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  • 4 Sterne

    14 von 19 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Inge H., 03.07.2018

    Als eBook bewertet

    Persische Familiengeschichte
    Donia Bijan schreibt eine berührende Geschichte.
    Als die Tage nach Zimt schmeckten, hat ein ansprechendes Cover, das Mädchen, das durch ein Tor läuft, macht einen guten Eindruck.
    Der alte Zod wartet in Teheran jeden Tag auf Post von seiner Tochter Noor, die in San Francisco wohnt. Noor hat sich von ihrem Mann getrennt und kommt mit ihrer Tochter Lily auf Urlaub.
    Das ist ein Kulturschock für Lily, aber auch für Noor ist es ein Rückschlag.
    Die Autorin erzählt von der Liebesgeschichte Zods und seiner Frau und deren Tragödie, dank der Politik im Iran.
    Sie war eine Sängerin, die in London auftrat und auf einer Heimfahrt misshandelt und verhaftet wurde.
    Zod schickte seinen Sohn und die Tochter nach Amerika in Sicherheit. Jetzt ist es immer noch gefährlich, die Sittenpolizei ist immer noch präsent.
    Solch ein Leben kann man sich nicht vorstellen.

    Dieser Roman ist eine berührende Geschichte einer persischen Familie, die auseinander gerissen wurde und sich wieder vereint.
    Eine wunderbares Werk, der gut unterhält.

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  • 5 Sterne

    10 von 15 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    nellsche, 27.07.2018

    Als Buch bewertet

    "Berührend und warmherzig"

    In Teheran wartet der alte Zod jeden Tag vor dem Café Leila auf den Postboten und hofft, dass er ihm einen Brief seiner geliebten Tochter Noor bringt. Dann endlich hält er einen Brief von ihr in den Händen. Noor teilt ihm mit, dass sie nach 30 Jahren gemeinsam mit ihrer Tochter Lily in ihre Heimat zurückkehren wird. In eine Stadt voller Widersprüche und die ganz anders ist als die USA. Und sie kehrt zurück in das Café Leila, in dem ihre Mutter früher alle Köstlichkeiten der persischen Küche zauberte. 

    Diese berührende und emotionale Geschichte hat mir wunderbar gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm und gut zu lesen, so dass ich hervorragend in die fremde Welt von Zod und Noor eintauchen konnte. 
    Die Beschreibungen der Umgebung, des Cafés Leila, der persischen Gerichte etc. waren unglaublich authentisch, detailreich und intensiv beschrieben, so dass ich alles perfekt vor Augen hatte. Ich fühlte mich mittendrin und konnte alles hautnah miterleben. 
    Die Charaktere waren wunderbar gelungen und ausgearbeitet und ich fand sie sehr sympathisch. Gerade die ganz andere Mentalität dieser fremden Kultur und deren gewichtigen Werte wie die Familie wirkten sehr echt und warmherzig. 
    Die Familiengeschichte um Zod und Noor hat mich sehr berührt. Sie war unglaublich warmherzig, gleichzeitig aber auch hart und traurig. Ich konnte absolut mitfühlen und auch die Zwiespalte zwischen dem Iran und den USA, die beide so unterschiedlich sind, nachvollziehen und verstehen. 

    Ich kann diesen wundervollen und berührenden Familienroman sehr empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

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  • 3 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gelöschter Benutzer, 07.09.2018

    Als Buch bewertet

    Noor und ihr Bruder werden von ihrem Vater zum Studium in die USA geschickt, da dieser für seine Kinder im Iran keine Zukunft sieht. Noor lebt sich nach anfänglichen Problemen ein, heiratet und bekommt eine Tochter. Von ihrem Mann betrogen, beschliesst sie, zusammen mit ihrer Teenagertochter Lily zu einem Besuch nach Teheran zurückzukehren.

    Die Grundidee des Romans finde ich nach wie vor toll. Dieses Aufeinandertreffen zweier Kulturen. Noor, die mittlerweile in den USA angekommen ist, ihre Tochter Lily, die noch nie im Iran war, und Zod, der nach wie vor sein Leben in Teheran führt. Zuerst gefiel mir das Buch auch sehr gut und ich war gespannt, wie die Familienzusammenführung gelingen würde. Leider fand ich den Mittelteil des Buches sehr lang und zu ausführlich. Ich musste mich wirklich zwingen, die Geschichte weiterzulesen, wozu ich – für meine Verhältnisse – sehr lange gebraucht habe. Zum Schluss hin wird das Buch dann zwar wieder interessanter, aber auch das reisst es für mich nicht raus.

    Dabei ist die Familiengeschichte durchaus interessant und gibt sehr viel her, auch Noor und Lily und vor allem Zod sind mir als Charaktere sehr sympathisch. Noors Erinnerungen an ihre Kindheit und viele schöne und nicht so schöne Ereignisse fand ich auch sehr gelungen, doch dann schwelgt die Autorin seitenweise in den Gerüchen der Stadt, den Gewürzen, Gerichten usw. Zunächst fand ich auch das interessant, aber auf Dauer hat es mich nur noch gelangweilt.

    Insgesamt kein Buch, das ich weiterempfehlen würde. Nett, aber nicht mehr.

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  • 5 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte1310, 03.07.2018 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Vor dreissig Jahren hat Zod seine Kinder aus Teheran weggeschickt, weil er sie in Sicherheit wissen wollte. Doch sein Leben ist einsam geworden. Jeden Tag wartet er auf den Postboten und damit auf Nachricht von seiner Tochter Noor. Immer noch betreibt er das Café Laila und bietet dort seinen Gästen nicht nur gutes Essen, sondern auch immer noch ein Stückchen geschützte Welt, denn Teheran ist ein gefährliches Pflaster.
    Noor ist in Amerika mit Nelson verheiratet und hat eine Tochter namens Lilly. Lilly ist Amerikanerin und hat mit der Herkunft ihrer Mutter nichts am Hut. Als die Ehe von Noor und Nelson zerbricht, will sie ihren Vater besuchen und Lilly mitnehmen, denn Zod hat seine Enkelin nie kennengelernt. Doch Lilly hat kein Interesse daran und macht es Noor nicht leicht. Als sie in Teheran sind, erfährt Noor, dass ihr Vater sterbenskrank ist. Sie bleibt länger als geplant und es kommt zu Schwierigkeiten mit Lilly.
    Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil mich dieses wundervolle Cover so angesprochen hat. Der Roman hält, was uns das Cover verspricht. Es ist eine berührende Geschichte. In Rückblenden erfahren wir, wie die Liebe von Zod und seiner Frau begann und wie sie sich als aus Russland stammende Familie ihr Leben in Teheran aufgebaut haben. Es ist tragisch, was die Familie erlebt hat und warum sich Zod von seinen Kindern trennte.
    Man erfährt eine ganze Menge über die persische Kultur, aber leider auch über das schwierige Leben nach der Revolution, die aus der Monarchie die Islamische Republik machte. Noor hatte das Leben anders in Erinnerung und für Lilly ist alles total Fremd. Sie spricht kein Farsi und erlebt einen wahren Kulturschock.
    Die Charaktere sind sehr gut beschreiben. Ich spürte beim Lesen ihre Gefühle mit. Dadurch kamen sie mir sehr nah. Mar hat es gefallen, dass die widerspenstige Lilly sich in der Zeit weiterentwickelt.
    Das Leben in Teheran ist bedrohlich. Die strikten Regeln engen ein. Es gibt Willkür und Gewalt und man hofft inständig, dass keinem dieser Familie etwas geschieht.
    Ein eindringliche und sehr fesselnde Familiengeschichte, die einem sehr nahegeht.

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  • 3 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Marianna T., 03.10.2018 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Herzerwärmend, aber zu wirr

    Noor reist mit ihrer Tochter zurück in ihre Heimat in den Iran. Enttäuscht und verletzt durch den Betrug ihres Mannes sucht sie Zuflucht bei ihrem Vater Zod.

    Die Geschichte beginnt ergreifend. Die Gefühle die Noor und ihr Vater Zod trotz der grossen geografischen Entfernung teilen sind gut spürbar und zu Tränen rührend. Die Autorin schildert die Beziehung der Beiden mit viel Wärme.

    Bemerkenswert ist die Atmosphäre, die beim Lesen entsteht. Die Gerüche der fremdartigen Gerichte, die vereinnahmenden Menschen mit ihrer grossen Zuneigung zueinander, die Gefahren der Strasse - alles wird lebendig.

    Leider gibt es irgendwann einen Bruch in der Geschichte, ab dem die Entwicklungen nicht mehr so gut nachzuvollziehen sind. Vielleicht ist es zusätzlich zu intensiv, dass das Leben und die Vergangenheit des Vaters so ausführlich beschrieben wird.

    Eine zu Tränen rührende Geschichte mit viel persischer Atmosphäre - die Geschichte ist jedoch zu wirr.

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  • 5 Sterne

    6 von 12 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 06.07.2018

    Als Buch bewertet

    ein gefühlvoller Ausflug in eine fremde Welt für alle Sinne

    Noor ganz mit den Vorbereitungen für das traditionelle Picknick zum Hochzeitstag in Beschlag genommen, wird bitter mit der Realität konfrontiert, ihr Ehemann betrügt sie. Da sie ihrem Vater Zod in einem Brief von der Trennung berichtet und er sie nach über dreissig Jahren, in denen er bestrebt war, sie in einem sicheren Land lebend zu wissen, endlich einmal zu sich nach Teheran einlädt, sitzt Noor wenig später mit ihrer pubertierenden und gar nicht begeisterten Tochter im Flieger.

    Der Leser erfährt in mehreren Teilen eine bewegende Familiengeschichte und wird gelungen in den Iran entführt. Im ersten Teil reist man an und erfährt, was Zod und seine Familie in den Iran verschlagen hat, wie es zum Cafe Leila gekommen ist und wer alles zur Stammbesetzung gehört. Zudem wird man Zeuge, wie sehr sich Tochter Lily verschliesst. In einem zweiten Teil wird Zods Geschichte erzählt, wie sehr er an seinem älteren Bruder hing, warum er in dessen Fussstapfen treten musste und warum er trotz einer arrangierten Ehe die grosse Liebe gefunden hat. Auch was Schreckliches mit seiner Pari geschah, ist hier Thema. In einem weiteren Teil wird Noors Geschichte erzählt, wie es ihr in den Jahren fernab ihrer Familie erging, samt Ausbildung, Hochzeit und Geburt ihrer Tochter Lily. In einem vierten Teil erfährt man dann von dieser und ihren Eindrücken in dem fremden Land. „Wie konnte sie die himmelschreiende Diskriminierung ertragen, die hier überall herrschte?“ und muss bibbern, weil sie sich in Gefahr bringt. Aber mehr will ich an der Stelle gar nicht verraten. „Bleib nicht zu lange, sieh nicht zu, wie dein Vater schwächer wird.“ Wie wird es weiter gehen?

    Der gefühlvolle, mitreissende Schreibstil der Autorin hat mich von Anfang an gefangen genommen. Ich habe ein richtiges Wechselbad der Gefühle erlebt. Ich hatte Angst, ich war schockiert und entsetzt, ich habe mit gefiebert, ich habe mich gefreut, und ich habe mit gelitten. „Morad hatte ihn beschämen, ihn fürs Leben strafen wollen, aber er hatte sich zu rasch abgewandt, um zu erkennen, dass sein brutaler Händedruck Zod lediglich von der erzwungenen Treue zu einem grobem Bruder befreit hatte, der ihn nicht liebte.“ Das ist nur ein Beispiel für eine schwierige Beziehung unter den Familienangehörigen, die hier so gefühlvoll aufs Papier gebracht werden.

    Zod habe ich von der ersten Seite ab ins Herz geschlossen, so einen Vater oder Opa kann man sich eigentlich nur wünschen. Er ist selbstlos, herzensgut und mit seinen leckeren Speisen, die vor Leidenschaft nur so sprühen, erkocht er sich ganz klar jede Zuneigung. Noor, sicher weil sie auch so früh fern ab der Familie auf eigenen Füssen stehen musste, ist etwas orientierungslos, ich konnte mich super gut in sie hineindenken. Während mir Lily anfangs noch wegen ihrem furchtbaren Trotz und ihre Ungerechtigkeit wenig sympathisch war, mochte ich sie am Ende so richtig gerne. Das sind nur ein paar wenige Beispiele dafür, welch tolle Charaktere die Autorin hier geschaffen hat. Aber auch alle anderen Darsteller sind individuell und liebevoll gezeichnet, bei Waisenjunge Karim angefangen, der durch den Besuch noch erfahren darf, was es bedeutet Kind sein zu dürfen, über die kleine Nebenrolle des Monsieur Simon, der Zod Paris zeigt, bis hin zu Ferry, die mir mit ihrem Schicksal fast das Herz gebrochen hat.

    Die Autorin liebt das Kochen und das ist auch in ihrem Roman zu merken, denn auch Zods Leidenschaft dafür ist grenzenlos. Ich hatte beim Lesen ganz oft einen wässrigen Mund bei all den persischen Köstlichkeiten, wie Safranhähnchen oder Naanbrot um Schafskäse mit Walnüssen und Basilikum zu einem Glas frisch gepressten Granatapfelsaft. Liebend gerne hätte ich mich von Zod auch einmal in seinem Cafe Leila verwöhnen lassen.

    „Wie sollte er Lily erklären, was Säureangriffe waren? Er konnte doch selbst eine Welt nicht begreifen, in der so etwas möglich war, in der ein unschuldiges Mädchen verätzt wurde, nur weil sie sich einem lächerlichen Heiratsantrag widersetzt hatte.“, „Die Wärter waren an Mütter und Väter, Ehemänner und Ehefrauen gewöhnt, die sich die Fingernägel an den Toren blutig kratzten.“, als Leser erhält man hier einen beeindruckenden und unheimlich interessanten Einblick in die Lebenswelt im Iran. Aber nicht nur die schockierenden Seiten, und die strengen Regeln sondern auch die schönen Traditionen, die zwischen all dem Grauen zu finden sind, werden angesprochen, was mir gut gefallen hat.

    Ich liebe Zimt, hatte beim Titel schon den Geruch in der Nase und ich interessiere mich sehr für fremde Kulturen, deshalb habe ich zum Glück zu diesem berührenden, ergreifenden Roman gegriffen. Mir wäre wirklich etwas entgangen, ich war begeistert. Volle Begeisterung und fünf mehr als verdiente Sterne.

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  • 5 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Philo, 08.07.2018 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Selten habe ich eine so wunderbare und bewegende Familiengeschichte gelesen, wie die der Familie Yadegar, in deren Mittelpunkt Zod, ein ganz wunderbarer Mensch, steht. Seine Eltern sind einst aus Russland geflohen und haben sich in Teheran eine neue Existenz aufgebaut, indem sie das Café Leila eröffneten, das bald zum Mittelpunkt und Treffpunkt ganz unterschiedlicher Menschen wird. Hier haben Zods Eltern Nani und Yanik gewirkt und gekocht und ihre Gäste bewirtet. Aus jeder Seite des Buches weht ein Hauch von Zimt und der Geruch nach persischen Gewürzen. Zod und seine Ehefrau Pari sind Seelenverwandte, die mit viel Liebe ihre Kinder Noor und Mehrdad erziehen. Zod erkennt aber, dass die politische Situation in Persien keine Sicherheit für die Zukunft seiner Kinder bietet und schickt beide unter deren heftigem Protest zu seinem Bruder nach Amerika.

    Viele Jahre werden vergehen, bevor Zod seine Kinder wieder in die Arme schliessen kann.

    Die Autorin beschreibt in ihrem Debutroman mit grosser Eindringlichkeit und Intensität eine zu Herzen gehende Familiengeschichte in einer ganz wunderbaren Sprache. Sie bringt dem Leser jedes einzelne Familienmitglied nah und manchmal hatte ich das Gefühl, selbst mit am Tisch zu sitzen in der Küche des Cafés Leila, so lebensnah sind die Schilderungen der Autorin.

    Nun liegt nicht nur der liebliche Zimt- und Vanillegeruch über dem Café Leila, sondern die Gewaltherrschaft im Iran verschont auch die Familie Yadegar nicht. Das Buch umfasst Zods ganzes Menschenleben mit seinen schönsten und seinen schlimmsten Zeiten. Dieses Buch muss man einfach lesen. Mich wird es noch lange beschäftigen, weil mir alle Familienmitglieder ans Herz gewachsen sind.

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  • 4 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Simone L., 07.07.2018 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Eine schöne Familiengeschichte, bei der nicht nur ein Familienmitglied erzählt. Die Geschichte ist in mehrere Teile aufgeteilt und wird auch von mehreren Personen beleuchtet. So erfährt man zum Beispiel von Zod, wie er aufgewachsen ist und was er alles erlebt hat. Mich hat das Buch erst im letzten Drittel gepackt, da war ich dann voll drin in der persischen Welt und auch in der persischen Küche. Mir haben die Beschreibungen sehr gut gefallen, wenn gekocht wurde. Das konnte man sich direkt vorstellen und ich hätte am liebsten mitgegessen. Sehr anschaulich bekommt man einen Einblick in das alltägliche Leben im Iran damals, auch was Männer und Frauen betrifft. Auch interessant fand ich, wie Zod mit den ganzen Problemen damals umging. Sehr verständlich wird dargelegt, warum Zod seine Kinder nach Amerika schickte. Schade, dass sie nun erst wieder zusammengefunden haben. Für Lily war die Reise ein Kulturschock und für Noor eine Rückkehr in ihr Heimatland. Das Buch war unterhaltsam, beinhaltet aber auch nicht so schöne Themen, die nachdenklich machen, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tat.

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  • 4 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Simone L., 07.07.2018

    Als eBook bewertet

    Eine schöne Familiengeschichte, bei der nicht nur ein Familienmitglied erzählt. Die Geschichte ist in mehrere Teile aufgeteilt und wird auch von mehreren Personen beleuchtet. So erfährt man zum Beispiel von Zod, wie er aufgewachsen ist und was er alles erlebt hat. Mich hat das Buch erst im letzten Drittel gepackt, da war ich dann voll drin in der persischen Welt und auch in der persischen Küche. Mir haben die Beschreibungen sehr gut gefallen, wenn gekocht wurde. Das konnte man sich direkt vorstellen und ich hätte am liebsten mitgegessen. Sehr anschaulich bekommt man einen Einblick in das alltägliche Leben im Iran damals, auch was Männer und Frauen betrifft. Auch interessant fand ich, wie Zod mit den ganzen Problemen damals umging. Sehr verständlich wird dargelegt, warum Zod seine Kinder nach Amerika schickte. Schade, dass sie nun erst wieder zusammengefunden haben. Für Lily war die Reise ein Kulturschock und für Noor eine Rückkehr in ihr Heimatland. Das Buch war unterhaltsam, beinhaltet aber auch nicht so schöne Themen, die nachdenklich machen, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tat.

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  • 4 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Inge H., 03.07.2018 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    Persische Familiengeschichte
    Donia Bijan schreibt eine berührende Geschichte.
    Als die Tage nach Zimt schmeckten, hat ein ansprechendes Cover, das Mädchen, das durch ein Tor läuft, macht einen guten Eindruck.
    Der alte Zod wartet in Teheran jeden Tag auf Post von seiner Tochter Noor, die in San Francisco wohnt. Noor hat sich von ihrem Mann getrennt und kommt mit ihrer Tochter Lily auf Urlaub.
    Das ist ein Kulturschock für Lily, aber auch für Noor ist es ein Rückschlag.
    Die Autorin erzählt von der Liebesgeschichte Zods und seiner Frau und deren Tragödie, dank der Politik im Iran.
    Sie war eine Sängerin, die in London auftrat und auf einer Heimfahrt misshandelt und verhaftet wurde.
    Zod schickte seinen Sohn und die Tochter nach Amerika in Sicherheit. Jetzt ist es immer noch gefährlich, die Sittenpolizei ist immer noch präsent.
    Solch ein Leben kann man sich nicht vorstellen.

    Dieser Roman ist eine berührende Geschichte einer persischen Familie, die auseinander gerissen wurde und sich wieder vereint.
    Eine wunderbares Werk, der gut unterhält.

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  • 3 Sterne

    2 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Readaholic, 04.09.2018

    Als Buch bewertet

    Gegensätzliche Kulturen
    Die achtzehnjährige Noor und ihr Bruder werden vom verwitweten Vater zum Studium in die USA geschickt, weil er für sie in ihrem Heimatland Iran keine Zukunft sieht. Obwohl es am Anfang sehr schwer für sie ist, lebt Noor sich gut ein, heiratet und bekommt eine Tochter. Jahre später findet Noor ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag heraus, dass ihr Mann sie betrügt. Daraufhin beschliesst sie, mit ihrer Tochter Lily, inzwischen ein Teenager, für einen Besuch nach Teheran zurückzukehren, wo ihr Vater Zod immer noch ein Restaurant, das Café Leila, betreibt.
    Lily ist alles andere als begeistert von dem Gedanken, Kalifornien für den Sommer zu verlassen und will zunächst nichts von der fremden Kultur und den ihr unbekannten Menschen wissen. Für Noor tauchen Kindheitserinnerungen auf, schöne und weniger schöne. In diesem zweiten Teil des Romans schwelgt die Autorin seitenweise in Rezepten, Gewürzen und Gerüchen und manche der Szenen gleiten ein wenig ins Kitschige ab. Hier wäre definitiv weniger mehr gewesen. Ich habe mich durch diese Seiten gequält und war kurz davor, das Buch wegzulegen.
    Doch dann wird die Handlung wieder interessanter. Wir erfahren die schlimmen Umstände von Noors Mutters Tod und dass es um die Gesundheit des Vaters nicht zum Besten steht. Zum Ende des Romans nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Alles in allem ein Roman, den man lesen kann, aber nicht unbedingt lesen muss. Ich hatte mir jedenfalls mehr davon versprochen.

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  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Marianna T., 03.10.2018

    Als Buch bewertet

    Herzerwärmend, aber zu wirr

    Noor reist mit ihrer Tochter zurück in ihre Heimat in den Iran. Enttäuscht und verletzt durch den Betrug ihres Mannes sucht sie Zuflucht bei ihrem Vater Zod.

    Die Geschichte beginnt ergreifend. Die Gefühle die Noor und ihr Vater Zod trotz der grossen geografischen Entfernung teilen sind gut spürbar und zu Tränen rührend. Die Autorin schildert die Beziehung der Beiden mit viel Wärme.

    Bemerkenswert ist die Atmosphäre, die beim Lesen entsteht. Die Gerüche der fremdartigen Gerichte, die vereinnahmenden Menschen mit ihrer grossen Zuneigung zueinander, die Gefahren der Strasse - alles wird lebendig.

    Leider gibt es irgendwann einen Bruch in der Geschichte, ab dem die Entwicklungen nicht mehr so gut nachzuvollziehen sind. Vielleicht ist es zusätzlich zu intensiv, dass das Leben und die Vergangenheit des Vaters so ausführlich beschrieben wird.

    Eine zu Tränen rührende Geschichte mit viel persischer Atmosphäre - die Geschichte ist jedoch zu wirr.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    sommerlese, 01.07.2018

    Als Buch bewertet

    Teheran: Der alte Zod führt ein arbeitssames Leben als Koch in seinem Café, seine Kinder hat er vor 30 Jahren aus Sicherheitsgründen in die USA geschickt. Endlich kehrt seine Tochter Noor mit ihrer Tochter Lily zurück in diese Stadt, in der Schönheit und Gewalt nebeneinander existieren. In das Café Leila, in dem Noors Mutter früher Köstlichkeiten der persischen Küche zauberte. Zu ihrer warmherzigen Familie, die durch ein grausames Ereignis zerrissen wurde.


    Dieser Roman ist einfach grossartig. Er ist wunderbar zu lesen, die Familiengeschichte bringt Einblicke in persische Kultur und Lebensgewohnheiten, zeigt aber auch die schwierige Entwicklung einer religiösen Machtübernahme im heutigen Iran auf.

    So einen wundervollen und bildhaften Sprachstil habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Man taucht aber nicht nur sprachlich berührt ein, sondern auch die Geschichte breitet sich wie ein Mantel über den Lesenden aus und umhüllt ihn mit den Eindrücken von dieser besonderen Familie.

    Die Charaktere erlebt man eindringlich mit, ihre Gefühle, Hoffnungen und Ängste sind so deutlich aufgezeigt, dass man als Leser sich ihnen so nahe fühlt wie eigenen Freunden.

    Die Schicksale offenbahren sich allmählich und man erkennt die verschiedenen Lebensziele, Wünsche und Sorgen der Menschen. Denn über ihnen schwebt Willkür, Gewalt und eine rigorose Sittenpolizei. In Rückblenden in die Familiengeschichte erfahren wir, welches tragische Schicksal die Familie zerrissen hat.

    In der Familie von Zod bekommt man die Küche Persiens mit russischen Einflüssen geboten. Man kann förmlich eine Geschmacksexplosion von Gewürzen und Zutaten erleben, so oft wird gekocht und die herrlichsten Speisen gezaubert. Hier schwelgt man inmitten der verschiedensten Gerichte: Grüne Bohnen mit Hackfleisch und Tomatensauce, Lammköfte mit Piment und Thymian, Juwelenreis und Maulbeer-Kompott. Schon die Namen sind wahre Kostbarkeiten.

    Noor erlebt durch die Küche ihres Vaters die alten Eindrücke aus ihrer Kindheit wieder, die politischen Veränderungen nehmen sie sehr mit. Noch härter erlebt jedoch ihre Tochter Lily die Zustände von Geschlechtertrennung u.ä. wie einen Kulturschock. Sie fühlt sich hier völlig fremd.

    "Teheran war wie eine leere Seite in einem Malbuch, grau ..." Zitat Seite 233
    Grau erlebt Lily die Heimat ihrer Mutter und erst allmählich bekommt sie die Korruption, Willkürherrschaft und allgegenwärtiger Gewalt mit, die hier an der Tagesordnung ist.


    Es geschehen einige Dinge, die für Dramatik und ein realistisch gezeichnetes Bild des Iran sorgen.
    Man liest betroffen und hofft für die Familie auf einen guten Ausgang.


    Dieser Roman ist berührend und einfach grossartig. Ich kann es nur wiederholen. Donia Bijan zeigt am Beispiel von Exil-Iranern und ihrer persischen Familie die gesellschaftlichen Veränderungen und die heutige Version des Iran auf. Eindrücklicher kann man das nicht zeigen!

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  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Monice N., 05.07.2018

    Als Buch bewertet

    "Als die Tage nach Zimt schmeckten" von Donia Bijan,

    ist ein wirklich interessantes Buch. Die Autorin nimmt uns mit aus dem Lebhaften und fortschrittlichen Amerika nach Teheran, welches durch Macht der Behörden in Unterdrückung lebt. Sie zeigt auf, welche Gefahren die Frauen ausgesetzt sind und das schon der kleinste Wiederstand ein Leben, oder auch das Leben einer ganzen Familie stark verändert.
    Sehr gut hat mir der Spannungsaufbau gefallen, es gibt hier keine Spannung im üblichen sinne, hier baut sich durch die Geschichte und einige unerwartete Wendungen und Ereignisse eine eigene Spannung auf. Es zieht sich ausserdem ein deutlicher Roter Faden rund um die Themen Vergangenheit, Familie und Zukunft durch das Buch. In diesem Buch darf der Leser drei Generationen und ihre verschiedenen Lebensbedienungen kennen lernen.
    Der Schreibstil hat mich abgeholt, schon auf der ersten Seite. Der Einstieg in dieses Buch ist mir sehr leicht gefallen und es hat sich bis zum Schluss sehr locker lesen lassen. Sehr passend, meiner Meinung nach, war auch das unerwartete Ende. Vieles hat auf ein deutlich anderes Ende hingedeutet, doch die Autorin hat noch eine Starke Wendung auf den letzten Seiten eingebracht.
    Mein Fazit, es ist ein tolles Buch, was uns verschiedene Kulturen aufzeigt und näher bringt. Ausserdem ist es für mich genau mit der richtigen Mischung aus Zuversicht, Vertrauen, Verzeihen und Leben bestückt.

    Zum Inhalt:
    Noor wird durch eine Affäre ihres Mannes aus der Bahn geworfen. Als sie als Konsequenz auch ihren Job aufgibt beschliesst sie sich Spontan den Sommer mit ihrer Tochter bei ihrem Vater in Teheran zu verbringen. Dort angekommen muss sie feststellen das noch vieles so ist wie vor ca. 20 Jahren. Doch als ihr Vater immer kranker wird, ihre Tochter einen Fluchtversuch startet, ändert sich von einem Tag auf den nächsten alles und die Familie lernt aneinander zu glauben.

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  • 5 Sterne

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    Lea O., 06.07.2018

    Als Buch bewertet

    „Als die Tage nach Zimt schmeckten“ ist wirklich ein bezauberndes Buch, das den Leser auf eine ganz spannende Reise in den Iran mitnimmt. Der Roman vereint eine mitreissende Familiengeschichten und ein Land, das in den schillerndsten Farben beschrieben wird ohne die Wahrheit zu verschleiern.
    Das Buch handelt hauptsächlich von Zod und seiner Tochter Noor, allerdings wird auch viel von Zods Eltern und Noors Kind erzählt, wie es bei einer Familiengeschichte sein soll. Das Buch ist in verschiedenen Teilen aufgebaut, die mal aus der Gegenwart, mal aus der Vergangenheit erzählen, sodass man erst nach und nach die Zusammenhänge erkennen kann. Noor ist als junge Erwachsene in die USA ausgewandert, doch nach ihrer Scheidung kommt sie mit ihrer Tochter zurück auf eine Reise zu ihrem Vater. Zod ist immer noch Besitzer des Café Leila, auch wenn es den Glanz aus früheren Zeiten verloren hat. So dringt der Leser nach und nach immer mehr in die Geschichte der beiden ein und deckt die verschiedenen Schichten ihrer Persönlichkeit auf. Spannend ist auch der historische Blick auf den Iran.
    Wirklich besonders war für mich der Schreibstil. In den buntesten Farben und oft sehr poetisch erzählt die Autorin vom Iran und vor allem vom leckeren Essen. Das sorgt für wunderbares Kopfkino und lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Geschichte verschweigt aber auch nicht die Iranische Revolution und was dort für schreckliche Dinge passiert sind.
    Die Charaktere haben viele Ecken und Kanten, gute und schwierige Charakterzüge, sodass es nie langweilig wird von ihnen zu lesen. Man fiebert von Anfang bis Ende mit um weitere Häppchen der Familiengeschichte serviert zu bekommen. Ich gebe diesem wunderbar geschriebenen Buch gerne fünf Sterne und empfehle es herzlichst weiter.

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  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Philo, 08.07.2018

    Als Buch bewertet

    Selten habe ich eine so wunderbare und bewegende Familiengeschichte gelesen, wie die der Familie Yadegar, in deren Mittelpunkt Zod, ein ganz wunderbarer Mensch, steht. Seine Eltern sind einst aus Russland geflohen und haben sich in Teheran eine neue Existenz aufgebaut, indem sie das Café Leila eröffneten, das bald zum Mittelpunkt und Treffpunkt ganz unterschiedlicher Menschen wird. Hier haben Zods Eltern Nani und Yanik gewirkt und gekocht und ihre Gäste bewirtet. Aus jeder Seite des Buches weht ein Hauch von Zimt und der Geruch nach persischen Gewürzen. Zod und seine Ehefrau Pari sind Seelenverwandte, die mit viel Liebe ihre Kinder Noor und Mehrdad erziehen. Zod erkennt aber, dass die politische Situation in Persien keine Sicherheit für die Zukunft seiner Kinder bietet und schickt beide unter deren heftigem Protest zu seinem Bruder nach Amerika.

    Viele Jahre werden vergehen, bevor Zod seine Kinder wieder in die Arme schliessen kann.

    Die Autorin beschreibt in ihrem Debutroman mit grosser Eindringlichkeit und Intensität eine zu Herzen gehende Familiengeschichte in einer ganz wunderbaren Sprache. Sie bringt dem Leser jedes einzelne Familienmitglied nah und manchmal hatte ich das Gefühl, selbst mit am Tisch zu sitzen in der Küche des Cafés Leila, so lebensnah sind die Schilderungen der Autorin.

    Nun liegt nicht nur der liebliche Zimt- und Vanillegeruch über dem Café Leila, sondern die Gewaltherrschaft im Iran verschont auch die Familie Yadegar nicht. Das Buch umfasst Zods ganzes Menschenleben mit seinen schönsten und seinen schlimmsten Zeiten. Dieses Buch muss man einfach lesen. Mich wird es noch lange beschäftigen, weil mir alle Familienmitglieder ans Herz gewachsen sind.

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  • 5 Sterne

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    Gaby2707, 11.07.2018

    Als Buch bewertet

    Eine fesselnde Familiengeschichte

    "Als die Tage nach Zimt schmeckten" erzählt die Geschichte von dem aus Russland stammenden Zod, dessen Lebensgeschichte ich in Rückblicken immer näher komme. Sie erzählt auch die Geschichte von Noor, die zusammen mit ihrem Bruder Mehrdad vom Vater nach Amerika geschickt wurde um sich hier, wie viele Perser damals, ein neues Leben aufzubauen. Ich lerne verstehen, warum Zod seine Kinder ins ferne Amerika geschickt hat.
    Ich sehe vor meinen Augen, wie Zod jeden Tag vor dem Cafe Laila sitzt und auf den Postboten wartet, der hoffentlich an diesem Tag einen Brief aus dem fernen San Francisco von seiner Tochter Noor bringt. Bis sie nach der Trennung von ihrem Mann Nelson zusammen mit Tochter Lilly nach 30 Jahren vor der Tür ihres schwerkranken Vaters steht. Sehr anschaulich erfahre ich, welchen Problemen, Risiken und Gefahren Frauen auch heute noch im Iran ausgesetzt sind. Lilly, die voll und ganz Amerikanerin ist und kein Wort Farsi spricht, hat es im Land ihres Grossvaters nicht leicht.
    Wie ein Märchen aus Tausend und eine Nacht, das man in die reale Welt hineingeworfen hat, bringt mir die Geschichte Persien, die Menschen dort und auch die Küche nahe.
    Donja Bijan hat eine sommerlich leichte, manchmal tiefgründige Familiengeschichte geschrieben und mich kurzzeitig in eine andere Welt versetzt.
    Mir hat dieses Buch, bis auf die Zeitsprünge, an die ich mich erst gewöhnen musste, sehr gut gefallen. Ich bin gefesselt von einer Geschichte, die mir an manchen Stellen richtig ans Herz gegangen ist.

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  • 5 Sterne

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    yellowdog, 06.07.2018

    Als Buch bewertet

    geschmeidiger Stil

    Als die Tage nach Zimt schmeckten ist ein Buch der amerikanischen Autorin Donia Bijan, die im Iran geboren wurde. Nach 32 Jahren Exil kehrte sie für einen kurzen Besuch nach Iran zurück. Das inspirierte sie zu diesem Roman, bei dem von Anfang an ein geschmeidiger Stil zu geniessen und ein warmherziger Ton zu spüren ist.

    Der 75jährige Iraner Zod leitet sein Cafe in Teheran, seine Kinder leben in den USA. Als seine Tochter Noor sich von ihrem untreuen Ehemann trennt, kommt sie auf Besuch mit ihrer Teenagertochter Lily zurück in den Iran.

    Dann werden in Teil 2 mehr Hintergründe erzählt und es gibt einen Rückblick in Zods Jugend, sein Beginn als Student 1964 in Paris, aber er kehrt schnell zurück und ist glücklich verheiratet, bis politische Wechsel und Gewalt das Leben verdüstern.
    Dieser Abschnitt zeigt Leid und Unglück, aber auch Liebe.

    Teil 3 ist auch Rückblick und zeigt Noors Zeit, als sie von ihrem Vater aus Sicherheitsgründen in die USA geschickt wurde und wie sie da nach langer Eingewöhnungszeit schliesslich Krankenschwester wurde und heiratete.

    Dann sind wir wieder in der Gegenwart im Iran und es geht weiter mit vielen Emotionen, auch dramatischen Passagen und der Entwicklung der Figuren zu neuer Stärke.

    “The last Days of Cafe Leila” wurde geschmeidig ins Deutsch übersetzt, wie man es von Übersetzerin Susanne Goga-Klingenberg gewohnt ist. So überzeugt der emotionale Roman, dessen Leitmotiv raffiniertes Kochen und leckeres Essen ist.

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    Alexa2009, 26.07.2018

    Als Buch bewertet

    Eine wundervolle Geschichte aus Persien

    Noor lebt in den USA, das Land, in das sie vor 30 Jahren von ihrem Vater Zod geschickt wurde. Nach der Trennung von ihrem Mann beschliesst sie, gemeinsam mit ihrer Tochter Lily ihren Vater im Iran zu besuchen. Dort stellt sich heraus, dass Zod an einer unheilbaren Krankheit leidet. Noor beschliesst, vorerst im Iran zu bleiben, was Lily alles andere als gut findet.

    Was für ein schönes Buch! Ich habe es innerhalb von 24 Stunden gelesen, was schon sehr viel darüber aussagt. Das Buch ist in vier Abschnitte geteilt, die in der Gegenwart und in der Vergangenheit spielen. So erfährt man nicht nur vieles aus Noors jetzigem Leben, sondern bekommt auch einen Einblick in Zods Jugend und wie es Noor in der ersten Zeit in Amerika ergangen ist. Diese Gliederung fand ich wirklich sehr schön.

    Ich mochte auch den Schreibstil dieses Buches. Es hat sich alles leicht und flüssig lesen lassen. Manchmal hatte ich das Gefühl, ich konnte die persischen Speisen schmecken und die Gewürze riechen.

    Das Cover des Buches hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Es strahlt eine gewisse Wärme aus. Auf den Seiten, auf denen die Abschnitte gegliedert werden, wiederholt sich das Motiv in leicht abgewandelter Form, was ich auch sehr schön fand.

    Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Von mir bekommt es auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!

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    Hannelore K., 15.07.2018

    Als Buch bewertet

    Ein ganz besonderes Buch
    Manche Bücher liest man einfach, fühlt sich auch gut unterhalten, vergisst sie aber nicht lange nach der Lektüre einfach auch wieder.

    Und dann gibt es Bücher, die vergisst man vielleicht nie wieder.
    Die „hallen nach“...
    Regen zum Nachdenken an...
    Berühren die Seele...

    „Als die Tage nach Zimt schmeckten“ ist so ein besonderes Buch, auf das der zweitere Absatz zutrifft.

    Teheran im Frühling: Jeden Tag wartet der alte Zod im Glyzinienhof vor dem Café Leila auf den Postboten. Bringt er einen Brief von seiner geliebten Tochter Noor? Endlich hat sie geschrieben. Nach 30 Jahren wird sie aus den USA in ihre verlorene Heimat zurückkehren. In die Stadt der Widersprüche, in der Schönheit und Gewalt nebeneinander existieren. In das Café Leila, in dem Noors Mutter früher alles zauberte, was die persische Küche an himmlischen Köstlichkeiten hergab. Zu ihrer Familie, die trotz aller Wärme und Liebe zerrissen wurde.
    Donia Bijan ist Autorin und Köchin und fast bin ich versucht zu schreiben, dass ihr Buch „köstlich“ wie ein leckeres Dessert war, aber das würde dem Buch nicht wirklich gerecht werden... Ich empfinde es fast schon so, als könnten das keine Worte in unserer Sprache, denn es ist wirklich sehr besonders und aussergewöhnlich.

    Eine wunderschöne Familiengeschichte, die mich mitten ins Herz getroffen hat.

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