Veronika beschliesst zu leben

Ein autobiographischer Roman. Mit einem Nachwort von Walter Nitsche

Veronika Fritz

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Was kann aus einem Leben werden, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist? Kann ein Mensch, der ohne Liebe aufwachsen musste, lieben lernen? Und wer kann aus einer Biografie, die im Chaos und Selbstmord enden sollte, noch einen lohnenswerten...

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Kommentare zu "Veronika beschliesst zu leben"

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  • 5 Sterne

    Susanne R., 28.08.2018

    Zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten

    Veronika und Susan – zwei Frauen, die unter völlig anderen Umständen ins Leben starten. Die eine geliebt und behütet, die andere von Anfang an abgelehnt. Doch was wird aus den beiden? Offensichtlich ist unser Lebensweg nicht von vorneherein festgelegt, wie diese beiden Frauen zeigen. Veronika muss immer kämpfen, während Susan scheinbar alles in den Schoss fällt. Doch ganz so einfach ist es nicht…
    Zuerst hat mich an dem Buch der Titel angesprochen. Ein sehr schöner und treffender Titel. Und genau davon handelt das Buch: Von einem Menschen, der, allen widrigen Umständen zum Trotz, beschliesst zu leben. Und von einem anderen Menschen, der genau das nicht tut. Leicht hat es keine von beiden, doch beide hatten die Möglichkeit, aus einer unhaltbaren Situation auszubrechen und neu anzufangen. In Laufe des Buches wird sehr schön dargelegt, dass es dazu Willenskraft braucht, aber auch Gnade. Die eine Geschichte ist autobiographisch, die andere grösstenteils so nicht passiert. Trotzdem oder gerade deshalb gehen beide Geschichten unter die Haut. Die Autorin berichtet aus ihrem Leben, das scheinbar von Anfang an schiefgelaufen ist. Was sollte da Gutes bei herauskommen? Die Geschichte könnte auch ohne Probleme klischeeüberladen als Hollywood-Film herhalten, aber sie tut genau das nicht. Im Gegenteil, was die Autorin hier so direkt und berührend erzählt, lässt wahrscheinlich keinen Leser kalt. Ja, Gott kann unser Leben verändern, wenn wir ihn nur lassen. Ich denke, mindestens die Frage, wie es denn in unserem eigenen Leben aussieht, taucht unweigerlich während der Lektüre auf. Auch wenn wir vielleicht nicht auf einem völligen Scherbenhaufen sitzen, so wie Veronika, gibt es doch mit Sicherheit genügend Baustellen.
    Ich kann dieses Buch empfehlen, weil es gut geschrieben ist und eine bewegende autobiographische Geschichte enthält. Ausserdem vermittelt es die Botschaft, dass wir nicht in unserem Leben gefangen sind, kein Opfer unserer Umstände, sondern dass es durchaus auch möglich ist, sich zu befreien. Eine sehr lohnende Lektüre, die durch einen angenehmen Schreibstil überzeugt.

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    janein
  • 5 Sterne

    Lujoma, 30.06.2018

    Veronika beschliesst zu leben

    Veronika Fritz erzählt in ihrem autobiographischen Roman von Susan und sich selbst. Beide Mädchen sind in den schwierigen Nachkriegsjahren geboren, wachsen aber in Elternhäusern auf, die gegensätzlicher nicht sein könnten. So ist Veronika ein ungewolltes, ungeliebtes Kind, dem die Mutter ins Gesicht sagt, dass ihre Geburt ein grosses Unglück war. Veronika sehnt sich nach Liebe und Zuwendung, flüchtet sich oft in eine Scheinwelt, kann später niemand mehr vertrauen aus Angst vor Enttäuschung…. Susan wird mit Liebe überschüttet und, besonders von Vater, ständig verwöhnt. Sehr früh setzt sie alles ein um ihr Ziel eine berühmte Sängerin zu werden zu erreichen. Letztendlich gelingt ihr das auch, doch sie erkennt zu spät wie hoch der Preis ist….

    Zwei gleichaltrige Mädchen/ Frauen, zwei ganz verschiedene Lebenswege… Beide heiraten früh, bekommen bald ein Kind… beide sind oft unglücklich und überfordert... und beide bekommen die Chance ihr Leben Gott anzuvertrauen…

    Meine Meinung:
    Der Roman hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die Geschichte hat mich berührt und aufgewühlt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
    Abwechselnd und in kurzen Kapiteln erzählt die Autorin aus ihrem und aus Susan‘s Leben, Zeit- (Monat + Jahr) und Ortsangaben überschreiben jedes dieser Kapitel, so dass man sich gut zurecht findet.
    Ich habe oft mit Veronika geweint über ihre traurigen Lebensumstände. So sollte kein Kind aufwachsen müssen. Ich konnte ihre Gefühle gut verstehen, ihre Überforderung und Verzweiflung gut nachvollziehen und ich bin froh, dass es Menschen gab, die zu Veronika standen und ihr den Weg zu Gottes Liebe zeigten.
    Susan dagegen hat scheinbar viel bessere Chancen für ihr Leben… und doch endet es tragisch.

    Die direkte Gegenüberstellung der beiden Schicksale zeigt deutlich, dass es am Ende für‘s Leben nicht wichtig was für ein Elternhaus und welche Möglichkeiten man hatte, sondern ob man Gottes Einladung annimmt.

    Fazit:
    „Veronika beschliesst zu leben“ ist ein berührendes Buch, dass ich mit Gewinn gelesen habe und gern weiterempfehle.

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    janein
  • 4 Sterne

    Marianne, 20.07.2018

    Veronika und Susan werden beide im Jahr 1947 geboren. Veronika wächst in einem lieblosen Zuhause in Hamburg auf. Sie sehnt sich vergeblich nach Zuwendung und Liebe. Ihre Mutter macht ihr deutlich, dass sie ungewollt war, und dass sie die Schuld an die schwierige Ehe ihrer Eltern trägt. Veronika zerbricht fast unter dieser Last, und schliesslich versucht sie sich das Leben zu nehmen.

    Susan hingegen wächst in einem liebevollen Elternhaus auf. Sie ist hübsch und begabt, und wird vor allem von ihrem Vater verwöhnt. Sie möchte berühmt werden, was ihr auch zuerst mit ihrem Gesang, und später als Schauspielerin gelingt. Doch obwohl sie bessere Voraussetzungen hatte als Veronika, zerbricht schliesslich alles, was sie sich aufgebaut hat. Sie muss erkennen, dass die Liebe, die ihr entgegengebracht wurde, teilweise nicht ihr galt, sondern ihren Leistungen und ihrer Karriere. Auch sie verliert jeden Lebensmut.

    Während Veronikas Geschichte die Erlebnisse der Autorin wiedergeben, beruht die Beschreibung von Susans Lebens auf bekannte Eckdaten einer prominenten Frau, der Rest ist fiktiv. Das Buch verfolgt das Leben beider Frauen abwechselnd, von 1947 bis 1976. Beide hören von Jesus und überlegen umzukehren, aber nur eine der beiden Frauen trifft diese Entscheidung.

    Der Titel dieses Buchs ist wohl eine Anspielung auf das bekannte Buch „Veronika beschliesst zu sterben“. Es will aufzeigen, dass die Umstände zwar einen Menschen formen, aber dass trotzdem jeder die Möglichkeit hat etwas aus seinem Leben zu machen. Walter Nitsche, Leiter der Arbeitsgemeinschaft seelsorgerlicher Berater, greift in seinem Nachwort noch einmal typische und entscheidende Verletzungen in Veronikas Leben auf, und betont, dass wie hilfreich Seelsorge sein kann.

    Auch wenn manches an den beiden Lebensgeschichten ein bisschen zu konstruiert wirkt, ist dieses Buch ein wertvolles und hilfreiches Buch, das durch den flüssigen Schreibstil und der interessanten Geschichte schnell gelesen ist.

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    janein

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