vor einem Monat

Gratis lesen: Erotische Office Nights, Folge 16

Beziehungsexpertin Paula Lambert, bekannt aus Sixx, hat erotische Kurzgeschichten unter dem Titel "Office Nights" verfasst. Sie erscheinen als eBooks im Label CLUB bei Harper Collins | © Foto Paula Lambert: sixx/Jens Koch

Erotischer Lesestoff - vorab exklusiv im Weltbild Magazin

Paula Lambert, Beziehungscoach und Sexpertin, bekannt durch die Sendung "Paula kommt" auf dem Kanal sixx, hat erotische Kurzgeschichten verfasst. Exklusiv vorab können Sie die 28-teilige Reihe Office Nights online hier im Weltbild Magazin lesen. Die Geschichten sind jeweils 4 Wochen exklusiv und gratis verfügbar. Danach werden jeweils vier Kurzgeschichten in E-Bundles unter dem CLUB-Label von HarperCollins für 1,99 Euro angeboten. ACHTUNG, es erwartet Sie prickelnde Lektüre.

Verführerisch: Gewagtes Spiel

OFFICE NIGHTS ist eine 28-teilige Reihe erotischer Kurzgeschichten, die bei HarperCollins erscheinen werden. Diese können unabhängig voneinander oder am Stück gelesen werden. In jeder Folge wird sich die Protagonistin Stella einer anderen erotischen Herausforderung widmen – eine verführerischer als die andere.

Office Nights von Paula Lambert

Darum geht es: Stella Durigatti ist eine toughe Geschäftsfrau, die nicht nur ihre Angestellten, sondern auch sich selbst fest im Griff hat. Versagen ist für sie keine Option, Freizeit auch nicht. Lediglich für die Freitagsdinner mit ihrer Familie reisst sie sich vom Laptop los. Und obwohl sie behauptet, dieses Leben zu lieben, macht der Stress sich bei ihr langsam bemerkbar.

Eines Tages bekommt sie eine E-Mail von einem Fremden, der behauptet, sich um sie zu sorgen. Atlas, so nennt sich der Fremde, fordert sie zu einem gewagten Spiel heraus...

28 Folgen mit sinnlichem Lesestoff von Paula Lambert. Erotische Geschichten jede Woche in der Reihe Office Nights exklusiv und kostenlos vorab lesen nur im Weltbild Magazin.

Paula Lambert, Office Nights 16

In der letzten Nacht habe ich geträumt, dass ich heirate. Mein Unterbewusstsein hat wirklich ganze Arbeit geleistet. Wenn ich wirklich mal heiraten sollte – was ich zu diesem Zeitpunkt meines Lebens für extrem unwahrscheinlich halte, weil ich mein Leben auf keinen Fall den Neurosen irgendeines Typen unterwerfen will –, also, wenn ich mal heiraten sollte, dann ziemlich genau so wie in meinem Traum. Zumindest, was Location und Ausstattung betrifft. Wir standen im Garten der Villa Pellegrini in Caprino und blickten auf die herrliche, leicht verwitterte Parkanlage. Von hier aus sieht man den Gardasee nicht, aber man kann ihn in jeder Windböe riechen, in der Art, wie auch der kleinste Lufthauch gesättigt ist vom Leben. Als ich klein war, standen wir oft in diesem Park, weil der Conte Pellegrini ein Schulfreund meines Vaters ist. Inzwischen hat er Spielschulden, der Arme.

Irgendwie ist es aber folgerichtig, dass mein Traum mich hierhin verpflanzt. Ich fühle mich momentan auch etwas ausgezehrt. Im Schlaf natürlich nicht; da trug ich ein wunderschönes weisses, bodenlanges Kleid, das die Schultern freiliess, irgendwas mit Spitze und teuer. Dazu offenes Haar und einen Blütenkranz, den ich zwar nicht ertastet habe, aber im Traum weiss man so was eben. Nonna Ilaria hatte mir ihren gesamten Schmuck vermacht, jedenfalls war ich über und über mit ihren Juwelen behängt. Den Teil würde ich im echten Leben vielleicht weglassen, aber nett war es schon von ihr. Und während ich dem bunten Treiben der glücklichen Gäste zusah, wie sie zwischen den Bäumen lustwandelten und sich amüsierten, da wurde mir plötzlich klar, dass ich keine Ahnung hatte, wen ich eigentlich geheiratet hatte. Diese Art Aussetzer habe ich in meinen Träumen häufiger. Ich bin ganz sicher, etwas zu tun, und dann finde ich mich plötzlich in völliger Verlorenheit wieder. Könnte ich das Freud erzählen, würde er das wahrscheinlich mit meinem Kontrollzwang und der daraus resultierenden Verlustangst erklären. Jedenfalls versuchte ich im Traum, das Gesicht des Mannes neben mir zu erkennen, aber immer, wenn ich ganz nah dran war, wurde alles unscharf, als hätte ich eine spontane Sehbehinderung entwickelt. Nicht zu wissen, wenn ich geheiratet habe, würde mich auch im echten Leben in Panik versetzen. Im Traum aber war es so schlimm, dass mir nichts übrig blieb, als laut zu schreien. Als ich aufwachte, war ich schweissgebadet und musste als Erstes nachsehen, ob an meinem Ringfinger auch wirklich kein Ring steckte. Glück gehabt.

Um acht Uhr sitze ich trotzdem frisch geduscht im Büro, bin wie in der Zeit vor Atlas als Erste da und fühle mich einigermassen sattelfest. Heute um 18 Uhr werden wir den nächsten Teil der Kampagne abgeben, und wenn jetzt keiner ganz grossen Bockmist anstellt, sind wir fast über den Berg.

Um 8 Uhr 15 kommt John Mackenzie ins Büro. Als er mich sieht, huscht etwas über sein Gesicht, das aussieht wie Enttäuschung. Wenn er glaubt, dass er aussergewöhnlich ehrgeizig ist, hat er sich geschnitten. Mir ist Ehrgeiz schon bei der Geburt auf die Stirn tätowiert worden, und selbst, wenn er diese peinliche Nachricht von Atlas gelesen und verstanden hat, braucht er nicht darauf zu hoffen, dass ich mir noch eine Blösse gebe. Der gestrige Abend war schon peinlich genug. Erst Giulios Telefonsexangriff, und dann auch noch die völlig unmissverständliche Botschaft von Atlas. Das mit dem Dach muss ein Scherz gewesen sein. Zumindest habe ich das so verstanden. Das Ganze klang so gar nicht nach ihm. Statt aufs Dach zu klettern, stand ich zehn Minuten später neben Mackenzie auf der Strasse vor meinem Auto und erklärte ihm ausführlich, dass ich sofort nach Hause müsse und ihn leider nicht mitnehmen könne, und fuhr dann mit quietschenden Reifen davon, was fluchtartiger wirkte, als ich vorhatte. Aber der Absatz meines High Heels hatte sich unter der Kupplung verhakt.

„Schon so früh hier?“ Mackenzie zieht einen Mundwinkel hoch. Ich blicke ihm gerade in die Augen, die grün mit braunen Einsprengseln sind, und sage: „John, wenn ich mich nicht gerade um Kunden kümmere, bin ich immer als Erste hier!“ Er nickt verständnisvoll und sagt dann: „Es geht doch nichts über eine intensive Kundenbetreuung.“ Mir steht der Mund so lange offen, dass ich leider eine coole Erwiderung versäume und ihm dabei zusehen muss, wie er als Sieger aus diesem kleinen Wortduell hervorgeht, in sein Büro marschiert und auf dem Weg dahin der völlig überraschten Alice ein High Five gibt, die ihm entgegenkommt. Ich ärgere mich masslos. Ich bin sogar so wütend, dass ich Giulio bitte, mich in der Mittagspause in Büronähe zu vögeln.

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Um Punkt 13 Uhr fährt Giulio unten mit einem schicken Cabrio, das ich noch nie gesehen habe, vor dem Büro vor. Er gibt sich wirklich jede Mühe, mich zu beeindrucken. Als ich an Mackenzies Zimmer vorbeigehe, sagt er: „Wohin denn so eilig?“ „Kundenbetreuung“, sage ich.

Giulio hat ein bezauberndes Hotelzimmer um die Ecke gebucht. Es ist clean und hell und genau so, wie ich es mag. Die Bettlaken sind mindestens aus ägyptischer Baumwolle. Ich liege schon, während Giulio am Bettrand steht und sich auszieht. „Langsamer“, sage ich, als er die Knopfleiste seines Hemdes aufknöpft. „Noch langsamer.“ Gehorsam knöpft er es langsamer auf, und mit jedem Stück kommt seine Brust mehr und mehr zum Vorschein, die breit und muskulös ist und aussieht wie bei einem, der nicht nur lebt wie ein römischer Senator, sondern dazu auch noch eine Menge Sport macht. „Und jetzt die Hose. Langsam.“ Vorsichtig öffnet er den Gürtel und zieht dann den Reissverschluss auf. Giulio im Slip zu sehen ist eine Offenbarung. Während man bei männlichen Models eigentlich immer sicher sein kann, dass sie das Höschen mit Socken ausstopfen, ist bei Giulio alles mit Natur vollgepackt.

Er kniet sich ans Bettende und beugt sich zu mir. Ich habe gar nichts dagegen, mich verwöhnen zu lassen. Jeder Orgasmus ist eine Rache an John Mackenzies Überheblichkeit, an Atlas’ Geheimniskrämerei und an der Tatsache, dass ich zu viel Zeit in Bürostühlen und zu wenig Zeit in Betten verbracht habe. Giulio streichelt langsam an den Innenseiten meiner Oberschenkel entlang. Ich kann spüren, wie das Blut in meine Schamlippen pumpt, und dränge mich an ihn. „Selber langsam“, sagt er und lächelt. Seine Finger gleiten jetzt unter mein Höschen und streicheln sanft meine Klitoris. Für einen Moment schweifen meine Gedanken zu Atlas ab, und ich frage mich, wie es wäre, wenn der mich jetzt streicheln würde. Dann aber schiebt Giulio einen Finger in mich hinein und holt mich zurück.

Ich hatte ein paar Italiener, und die meisten von ihnen waren ichbezogen und langweilig. Giulio ist anders. Er widmet sich ganz mir. Mit Schwung befreit er mich von meinem Slip und senkt dann seinen Mund auf mich, als hätte er sehr lange darauf gewartet. Dabei ist das letzte Mal erst 27 Stunden her. Ich kann die Hitze seiner Lippen spüren, die Begeisterung, mit der er um meine Klitoris leckt, die Sehnsucht, die ihn zum Seufzen bringt. Allein die Vorstellung, dass sein harter Schwanz ungenutzt im Slip liegt, bringt mich fast zum Kommen. Den Rest erledigt seine Zunge. Meine Hände krallen sich in das weiche, absolut perfekte Kopfkissen, meine Schenkel umschliessen seine Schultern, und ich will ihn in diesem Moment am liebsten ganz in mich saugen. Mein Atem wird schneller und schneller. Ich fühle das Rauschen in meinem Kopf, das meinen Orgasmus ankündigt, und presse mein Becken gegen sein Gesicht. Seine Zunge leckt und leckt, und ich will nichts anderes mehr, als auf Giulios Gesicht zu kommen. Ich liege schon halb in Zuckungen, da hört Giulio plötzlich auf und gleitet mit seinem ganzen Körper auf mich. Er sieht mir in die Augen und sagt: „Ich habe mir erlaubt, das Gummi schon mal anzulegen“, weil er weiss, wie ungeschickt ich mit der Verpackung bin. Sehr zuvorkommend. Für einen Moment keuche ich auf, als ich seine Grösse spüre, aber dann versinkt unser Fleisch ineinander, und ich bewege mich so, dass meine Klitoris fest an seinem Schambein andocken kann. Sanft schaukeln wir uns zu einem Orgasmus und dann noch einem, und als wir schliesslich schweissnass auseinandergehen, habe ich die am sinnvollsten genutzte Mittagspause meines Lebens hinter mir. Trotzdem fühle ich in meiner Brust ein kleines Nagen, weil ich ahne, dass die Geschichte mit Giulio bald ein Ende haben muss oder mich ins Verderben stürzt. Denn auch wenn wir himmlischen Sex miteinander haben, ist mir Giulios spielerisches Naturell auf Dauer ein bisschen zu luftig. Und ich will auf keinen Fall, dass sich meine Mutter zu grosse Hoffnungen macht. Früher oder später kommt es immer heraus, wenn Leute heimlich miteinander vögeln.

Als ich im Aufzug Richtung Büro stehe, betrachte ich im Spiegel mein verschwitztes, aber zufriedenes Gesicht. Ich sehe aus, als wäre ich in voller Montur mindestens vier Mal um den Block gelaufen. Oder als hätte ich gerade Sex gehabt.

Mackenzie guckt fast an mir vorbei, als ich aus dem Fahrstuhl steige, schaut dann aber ein zweites Mal und sagt: „Anstrengender Termin?“ Wenn er wüsste, wie anstrengend, würde ihm vor Schreck wahrscheinlich sein zynisches Grinsen aus dem Gesicht fallen. Bürohengste wie er haben einfach nicht genug Feuer.

Fortsetzung folgt

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Paula Lambert, Office Nights, erscheint bei HarperCollins. Weitere Titel aus der Reihe CLUB von Harper Collins finden Sie hier.