Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
  • 5 Sterne

    8 von 10 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Irene P., 04.08.2015

    Primrose , eine ehemalige Kripobeamtin, wird zu ihrem Vater ins Krankenhaus gerufen. Der Berner Anwalt wurde von einer älteren Frau in seinem Büro überfallen und lebensgefährlich verletzt.
    Kurz darauf wird eine Angestellte der Kanzlei vergiftet. Primrose erhält bei der Ermittlung Hilfe von ihrem ehemaligen Kollegen Luc Merz und entdeckt, dass der Grund für die Anschläge in der Vergangenheit zu suchen ist. Als Primrose Droh-sms bekommt, ist sie plötzlich selbst in grosser Gefahr.

    Die Geschichte spielt in der Schweiz, Haupthandlungsort ist Bern. Da ich in der Nähe wohne, hat mir natürlich der Lokalkolorit sehr gefallen. Ebenfalls als positiv habe ich die der Schweizer Mundart angepassten Begriffe(Milchkasten, Grillieren..) empfunden.
    Katja Montejano versteht es ,den Leser von der ersten Seite an in den Bann des Geschehens zu ziehen. Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gefesselt und ich bin durch die Story geflogen.Kaum zu glauben, dass die Autorin, bei dem durch das ganze Buch sehr hoch gesetzten Spannungsbogen ,am Schluss noch einen drauf zu setzen vermag. Doch genau so ist es ! Für mich war der Schluss völlig unvorhersehbar, weil immer wieder geschickt falsche Fährten gestreut wurden .Überraschung gelungen!
    Durch den detaillierten, auf den Punkt gebrachten ,Schreibstil spürt man sofort Nähe zu den Protagonisten...ich konnte gar nicht anders, als mit zu leiden, fühlen und leben.
    Das Buch enthält einige gruselige, blutige, ja fast sadistische Szenen. Was meiner Meinung nach nicht zu der Aufschrift Kriminalroman auf dem Cover berechtigt. Hier müsste eindeutig Thriller stehen.
    Darum: Achtung, seitenweise nichts für schwache Nerven!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gelinde R., 31.07.2015

    Das grosse Schweigen, von Katja Montejano

    Inhalt:
    „Atme, solange du noch kannst!“ – diese bizarre Nachricht erreicht eine ehemalige Kripobeamtin kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihr nahestehende Personen.
    Ein Kernpunkt der Geschichte sind auch – die administrativ Versorgten-, ein dunkles Kapitel der Schweizer Vergangenheit, in der Jugendliche, ohne richterlichen Beschluss und ohne straffällig geworden zu sein, in Heime gesteckt werden konnten.

    Meine Meinung:
    Nach „Zerrspiegel“ und „Vendetta“, mein drittes Buch der Autorin in diesem Jahr und es ist wieder unglaublich genial!
    Ich denke ich könnte drei Seiten über dieses tolle Buch schreiben (lauter Superlative), nur dann würde die Rezi keiner mehr lesen, deshalb werde ich mich auf einige wesentliche Punkte beschränken müssen.
    Der Schreibstil ist wieder unglaublich packend, Gänsehaut, beinahe Herzstillstand und hyperventilieren sind hier vorprogrammiert.
    Es läuft mehr als nur ein Kopfkino ab, ich rieche das Blut, ich höre das gurgeln und röcheln der Opfer, ich fühle den Schmerz und die Ohnmacht der Protagonisten.
    Alles ist so authentisch und echt dargestellt, die Personen und Charaktere haben ihre Schwächen und Stärken, vor allem die drei A´s wie es die Autorin nennt: Anders Als Andere.
    Gleich mit dem Prolog beginnt die Spannung, wie bei einer gewaltigen Explosion eines Vulkans, steht man Mitten in der Geschichte und das Herzklopfen beginnt. Dann kommen immer neue Wendungen und Überraschungen hinzu, wir bekommen kleine Aufklärunghäppchen, aber auch genauso viele neue Fragen (die am Ende alle aufgeklärt werden) fesseln uns ans Buch. Diese Spannung wird bis zum Schluss ins fast unerträgliche gesteigert.
    Die Verbrechen werden immer monströser und grausamer – und keine Spur.
    Meine Gefühle sind schon 16er Bahn gefahren, denn eine 8er Bahn allein, hat dafür schon gar nicht mehr ausgereicht.
    Die Geschichte führt uns auch in die Vergangenheit und wir erfahren viele Geheimnisse um schlimme Ereignisse, aber auch von einer tiefe Freundschaf erfahren wir am Schluss.
    Am Ende bleiben dann unheilbare Narben zurück.
    Ganz besonders berührt hat mich der Impuls auf der letzten Seite. Er greift einen sehr aktuellen und emotionalen Punkt unserer Gesellschaft auf.

    Zur Autorin:
    Katja Zucchetti-Montejano wurde 1967 in Aarau geboren und lebt mit ihrem Ehemann in Zofingen. Ihre Leidenschaft zur Spannungsliteratur hat sie dazu bewogen, selbst Thriller zu schreiben.
    Die Autorin ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern“.
    Ihre Recherchen sind absolut akribisch.

    Mein Fazit:
    Die Bücher dieser Autorin muss man gelesen haben. Sie haben mich wieder zum absoluten Krimi und Thriller Leser gemacht.
    Bei diesem Buch fühlte sich mein Herz an wie in Stacheldraht eingewickelt und bei jedem tiefen Atemzug haben sich die Dornen fest in mein Herz eingebohrt.
    Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Barbara E., 16.08.2015

    Das Buch:

    »Atme, so lang du noch kannst!« – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Primerose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung...


    Die Autorin:

    Katja Montejano wurde 1967 in Aarau (Schweiz) geboren und lebt mit ihrem Ehemann und Hund in Zofingen. Nach Abschluss einer Banklehre war sie in diversen Kreditinstituten und Unternehmen tätig. Seit 2001 arbeitet sie als Übersetzerin in der Informatikabteilung einer grösseren Bankengruppe. Ihre Leidenschaft zur Spannungsliteratur hat sie dazu bewogen, selber Geschichten und Thriller zu schreiben.


    Meine Meinung:

    Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen. Die Spannung war sofort spürbar und hat sich bis zur letzten Seite nicht verloren. Im Gegenteil, immer wenn ich dachte mehr geht nicht hat es Katja Montejano geschafft mir noch mehr Gänsehaut zu erzeugen.

    Die Protagonisten wurden allesamt so gut beschrieben, dass ich sie förmlich vor mir gesehen habe.

    Verschiedene Handlungsstränge werden nach und nach zusammengeführt und Fragen die sich während des Lesens stellen werden alle beantwortet.

    Die einzelnen Kapital haben für meinen Geschmack die perfekte Länge und genau im richtigen Moment wechselt die Geschichte zu einem anderen Handlungsort.

    In einem hervorragenden Schreibstil gehalten hat mich dieses Buch zu einem traurigen Teil Schweizer Geschichte geführt, von dem ich sonst wahrscheinlich nie erfahren hätte.

    Mit seinem für mich perfekt gelungenen Cover kommt das Buch eher harmlos als Kriminalroman daher. Nach der letzten Seite habe ich für mich beschlossen, dass ich einen Thriller der Extraklasse gelesen habe und hoffe, dass sich die entstandene Gänsehaut irgendwann wieder legen wird.


    Fazit:

    Endlich mal wieder ein Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und folglich erhält es von mir verdiente 5 Sterne.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Carmen O., 05.08.2015

    Zum Inhalt:

    Primroses Vater, ein bekannter Anwalt, wird in seiner Kanzlei von einer wahnsinnigen Frau niedergestochen. Kurz darauf erhält Primrose Nachrichten und Drohungen von einem Unbekannten. Als dann auch noch ihre Freunde auf grausame Weise zu Tode kommen, nimmt Primrose die Suche nach dem Killer auf. Doch sie ahnt nicht, auf was sie sich dabei einlässt. Denn damit beginnt ein höllischer Albtraum….

    Zum Cover:

    Das Cover ist schlicht gehalten. Ein grauer Maschendrahtzaun auf lindgrünem Hintergrund. Für mich ist es ideal gewählt. Zeigt es doch, das grosse Schweigen hinterm Zaun - auch wenn etwas durchsickert - an. Und die grüne Farbe verstehe ich als Zeichen der Hoffnung auf das Gute im Leben.

    Zum Schreibstil:

    Der Schreibstil ist schlicht und einfach zu lesen. Es sind zwar einige wenige “ Schweizer Wörter “ vorhanden, aber durch den Kontext kann man sie leicht verstehen und ins Deutsche übersetzen.
    Die Charaktere sind so brillant und detailgetreu beschrieben, dass man meint, sie persönlich zu kennen.

    Meine Meinung:

    Die Autorin bringt hier ein dunkles Kapitel der Schweiz - das viele lieber totschweigen würden - zur Sprache. Gekonnt hat sie es in einen Triller der Extraklasse ( für mich ist es jedenfalls eher ein Thriller als ein Krimi ) eingeflochten. Bereits von der ersten Seite an ist der Spannungspegel auf hohem Niveau und setzt sich in einem rasanten Tempo bis zum Ende hin fort. Man ist sofort gefesselt und gebannt und immer in Versuchung, die Rätsel mitzulösen.

    Fazit: Ein Thriller der Extraklasse mit grandiosem Ende!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke K., 15.08.2015

    Der Krimi behandelt ein dunkles Kapitel der schweizerischen Sozialgeschichte, wo Kinder und Jugendliche vor 1981 im Rahmen von Fürsorgerinchen Zwangsmassnahmen ohne Gerichtsurteil und Anhörung in Strafanstalten eingewiesen wurden.

    Primrose Bouillé. Die Ex-Kripobeamtin ist als Privatdetektivin in der Kanzlei ihres Vaters tätig. Ihr Ex-Freund Oliver, der bei der Polizei arbeitet, berichtet ihr von dem Anschlag auf ihren Vater. Grossvater Jacques scheint spurlos verschwunden. Olivers Freund und Kollege Luc ermittelt.

    Die Seiten des Buches sind teilweise mit Blut getränkt und knistern elektrisch von brutaler Spannung.

    Ein Spannungsbogen der es in sich hat, von der 1ten Zeile bis zur letzten Zeile.

    Das grosse Schweigen, nichts für schwache Nerven.

    Es ist in meinen Augen ein Thriller erster Klasse, mit viel Geschick und Phantasie viele überraschende Wendungen.

    Die Protagonisten sowie die anderen Charakteren sind sehr authentisch beschrieben mit allen Ecken und Kanten. Das Schicksal jeder einzelnen Figur wird sehr deutlich beschrieben.

    Die Protagonisten haben eine klare Linie und versuchen mit falschen Fährten einen intensiven Spannungsbogen bis zur dramatischen Wendung zu erhalten und von dieser nicht abzuweichen.

    Temporeich, flüssig, abwechslungsreich und super spannend geschrieben. Zum Teil leidet man mit den Opfern. Man fiebert mit den einzelnen Personen und versucht die nächsten Schritte zu erahnen, es wird mit der Phantasie, die man entwickelt hat, gespielt.

    Das 1te Buch das ich von Katja Montejano gelesen habe „Zerrissen“ ist wie dieses ein muss für jeden Krimi/Thriller Fan.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Manuela B., 10.12.2015

    Mit ihrem Roman Das grosse Schweigen hat mich die Autorin Katja Montejano gut unterhalten. Eher Thriller als Krimi erzählt sie die Jagd auf einen gestörten Mörder der seine Opfer auf grausige Weise foltert und ermordet. Opfer sind Freunde und Bekannte der ehemaligen Kripobeamtin Primerose Bouillé die erste Drohungen kurz nach einen Anschlag auf ihren Vater Ferdinand Bouillé erhält. Sie fängt an in der Vergangenheit der Attentäterin zu suchen und kommt auf einige Spuren, die zu einem spannenden Finale führen.

    Die Autorin webt geschickt eine Geschichte mit unerwarteten Wendungen und falschen Fährten. Der Schreibstil ist gut lesbar und der Leser wird auch nicht mit zig Personen überfordert und die Namen der Charaktere sind einprägsam. Als Leser erhält man auch immer wieder Einblick in die Gedankengänge der einzelnen Protagonisten und kann sich so gut in die Figuren einfühlen. Insgesamt eine gelungene Mischung aus Krimi und Thriller mit gut angelegten Charakteren. Die Folterungen und Morde werden mit wohldosierten Details erzählt und als Leser spinnt man unwillkürlich weiter, was die Autorin nicht erzählt. Für mich eine spannende und lesenswerte Lektüre.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Angelique S., 19.01.2016

    Eine geistesverwirrte Frau verübt auf den bekannten Berner Staranwalt Ferdinand Bouillé einen Mordanschlag, den er nur sehr schwerverletzt überlebt. Anschliessend begeht die Attentäterin Selbstmord. Seine Tochter Primerose, eine ehemalige Polizeibeamtin ist total schockiert und beginnt zu ermitteln. Dann erhält sie Morddrohungen per SMS "Atme, so lang du noch kannst!". Wer steckt hinter diesen Drohungen? Eine gnadenlose Jagd beginnt, kann Primerose den Killer fassen? Oder wird sie zur Gejagten?

    Mit "Das grosse Schweigen" hat die Autorin Katja Montejano einen wahnsinnig spannenden und fesselnden Krimi bzw. Thriller geschrieben. Gleich mit dem Prolog zieht das Buch mich in den Bann und ich konnte es nicht wieder aus der Hand legen. Die Handlung ist rasant und beinhaltet einige falsche Fährten und diverse Überraschungen. Bis zum Schluss war ich mir nicht sicher, warum Primerose dieses Horrorszenarium erleben muss.

    Grundlage zu diesem echt spannenden Krimi ist ein dunkles Kapitel der Schweiz, nämlich der sogenannten " administrativ Versorgten". Bis 1981 konnten Jugendliche, die unbequem waren, ohne Grund eingesperrt werden, es reichte aus, wenn sie negativ aufgefallen sind. Die Autorin Katja Montejano hat diese furchtbaren Menschenrechtsverletzungen gekonnt in diesen Krimi integriert.

    Mit ihren Stärken und Schwächen werden die Charaktere authentisch und lebendig beschrieben. Primerose ist mir gleich sympathisch, ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Sie ist eine starke und einfühlsame Frau, die trotz des Anschlags an ihrem Vater strukturiert und mit voller Elan an die Ermittlungen rangeht. Und auch Luc Merz, ihr Nachfolger bei der Polizei, hat mein Herz im Sturm erobert. Trotz familiärer Probleme unterstützt er Primerose während den Recherchen soviel wie möglich.

    Die Beschreibungen der verschiedenen Foltermethoden und den grausam zugerichteten Opfern sind sehr detailliert und anschaulich, also absolut nichts für schwache Nerven.

    Fazit:
    Diesen Krimi/Thriller muss man einfach lesen!!!
    Er beinhaltet alles, was ein gutes Buch braucht, eine spannende Story, interessante Charaktere, angenehmen Schreibstil und eine Autorin, die alles sehr gut recherchiert hat.
    Eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    . l., 18.08.2015

    In seiner Kanzlei wird der Anwalt Ferdinand Bouillé von einer älteren, psychisch-kranken Frau schwer verletzt. Danach springt die Frau aus dem Fenster. Was brachte die Frau dazu, Ferdinand töten zu wollen? Die Täterin Ruth Arzner kennt niemand, obwohl sie behauptet hat, früher für Jacques Bouillé gearbeitet zu haben.
    Während Ferdinand im Koma liegt, forscht seine Tochter Primerose, die früher bei der Polizei war, auch selbst nach. Dann wird auch sie bedroht: „Atme, solange du noch kannst!“ Polizei und Primrose sind auf der Jagd nach dem Täter, denn immer mehr Menschen im Umfeld von Primrose müssen sterben. Der Täter erfreut sich an den Qualen seiner Opfer.
    Bereits der Prolog ist sehr grausam, denn ein junges Mädchen wird mit einer Spritze bewegungsunfähig gemacht, muss aber bei vollem Bewusstsein erleben, wie sie von drei Männern vergewaltigt wird. Damit sind wir auch schon mitten in einem düsteren Kapitel der Schweizer Geschichte: Die fürsorgerischen Zwangsmassnahmen der "administrativ Versorgten" war ohne richterlichen Beschluss möglich. Jugendliche konnten ohne etwas angestellt zu haben in Heime und Gefängnisse gesperrt werden.
    Der Polizist Luc und Primrose geraten bei ihren gemeinsamen Ermittlungen immer tiefer in die furchtbaren Geschehnisse der Vergangenheit. Immer neue Erkenntnisse führen auf Fährten , die häufig aber nicht für die Aufklärung von Belang sind. Glaubt man sich der Lösung nahe, wird man schnell wieder eines Besseren belehrt. So kommt man kaum zum Luftholen.
    Der flüssige Schreibstil mit einem ständigen Wechsel der Handlungsorte und Perspektiven machen die Geschichte temporeich und bis zum Ende äusserst spannend. Einige Szenen sind bestialisch und blutig und daher nichts für schwache Nerven. Die Auflösung ist überraschend und nachvollziehbar.
    Primrose und Luc ergänzen sich bei den Ermittlungen sehr gut. Sie sind sympathisch und ich kann mich in ihre Lage hineinversetzen. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere, die alle sehr authentisch wirken, auch wenn natürlich lange nicht alle sympathisch sind.
    Ich kann diesen Thriller, wie auch schon die anderen Bücher der Autorin „Zerrspiegel“ und „Vendetta“, nur empfehlen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Stefanie M., 02.08.2015

    Inhaltsangabe:

    Atme, so lang du noch kannst!« – diese bizarre Nachricht erreicht die ehemalige Kripobeamtin Prime rose Bouillé kurz nach dem Mordanschlag auf ihren Vater, einen Berner Staranwalt. Es ist für sie der Anfang eines Alptraums. Ein gnadenloser Killer beginnt ein grausames Spiel und tötet Schlag auf Schlag ihre Freunde. Als Primerose erkennt, dass auch ihr Leben bedroht ist, trifft sie eine einsame Entscheidung ...

    Meine Meinung:

    Nachdem ich bereits Zerrspiegel und Vendetta von Katja Montejano regelrecht verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf das grosse Schweigen. Die Messlatte lag durch die beiden Vorgänger ziemlich hoch und ich muss sagen ich wurde keineswegs von dem grossen Schweigen enttäuscht. Nein, ich fand dieses Buch sogar noch einen Ticken besser als seine Vorgänger. Katja Montejano hat es drauf ihre Lese von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.

    Auf den Inhalt der Story möchte ich hier nicht eingehen, um nicht evtl. einige Sachen zu spoilern, ich kann jedoch so viel verraten, dass die Story wirklich gut durchdacht ist und auch bis zum Ende spannend bleibt.

    Der Schreibstil von Katja Montejano ist wirklich gut. Fesselnd, spannend und doch einfach zu lesen. Ich mochte es auch, dass die Story sofort los geht und man sich nicht erst durch 100 Seiten "quälen" musste.

    Die Protagonisten sind gut gewählt und beschrieben, auch ohne lange Vorgeschichte. Auf den ersten Seiten hatte ich noch kleine Problemchen mir die ganzen Namen zu merken und diese auch auseinander zu halten, aber das hat sich ganz schnell gelegt.

    Von mir gibt's 5 Sterne für das grosse Schweigen (wenn es gänge würde ich noch einen drauf legen)!!!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tamaru R., 21.07.2015

    Als der Staranwalt Ferdinand Bouille von einer geistesgestörten Frau erstochen wird, die sich daraufhin selbst das Leben nimmt, deutet noch nichts auf die Tragödie hin, die hinter diesem Mordanschlag steckt. Erst als noch mehr Menschen aus dem Umfeld des Anwalts sterben und seine Tochter Primrose Drohungen per SMS erhält, wird allen klar dass dies ein Rachefeldzug sein muss. Aber wer steckt dahinter und vor allem warum? Und welche Rolle spielt der verschollene Vater von Ferdinand bei dieser Sache?
    Die Autorin erhöht mit jeder Seite die Spannung, und jedesmal wenn man denkt, man wäre dem Täter auf der Spur, erhält man wieder neue Hinweise die einen zweifeln lassen und es fast unmöglich machen, das Buch aus der Hand zu legen.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es eine Hammer Story ist, die teilweise sehr hart und schonungslos geschrieben ist. Also eher nichts für Zartbesaitete.
    Die beiden herausragenden Protagonisten in der Geschichte sind für mich Primrose und Luc. Die beiden sind sehr gut dargestellt, und obwohl jeder von beiden seine Last zu tragen hat, nähern sie sich vorsichtig an und geben der Geschichte kleine warmherzige Augenblicke voll Hoffnung und Zuversicht.

    Ich hab bis jetzt 3 Bücher der Autorin gelesen, aber dies ist mit Abstand das beste. Jeder der gerne spannende Krimis mag, unbedingt lesen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    0 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lotti B., 09.11.2015

    Spannend bis zur letzten Seite! Ein Verwirrspiel - ich habe bis zum Schluss nicht gewusst (nicht mal vermutet), wer der Täter ist. Manche Szenen sind sehr verstörend, brutal. Aber ich konnte das Buch nicht weglegen und las und las.... Ich kann diesen Krimi (eher Thriller) sehr empfehlen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gaby H., 29.07.2015

    "Das grosse Schweigen" ist nach "Zerrspiegel" der zweite Kriminalroman, den ich von Katja Montejano gelesen habe. Und das Buch hat mich auch diesmal nicht enttäuscht - ganz im Gebenteil. Ich konnte es fast nicht aus der Hand legen.

    Bereits der Prolog fesselt und gibt Fragen auf: ein Mädchen wird von drei Männern misshandelt und Missbraucht. Ihre alkoholkranke Mutter hat sie für einen Geldschein für zwei Stunden allein gelassen.

    Dann lerne ich den Berner Staranwälte Ferdinand Bouille kennen. In seiner Kanzlei wird er von einer älteren Frau, die seinen Vater Jaques sucht, mit zwei Messern angegriffen und schwer aberkennt.
    Seine Tochter Primrose, eine ehemalige Kriminalkommissarin, lebt ein eher unkonventionelles Leben. Sie fährt Motorrad, trägt Glatze und kennt sich mit Technik sehr gut aus. Sie sucht aber auch eine Schulter zum Anlehnen und wünscht sich ein Kind. Als sie sich am Morgen nach einem Barbesuch an nichts mehr erinnern kann, plötzlich Drohanrufe und bedrohliche SMS bekommt und Menschen aus ihrem Umfeld bestialisch gequält und ermordet werden, schaltet sich die Kripo ein. Luc Merz, ein Freund von Primrose, beginnt mit seinen Ermittlungen, die in die Vergangenheit und zu einem gehüteten Familiengeheimnis führen...

    In dieser Geschichte hat sich die Autorin einem dunklen Kapiel der Schweizer Geschichte gewidmet und ausgiebig recherchiert. In den 1980ger Jahren war es in der Schweiz möglich, unbeaufsichtigte Kinder und Jugendliche ohne Gerichtsverfahren oder Anhörung in Heime einzuweisen: die administrativ Versorgten.

    Der Spannungsbogen, der sich im Prolog aufbaut, steigt bis zum schlussendlichen Showdown kontinuierlich an. Die Spuren, auf die mich die Autorin führt, enden irgendwie immer in einer Sackgasse, so dass ich sowohl mit dem Motiv der schrecklichen Taten als auch mit dem Täter im Nebel stehen bleibe. Die vielen Fragen, die sich während der Geschichte immer wieder stellen, werden plausibel aufgelöst.

    Die kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass die Geschichte rasant an Fahrt aufnimmt und sich die Ereignisse manchmal überschlagen. Die überaus bildliche Erzählweise lässt mein Kopfkino rattern und manchmal muss ich wegen der grausamen Taten meine Vorstellungskraft drosseln. Diese Bildlichkeit verschafft mir aber auch einen detaillierten Blick auf die Protagonisten mit ihren persönlichen familiären und geschäftlichen Problemen. Sie wirken alle äusserst authentisch und Real.

    Wer eine spannende Mischung aus Krimi und Thriller lesen will und auch mal blutige Szenen mag, der ist hier genau richtig. Dies ist für mich das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Cornelia R., 27.07.2015

    Wer diesen Krimi in seinen Händen hält, wird ihn bis zum Schluss nicht mehr aus diesen legen können.
    Der Krimi behandelt ein dunkles Kapitel der schweizerischen Sozialgeschichte, wo Kinder und Jugendliche vor 1981 im Rahmen von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen ohne Gerichtsurteil und Anhörung in Strafanstalten eingewiesen wurden.
    Dem nicht genug wird auch noch ein düsteres Familiengeheimnis aufgedeckt.

    Diese Geschichte beginnt gleich mal mit einem grausamen Plot - ein junges Mädchen wird von drei perversen Beamten vergewaltigt. Dabei wird das Geschehen nicht explizit beschrieben, sondern es wird mit der Phantasie des Lesers gespielt und das Kopfkino ist ja bekanntlich das beste Kino. Aber keine Sorge - das bleibt nicht so und es gibt einige sehr bildhaft beschriebene grausamen Szenen, die nichts für schwache Nerven sind.
    Nach dem Plot geht es sogleich spannend und rasant weiter. Dabei lernen wir nach und nach die Protagonisten kennen.

    Alle Charaktere sind gut gezeichnet, jeder hat seine privaten Probleme und seine Ecken und Kanten. Das macht sie authentisch und lässt einen mit ihnen mitfiebern.

    Der Schreibstil ist flüssig, rasant, fesselnd und lässt einen sofort in die Geschichte und das Geschehen eintauchen. Die fast nicht auszuhaltende Spannung tut ihr Übriges, wobei noch zusätzliche hohe Spannungsspitzen eingebaut werden. Der Krimi enthält viele Wendungen und einige Überraschungen.

    Fazit: Ein Krimi, der sich schon stark an die Grenze zum Thriller bewegt. Quasi ein Kriller *g*
    Spannung ohne Ende, rasant, fesselnd mit einigen Szenen, die nichts für schwache Nerven sind. So muss es sein und war für mich daher ein absolutes Lesevergnügen und ich kann nur eine klare Leseempfehlung ausprechen.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Barbara S., 28.07.2015

    Dieser Krimi enthält neben dem typischen Rätselraten von Krimis auch viele Thrillerelemente, denn die Tatvorgänge sind echt sadistisch brutal dargestellt. Der Nervenkitzel ist gewaltig und die Heldin begibt sich häufig in Gefahr.
    Die Autorin macht geschickt von verschiedenen Spannungselementen Gebrauch, die den Leser in den Bann ziehen. Ihre Charaktere haben innere und äussere Konflikte auszutragen, sie haben alle ihre privaten Sorgen, die sie zusätzlich zur Mordserie belasten. Auch ihre Dialoge und Gedanken lernt man kennen und das macht sie sehr menschlich und authentisch und man fühlt mit ihnen mit.
    Protagonistin Primrose ist auch äusserlich eine besondere Erscheinung, sie ist emanzipiert, durchtrainiert und trägt ganz selbstbewusst eine Glatze. Dabei ist sie zur Zeit mit ihrem Leben nicht gerade zufrieden. Sie wünscht sich einen Lebenspartner und eventuell ein Kind. Nach aussen wirkt sie kämpferisch und innerlich ist sie zart wie eine Rose.
    Ihre Ex-Kollegen Luc und Oliver dagegen haben Probleme mit ihren Frauen oder den Kindern.

    Die Verknüpfung von verschiedenen Handlungssträngen ist gut gelungen, die Zusammenhänge werden im Laufe der Handlung recht klar und sie sind logisch aufeinander aufgebaut.

    Der Schreibstil ist durchgängig flüssig zu lesen, die verwendeten Schweizer Begriffe sind recht verständlich. Die kurzen Kapitel geben der Geschichte zusätzlich Schwung und Tempo.

    Als besonders interessant habe ich es empfunden, das hier ein Thema aufgegriffen wird, das zur dunklen Geschichte der Schweiz gehört: es geht um die Massnahme der Administrativen Versorgung, mit der Minderjährige in Heime oder Gefängnisse abgeschoben wurden.

    Wer eher zartbesaitet ist, sollte diesen Thriller lieber nicht lesen, denn es gibt schon blutige Szenen zu lesen, die wirklich entsetzen. Ansonsten haben wir es hier mit einer mitreissenden Geschichte zu tun, die ans Buch fesselt.
    Ich vergebe 4 Sterne, weil mir die Probleme der Figuren dann doch zu umfangreich erscheinen und mir das Ende nicht wirklich gefallen hat.

    Eine mitreissende Lektüre über ein dunkles Kapitel in der Schweizer Geschichte! Spannung, Action und interessante Protagonisten machen diesen Kriminalroman lesenswert.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr Kommentare