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Franziska Kurz
Franziska Kurz
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Starke Frauen – starke Storys

Diese Bücher inspirieren. Neue Buchtipps von Kulturjournalistin Franziska Kurz

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Diese Bücher sollte frau gelesen haben. Neue Buchtipps von Kulturjournalistin Franziska Kurz

Ein Beitrag von Franziska Kurz

Für innere Stärke gibt es kein Patentrezept und keine einfache Anleitung – aber wir können lernen von Frauen in ganz verschiedenen Lebenslagen, die uns auf unterschiedliche Arten zeigen, wie Stark-Sein aussehen kann. Ich habe fünf Bücher für Sie herausgesucht, in denen Frauen Durchhaltevermögen beweisen, Ruhe bewahren, Loyalität zeigen und sich ganz auf sich verlassen in Krisensituationen. Starke Storys, die alle auf ihre Art Mut machen, die eigene Stärke zu entdecken. Lassen Sie sich inspirieren.

Starke Frauen – starke Lesetipps

Diese Bücher sollte frau gelesen haben. 5 neue Buchtipps von Kulturjournalistin Franziska Kurz

1. Di Morrissey: Der Ruf des Nachtvogels

Als Jessicas Ehe scheitert, hat sie nur eines im Sinn: so schnell wie möglich zurück nach Tasmanien, nach Arcadia, auf die Farm ihrer Kindheitsfreundin Sally. Bei Sallys Familie fühlte sie sich immer sicher und geborgen, dort kann sie heilen, da ist sie sicher.
Auf den alten Pfaden ihrer Kindheit streifen die beiden auf dem grossen Farmgelände umher und stossen auf ein tief vergrabenes Familiengeheimnis, das Sallys Familie aufrüttelt und einen alten Feind auf den Plan ruft. Jessica, Sally und deren Mutter Mollie vergraben sich in alte Dokumente, gehen auf Entdeckungstour und brauchen Mut und Kombinationsgabe, um Arcadia nicht nur für sich, sondern auch für die nächste Frauengeneration in all seiner schönen Vielfalt zu bewahren.
Di Morrisey ist Australiens bekannteste Autorin, die mit „Der Ruf des Nachtvogels“ Tasmaniens Natur in all ihrer Vielfalt ein eindringliches Denkmal setzt und gleichzeitig vor den Folgen weiteren Raubbaus an ihr warnt. Ein Drei-Generationen-Schmöker voll Liebe, Mut und Freundschaft, ideal für Frühlingstage.

Ines Thorn: Die Buchhändlerin

Frankfurt zwischen 1941 und 1949: Die junge Christa Schwertfeger und ihre Familie haben auch im Dritten Reich Haltung bewiesen und werden dafür erst bestraft, dann belohnt. Familienoberhaupt Martin, Christas Onkel, kam ins KZ, weil er die falschen Bücher verkauft hat, Christa und ihre Mutter hungern kurz vor Kriegsende und danach. Doch mit dem Kriegsende und den Amerikanern zieht Hoffnung ein: Onkel Martin kommt frei, es gibt wieder Bücher und Christa kann sich an der Universität einschreiben für ein Literaturstudium.
Unter all dem neuen und schönen gibt es aber auch andere Meinungen, alte Netzwerke, Menschen, die Schuld weit von sich weisen und alles Aufblühende niedertrampeln möchten. Christa braucht Pragmatismus, Hoffnung, Mut und den Willen für sich und ihre Familie einzustehen, damit nicht nur die Buchhandlung Schwertfeger, sondern auch sie selbst ihr Glück finden kann. Dabei steht ihr ihre Literaturprofessorin zur Seite und sie kann sich auf eine alte Freundin verlassen. Gestärkt durch diese beiden und den Glauben, dass sie ein eigenes Leben verdient hat, sieht sie der Zukunft entgegen.
Die Buchhändlerin ist ein historischer Frauenroman über die Kraft der Literatur, das Licht am Ende eines dunklen Tunnels und die Liebe – genau richtig für diese Zeit.

Franziska Kurz ist seit Juli 2020 Moderatorin bei #Weltbildliest. Seit 2015 bereichert sie mit ihrem Blog "franzi liest" die wunderbare Welt der Bücher und Buchfans. Als Literatur- und Kulturjournalistin ist sie regelmässig zu Gast bei Radio und TV und schreibt für zahlreiche Frauen- und Lifestyle-Magazine. Das "Münchner Kindl" bezeichnet sich selbst als buch- und wortverliebt, als Taschensammlerin und Spasüchtige. Mehr von ihr auf www.franzi-liest.de.

Starke Frauen und ihre Geschichten bei Weltbild entdecken

3. Eva Almstädt: Ostseefalle

In Pia Korittkis 16. Fall erwartet die neuen Besitzer eines alten, renovierungsbedürftigen Hauses im Keller ein Schock: der Totenschädel, der bei Theaterrequisiten steht, ist echt! Die Zahnanalyse ergibt, dass es sich um die Überreste einer jungen Frau handelt, die vor zehn Jahren spurlos auf dem Heimweg in Barnebek bei Lübeck verschwand.
Pia Korittki rollt den Fall wieder auf, befragt Familie, Zeugen, Exfreunde und Arbeitskollegen – aber der Täter ist nicht untätig und beobachtet Pia, bereit, auch sie zum Schweigen zu bringen. Der drohenden Gefahr ist sie sich erst bewusst, als es beinahe zu spät ist.
In „Ostseefalle“ gibt es neben dem hochspannenden alten Fall auch Einblicke in Pias Privatleben als alleinerziehende Mutter mit Karriereambitionen, ihr Team bei der Kripo und ein alter Weggefährte, der gerne mehr wäre, taucht auf. Wir haben also ein Rundumpaket: eine starke Heldin, die auf ihre Geistesgaben vertraut, ein Privatleben mit vielen Herausforderungen und einen extrem spannenden Kriminalfall, der schlaflose Nächte bescheren kann.

4. Monika Pfundmeier: Kreizkruzefix und Die blaue Reiterin

In Oberammergau ist die Welt noch in Ordnung. Man kennt sich, geht in die Kirche, alle zehn Jahre gibt es die Passionsspiele und bewirtschaftet die Bauernhöfe der Familie.
Theres Hack ist anders: sie ging als Eventmanagerin nach Wien und krempelte, zurückgekehrt, die väterliche Metzgerei um. Nur noch Bio, Wild und dazu Wein. Das macht sie nicht gerade beliebt, dieser Bruch mit der Tradition, verbunden mit ihrem Mundwerk und dass sie sich wunderbar mit gleich beiden Ortspolizisten versteht.
Kurz vor Beginn der Passionsspiele werden die örtlichen Gin-Hersteller ermordet und Theres findet sie. Was folgt, ist ein möglicher PR-Gau für den friedlichen Ort und das grosse Rätselraten: warum mussten sie sterben? Die vorherrschende Meinung: die waren zu neumodisch, feierten Partys, posteten Zeug im Internet und beschäftigten Menschen, die nicht von hier waren. Irgendwie selbst schuld. Doch Theres ermittelt und stösst auf Verwicklungen zwischen Vermarktung, Instagram und Sex, die mehr als einen Verdächtigen liefern.
Theres ist die coolste Regional-Krimi-Socke, die mir seit langem untergekommen ist! Gelassen, mit Wolfshündin auf der Seite, kein Wort zu viel, gerne auch mal Gesprächspartner niederstarrend, hat sie mir Respekt und Sympathie abgenötigt. Der online-spielsüchtige Pfarrer und der stets angetrunkene Dorfpolizist sind Sidekicks, wie ich sie mir wünsche – und die Eifersüchteleien haben mich zum Lachen gebracht!

In Band 2 „Die blaue Reiterin“ wird Kunstgeschichte aus dem Umfeld der Kunstbewegung „Blauer Reiter“ gemischt mit Familienhistorie und dunklen Geheimnissen. Theres ermittelt wieder und stösst auf Dinge in Oberammergau, die so mancher gerne unter dem Teppich gelassen hätte.

5. S.K. Vaughn: Die Astronautin

2067 auf einer Raumstation erwacht May Knox aus einer Bewusstlosigkeit, sie ist verwirrt und geschwächt. Die anderen Mitglieder ihres Teams sind verschwunden, das Raumschiff ist vom Kurs abgekommen und der Sauerstoff wird langsam knapp.
Aber May ist eine Kämpferin: hochintelligent, bestens ausgebildet und strategisch denkend macht sie sich an Kurskorrektur und nutzt dabei alles, was ihr zur Verfügung steht, eine künstliche Intelligenz und der noch bestehende Funkkontakt zur NASA, inklusive. May ist eine wunderbare Frauenfigur: sie ist durchsetzungsfähig, mutig im Angesicht von Gefahr, in der Lage, ihre Gefühle mitzuteilen und sie stellt sich ihrer Angst. Ich würde es Frauen schenken, die Ermutigung brauchen, um an ihre Fähigkeiten zu glauben und allen, die ein Vorbild brauchen, eine Heldin, die ganz menschliche Züge hat.