Halleluja, Valerie Schönian

Halleluja (eBook / ePub)

Wie ich versuchte, die katholische Kirche zu verstehen

Valerie Schönian

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Glaube ist Valerie Schönian fremd. Die junge Journalistin lebt ein typisches Mittzwanziger-Leben in Berlin, als sie gefragt wird, ob sie für ein Projekt der katholischen Kirche einen Priester begleiten möchte. Sie wagt das Experiment und macht...

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Kommentare zu "Halleluja"

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  • 4 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    yellowdog, 27.03.2018

    Als eBook bewertet

    Ein Buch mit einem sehr interessanten Thema. Ich bin kein Blog-Leser, daher froh, dass dieses Buch jetzt da ist und man das einjährige Zusammentreffen und Auseinandersetzen zwischen einer Journalistin und einem katholischen Priester lesen kann. Anfangs dachte ich Valerie Schönian würde sich dem Thema nur oberflächlich nähern, aber mit der Zeit entfalten sich die Qualitäten eines ordentlichen Journalismus. Sie lässt sich auf die Themen ein, ohne dabei auf ihre eigene Meinung zu verzichten, ist aber auch bereit, sich auf die andere Meinung einzustellen und alles zu überdenken. Kennzeichnend dafür ist z.B. ihr Eindruck vom Zusammenhalt der Menschen auf dem Jugendtag in Polen, als auch sie den Rausch spürt. Das kann man als Leser gut nachvollziehen. Oft gibt es aber auch keine Annäherung. Valerie Schönian lässt es sich nicht nehmen, auch die unbequemen Themen einzubringen, die fatalen Verfehlungen der katholischen Kirche. Sie macht es aber auf eine lockere Art, die es überhaupt erst ermöglicht, weiterzudenken. Der Priester Franziskus ist zwar eher konservativ, aber nicht unsympathisch. Das Thema konservative gegen reformwillige Katholiken ist überhaupt zur Zeit ein grosses Thema. Durch dieses Buch kann der reformbefürwortende Leser die „Gegenseite“ auf eine geeignete Weise kennen lernen und aus der eigenen Blase heraustreten. Bewegende Szenen gibt es, wenn Valerie Franziskus von Boeselange auf seiner seelsorgerischen Tätigkeit begleitet. Für interessierte ist dieses Buch nicht gerade langweilig!

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    janein
  • 5 Sterne

    Birkatpet, 09.05.2018

    Als Buch bewertet

    Valerie Schönian, Journalistin, Feministin, Mitte 20, politisch linksorientiert, kirchenfern, lebend in der Urbanität Berlins versucht die katholische Kirche zu verstehen und das im Rahmen eines sehr interessanten Projekts. Sie begleitet für ein Jahr den absolut konservativen 38 Jährigen Priester Franziskus von Boeselager aus dem ländlichen Roxel bei Münster in seinem Leben für jeweils zwei Wochen im Monat und versucht seine Welt durch seine Augen zu betrachten und zu verstehen.

    Der Leser begleitet Valerie bei ihrem Projekt und erlebt das Kirchenjahr hinter den Kulissen und was der Job "Priester" bedeutet, ausser den Messwein alleine zu trinken und Sonn- und Feiertags arbeiten zu müssen. Erlebt Valerie und Franziskus bei Diskussionen um die existentiellen Fragen des Lebens oder entspannten DVD-Abenden, Bekehrungsversuche inklusive natürlich.

    Zunächst fiel mir, wie so oft das Cover des Buches auf, denn dies sehr dezent in den Vatikansfarben, weiss-gelb zu halten finde ich perfekt,
    Meine grösste Frage war nachdem ich den Klappentext gelesen habe, ob das gut gehen kann? Die Frage, wie dieses Projekt 12 Monate durchzuhalten ist, in eine fremde Welt alle zwei Wochen abzutauchen? Wird sie Nonne? Legt er seinen Kollar nieder? Oder muss es gar nicht immer schwarz und weiss sein? Das Buch hatte meine Neugierde geweckt und ich wurde quasi wie Eva zum Apfel zum Lesen verführt.

    Schönians Schreibstil ist sehr flüssig, so leicht, dass ich über die Worte flog und mich völlig auf den Inhalt konzentrieren konnte. Alles was sie beschreibt, Personen, Umgebung, Räume, Eindrücke, aber auch Gefühle sah ich vor meinem inneren Auge und steckte ehe ich mich versah mit im Gedanken- und Gefühlschaos.
    Ich war völlig gefesselt, begleitete also nicht nur den Versuch den Katholizismus zu verstehen, sondern besuchte lesend Messen, Gemeindemitglieder, den Weltjugendtag, erkundete Rom, stellte mich den grossen Fragen des Lebens nach Glaube, Liebe, Hoffnung, Tod, Gleichberechtigung, Gerechtigkeit, Machtmissbrauch, Freiheit, Liberalismus und noch vielem mehr.
    Dieses Buch hat für viel Gesprächsstoff gesorgt, denn wenn man zBspl. einfach mal in eine Runde fragt "und, glaubt ihr an Gott?" sind die Blicke sehr interessant und die Antworten auch. Verwirrung ist dabei auf jeden Fall garantiert und gute Gespräche ebenso.

    Ein sehr gut geschriebenes Buch, welches sich liest wie ein Roman, jedoch nicht der Fiktion der Autorin entsprungen, sondern dem wahren Leben.
    Ich bin zutiefst beeindruckt von Valerie Schönian und Franziskus von Boeselager, vor deren Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Mut, Geduld, Toleranz und Selbstreflexion.
    Eine ganz klare Leseempfehlung, egal ob gläubig oder nicht.

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    janein

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