Das Haus ohne Männer

Roman

Karine Lambert

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3.5Sterne
9 Kommentare
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Keine Männer - das ist die Regel. Die Bewohnerinnen eines verwunschenen Hauses mitten in Paris haben der Liebe abgeschworen. Kater Jean-Pierre ist das einzige männliche Wesen, dem sie Zutritt zu ihrer Welt gestatten. Als die junge Juliette...

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Kommentare zu "Das Haus ohne Männer"

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Monika S., 10.10.2017

    Ein Haus in einem Viertel in Paris. Ein Haus, in dem nur Frauen wohnen. Ganz unterschiedliche Frauen, doch sie alle haben beschlossen, dass sie mit Männern nichts mehr zu tun haben wollen. Das einzige männliche Wesen im Haus ist der Kater Jean-Pierre. 

    Da ist Simone, die sich einst Carlos, dem Tänzer hingab und bitter enttäuscht wurde. Rosalie, deren Kinderwunsch immer grösser wurde, so dass sich ihr Mann Francois von ihr getrennt hat, ihr aber weiterhin seit Jahren Postkarten schreibt. Giuseppina, die von der Familie verstossen wurde, weil sie ein lahmes Bein hat und schliesslich auch noch Carla. Sie alle treffen sich immer sonntags bei der "Königin", einer ehemaligen Primaballerina, die sich immer wieder alte Aufnahmen mit ihrem Applaus oder mit den Kirchenglocken aus ihrer Heimatstadt anhört. Die Königin mit dem Bambus, von dem alle hoffen, dass er nie blühen wird, denn das würde Veränderung bedeuten oder sogar, dass alles vorbei ist.

    Doch dann fährt Carla für einige Zeit nach Indien und überlässt ihre Wohnung der jungen Juliette, die sich als Kind so sehr gewünscht hat, nur einmal von ihren Eltern umarmt und geliebt zu werden. Juliette, die dennoch an die Liebe glaubt...

    "Das Haus ohne Männer" - oh, wie ich dieses Buch liebe! Ein wunderbarer, ein ganz bezaubernder Roman voller poetischer Kraft. Dieser Geschichte, diesem Buch wohnt ein unglaublich zarter Zauber inne, ganz sacht, ganz leise. 

    Ich habe nicht nur die sehr unterschiedlichen Frauen sofort in mein Herz geschlossen, sondern auch Monsieur Barthélémy, der hinter seinem Vorhang das ganze Viertel beobachtet, die Brüder Leroy in ihren Kitteln, die aus ihrer Eisenwarenhandlung jedem zuwinken. Der Buchladen, der Gemüseladen... All diese Menschen in diesem Viertel und dann Juliette, die der Liebe noch nicht abgeschworen hat und die es schafft, dass die anderen Frauen im Haus ihr Leben noch einmal überdenken. 

    "Das Haus ohne Männer" - ein so liebevolles, warmherziges Buch und so schön geschrieben, dass man nicht mehr aufhören kann zu lesen. Kategorie Lieblingsbuch!

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    janein
  • 4 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia S., 20.11.2017

    Der Bienenstock und die Bienenkönigin

    Nur Kater Jean-Pierre hat als männliches Wesen Zutritt in die Casa Celestina, so will es die „Königin“, eine ehemalige Primaballerina, die den Mieterinnen mehr mütterliche Freundin denn Vermieterin ist. Sie verlangt eine lächerlich geringe Miete und sonntags wird immer bei ihr ein leckeres Essen zelebriert. Doch als Carla für ein halbes Jahr in einen Ashram geht und die junge Juliette solange in deren Wohnung einzieht, weht eine frische Brise durch das alte Haus. Juliette möchte sich ausruhen, ja, aber für immer den Männern abschwören? Was soll das bringen? So sehr sie die Frauen mag, so wenig versteht sie deren Einstellung – und bringt den „Bienenstock“ ganz schön ins Brummen …

    Aus der Sicht aller Bewohnerinnen erfährt der Leser stückchenweise, was es mit der Königin genau auf sich hat. Dabei erkennt man oftmals nicht wirklich, welche der Bewohnerinnen nun welchen Satz gesagt hat. Das verwirrt ein wenig, doch passt es auch zur Story: es ist ja egal, wer es sagte – zumal jede ihre eigene Story hat, die Verbindung aber ein gebrochenes Herz ist. So liest sich das Buch gleichzeitig leicht und doch schwierig. Doch wenn man sich fallenlässt und einfach nur liest, ohne an starre Regeln zu denken, entsteht eine zauberhafte Geschichte um besondere Frauen in einem besonderen Haus in einer besonderen Stadt.

    Auch die Aussenstehenden haben ihre Meinung zum Haus ohne Männer. Es kursieren interessante Thesen, die Juliette nach und nach zu Ohren kommen. Und der Leser sieht schmunzelnd dabei zu, wie Gerüchte entstehen und verbreitet werden, denkt hoffentlich über sich und seine eigenen Vorurteile nach.

    Zusammenhalt trotz Unterschiede, Gemeinsamkeiten trotzt Individualität – das ist möglich und genau das zeigt das Buch auch. Man darf nur nicht den Fehler machen und einen Chick-Lit-Roman erwarten oder eine Art Fortsetzung von „Und jetzt lass uns tanzen“, denn „Das Haus ohne Männer“ ist ein eigenständiges, komplett unabhängiges Buch, das einen ganz eigenen Stil hat. Einziger Berührungspunkt ist, dass die Königin Mitte 70 ist. Doch hat die Story weder mit Jugend noch mit Alter zu tun, sondern einzig damit, dass Lebensmodelle sich ändern können und müssen und nichts auf dieser Welt in Stein gemeisselt ist.

    Leider konnte mich dieses Buch nicht ganz so verzaubern, wie „Und jetzt lass uns tanzen“, dennoch bekommt es von mir nur einen Stern weniger, also vier Sterne.

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    janein
  • 3 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli33, 27.10.2017

    Tolle Idee – lauwarme Umsetzung

    Inhalt:
    Fünf Frauen leben in Paris in einem Haus. Sie sind ganz unterschiedlich. Lediglich in einem sind sie sich einig: Sie wollen keinen Mann mehr in ihr Leben lassen – und auch nicht in das Haus. Als Carla für einige Monate nach Indien reist, zieht Juliette vorübergehend in ihre Wohnung. Die junge Frau ist zwar im Moment solo, den Männern aber nicht wirklich abgeneigt. Sie bringt das ruhige Leben der Damen ein wenig durcheinander.

    Meine Meinung:
    Nachdem ich von Karine Lamberts letztem Werk „Und jetzt lass uns tanzen“ absolut begeistert war, musste ich natürlich auch sofort „Das Haus ohne Männer“ lesen. Leider kann es für mich nicht an die Genialität des letzten Buchs anknüpfen. Dazu muss man sagen, dass „Das Haus ohne Männer“ das Romandebüt der belgischen Autorin ist, in Deutschland aber erst nach „Und jetzt lass uns tanzen“ erschienen ist.

    Hinter der Umschlagklappe erfährt man gleich mal, welche der Frauen in welchem Stockwerk wohnt. Auch die Hintergrundgeschichte zu diesem Roman wird hier erwähnt, und dann geht es auch schon los. Die Frauen werden einzeln vorgestellt mit ihrer Vergangenheit und ihren enttäuschten Hoffnungen, fünf voneinander unabhängige Geschichten. Hierbei fehlte mir einfach die Verbindung zwischen allen. Die Abkehr von den Männern war mir als Gemeinsamkeit zu wenig.

    Das Haus gehört einer 75-jährigen ehemaligen Primaballerina, genannt „die Königin“, die sich nicht damit abfinden kann, dass ihr Körper sie immer mehr im Stich lässt, dass ihre Glanzzeiten vorbei sind. So versteckt sie sich vor aller Welt und vor allem vor den Männern. Nach und nach hat sie die anderen Frauen um sich geschart und ihnen ihre Regeln auferlegt, was denen aber ganz recht ist.

    „Das ganze Leben besteht aus Dingen, die dich aus dem Gleichgewicht bringen: Laufen, Fallen, Tanzen, Altern.“ (S. 150, die Königin zu Juliette)

    Die Idee von Frauen, die den Männern und der Liebe abgeschworen haben, fand ich sehr reizvoll, doch mit ihrer Umsetzung des Themas konnte die Autorin mich nicht abholen. Ich hatte etwas entweder viel Witzigeres oder viel Tiefgründigeres erwartet. Aber die Handlung plätscherte mehr oder weniger oberflächlich an mir vorbei. Sämtliche Frauen blieben mir zu blass. Ich konnte keine Nähe zu ihnen herstellen. Ich denke, ein paar Seiten mehr hätten diesem Roman gutgetan, zumal die eigentliche Geschichte nur über 222 Seiten geht, der Rest ist Danksagung und Leseprobe zu „Und jetzt lass uns tanzen“.

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    janein
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