vor einer Woche

Zeigt her eure Füsse!

Im Sommer können und wollen wir sie nicht verstecken - mit diesen Tipps und Tricks machen Sie Ihre Füsse sommerfit. Rechts: Fusspflege ohne sich bücken zu müssen mit der Fusswaschbürste.

Sommer ist Barfuss-Zeit

Für manche sind sie der Inbegriff der Freiheit, für die anderen ein modisches Verbrechen: Flip-Flops. Im italienischen Cinque Terre wurden die Zehentrenner jetzt sogar verboten. Zu gefährlich seien sie beim Wandern. Ob aus ästhetischen oder praktischen Gründen, eines steht fest: Sobald die Sonne scheint, gibt es nichts Schöneres, als auch die Füsse an die frische Luft zu lassen – ob im Sand am Strand oder im Gras auf einer Sommerwiese. Wir zeigen die besten Tipps und Tricks, wie Sie Ihre Füsse sommerfit machen – barfuss und ganz ohne Hornhaut oder eingewachsene Zehennägel.

So machen Sie Ihre Füsse fit für den Sommer

Wer seinen Füssen etwas Gutes tun will, gönnt sich einen Termin zur Pediküre. Eine willkommene Gelegenheit, ein wenig vom Alltag abzuschalten. Aber auch zu Hause können Sie Ihre Füsse ganz einfach sommerfit machen. Stichwort Self-Care – als kleines Ritual, bei dem Sie sich nur um sich selbst kümmern.

1. Ein Fussbad machen

Um trockene Füsse mit Hornhaut wieder zart und weich zu bekommen, bietet sich zuallererst ein Fussbad an: Dazu die Füsse für etwa eine halbe Stunde lang in eine Schüssel mit lauwarmem Wasser tauchen. Badezusätze mit ätherischen Ölen wie Lavendel oder Minze sorgen nicht nur für Entspannung, sondern regen auch die Durchblutung an.

2. Hornhaut entfernen

Hornhaut an den Füssen ist nicht schön. Es gibt verschiedene Wege, sie zu reduzieren. Nachdem die Haut aufgeweicht ist, hilft ein Bimsstein dabei, Hornhaut zu entfernen. Handlicher ist eine Bimsfeile. Ebenso kann ein Fusspeeling dank kleiner Körnchen trockene Hautschüppchen entfernen. Neuerdings kann man auch mit Motorunterstützung zu gepflegten Füssen kommen. So hilft etwa der PediVac™, ein Hornhautentferner mit Saugfunktion, mit dem schon viele gute Erfahrungen gemacht haben: mit sanfter Rotation werden hier die störenden Hautpartikel entfernt und gleich aufgesaugt. Wichtig dabei ist: Nicht alles entfernen und behutsam sein, denn die Hornhaut schützt unsere Fusssohlen beim Gehen.

Auch spezielle Cremes können dabei helfen. Beim Test von Stiftung Warentest 2018 war keine Creme durchgefallen und günstige Produkte konnten überzeugen.

3. Nägel schneiden

Um die Nägel in Form zu bringen, eignet sich ein Knipser besser als eine Schere. Dank des vorgeformten Halbmondes brauchen Sie Ihre Nägel nur vorne und leicht seitlich abzuknipsen. So kann der Nagel nicht einwachsen. Hierbei gilt: Nicht zu kurz. Und gerne mit der Nagelfeile noch einmal über kantige Ecken gehen.

4. Eincremen

Damit die Haut so schön weich bleibt, anschliessend mit einer angenehm duftenden Creme einreiben. Achten Sie dabei auf einen besonders reichhaltigen Anteil an Olivenöl oder Sheabutter. Und dann am besten die Füsse in Tüchern einwickeln und die Creme über Nacht einwirken lassen.

5. Regelmässig wiederholen

Es lohnt sich, das Pflegeritual regelmässig zu wiederholen. So sammelt sich nicht zu viel Hornhaut an und Ihre Füsse sehen stets gepflegt aus. Gleichzeitig schaffen Sie sich so noch ein paar Wohlfühlminuten nach einem langen Arbeitstag.

Eine Wohltat für strapazierte Füsse: Ein Fussbad mit Peeling oder auch eine Massage mit dem Faszien-Roller, um die Durchblutung zu verbessern.

SOS-Tipps für gepflegte und gesunde Füsse

Was tun, wenn ...

... der Schuh drückt und reibt?

Ein bewährtes Hausmittel: Essig von innen an die drückende Stelle geben und einlaufen, bis sich der Schuh weitet. Alternativ gibt es Gelkissen, die den Fuss vor Blasen schützen und gleichzeitig die Stelle weiten.

... ein Abend in High Heels bevorsteht?

Geleinlagen an Ballen und Ferse bieten extra Komfort und Halt. Erst kurz vor Beginn des Abends anziehen, bis dahin noch gemütliche Schuhe tragen.

... die Füsse unangenehm riechen?

Extra Fusspuder hilft dabei, den Schweissgeruch zu vermindern. Einlegesohlen aus Leder sorgen dafür, dass der Schweiss gar nicht erst entstehen kann.

... Haare auf den Zehen wachsen?

Einfach mit Wachs oder dem Nassrasierer entfernen.

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Welche Schuhe setzen die Füsse schön in Szene?

Wenn es heiss und schwül ist, würden wir wohl am liebsten nur den ganzen Tag barfuss laufen. Die gute Nachricht für alle, die es gerne etwas gemütlicher haben: High Heels kommen immer mehr aus der Mode. Stattdessen heisst es: Hauptsache bequem! Spezielle Barfussschuhe kommen diesem Freiheitsgefühl schon sehr nah und sind deshalb sowohl in der Freizeit als auch bei Läufern beliebt. Pantoletten mit Fussbett bieten dank ihrer Ergonomie besonderen Tragekomfort und sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Wer es schicker mag: Riemchensandalen sorgen bei gepflegten Füssen für richtige Hingucker. Im Gegensatz zu Flip-Flops lassen breite Riemen den Fuss schön schmal erscheinen. Das Wichtigste: Das Fussbett sollte immer unterstützend wirken – für viele entspannte Sommertage an der frischen Luft.

Immer schön gepflegt: Her mit dem Nagellack!

Wer den Füssen im Winter eine Lackpause gegönnt hat, darf es jetzt besonders bunt treiben: Bereits eine Schicht Klarlack oder pastellfarbener Unterlack verleiht den Füssen einen gepflegten Look. Besonders praktisch: Es kann kaum etwas schief gehen, denn selbst wenn Sie nicht ganz genau lackieren, sieht es niemand.

Ein kräftiges Rot wirkt klassisch und passt zu allen Situationen, ob Strassencafé oder Hochzeitseinladung. Knallige Farben wie Orange oder Blau machen Spass und sorgen für ein fröhliches Sommergefühl.

Hätten Sie's gewusst? Geschichte der Fusspflege: ein uraltes Ritual

Schon unsere Vorfahren wussten, wie sie ihre Füsse pflegen sollten. Das Alte Ägypten (1600 v. Chr.) gilt als Wiege der Fusspflege: Je gepflegter die Füsse und je länger die Nägel waren, desto höher war die Klassenzugehörigkeit. Das galt für Frauen wie auch für Männer. Während die Alten Ägypter neben Cremes und Texturen Sprüche gegen Hornhaut angewendet haben sollen, wurden im Mittelalter für die Hornhautentfernung gar Brenneisen verwendet. Auch der Nagellack hatte symbolischen Wert: Rot durfte allein die Familie des Pharaos sowie im antiken China die Königsfamilie verwenden.