Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin

Roman

Thomas Meyer

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Motti kämpft gegen das Böse, Fake News, seine Mame - und seine Schwäche für Schicksen.

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Kommentar zu "Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin"

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    dj79, 17.10.2019

    Zeitgenössische Utopie
    Für mich war die Rückkehr von Motti Wolkenbruch das erste Buch von Thomas Meyer. Das Ergebnis vorwegnehmend wird es nicht mein letztes Buch von ihm sein. Thomas Meyer schreibt gesellschaftskritisch, ist dabei satirisch und bissig. Obwohl ich als Leser ständig amüsiert war, behandelt "Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin" ernste Themen wie die Meinungsmache und die Verrohung der Gesellschaft durch soziale Medien. Seine eigentlich utopische Geschichte über Motti Wolkenbruch ist dabei so eng mit dem aktuellen Tagesgeschehen verknüpft, dass manche Katastrophe, die Thomas Meyer zeichnet, durchaus möglich, ja sogar realistisch erscheint.

    Zunächst erschien mir Motti als Mitglied der einen von zwei rivalisierenden Gruppen ziemlich antriebs- und hilflos und auch recht naiv. Er war von seiner Familie verstossen worden, weil er im ersten Band „Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse“ ein Verhältnis mit einer Nicht-Jüdin hatte. Doch als man aufhört, ihn zu gängeln und zu kontrollieren, ist Motti scheinbar ohne grosse Anstrengung sehr wohl in der Lage wichtige und auch richtige Entscheidungen für seine Gruppe zu treffen und umzusetzen. Die so entstandene Mischung in seiner Persönlichkeit aus Muttersöhnchen und Anführer war mir wegen des extremen Widerspruchs, sowie der darin liegenden Komik sehr sympathisch.

    So erreichen die zwei Gruppen, namentlich Motti‘s „Verlorene Söhne Israels“ und die Bewohner der Alpenfestung, mal geplant wirkend, mal per zufälliger, spontaner Eingebung eines Einzelnen stetig höhere Entwicklungsstufen. Zwischenzeitliche Rückschläge hatten für mich den belustigenden Charme von Ausrutschen oder Stolpern. In zwei Handlungssträngen bewegen sich nun die beiden Gruppen mit ihren konträren Zielen aufeinander zu. Eine apokalyptische Konfrontation ist vorprogrammiert und deren Ausgang ganz schön bedenklich. Trotzdem ist die gesamte Story urkomisch und witzig, hat mir ganz viel Spass gebracht, aber auch ein schlechtes Gewissen, weil teilweise ich über böse Dinge so ausgiebig lachen musste.

    In seiner Sprache bedient sich Thomas Meyer so manchem Klischee, ohne dass man es ihm übel nehmen kann, weil er sie so wunderbar einsetzt. Seine Wortwahl und der Habitus seiner Protagonisten ist typisch für den reellen Menschenschlag, den sie repräsentieren. Das war einfach nur köstlich. Als I-Tüpfelchen zu seinem ansteckenden Humor liefert uns Thomas Meyer neben kreativen Namens- und Wortschöpfungen eine Reihe an ernst zu nehmenden Zitaten, wie dieses hier (S. 161): „Wer braucht schon Panzer und Flugzeuge, wenn es Angst und Wut gibt? Sie kosten nichts, sind jederzeit verfügbar und bringen das Übelste in den Menschen hervor.“

    Seine Satire auf das aktuelle Zeitgeschehen war für mich sensationell. Es gab nicht eine Sekunde Pause in dieser High-Level-Unterhaltung. Für den empfänglichen Leser folgt eine Pointe auf die Nächste. Thomas Meyer widmet sogar den grossen merkwürdig kauzigen Charakteren unserer Zeit, die mit ihrem befremdlichen Gehabe für Unruhe sorgen, eigene Kapitel. So mutig und spitz muss Satire sein. Besser kann man es nicht machen.

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    janein

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