Madame Bertin steht früh auf

Ein Paris-Krimi

Julie Masson

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Eine moderne Miss Marple auf Mörderjagd in Paris.
An einem prächtigen Tag im Mai geniesst Madame Bertin eine Ruhepause im Hinterhof ihrer Pariser Boulangerie - da muss sie beobachten, wie sich eine blutige Hand an die Fensterscheibe des...

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Kommentare zu "Madame Bertin steht früh auf"

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  • 4 Sterne

    Tanja P., 03.11.2018

    Als Buch bewertet

    Louise gegen den Rest der Welt

    Madame Louise Bertin hat vor Jahren die Pariser Boulangerie von ihrer Mutter übernommen und backt die besten Baguettes von Paris. Darum darf sie diese auch zweimal täglich in den Elysee-Palast liefern. Ausgerechnet an dem Tag, als der neue Präsident Charles Bonnet sein Amt antritt, sieht sie morgens im Nachbarhaus eine blutige Hand an einem Fenster des Treppenhauses. Doch die gerufene Polizei entdeckt bei ihrer oberflächlichen Suche keine Spuren. So beginnt Louise auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen und schon bald zieht der Fall grössere Kreise, als sie je ahnen konnte.

    Die Beschreibung von Louise Bertin mit ihrem akkuraten grauen Pagenschnitt, dem auffälligen roten Lippenstift und den edlen Designerklamotten hat mich sofort an Anna Wintour denken lassen. Auch das Alter müsste passen, wobei nie genau gesagt wird, wie alt Louise denn nun eigentlich ist. Allerdings hat sie das Tagesgeschäft der Boulangerie schon lange an ihren Neffen und dessen Frau übergeben und backt nur noch die Baguettes für den Präsidentenhaushalt. Auch das fällt ihr immer schwerer, aber: „Das Alter war keine Krankheit, sondern nur eine Herausforderung, die sie bewältigen musste.“ (S. 61) Zudem hält sie auch der Flirt mit dem (verheirateten!) Apotheker Olivier Pellegrini jung. Ihn bezieht sie als erstes mit in ihre Ermittlungen ein, denn er beschafft ihr die Chemikalien, um das Blut im Treppenhaus nachzuweisen.

    „Madame Bertin steht früh auf“ ist ein charmanter Cosy-Krimi von Julie Masson und könnte der Start einer Serie sein. Das Paris-Setting kommt allerdings nur bei Louises Brot-Auslieferungsfahrten durch Paris, ihre Boulangerie und den Blick aus diversen Dachfenstern zum Tragen, ansonsten hätte das Buch überall spielen können.
    Louise erinnerte an Miss Marple bzw. Jessica Fletcher aus der Fernsehserie „Mord ist ihr Hobby“ – genau wie diese Damen ist sie der Polizei immer mindestens einen Schritt voraus. Leider war mir der Fall etwas zu konstruiert. Louise stolperte mir zu oft über die nächsten Hinweise bzw. Beweise. Zudem fand ich es auch nicht ganz realistisch, dass der ermittelnde Polizist sie immer wieder an Tatorte lässt, sie mit Hintergrundinformationen versorgt bzw. sie ihm mehrfach Unterlagen entwenden kann.
    Davon abgesehen ist das Buch sehr unterhaltsam und Louise eine sympathische, liebenswerte und clevere Ermittlerin mit einer sehr guten Beobachtungsgabe, die ihr Gegenüber zur Not mit ihrer Handtasche ausknockt. Falls Louise wirklich in Serie geht, würde ich mir etwas mehr Paris-Feeling und einen Tick mehr Realität bei den Ermittlungen wünschen.
    3,5 von 5 Sternen

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    janein
  • 3 Sterne

    Bücher in meiner Hand, 07.12.2018

    Als eBook bewertet

    Julie Masson ist bekannt geworden durch ihre "Commissare Lefevre"-Krimis, die in Südfrankreich spielen. Für "Madame Bertin" kehrt sie dem beschaulichen Leben in Contis-Plage den Rücken und begibt sich in Frankreichs Hauptstadt Paris.

    Ein wenig erinnert "Madame Bertin" an Gardienne Lucie von Marie Pellissier, nur dass hier keine Hausmeisterin, sondern eine durch und durch französische Madame, die grossen Wert auf ihr Aussehen legt, Protagonistin ist. Luise Bertin ist eine rüstige Seniorin, die sich mit ihrem Handwerk - ihr gehört eine Bäckereikette - Auszeichnungen einholte und deshalb den Élysée-Palast, den französischen Präsidentensitz, schon seit vielen Jahren mit ihren Baguettes beliefert.

    Sie ist stolz darauf und freut sich, den neuen Präsidenten kennen zu lernen, der gerade sein Amt angetreten hat. Doch da macht sie eine Beobachtung im Nachbarhaus und ruft die Polizei. Von einem Verletzten oder gar einer toten Person ist nichts zu sehen. Der zuständige Polizist schiebt es auf das Alter von Madame Bertin. Doch Luise weiss, was sie gesehen hat und ermittelt fortan alleine. Nein, nicht ganz: in Freund von ihr ist Apotheker und der hilft nur zu gerne. Lieutenant Jean Luc Balterre hingegen ist nicht erfreut, als sein Chef ihm befiehlt mit Luise Bertin zusammen zu arbeiten - für beide ein grosses Übel.

    Eigentlich liest sich Julie Massons neuestes Werk wie ein Anne Perry Roman, nur spielt er im Hier und Jetzt und in Paris statt London. Alle Bewohner des Nachbarhauses kommen als Mörder in Frage. Wer das Opfer ist, bleibt lange ein Geheimnis, da die Leiche zunächst unauffindbar ist. Wie gut, dass Luise Bertin stadtbekannt ist für ihre legendären Soiréen - da fällt es nicht auf, dass die Gäste ihrer nächsten Abendgesellschaft alle etwas mit dem Vorfall im Nachbarhaus zu tun haben. Auch sonst zieht Luise alle Register, sie schiebt je nach dem wie es gerade nützlich ist, einiges auf ihr Alter und ist hiermit schon vorneweg für vieles entschuldigt, so dass ihr niemand böse sein kann.

    Der Plot, der in sechs Gebäuden (Bäckerei, Nachbarhaus, Apotheke, der Palast, Polizeipräsidium und ein weiteres Hausobjekt) und auf den Strassen Paris angesiedelt ist, gefällt mir nicht schlecht. Auch die Figurenzusammensetzung - von allem was dabei - ist interessant. Aber leider litt die Geschichte teilweise an Realitätsnähe (vor allem bei der Polizeiarbeit) und wies zwar keine Längen, aber dennoch eine gewisse Langatmigkeit auf. Vielleicht war es schlicht das Zusammenspiel von einigen unwichtigen Details, zu wenig Parisflair ("ein Pariskrimi") und der ungenauen Polizeiarbeit, die mich störten.

    Fazit: Netter Krimi, aber mit Luft nach oben.
    3.5 Punkte.

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    janein

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