vor 3 Wochen

Die Kraft der Chakren

Das Wesentliche, heisst es im Buch vom „Kleinen Prinzen“, ist für die Augen unsichtbar. Wie wahr: Wir schauen in den Spiegel und sehen unseren Körper. Unsere Seele aber sehen wir nicht. Und schon gar nicht, was Körper und Seele miteinander verbindet und in Einklang bringt: die Chakren.

Ein geheimnisvolles Wort, eine uralte buddhistische Lehre: was genau sind die Chakren eigentlich und welche Bedeutung haben sie? Das Wort Chakra kommt aus dem Sanskrit und bedeutet „Rad“. Chakren sind Energiezentren unseres Körpers, die genau wie die Seele organisch nicht auffindbar sind. In Indien gibt es ein Symbol dafür – die Lotosblume. Sie steht für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung. Wenn sich die Lotusblume öffnet, zeigt sie ihre ganze Schönheit. Genau wie das Chakra.

Was für Chakren gibt es und wo liegen diese?

Wir haben sieben Hauptchakren, die den sieben Hauptdrüsen aller hormonbildenden Organe und Zellen, dem sogenannten "Endokrinen System" zugeordnet werden, sie alle liegen in etwa an der Wirbelsäule.

Jedes Chakra hat eine eigene Energie, eine eigene Farbe und ist mit einem spezifischen Bereich vom Leben verbunden. Jedes einzelne Chakra steht in Verbindung mit bestimmten Körperregionen und Organen und wirkt über die Drüsen und Hormone auf verschiedene Bereiche im Körper. Zudem beeinflusst jedes Chakra einen spezifischen Aspekt unseres Verhaltens und unserer Entwicklung. Dabei unterscheidet man zwischen den unteren Chakras mit langsam schwingenden Energien, die mit den menschlichen Grundbedürfnissen und Emotionen in Verbindung stehen und den feineren Energien der oberen Chakras, die höheren geistigen und spirituellen Fähigkeiten eines Menschen entsprechen. Wenn die Energie in einem oder mehreren Chakras ausser Balance ist, hat dies Auswirkungen auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Das sind die sieben Chakren und ihre Bedeutung:

  • Rot: Das Wurzelchakra am Beckenboden ist nach unten geöffnet und unsere Verbindung zur Kraft der Erde. Es ist wie eine Wurzel, die uns mit der irdischen Welt verbindet und für Urvertrauen steht. Eine Störung dieses Chakras kann körperliche Beschwerden wie Kreuzschmerzen, Knochenerkrankungen oder Verstopfung hervorrufen. Seelisch äussert sich ein Ungleichgewicht des Wurzelchakras oftmals durch Ängste und Vertrauensverlust.

  • Orange: Eine Handbreit darüber im Unterbauch sitzt das Sakral- oder Sexualchakra, das unsere Partnerschaft und Schöpferkraft, Sinnlichkeit, Lust und Lebensfreude bewegt. Blockaden hier bewirken Schuldgefühle, Sorgen, sexuelle Störungen und Freudlosigkeit.

  • Das gelbe Nabelchakra im Oberbauch sorgt für Ausgeglichenheit, ein gutes Bauchgefühl, Entscheidungsfähigkeit und eine innere Unabhängigkeit. Störungen hier führen zu Kummer und Gefühlsschwankungen, Kontrollzwang und Abhängigkeiten.

  • Grün/rosa: Das Herzchakra liegt ungefähr auf Höhe des Herzens und steht für Liebe, Heilung und Mitgefühl. Es wird durch Brustatmung und Asanas wie die leichte Drehung im Sitzen aktiviert und hat als Grundprinzip die Seinshingabe. Störungen des Herzchakras machen sich mit Unsicherheit, Zweifeln und negativen Gefühlen bemerkbar.

  • Hellblau: Das Chakra von Hals und Kehle wacht über unsere Kreativität und Kommunikation, steht für Offenheit und Freundlichkeit. Ist es blockiert, entstehen Dauermüdigkeit, Antriebsschwäche und Schüchternheit, auch innere Unruhe und Vergesslichkeit.

  • Dunkelblau: Das in der Stirnmitte liegende Stirn-Chakra (drittes Auge) sorgt für Weisheit und Wissen, Wahrnehmung, Intuition und Fantasie. Seine Störung führt zu Unkonzentriertheit, Entscheidungsschwierigkeiten, einem Gefühl der Bedeutungslosigkeit und Verlustängsten.

  • Violett: Über das Kronen- und Scheitelchakra, das am Scheitelpunkt oben auf dem Kopf positioniert ist, finden wir schliesslich zu vollkommenen Frieden und Spiritualität, zum Gefühl des Aufgehobenseins, dem Sinn des Lebens. Eine Blockade hier hat Verzweiflung, Ziellosigkeit, Weltschmerz, Ängste und ein Gefühl der Sinnlosigkeit zur Folge.

Ausser diesen 7 Hauptchakren gibt es noch kleinere Nebenchakren. Sie sind weniger für Körper und Seele als vor allem für geistige Fähigkeiten verantwortlich. Zum Beispiel das Erdchakra unter den Sohlen. Es erdet uns. Das Thymus-Chakra zwischen Herz- und Halschakra gibt uns inneren Frieden.

Wie erreiche und pflege ich meine Chakren?

Was für ein Schatz, den wir in uns tragen, den wir aber auch bewahren und pflegen müssen. Auch wenn es anfangs für viele etwas abstrakt klingt: Die Wahrnehmung dieser wundervollen Energiewirbel in unserer Aura zeigt schnell eine wohltuende Wirkung. Durch Stress, Kummer, Ängste und Abhängigkeiten sind die Chakren manchmal blockiert. Wenn wir nicht im Einklang mit uns leben, wenn wir überfordert sind, uns nicht um uns selbst kümmern, zum Beispiel. Deshalb sollten wir versuchen, mit ihnen in Verbindung zu bleiben. Sie erspüren, sie reinigen von Einflüssen, die ihnen nicht guttun und sie aufbauen, dann fühlt man sich schon nach kurzer Zeit ausgeglichen, stark und glücklich. Diese Wirkung ist mit etwas Ruhe leichter zu erzielen als gedacht:

  • Mit Meditation erreichen wir unsere Chakren über Ruhe und nach Innenschauen. Mit unserem inneren Auge konzentrieren wir uns mit tiefen, langsamen Atemzügen auf jedes einzelne Chakra und stellen uns vor, wie wir es mit Wasser oder Wind reinigen und mit Licht anfüllen, bis es sich es leuchtend und klar zeigt. Seine Drehung wird schneller und das Chakra öffnet sich, damit lösen sich Blockaden im körperlichen, seelischen und geistigen Bereich. Wir fühlen uns in unserer Mitte, stabil und voller Energie.

  • Durch Yoga sprechen wir die Chakren über körperliche Übungen an, genauer gesagt, über die feinstofflichen Energiekanäle zwischen den Chakren, den sogenannten Nadis, die durch die Yoga-Stellungen aktiviert werden. Dabei werden die zugehörigen Körperpartien und die damit verbundenen geistig-seelischen Zustände harmonisiert, Blockaden lösen sich. Prana, die Lebensenergie in uns, kann dann endlich wieder zirkulieren, wir spüren uns im Gleichgewicht. Das ist Gesundheit, die wirklich von innen kommt.

  • Aufladung durch Farbe. Weil alles mit allem verbunden ist, ist jedem Chakra auch eine Farbe zugeordnet. Schön ist, dass die Farben der sieben Hauptchakren wie ein Regenbogen aufgebaut sind, Mit dem untersten Chakra ist die Farbe Rot verbunden, es folgen Orange und Gelb, in der Mitte beim Herzchakra finden wir Grün und aufsteigend über Türkis und Blau folgt beim obersten Chakra Violett. Sobald wir eine Blockade spüren, können wir nachforschen, welches Chakra betroffen ist. Es ist dann seine Farbe, die uns fehlt, mit der wir uns im Alltag mehr umgeben sollten, beispielsweise mit Tüchern, Kleidung, die wir tragen oder Bildern und Kissen in der jeweiligen Farbe. So lädt sich die Energie in diesem Chakra in Ihrem Zuhause wieder auf und allein durch die richtige Farbgebung können Sie die Voraussetzung schaffen, dass alle sieben Chakren in Balance schwingen.

TIPP: Chakren lassen sich zudem durch Sinneseindrücke beeinflussen. Zum Beispiel über Klänge und Symbole eines Chakra-Windspiels, dessen Kristalle bei Luftbewegung einen anregenden Licht– und Schattentanz vollführen oder über die Düfte von farbigen Chakra-Kerzen. Chakren reagieren unmittelbar auf Düfte. Beim Räuchern beispielsweise geht die Wirkung der Räucherstoffe sehr tief, die Konzentration steigt durch die zeremonielle Handlung. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Räuchern. Oft ist auch ein Mantra, das durch den Klang seiner Worte unser Inneres berührt, ein guter Weg, sich wieder mit Energie aufzufüllen.