Die Inselgärtnerin, Sylvia Lott

Die Inselgärtnerin

Roman

Sylvia Lott

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Wenn das Meer glitzert und es nach Sommer riecht, ist es Zeit, sich zu verlieben ...

Sonja ist kaum über die Trennung von ihrem Mann hinweg, als sie auch noch ihren Job verliert. So hält die Gartenarchitektin nichts in der Heimat, als sie...

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Kommentare zu "Die Inselgärtnerin"

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  • 5 Sterne

    Gaby2707, 21.05.2018

    Ein Leben fast wie im Paradies
    „Wer Anderen eine Blume sät, blüt selber auf“

    Bei Sonja Janssen, 38, läuft gerade alles schief. Ihr Mann Michael hat sich in eine Jüngere verliebt und ist ausgezogen. Aus der Gärtnerei in der sie mit Liebe arbeitet und gerade versucht eine neue Rhododendronzüchtung aufzubauen, flattert ihr die Kündigung ins Haus. Da scheint es ja gar nicht so schlecht zu sein, dass ihr von ihrer Tante aus Florida ein kleines Häuschen am Strand vererbt wird. Kurzerhand macht sich Sonja von Bad Zwischenahn nach Dolphin Island am Golf von Mexico in Florida auf die Reise. Hier trifft sie nicht nur auf ihr Häuschen im Paradies, sondern auch auf zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Findet Sonja hier ihr Glück, das ihr in Deutschland nicht gegönnt ist?

    Sonja verliebt sich, genau wie ich beim Lesen, sofort in diese atemberaubende Landschaft mit ihrer vielfältigen Flora und Fauna. Gleich tun sich bei ihr Visionen auf von Dünengärten bzw. Gärten nur mit Pflanzen aus der Region. Und wer ist hier besser geeignet einen eigenen Gartenbaubetrieb aufzubauen als sie. Doch nicht nur die behördliche Messlatte hängt sehr hoch. Es gibt auch Menschen, die absolut nicht wollen, dass Sunny, wie sie sich hier in Florida nennt, sesshaft wird. Kann sie sich dagegen zur Wehr setzen?

    Allein bei den vielen bild- und wortgewaltigen Beschreibungen der Landschaft am Golf von Mexico, den Dünen, den Pflanzen und vor allem den Delfinen, die dort ihre Runden ziehen, bekomme ich sofort Fernweh. Die Menschen, die Sunny hier begegnen sind so herzlich und wohlwollend, nehmen sie gleich in ihre kleine Gemeinschaft auf und helfen, wo sie können. Sunny findet Freunde, die sie nicht mehr gehen lassen wollen. Hier wäre ich gerne mittendrin.
    Genauso wie ich gerne bei den Übungsabenden im Kulturzentrum dabei wäre, wo ich beim Lesen den Rhytmus im Blut der Sänger und Sängerinnen spüren kann und anfange selbst mitzuwippen zum Sound der 50er Jahre.
    Das Rezept der Key Lime Pie am Schluss des Buches werde ich bestimmt mal ausprobieren.
    Als sie sich näher mit dem Nachlass ihrer Tante Sandy beschäftigt, findet sie Briefe und weitere Unterlagen, aus denen sie endlich erfährt, warum ihre Tante hier so zurückgezogen für die deutsche Verwandschaft gelebt hat.

    Aber es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, die Sylvia Lott hier erzählt. Darin gekonnt eingebettet erfahre ich Vieles über den allgemeinen Klimawandel, der auch den Sunshine State nicht verschont; Naturkatastrophen, wie einen Hurrikan, der die Insel heimsucht; über Delfine, die in Aquaparks trainiert, dessiert und gehalten werden und über Ernest Hemingway, den wohl bekanntesten amerikanischen Schriftsteller des letzten Jahrhunderts. Beim LookaLike-Contest in Key West fiebere ich mit Sunny und ihrer Freundin Stormy um den Sieg von Sam, einer der beiden neuen Männer in Sunnys Leben.

    Wer wie Sunny einmal eine Auszeit braucht, in amerikanisches Lebensgefühl eintauchen oder nur schnell mal ein paar Stunden abschalten möchte, der ist bei diesem Buch genau richtig. Sommerfeeling, Liebesgeflüster, aber auch ernstere Themen garantiert.
    Ich hätte gerne möglichst schnell mehr davon.

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    janein
  • 4 Sterne

    katikatharinenhof, 21.05.2018

    Im Leben von Sonja läuft es gerade alles andere als rund, als ihr die Nachricht einer Erbschaft ins Haus flattert. Eigentlich hat sie darauf keine Lust - schnöder Bürokram ist nämlich nicht ihre Welt. Als sie dann aber doch die Koffer packt und nach Florida fliegt, um ihr Häuschen in Augenschein zu nehmen, geht plötzlich die Sonne für sie auf und sie fasst neuen Lebensmut...

    Sylvia Lott hat mit ihrem Roman eine wirklich tolle Kulisse gezaubert, um den Sommer zu geniessen. Das Inselflair wird alleine schon durch das Cover transportiert und macht Lust, die Picknicktasche zu packen und das Buch am Strand zu lesen. Und so fühlt es sich auch während der gesamten Lektüre an - ein Spaziergang am Meer, tolle Landschaftsbeschreibungen, eine Geschichte, die mit tollen Charakteren aufwartet und das ist doch eigentlich alles, was ich für mein kleines Leserherzchen brauche, um glücklich zu sein :-)
    Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Autorin Umweltthemen und Naturschutz in diesem Buch zur Sprache bringt, ohne dabei oberlehrerhaft zu wirken, sondern die Hinweise fliessen schön in das Grundgerüst der Geschichte ein und wirken dadurch stimmig und machen aufmerksam, um das eigene Verhalten zu hinterfragen. Die Entwicklung von Sonja ist für mich nachvollziehbar geschildert und es fällt mir leicht, die Schritte mit ihr zu gehen. Auch wird schön das amerikanische Lebensgefühl vermittelt, ohne dabei in den Kitschsektor abzugleiten.

    Für mich ein toller sommerlicher Roman, der mich gut unterhalten hat

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    janein

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