vor 2 Wochen

Gesundes Grün

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Ob Brokkoli, Grünkohl oder Spinat: grünes Gemüse ist ein Muss - sein Gesundheitsgeheimis liegt im Chlorophyll.

Das macht grünes Gemüse so gesund!

Was haben Popeye und Gwyneth Paltrow gemeinsam? Richtig, sie setzen auf grünes Gemüse: Während Popeye seine Kraft aus Spinat zieht, nascht Gwyneth Paltrow Grünkohlchips. Und sie haben recht: Grüne Gemüsesorten sind echte Fitmacher. Warum auch wir uns für mehr Grün auf dem Teller begeistern sollten und wie das gelingen kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Alles im grünen Bereich?

Gesund und abwechslungsreich soll unsere Ernährung sein. Damit das klappt, ist es sinnvoll, die gesamte Vielfalt an Nahrungsmitteln zu nutzen. Bei vielen von uns kommen aber grüne Gemüse zu kurz. Das muss irgendwas mit der Kindheit zu tun haben, denn viele Kinder verschmähen grünes Essen. Von Wackelpudding vielleicht mal abgesehen. Dabei gibt es so viele grüne Gemüsesorten, die unseren Teller rund ums Jahr abwechslungsreich füllen könnten. Vielleicht ist ja doch etwas dabei?

Mit grünem Gemüse durchs Jahr

  • Im Frühling schmecken Zuckererbsen, Erbsen, frische Kräuter, Bärlauch und Frühlingszwiebeln besonders lecker.
  • Im Sommer wachsen Salate, Rucola, Spinat, Brokkoli, grüne Paprika, Gurken und Zucchini.
  • Der Herbst bietet Wirsing, grüne Bohnen, Salate, Spinat und Lauch.
  • Und sogar im Winter wachsen bei uns grüne Gemüsesorten: Jetzt schmecken Rosenkohl, Grünkohl, Portulak und Feldsalat.

Flammkuchen mit Spinat und Ziegenkäse

Vorbereitung: 25 MinutenKochzeit: 10 Minuten
Zutaten
für 4 Portionen

Für den Flammkuchenteig:
500 g Weizenmehl
1 TL Salz
1 TL Zucker
350 ml Mineralwasser
Weizenmehl zum Bearbeiten

Für die Flammkuchencreme:
200 g Créme fraîche
100 g Schmand
1/2 TL Salz
1 Prise Pfeffer
1 Prise Zucker
1 TL Zitronensaft

Belag:
250 g frischer Spinat
200 g Ziegenfrischkäse
Muskatnuss
30 g geröstete Pinienkerne
Zubereitung
  1. Alle Teigzutaten mit einem Handrührgerät mit Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. In vier Portionen teilen, auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche jeweils zu dünnen Fladen ausrollen und auf einen Backpapier bogen legen.

  2. Den Backofen auf 250 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Flammkuchenteig wie im Grundrezept beschrieben zubereiten. Für die Creme alle Zutaten miteinander verrühren und dünn auf dem Teig verteilen.

  3. Blattspinat waschen, trocken schleudern und in kochendem Salzwasser ca. 10 Sekunden blanchieren. Kalt abschrecken, gut abtropfen lassen und auf die Flammkuchen verteilen. Ziegenkäse in Stücke bröseln und über den Spinat streuen. Mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen.

  4. Die Flammkuchen nacheinander im vorgeheizten Backofen ca. 8–10 Minuten knusprig backen. Herausnehmen, mit Pinienkernen bestreuen und sofort geniessen.

Foto: © Christof Herd; aus "Koch doch!", Weltbild, 2020

Was ist das Besondere am grünen Gemüse?

Das Besondere ist das Chlorophyll. Dieser grüne Pflanzenfarbstoff entsteht bei der Photosynthese. Dabei gewinnen Pflanzen aus Sonnenlicht Energie. Gleichzeitig entsteht Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen. Damit ist die Photosynthese einer der wichtigsten Prozesse auf der Erde. Chlorophyll macht grünes Gemüse so gesund. Es zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen, die in allen pflanzlichen Lebensmitteln stecken. Manche wirken gegen Krebs oder Bakterien, andere hemmen Entzündungen. Auch Chlorophyll unterstützt unseren Körper in vielen Bereichen.

Chlorophyll...

  • stärkt die Funktion der Nerven
  • unterstützt Konzentration und Gedächtnis
  • gilt als Schutz vor Demenz
  • hilft bei der Blutbildung, denn Chlorophyll und Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, ähneln sich stark
  • enthält Magnesium für leistungsfähige Muskeln

Grüne Wunderwaffe

Aber grüne Gemüsesorten bieten noch mehr: Neben Chlorophyll steckt darin oft Folsäure. Der Mineralstoff ist wichtig für Zellen und Wachstum. Das ist besonders am Anfang einer Schwangerschaft wichtig. Das war aber noch nicht alles. Güne Lebensmittel beheben Eisen- und Magnesiummangel und senken gleichzeitig das Krebsrisiko. Ausserdem liefert das frische Grün eine grosse Palette an Mineralstoffen, Vitaminen, Eiweiss, Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Auch die Leber freut sich, da grünes Gemüse über Bitterstoffe verfügt, die das Verdauungssystem anregen, die Leber entgiften und das Sättigkeitsgefühl verlängern.

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5 Tipps für mehr Grün auf dem Teller

  1. Kein Einkauf ohne grünes Gemüse! Egal, ob Sie im Gemüseregal oder in der Tiefkühlabteilung zugreifen, denken Sie Grün. Legen Sie sich im Tiefkühler einen Vorrat an grünem Gemüse an, dann haben Sie es immer griffbereit.

  2. Rezepte pimpen! Grünes Gemüse passt in mehr Gerichte als man denkt und verleiht dem Ganzen eine besondere leckere Geschmacksnote. Zum Beispiel schmeckt Spinat in Currys und Suppen, Brokkoli in einer Gemüsepfanne oder auf der Pizza, Rosenkohl passt prima in einen Nudelauflauf.

  3. Mehr Kräuter! Die kleinen, grünen Pflänzchen haben es in sich: Geschmack, Gesundheit und Genuss. Viele wachsen sogar auf der Fensterbank. So sind Petersilie, Schnittlauch und Basilikum immer zu Hand. Sie verfeinern Salat, Sauce und Suppe.

  4. Snacken Sie grün!Grüne Paprika, grüner Spargel und sogar Brokkoli können als Rohkost zum Beispiel mit einem leckeren Dip gesnackt werden. Die bereits erwähnten Grünkohlchips können Sie sogar selber machen.

  5. Grüne Smoothies! Wer nicht so viel kauen möchte, wirft das grüne Gemüse einfach in den Mixer. Egal ob Rucola, Grünkohl oder Spinat, zur Hälfte gemischt mit Orange, Banane oder Apfel ergeben grüne Gemüsesorten fruchtig-herbe Geschmacksexplosionen. Für das gewisse Etwas sorgt ein Stück Ingwer.

Grüne Welle im Winter

Eine Weile lang waren sie im Winterschlaf, jetzt erfreuen sich grüne Wintergemüse neuer Beliebtheit, denn Kohl ist (wieder) cool.

Rosenkohl und Grünkohl bereichern das Mittagessen in der kalten Jahreszeit. Dabei muss es gar kein deftiger Eintopf mit Mettwurst und Kasseler sein. Rosenkohl harmoniert wunderbar mit Sojasauce und ergänzt so eine winterliche Wokpfanne, Grünkohl schmeckt als Curry mit Ingwer, Zitronengras und Kokosmilch.Portulak und Feldsalat füllen von November bis zum Frühjahr unsere Salatschüssel, natürlich mit einer Extraportion Chlorophyll.

Grünes Licht für den Frühling

Ja, so könnten wir den langen Winter vielleicht doch ganz gut überstehen. Trotzdem wäre es schön, wenn es draussen endlich wieder ein bisschen grüner wird. Während wir darauf warten, dass Büsche und Bäume austreiben, lassen wir uns das knackige Wintergrün vom Feld schmecken. So bleiben wir fit wie Popeye, um die aufblühende Natur dann wirklich geniessen zu können.