Illegal am Everest

Mein steiniger Weg auf der Suche nach dem Glück

Hans-Peter Duttle

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Hans-Peter Duttle kommt 1938 in Beirut zur Welt. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und die Geburt seines Bruders Rudi werfen einen langen Schatten auf sein zukünftiges Leben. Um der Realität zu entkommen, flüchtet sich der Schweizer...

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Kommentare zu "Illegal am Everest"

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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Vampir989, 04.05.2018

    In diesem Buch erzählt uns Hans Peter Duttle seine Lebensgeschichte.Ich bewundere den Autor das er den Mut gefasst hat darüber zu schreiben.

    Als Sohn eines Diplomatensohnes hatteer nie eine richtige Heimat und war ständig in den unterschiedlichsten Ländern.Schon dies prägte seine Kindheit sehr.Auch stand er immer im Schatten seines Bruders.Dies hat mich schon sehr bewegt.
    Ich habe Hans Peter bei seinen vielen Reisen und Stadionen seines Lebens begleitet.Schoningslos und sehr packend berichtete er mir davon.Dabei habe ich spannende und atemberaubende Momente erlebt.Aber auch emotionale und berührende Situationen gab es.Die Besteigung des Mont Everest wurde sehr detailliert und hervorragend beschrieben und so hatte ich das Gefühl selbst dabei zu sein.Aber auch die anderen Stadionen fand ich sehr interessant.Die Zeiten in Kanada ,Peru,Bolivien und Neapel waren ein Teil davon.Durch seine eigenen Erfahrungen die er mir nicht vorenthalten hat,erhielt ich viele Informationen über die Kultur,Traditionen ,Sitten und Gebräuche der einzelnen Länder.Gedanken,Gefühle und Emotionen hat er sehr gut zum Ausdruck gebracht.Und so konnte ich mich immer gut in ihn hinein verstetzen und verstehen.
    Auch hat er nie viel vom Konsum und dem Reichtum gehalten.Ist immer bescheiden und ruhig geblieben.Dem armen und normalen Volk näher als der gehobenen Gesellschaft.Aber immer irgendwie auf der Flucht vor sich selbst.Schliesslich findet er in Bern seine Ruhe .
    Ich habe selten eine so wundwerschöne und interessante Lebensgeschichte gelesen.
    Auch das Cover finde ich sehr ansprechend und gut gewählt.Es passt sehr gut zu dieser Geschichte und rundet das brilliante Werk ab.
    Ich vergebe glatte 5 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    peedee, 18.04.2018

    Der Suchende

    Hans-Peter Duttle, geb. 1938 in Beirut, ist Schweizer Diplomatensohn, der sein Leben lang auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens ist. Immer wieder bricht er aus seinem Umfeld aus und versucht, in der Ferne sein Glück zu finden. Er schliesst sich drei Amerikanern an, die 1962 eine illegale Besteigung des Mount Everest wagen. Die Expedition scheitert. Er arbeitet u.a. in Kanada bei den Inuit oder in Peru bei den Indianern. Seine „Heimat“, die Schweiz, ist keine wirkliche Heimat für ihn. Wird er sein Glück finden? Die Geschichte hat Reto Winteler aufgeschrieben.

    Erster Eindruck: Ein sehr passendes Cover mit dem Mann, der da im Eis hängt. Es zeigt auf, wie gewaltig Eismassen sein können und wie klein der Mensch doch eigentlich ist. Buchtitel und Untertitel gefallen mir sehr gut; der schwarze „Trauerrand“ jedoch nicht. Sehr schön sind die Fotostrecken im Mittelteil des Buches; diese machen Erlebnisberichte immer viel persönlicher.

    „Mein Leben war ein Leben auf der Flucht.“ So beginnt das Buch. Hans-Peter Duttle weiss jedoch auch rückblickend nicht genau, wovor er davonlief. Das Verhältnis zu seinem Vater wird sehr unterkühlt beschrieben; aus der Sicht des Sohnes war er für seinen Vater offenbar stets eine Enttäuschung, ein Versager. Die Mutter scheint mir liebevoll, aber trotzdem zu wenig für den Sohn präsent. Hans-Peter kommentiert ein Foto von seiner Mutter und sich selbst: „Eigentlich bin ich hier überflüssig, eine Quantité négligeable.“ Sein Bruder Rudi war offenbar der Sonnenschein, der Augapfel der Familie. Für Hans-Peter wurde dadurch sein Gefühl, unzulänglich zu sein, noch verstärkt. Rudi verstirbt noch im Kindsalter aufgrund einer misslungenen Operation. Als Hans-Peter sechs Jahre alt war, ist die Diplomatenfamilie nach Bern umgezogen.
    Als junger und unzufriedener Lehrer trifft Hans-Peter den Amerikaner Roger, der in den Himalaya will – Hans-Peter wird der fehlende vierte Mann. Und dann geht es Schlag auf Schlag und die Expedition beginnt. Vier sehr unterschiedliche Männer: Woody ist Philosophieprofessor, Norman Rechtsanwalt (und seit Jahren mit Woody befreundet), Roger ist Geologiestudent. Wenn ich die Beschreibung der Expedition lese, wird mir schier anders: diese Strapazen, viele gefährliche Situationen, viel unüberlegtes Handeln! Die Expedition scheitert unter dramatischen Umständen. Es wäre interessant gewesen, von den anderen Teammitgliedern zu erfahren, wie sie die Expedition erlebt haben. Zurück in der Schweiz, kriegt er Arbeit als Lehrer in einem kleinen Dorf – es klingt merkwürdig, wenn er sagt, „ich beschloss, mich in irgendein abgelegenes Bauerndorf zurückzuziehen, um mein Leben dort als kleiner Dorfschulmeister zu Ende zu fristen“. Es scheint, dass er überhaupt keine Erwartungen mehr hatte und auch, als wäre er schon im reiferen Alter. Weitere Auslandseinsätze folgen, lassen ihn aber nicht zur Ruhe kommen.

    Die Geschichte rund um den Titel „Illegal am Everest“ wird in der ersten Hälfte des Buches erzählt – ich hätte gedacht, dass diese sozusagen das ganze Buch umfasst. Doch mit dem Untertitel „Mein steiniger Weg auf der Suche nach dem Glück“ wird die Geschichte rund, denn das ist er auf jeden Fall: ein Suchender. Es war eine abenteuerliche und interessante Geschichte, keine Frage, aber für mich war sie auch traurig, denn ich spürte fast durchgängig eine bedrückende Grundstimmung. Von mir gibt es 4 Sterne.

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    janein
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