vor 11 Monate

Ernten, ohne sich zu bücken

Gartenarbeit könnte so schön und erholsam sein - wenn nur das ständige Bücken nicht wäre. Die richtigen Gartengeräte können daher eine echte Hilfe bei der Arbeit an der frischen Luft sein sein. Eine schöne Alternative für Rückengeplagte sind Hochbeete, die Gärtnern ohne Bücken garantieren. Und schon ist Gartenarbeit pure Entspannung. Das können Sie tun:

Die richtige Haltung ist die halbe Miete

Ab in die Hecke – Tipps für den geraden Schnitt

Lassen Sie die Pflanzen hochleben

Vorteile von Hochbeeten

Das Hochbeet richtig befüllen

Der richtige Mix – Pflanzen fürs Hochbeet

Schädlinge natürlich bekämpfen

Die richtige Haltung ist die halbe Miete

Wer immer gebückt draussen werkelt, merkt oft bald, dass es im Rücken zwickt. Schaufeln, Rechen, Spaten und Hacken mit der richtigen Stiellänge erleichtern die Arbeit genauso wie Bewässerungssysteme statt schwere Giesskannen, moderne Gartengeräte mit Teleskop-Ausrüstung machen das Heckenschneiden leicht. Wenn das Gerät dann noch nicht zu schwer ist und die richtige Technik eingesetzt wird, kommt schnell Freude am Schaffen auf.

Dass regelmässiges Werkeln im Grünen gesund ist und fit hält, ist bekannt. Gärtner sind viel an der frischen Luft, ernähren sich bewusster und haben viel Bewegung. Leichter arbeiten Sie, wenn Sie die folgenden Tipps beachten:

  • Fangen Sie immer mit leichten Tätigkeiten an und steigern Sie dann den Aufwand.
  • Wechseln Sie häufig die Position und arbeiten Sie nicht immer gebückt.
  • Bewegen Sie schwere Lasten mit Köpfchen. Rollen Sie, was Sie rollen können. Gehen Sie in die Knie, wenn Sie schwere Lasten anheben und tragen diese nah am Körper.
  • Nutzen Sie die Unterstützung durch kleine Helfer: Bei Verspannungen im Wirbelsäulen-, Rücken-, Nacken- und Schulterbereich schafft ein Stützgürtel Linderung – leicht und bequem zu tragen, stabilisiert er den Rücken beim Heben von Lasten aller Art.
  • Und: Machen Sie sich keinen Stress und legen auch mal Pausen ein. Der Blick aufs wachsende Grün entspannt und manche geniessen täglich ihr Garten-Yoga.

Ab in die Hecke – auf den Zeitpunkt kommt es an

Die meisten Hobbygärtner schneiden ihre Hecken einmal im Jahr um den Johannistag (24. Juni) herum. Experten haben jedoch in mehrjährigen Versuchen nachgewiesen: Fast alle Heckenpflanzen wachsen gleichmässiger und dichter, wenn man sie bereits Mitte bis Ende Februar zum ersten Mal zurückschneidet und zum Sommeranfang einen zweiten, schwächeren Rückschnitt folgen lässt.

Etwa um den Johannistag herum erfolgt im Juni dann ein zweiter Rückschnitt, bei dem man etwa ein Drittel des neuen Jahrestriebs stehen lässt. Mit den verbleibenden neuen Blättern hingegen können sie genügend Nährstoffvorräte aufbauen, um den Verlust wettzumachen. Für den Rest des Jahres lässt man die Hecke nun in Ruhe wachsen und schneidet sie dann im Februar wieder auf die ursprüngliche Höhe zurück.

Der richtige Schnitt – Bringen Sie die Hecke in Figur Vermeiden Sie in jedem Fall, dass die Hecke unten schmaler ist als oben. Schneiden Sie sie unten zu schmal, beschattet sie sich selbst. Die Heckenbreite orientiert sich am natürlichen Wuchs der jeweiligen Pflanze. Ein buschiger Kirschlorbeer zum Beispiel braucht mehr Volumen als eine baumartig wachsende Heckenpflanze wie die Hainbuche.

So wird der Schnitt gerade: Ein einfacher Trick hilft, die Heckenkrone schön gerade zu schneiden. Schaffen Sie sich eine Hilfslinie, indem Sie seitlich der Hecke rechts und links zwei Stäbe aufstellen und in der gewünschten Höhe eine Schnur spannen.

Lassen Sie Ihre Pflanzen hochleben

Ein Hochbeet ist eine ideale Alternative für Gartenfans mit “Rücken“. Das hat gute Gründe. Die Beete ermöglichen das Gärtnern auf kleinstem Raum und schenken Pflanzen einen besonderen Auftritt. Es eignet sich besonders gut für Gemüse. Und bequem im Stehen - ohne lästiges Zwicken - die Gartenarbeit zu verrichten, ist nicht nur angenehm für ältere Menschen. Wer ein Hochbeet hat, muss weniger hacken und jäten – man macht sich im Wortsinne „den Rücken nicht krumm“. Ob Säen, Einpflanzen, Pflege und Ernte – das geht jetzt bequem im Stehen oder sogar im Sitzen neben dem Beet . Der Fantasie bei Hochbeeten sind kaum Grenzen gesetzt: Für eine Saison tun es geflochtene Weidenruten, längerfristig eignen sich Bretter oder auch massive Balkenkonstruktionen.

Die Vorteile

  • Ergonomisch sinnvoll: Durch die erhöhte Lage schonen Sie Ihren Rücken.
  • Ideal zum Anzüchten von Pflanzen, denn schnelles Wachstum von Pflanzen wird durch Bodenwärme von unten und durch den schichtweisen Aufbau eines Hochbeets bzw. Frühbeets begünstigt.
  • Hochbeete setzen Pflanzen in Szene.
  • Häufigere Ernten
  • Weniger jäten
  • Weniger Schnecken- und Mäusebefall.
  • Sie können Gartenabfälle sinnvoll verwerten.
  • Ein Hochbeet ist sehr pflegeleicht, da es nicht umgegraben wird.
  • Es gibt sie in unterschiedlichen Grössen, also auch für Balkon und Terrasse.

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Das Hochbeet richtig befüllen

  1. Die Grundregel: Nach oben hin wird das Füllgut des Hochbeets immer feiner.
  2. Die Höhe der einzelnen Schichten richtet sich dabei nach der Höhe des Hochbeets, das üblicherweise etwa 80 Zentimeter hoch ist.
  3. Für ein reines Blumenbeet genügt es, in den unteren Teil eine Schicht aus grobem Baum- und Strauchschnitt anzulegen, darüber kommen Kompost und Blumenerde. Die Schichten sind in etwa gleich hoch.
  4. Soll Gemüse im Beet wachsen, werden einige Schichten mehr benötigt - hier gibt es verschiedene Möglichkeiten der Zusammenstellung, auch was die Höhe der einzelnen Schichten betrifft.
  5. Tipp: Die beiden unteren Schichten gut verdichten. Denn der Beetinhalt sackt durch den natürlichen Verrottungsprozess recht schnell in sich zusammen Nach einem Jahr fällt der Inhalt des Beets durch diesen Prozess um etwa 10 bis 20 Zentimeter zusammen, die Schicht einfach mit Erde wieder auffüllen.

Schicht für Schicht: Hochbeet(von oben nach unten)

  • Gartenerde
  • Reife Komposterde oder eine Mischung aus grobem Kompost und Gartenerde
  • Verrotteter Stallmist, Dung oder grober Kompost
  • Reife Komposterde
  • Häckselgut: Holz, dünne Äste sowie unbedruckte Pappe oder nicht verrotteter Kompost
  • Grober Baum- und Strauchschnitt: Äste, Zweige, Laub; mit ein bisschen Erde bedecken.

Welches Gemüse eignet sich fürs Hochbeet?

Im Prinzip können alle Pflanzen ins Hochbeet gesetzt werden - zum Beispiel Möhren. Durch die Verrottung der organischen Materialien im Inneren des Hochbeetes entsteht Wärme von unten. Das begünstigt das Gedeihen von Wärme liebenden Pflanzen wie Paprika, Zucchini oder Tomaten. Die dabei entstehende Humuserde bietet den Pflanzen im Hochbeet durchweg beste Wachstumsbedingungen. In den ersten beiden Jahren enthält das frische Hochbeet die meisten Nährstoffe.

Der richtige Mix - gute und schlechte Nachbarn im Beet

Fast grenzenlose Freiheit herrscht im Hochbeet, was die Wahl der Pflanzen angeht. Grundsätzlich eignen sich alle Gemüse-, Kräuter und Blumenkulturen fürs Hochbeet. Wichtig ist nur, welche Pflanzen Sie miteinander kombinieren, denn nicht alle Pflanzen vertragen sich

Pflanzen, die sich gut vertragen

• Tomaten und Petersilie

• Karotten, Salat und Schnittlauch

• Buschbohnen und Rote Rübe

• Tomaten und Sellerie

• Salat, Radieschen und Kohlrabi

• Bohnenkraut, Gurke und Dill

Pflanzen, die sich nicht mögen

• Kartoffeln und Tomaten

• Erbsen und Bohnen

• Kartoffeln und Sonnenblumen

• Tomaten und Fenchel

• Salat und Petersilie

• Zwiebeln und Kohl

Natürliche Feinde gegen Schädlinge

Gerade bei selbst angebautem Gemüse sollte man voll auf biologischen Pflanzenschutz setzen. Bei bestimmten Pflanzkombinationen werden beispielsweise bestimmte Tiere abgeschreckt oder die Gefahr von Krankheiten reduziert. • Spinat, neben Kopfsalat gepflanzt, vertreibt Erdflöhe.

• Kerbel vertreibt Ameisen, Schnecken, Läuse und Mehltau

• Lavendel hilft gegen Blattläuse bei Rosen

• Kohlarten mit Sellerie und dazwischen gepflanzten Tomaten bieten eine gute Abwehr gegen den Kohlweissling.

• Petersilie, neben Erdbeere gepflanzt, hilft gegen Schnecken.

• Kapuzinerkresse vertreibt Blatt- und Blutläuse bei Tomaten und Obst.

• Basilikum neben Gurke und Zucchini bieten Schutz vor Mehltau.

• Salat nie neben Petersilie und Kohlarten nie nebeneinander pflanzen.