirchenbauten mit einer Kuppel. Kurz abgehandelt dagegen werden die Folgen der Justianischen Pest. Die Pandemie scheint für das Grosse und Ganze nur eine Randerscheinung gewesen zu sein.
    In den letzten Kapiteln wendet sich der Autor umfassend der Frage zu, inwieweit Justinians Eroberungen für den späteren Niedergang des Reiches ausschlaggebend waren. Dabei wird auch auf die Rolle des Völkergemischs ausserhalb des römischen Imperiums eingegangen, sei es das Auftreten der Hunnen, das Erstarken der Awaren, die Wanderung der Langobarden gen Rom oder der zunehmende Einfluss des Islam. Gerade bei den Ausführungen zu den arabischen Völkern wird deutlich, dass sie einst Hilfstruppen für Römer und Perser waren und sich später gegen ihre Förderer gewendet haben. Man kann durchaus Parallelen zur aktuellen Geschichte finden.
    Das Buch bedarf eines konzentrierten Lesens. Das betrifft nicht zuletzt die Feinheiten der beschriebenen Schlachten. Gewisse Grundkenntnisse über die Zeitverhältnisse und über militärische Taktik sind von Vorteil.
    Vielfältige Fotos und Karten veranschaulichen die Ausführungen.
    Ein umfangreicher Anhang bestehend aus Informationen zur Quellensituation, einer Zeitleiste, einem Glossar, Anmerkungen, einer Bibliografie, Bildnachweisen und einem Register vervollständigen das Buch.
    Für Historiker und interessierte Laien bietet das Buch eine Fülle an ausgezeichnet aufbereiteten Informationen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr KommentareAlle Kommentare

Mehr Bücher des Autors

Weitere Empfehlungen zu „Die letzte Blüte Roms “

0 Gebrauchte Artikel zu „Die letzte Blüte Roms“

ZustandPreisPortoZahlungVerkäuferRating