vor 3 Wochen

Summ, summ, summ im Garten

Blühende Pracht – der Garten als summendes Bienen-Paradies

Was gibt es Schöneres als einen naturnahen Bauerngarten? Blühende Sträucher, Blumen und Obstbäume. Ganz hinten wachsen – in ordentlichen Reihen – Gemüse und Salat. Dazwischen schattige Sitzplätze, die zum Entspannen einladen. Es summt und brummt allerorten... Ein Paradies für Mensch und Tier. Wer einen kleineren Garten oder einen Balkon sein Eigen nennt, kann das Ganze auch im Mini-Format gestalten: Je mehr heimische Blüten darin blühen, desto besser, denn dann schmeckt es Bienen und Hummeln besonders gut. Und die sollten wir unbedingt schützen. In den letzten 27 Jahren ist der Insektenbestand um rund 75 Prozent zurückgegangen. Das liegt an fehlenden Grünflächen, immer mehr bebauten Flächen, grossen Monokulturen und dem Einsatz von Spritzmitteln. Wichtig zu wissen: vier von fünf Nahrungspflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen und Insekten angewiesen. Ohne die kleinen Nützlinge steht es schlecht um den Obst- und Gemüseanbau.

Lesen Sie hier, wie Sie auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten eine herrliche Bienenweide schaffen.

Gut zu wissen: Bienen, Wildbienen und Hummeln – klein, aber oho

Wenn wir den Begriff „Biene“ hören, denken wir meist an Honigbienen, die in einem Bienenstock zu Hause sind. Es gibt aber noch viele weitere Bienenarten, darunter die sogenannten Wildbienen. Mit mehr als 550 Arten spielen sie im Gleichgewicht der Natur eine grosse Rolle.

Dass die pelzige Verwandtschaft der Bienen – die Hummel – wegen ihres pummeligen Körpers eigentlich gar nicht fliegen kann, gehört zu den modernen Mythen. Bei aller Verwandtschaft untereinander gibt es trotzdem einige Unterschiede:

Bienen

  • bestäuben Obst- und Gemüsepflanzen
  • sorgen für gute Erträge und eine hohe Fruchtqualität, besonders bei Stein- und Kernobst
  • sind unverzichtbar für Kakaobohne, Vanille oder Maracuja

Wildbienen

  • sind je nach Art ist auf bestimmte Blüten spezialisiert
  • bilden keine Staaten, sondern leben allein als Solitärbienen
  • überwintern in abgestorbenen Pflanzenstängeln, Spalten und Ritzen
  • sind besonders gefährdet

Hummeln

  • können besonders gut tiefe Blütenkelche bestäuben
  • sterben im Herbst bis auf die befruchtete Königin
  • brauchen schon früh im Jahr blühende Pflanzen## Mix and match – Hauptsache bunt für die Bienen

Mein Garten summt: der richtige Pflanzen-Mix

Verwandeln Sie Ihren Garten in eine blühende Augen- und Bienenweide. Je bunter das Angebot, desto lauter das Summen. Hummeln und Honigbienen suchen schon früh im Jahr Nahrung. Eröffnen Sie das Buffet am besten schon im Februar und servieren Sie den Insekten die gesamte Saison über Pollen und Nektar.

In den ersten Jahresmonaten:

  • Krokusse
  • Sternhyazinthen
  • Winterling

Im Frühling:

  • Christ- und Lenzrosen
  • Drachenweide
  • Purpurweide
  • Blausternchen
  • Zierlauch
  • Wildtulpen

Im Sommer:

  • Stachelbeersträucher
  • Brombeer- und Himbeerbüsche
  • Obstbäume

Im Herbst:

  • Stauden wie die Besenheide
  • Astern
  • Fette Henne
  • verblühte Stauden und Stängel als Nistplätze

Voller Leben, voller Fantasie: Einfallsreiche Varianten von Bienenhotels zeigen viele Naturfreunde auf Instagram:

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WILDBIENEN • ich freue mich so so doll, dass ihr nach meiner Story letzte Woche Bienenhotels für euren Garten haben wolltet 💚 gestern konnten wir endlich Nachschub bauen • Wir haben hier in unserem Resthof unsere Liebe für Wildbienen und deren Schutz entdeckt und seit dem baut mein Mann fleissig Hotels und wir pflanzen Blumen, die besonders bienenfreundlich sind. Gerade jetzt im Frühling, wo die ersten Bienen schlüpfen sind Frühblüher besonders wichtig, da die Bienen noch nicht so viel Nahrung finden. Super sind z.B. Christrosen, Krokusse, Hyazinthen und Blausternchen 🌸 Leider sieht man im Handel oft Bienenhotels mit fransigen Röhrchen. Bitte solche nicht kaufen. Die Bienen verletzten sich beim rein- und rausgehen die Flügel, bis sie nicht mehr fliegen können und sterben dann. Wenn ihr also ein Hotel baut achtet darauf, dass die Röhrchen vorne gerade abschliessen. Wir nutzen Pappröhrchen dafür. • Und sollte noch jemand von euch Interesse an einem unserer Hotels haben schreibt mir gerne. Alles was wir bekommen wird von uns ausschliesslich in den Bau neuer Hotels gesteckt. Wir verdienen also nichts daran, obwohl doch, wir schaffen den Bienen ein Zuhause. Das ist durchaus ein riesen Gewinn 💛 und wenn ihr rund um das Thema Wildbienen Fragen habt stellt sie uns gerne. Wir hoffen es werden künftig noch ganz viele solcher Hotels aufgestellt und insektenfreundliche Gärten angelegt 🌼🐝🌺 . . . #wildbienen #bienenhotel #savethebees #umbau #gartengestaltung #insektenfreundlich #frühblüher #mauerbiene #wildbees #gartenliebe #garden #bienen #bees #naturliebe

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Welche Blüte für welchen Platz?

Je bunter und vielfältiger das Angebot, desto mehr Bienenarten besuchen Ihren Balkon oder Garten. Für jeden Platz gibt es die richtige Pflanze:

Kräuter: im sonnigen Beet, in einer Kräuterspirale oder im Balkonkasten

  • Insekten lieben die Blüten der vielen Thymiansorten, von Schnittlauch und Basilikum

  • Blühende Hecken: Felsenbirne, Schneebeere oder Heckenkirsche

  • Fassadenbegrünung: Kletternde Pflanzen wie Wilder Wein, Clematis, Geissblatt oder Efeu

  • Echte Hingucker mit reichlich Pollen und Nektar: Malven, Sonnenblumen, Rittersporn, Lupinen, Fingerhut, Karden, Sonnenhut, Mauerpfeffer, Katzenminze, Wasserdost, Reseda, Flockenblumen, Schmuckkörbchen und Witwenblumen

Werden Sie Gastgeber

Bienen und Hummeln brauchen nicht nur Nahrung, sondern auch Nistplätze. Viele Arten graben sich an trockenen und sonnigen Fleckchen in die Erde ein – auch im Balkonkasten. Abgestorbene Gehölze und Stauden bieten ganzen Wildbienengruppen Unterschlupf. Deshalb sollte Ihr Garten nicht allzu aufgeräumt sein. Ein paar vertrocknete Blüten und Stängel sind gut für die Artenvielfalt. Für Erdhummeln ein paar Mäuselöcher zulassen.

Wildbienen nutzen Mauerspalten oder leere Schneckenhäuser. Sie beziehen gerne Insektenhotels mit ausgehöhlten Stängeln. Für die verschiedenen Bedürfnisse sollte der Durchmesser der Löcher unterschiedlich gross sein.

Kinder in der Natur

Voller Staunen beobachten die Kleinsten, wie Bienen von Blüte zu Blüte fliegen. Die pummeligen Hummeln sind immer für einen Lacher gut, wenn sich die Blütenstängel unter ihrer Last biegen. Mit passenden Büchern bringen Sie die Natur auch ins Kinderzimmer:

„Mein grosses Naturerlebnisbuch“ bietet Kindern neben Informationen rund um die Natur spannende Experimente, lustige Spiele und kreative Bastelideen.

Kleine Holzkünstler finden inspirierende Anregungen in „Meine kleine Schnitzwerkstatt“ . Das passende Werkzeug ist gleich dabei.

Förster und Beststellerautor Peter Wohlleben nimmt die Kinder mit auf Entdeckungsreise durch den Wald.

Bunter Balkon-Bauerngarten

Damit die Vielfalt auch auf einem kleinen Balkon einziehen kann, bauen Sie ruhig in die Höhe: Nutzen Sie Regale, Pflanzleitern oder Rankgitter, beispielsweise für die Schwarzäugige Susanne. Clematis und Efeu wachsen sogar ohne Rankhilfe. Oder lassen Sie die Blumen von oben herabhängen. Dann wachsen Ihnen die Erdbeeren buchstäblich in den Mund.

Alternativ können Sie ganz normale Blumentöpfe und Balkonkästen nehmen. Darin gedeihen Kapuzinerkresse, Verbene, Glockenblume, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Margeriten, Sonnenblumen, Fächerblume und duftender Lavendel. So bekommt ihr Balkon Farbe und lädt summende Besucher ein.