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Energie sparen: Was steckt hinter A-G?

Die neuen Energieeffizienzklassen einfach erklärt und Tipps zum Energiesparen

Energieeffizienzklassen: Wie sie beim Strom sparen helfen

Das sparsame Verwenden von Energie ist in Zeiten steigender Energiekosten ein viel diskutiertes Thema. Sie möchten den Energieverbrauch in Ihrem Haushalt ebenfalls senken und fragen sich, wie Sie dabei am besten vorgehen? Wie Ihnen Energieeffizienzklassen helfen können, sich zu orientieren und wann es sich lohnt, ein altes Haushaltsgerät gegen ein neues Produkt zu ersetzen

Was sagt die Energieeffizienzklasse eigentlich aus?

Bezogen auf Elektrogeräte sagt eine Energieklasse aus, wie viel Strom zur Erreichung eines bestimmten Ziels aufgewendet werden muss. Je weniger Energie ein Gerät dafür benötigt, desto besser ist die Effizienzklasse. Energieeffizienzklassen gibt für

  • Haushaltsgeräte
  • Leuchtmittel
  • Heizanlagen
  • E-Autos und
  • Gebäude.

Wie sind die neuen Energieeffizienzklassen gegliedert?

Seit März 2021 gilt für Haushaltsgeräte und seit September 2021 auch für Leuchtmittel ein neues EU-Energielabel. Die neuen Energieklassen sind in sieben Stufen von

  • A (sehr energieeffizient) bis
  • G (hoher Stromverbrauch) eingeteilt.
    Zusätzlich sind die einzelnen Klassen durch Farbbalken gekennzeichnet. Dabei steht
  • Dunkelgrün für die beste Energieeffizienzklasse A
  • Hellgrün für B und C
  • Gelb für D
  • Orange für E
  • Hellrot für F
  • und Dunkelrot für die schlechteste Energieklasse G.

Gut zu wissen: Vor 2021 wurde die energieeffizienteste Klasse A zusätzlich durch drei weitere Abstufungen ergänzt: von A+ über A++ bis zur Klasse A+++. Das gibt es heute nicht mehr. Um für mehr Transparenz bei den Konsumenten zu sorgen, wurde deshalb eine übersichtlichere Kennzeichnung ohne Zusatzkategorien eingeführt.

Oft Stromfresser: Alte Kühlschränke. Bei der Neuanschaffung sollte in die Betrachtung auch der Energieaufwand für die Herstellung des Gerätes einbezogen werden.

Sind die neuen Energieklassen direkt mit den Vorgängerklassen vergleichbar?

Die neuen Energieklassen beruhen auf strengeren Kriterien als die ursprünglichen aus den frühen 1990er-Jahren. Aufgrund immer besser werdender Technologien kann man die alten Energieklassen nicht 1:1 mit den neuen Effizienzklassen vergleichen. Geräte, die vor 2021 noch in der Energieklasse A+++ zu finden waren, befinden sich seit der neuen EU-Energielabel-Verordnung in den Effizienzklassen B oder C. Dadurch können verwirrende Plus-Kategorien vermieden werden, da in die neue A-Klasse nur mehr Geräte aufgenommen werden, die den strengen Energieeffizienz-Kriterien tatsächlich entsprechen.

Für welche Geräte gilt derzeit die neue Klassifizierung für Energieeffizienz?

Das EU-Energielabel gilt seit März 2021 für Haushaltsgeräte wie:

  • Geschirrspüler
  • Dunstabzugshauben
  • Kühl- und Gefrierschränke
  • Waschmaschinen und Wäschetrockner
  • Warmwasserbereiter
  • Heizungsanlagen und Raumheizgeräte
  • Raumklimageräte und Lüftungsanlagen
  • Fernseher
  • Leuchtmittel und Lampen

Gut zu wissen: Da für jede Gerätegruppe eigene Energieeffizienzklassen festgelegt wurden, können Sie nur Geräte innerhalb einer Gruppe vergleichen, nicht aber zwischen verschiedenen Gerätegruppen.

Wann lohnt sich bei Haushaltsgeräten ein Neukauf?

Bevor Sie ein neues Haushaltsgerät anschaffen, sollten Sie sich vor Augen führen, dass ein Grossteil des Energiebedarfs bei der Herstellung des Gerätes selbst anfällt. Um Ressourcen und die Umwelt zu schonen, sollten Sie vor einem Neukauf auch etwaige Reparaturmöglichkeiten in Erwägung ziehen.

  • Geräte wie beispielsweise Laptops, Smartphone und Waschmaschinen, die schon älter sind, aber dennoch energieeffizient arbeiten, sollten möglichst lange in Betrieb bleiben.
  • Bei Kühlschränken oder Spülmaschinen mit einer niedrigen Energieeffizienzklasse lohnt sich ein Ersatz durch ein Gerät in einer höheren Klasse, um die Kosten für den Energieaufwand langfristig zu senken.

Wichtig: Verbrauchsangaben in kWh auf dem Energielabel beachten

Der jährliche Energieverbrauch von Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln wird auf den neuen EU-Energielabels in Kilowattstunden (kWh) angegeben.

So wird beispielsweise für eine Waschmaschine in der Kategorie A ein jährlicher Energieverbrauch von 41 Kilowattstunden Strom für 100 Waschgänge angenommen. Je nachdem, ob Sie Ihre Waschmaschine seltener oder öfter einschalten, können Sie mit dieser Verbrauchsangabe Ihren tatsächlichen Energieverbrauch besser einschätzen.

Wussten Sie, dass…
… ein langer Waschvorgang weniger Energie verbraucht als ein kurzer? Der Grund dafür ist einfach erklärt: Bei einer längeren Waschzeit arbeitet die Maschine nur für eine relativ kurze Zeit auf hoher Temperatur. In der übrigen Zeit verbraucht eine moderne Waschmaschine nur sehr wenig Energie.

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LED punktet: stromsparende Leuchtmittel

Das neue EU-Energielabel hat auch zu Veränderungen in der Klassifizierung von Leuchtmitteln geführt. Seit September 2021 sind viele Leuchtmittel, wie etwa diverse Halogenlampen oder Energiesparlampen nicht mehr erlaubt. Aufgrund ihres sparsamen Energieverbrauchs, ihrer Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit haben sich deshalb LED-Leuchtmittel und LED-Lampen als Standardtechnologie etabliert.

Die neuen Energieeffizienzklassen reichen wie bei elektronischen Geräten von A bis G und basieren auf höheren Sparsamkeitsanforderungen. Das Ergebnis: die bisherigen Leuchtmittel schneiden schlechter ab - nach der neuen Verordnung wurden daher fast alle Leuchtmittel in eine niedrigere Energieeffizienzklasse eingestuft. Zum Beispiel können sich LED Lampen, die vor September 2021 in der Klasse A+ eingestuft waren, danach in der Klasse F eingestuft sein, obwohl sich an der Technik nichts geändert hat.

So erkennen Sie den echten Energiebedarf

Trotz des geringen Stromverbrauchs kann die Energieeffizienz von LED-Lampen variieren. Entscheidend für den tatsächlichen Energiebedarf ist der Leistungsaufwand des Leuchtmittels, der in Watt (W) angegeben wird, sowie der Helligkeitsgrad in Lumen (lm).

Um festzustellen, wie energieeffizient ein Leuchtmittel ist, wird die sogenannte Lichtausbeute in Lumen pro Watt (lm/W) gemessen. Je höher dieser Wert ist, desto effizienter ist die Lichtquelle.

Gut zu wissen: Zusätzlich bietet Ihnen ein QR-Code auf dem Energielabel noch mehr Informationen. Mittels Ihres Smartphones können Sie den Code einscannen. Danach werden Sie direkt zur EU-Datenbank ERPEL verlinkt, wo Sie in weitere technische Daten des Leuchtmittels einsehen können.

Ob elektronische Haushaltsgeräte oder Leuchtmittel…

…ein Blick auf die Energieeffizienzklassen kann nicht nur eine Kostensenkung durch einen geringeren Stromverbrauch bedeuten, sondern auch mehr Nachhaltigkeit für die Umwelt. Letzteres trifft umso mehr zu, wenn Sie sich für Strom aus erneuerbaren Energien entscheiden.

Gut zu wissen: Aktuellen Erhebungen zufolge können Sie mit energieeffizienten Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln Ihre jährlichen Stromkosten um bis zu 300 Euro oder mehr reduzieren.

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