Mord im Balkanexpress

Kriminalroman

Matthias Wittekindt
Rainer Wittkamp

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DER TOD IST AUF SCHIENE: EIN HOCHEXPLOSIVER MONARCHIEKRIMI!

BRISANTE PREMIERE IM BURGTHEATER
WIEN, 1895: Alles, was in der glanzvollen METROPOLE DER DONAUMONARCHIE Rang und Namen hat, putzt sich heraus, um die Amtseinführung des neuen...

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Kommentare zu "Mord im Balkanexpress"

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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gertie G., 12.08.2018

    Wir schreiben das Jahr 1895. In der Donaumonarchie rüsten verschiedene Gruppen und Grüppchen von Nationalisten, die Grundfeste des Kaiserreiches zu destabilisieren.

    Aktuell erschüttert ein Bombenattentat im Wiener Burgtheater das Reich. Ein als Kellner verkleideter Terrorist legt eine Bombe, die Kaiser Franz Josef töten soll. Nur aufgrund einer zufälligen(?) Verspätung ist der Monarch dem Tod entronnen.
    Natürlich ruft das Attentat sofort die Mitarbeiter diverser Geheimdienste auf den Plan. Unter ihnen Albrecht, ein Cousin des deutschen Kaisers und Geliebter der Burgtheaterdiva Christine Mayberger, die dem Anschlag unverletzt entkommen ist. Christine ist eine scharfe Beobachterin und kann mit einigen sachdienlichen Hinweisen Albrecht davon überzeugen, dass die Urheber dieses Verbrechens Richtung Balkan unterwegs sind. Und so macht man sich auf, den flüchtigen, mutmasslichen Bombenlegern nach Belgrad zu folgen.
    Im Balkan-Express treffen dann Albrecht und Christine dann auf den Impresario Yuri Tarasow mit seinem Mitarbeiter Fritz Matern sowie auf Oberst Lazar vom serbischen Geheimdienst, der sein eigenes Süppchen kocht.
    Werden die beiden ein weiteres Attentat auf den Kaiser verhindern können?

    Meine Meinung:

    Dem Autoren-Duo Wittekindt & Wittkamp ist ein fesselnder Kriminalroman in der Zeit des Fin de Siècle gelungen. Wir tauchen ein in die Zeit der langsam, aber sicher untergehenden Donaumonarchie. Deutlich sind die Spannungen zwischen den Nationalitäten spürbar. Auf der einen Seite, die schwierigen Lebensbedingungen für die meisten Menschen auf der anderen Seite werden Unsummen für Theateraufführungen oder pompöse Feste ausgegeben. Auf dem Balkan versucht Österreich-Ungarn seinen Einfluss weiter geltend zu machen.

    Sprachlich finde ich diesen Krimi wunderbar in die Zeit passend erzählt. Für manche Leser scheint die etwas versnobte Sprechweise der Adeligen und Militärs gestelzt anmuten, doch diese Sprachmelodie ist ausgezeichnet recherchiert. Da werden Worte wie „blümerant“ (= ein flaues Gefühl haben, eigenartig) oder „Plumeau (=Federbett, Bettdecke) von den Mitwirkenden verwendet.

    Elegant sind einige historische Persönlichkeiten eingeflochten. Die Aktionen der unterschiedlichen Geheimdienste können sich so oder so ähnlichen abgespielt haben. Denn keiner traut dem anderen. Und, dass Bordelle Umschlagplatz geheimdienstlicher Informationen sind, ist auch hinlänglich bekannt. Genauso wie die Rekrutierung von Spitzeln oder Geheimnisträger, die man zuvor beim Kartenspiel ausgenommen oder beim unerlaubten Liebesspiel beobachtet hat und danach erpresst.

    Mit den Protagonisten begeben wir uns auf einen Spaziergang durch die Hauptstadt des Kaiserreichs. Wir trinken Kaffee im Café Landtmann, jenem Kaffeehaus, das die Burgtheaterschauspieler und Literaten als ihr „Wohnzimmer“ betrachten, begegnen ganz kurz Arthur Schnitzler im Café Central (Herrengasse) und sitzen mit den, Dynamitarden genannten, Verschwörern im Café Frauenhuber (Himmelpfortgasse). Auch von Belgrad erhalten wir Eindrücke der serbischen Hauptstadt.

    Nachdem Oberst Lazar entkommen ist, schreit das förmlich nach einer Fortsetzung.
    Das Personenverzeichnis zu Beginn des Krimis gibt einen guten Überblick über die handelnden Personen.

    Fazit:

    Ein gut gelungener historischer Krimi, der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe sein könnte. Mich würd’s freuen. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jennifer H., 21.08.2018

    INHALT
    Wien um 1895. Der Kaiser von Österreich-Ungarn Franz Joseph I. ist in Gefahr. Denn eine Gruppe serbischer Anarchisten und der Chef des serbischen Geheimdienstes wollen ihn stürzen.

    Das erste Bombenattentat im Wiener Burgtheater schlägt fehl und das zweite steht kurz bevor.

    Kann das prominente Ermittlerduo - bestehend aus der angesehenen Schauspielerin Christine Mayberger und dem adligen Agenten Albrecht Prinz von Schwarzburg-Rudolstadt - das Schlimmste verhindern?

    MEINUNG
    Der Kriminalroman "Mord im Balkanexpress" ist nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein Volltreffer. Das dramatisch wie edel inszenierte Cover zieht auf den ersten Blick alle Aufmerksamkeit auf sich, wobei mir vor allem der in Gold gehaltene Titel imponiert hat.

    Die Handlung wurde von dem Autorenduo Matthias Wittekindt und Rainer Wittkamp nach allen Regeln der Krimikunst gestaltet. D. h., sie haben all ihr Können in diesen historischen Kriminalroman gelegt. So verwundert es keineswegs, dass der Spannungsbogen konstant hoch gehalten wurde. Dies lag zum einen an den häufigen Szenen- wie Personenwechseln, zum anderen am exquisiten, der damaligen Zeit entsprechenden Sprachstil. Ganz zu schweigen von den bildreichen, teils recht pompösen Beschreibungen Wiens und Belgrads um die Jahrhundertwende. Da möchte man als Leser sofort in eine Zeitmaschine steigen, um am Geschehen teilhaben zu können. Abgesehen davon, haben beide Autoren die zerfahrene sowie explosive aussenpolitische Lage zwischen den damaligen Grossmächten wunderbar treffend nachgezeichnet. Hier kam es wirklich zum "Tanz auf dem Vulkan".

    Die Wahl der Protagonisten traf ebenso meinen Lesegeschmack. Denn Freund und Feind wurden realistisch in Szene gesetzt. Mich konnte vor allem das wagemutige Ermittlerpaar Mayberger-Schwarzburg-Rudolstadt begeistern. Ob der adlige Albrecht mit seinem Hang zum Mondänen oder die nassforsche Christine mit ihren gelegentlichen Divenallüren, beide fand ich sympathisch. Zudem gab es einige windige Charaktere, vor allem unter den Geheimagenten, die den Plot undurchsichtig machten; sprich, den Leser bei der Enttarnung der Staatsfeinde verwirrten und ihn auf falsche Fährten lockten. Hier zeigt sich das kriminalistische Talent der Autoren.

    FAZIT
    Ein temporeicher Kriminalroman, der mich begeistert hat und den ich einfach nicht mehr weglegen konnte.

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    janein
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