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Selbstreflexion – Tipps für die spannende Spurensuche

Warum Selbstreflexion für mehr Zufriedenheit sorgt

Warum Selbstreflexion für mehr Zufriedenheit sorgt

Sabine ist am Boden zerstört. „Wie konnte ich nur so bescheuert sein und wieder auf so einen Spinner reinfallen?“, fragt sie sich, nachdem ihre neue Beziehung zu Bruch gegangen ist – aus ähnlichen Gründen wie schon ihre Partnerschaft zuvor. Warum begehen wir immer wieder ähnliche Fehler? Wie kommen wir unserem wahren Ich und unseren individuellen Bedürfnissen näher? Wer danach strebt, sich selbst besser kennenzulernen, sollte es mit Selbstreflexion versuchen. Häufig bringen uns Probleme und Krisen zu Fragen wie: Warum habe ich wieder so gehandelt? Wie konnte es so weit kommen? Warum wollte ich die Realität nicht sehen?

Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern. Doch wir haben es in der Hand, die Gegenwart zu gestalten und damit die Zukunft vorzubereiten. Nehmen wir die Lupe in die Hand und begeben uns auf die spannende Suche nach uns selbst!

Was ist Selbstreflexion eigentlich?

Die Selbstreflexion beschreibt das Nachdenken über sich selbst. Letztendlich geht es darum, zu mehr Bewusstheit zu kommen über die eigene Persönlichkeit und das eigene Handeln. Selbstreflexion hat nichts zu tun mit dem negativen Gedankenkarussell, also den Grübeleien, die zu nichts führen. Vielmehr geht es darum, sich selbst so zu betrachten, wie es die beste Freundin tun würde: mit einem gewissen emotionalen und zeitlichen Abstand und mit positiver Zugewandtheit.

Sei du selbst, denn alle anderen gibt es schon.

Oscar Wilde

Warum überhaupt fällt es so schwer, sich selbst zu finden und zu leben?

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? Wie dieser bekannte Buchtitel andeutet, ist es gar nicht so selbstverständlich, dass wir uns selbst kennen.
Vom ersten Atemzug an prägt uns unser Umfeld. Häufig ist es uns gar nicht bewusst, was unsere Eltern und andere wichtige Bezugspersonen uns mitgeben. Ausserdem sind diese uns Vorbild – im Positiven wie Negativen.

Erst die Eltern, später die Lehrkräfte und dann der Partner – alle haben bestimmte Erwartungen. Als Kind hatten wir kaum Möglichkeiten, uns diesen zu entziehen. Als Erwachsene jedoch können wir die Chance ergreifen, das Leben zu leben, das uns gefällt.

Was lohnt sich, genauer unter die Lupe zu nehmen?

  • Werte
  • Bedürfnisse
  • die Menschen in unserem Leben
  • Glaube/Spiritualität

Was macht mich aus?

  • Stärken und Schwächen
  • Interessen und Hobbys
  • Humor
  • und einiges mehr

Unser Tipp: An dieser Stelle kann der Blick von aussen nützlich sein. Bitten Sie zum Beispiel Ihre beste Freundin darum, eine spontane Beschreibung über Sie selbst zu geben. Spannende Antwort garantiert!

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Wer Tagebuch schreibt, gestaltet das Leben bewusster und nimmt den Alltag anders wahr

Wofür ist die Selbstreflexion gut?

Sie bringt mehr Bewusstheit und Klarheit ins Leben. Zu wissen, wie wir „ticken“ (und vielleicht sogar wieso), hilft dabei:

  1. aktiv Entscheidungen zu treffen statt „entschieden zu werden“
  2. für die eigenen Wünsche und Bedürfnisse (besser) einzustehen
  3. die Kommunikation zu verbessern
  4. Selbstwirksamkeit zu erleben und damit das Selbstvertrauen zu stärken
  5. Probleme als Herausforderung zu sehen und konstruktive Lösungen dafür zu finden
  6. das Positive zu sehen
  7. zufriedener zu sein

Wie geht Selbstreflexion?

Bei der Selbstreflexion geht es darum, mit dem tiefsten Inneren in Kontakt zu kommen. Das ist der „Ort“, an dem wir nur wir selbst sind und all die anderen Stimmen schweigen: unsere Prägungen, unser sonstiges Umfeld (Freundinnen, Kollegen etc.) und alles andere, was wir aufnehmen – ob bewusst oder bewusst (Medien, Werbung etc.).

Andere Bezeichnungen, die meist dasselbe wie das tiefste Innere meinen:

  • das höhere Selbst
  • die innere Stimme
  • die Seele
  • das Herz

Um sich mit dem tiefsten Inneren zu verbinden, braucht es Ruhe und Achtsamkeit. Sorgen Sie also im ersten Schritt dafür.

Mögliche Methoden für Ruhe und Achtsamkeit:

  1. Meditation
  2. Yoga
  3. Tai-Chi, Qi-Gong
  4. ein Spaziergang in der Natur
  5. ein warmes Bad

Sie fühlen sich entspannt? Wunderbar! Seien Sie nun offen für das, was sich zeigen möchte. Lassen Sie Ihre Gedanken schweifen. Spüren und hören Sie in sich hinein.

Fragen helfen dabei, sich selbst auf die Schliche zu kommen. Sind Sie gerade in einer Situation, die Sie belastet? Sofern es sich nicht um tiefe Verletzungen oder gar Traumata handelt (deren Behandlung unbedingt in professionelle Hände gehört), können Sie mit der Selbstreflexion Einsichten gewinnen. Wichtig ist jedoch immer, das Positive nicht zu vergessen. Das gilt ebenso, wenn es noch nicht sofort klappt, mit der inneren Stimme in Kontakt zu kommen. Alles braucht seine Zeit – und Übung. Und das umso mehr, als in unserem „busy“ Lifestyle die Ruhe und Selbstfürsorge oft zu kurz kommen.

Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen und klug zu sein.

Heraklit

Tipps für den Einstieg:

Stellen Sie sich Fragen für einen überschaubaren Zeitraum, zum Beispiel:

  • Welche kleinen Freuden habe ich mir in der vergangenen Woche gegönnt?
  • In welchen Situationen habe ich mich heute unwohl gefühlt?
  • Welches Projekt hat mir in den letzten Wochen Freude bereitet?

Fragen zur Selbstreflexion:

  • Wer und was sorgt für glückliche Momente?
  • Was kann ich gut?
  • Was geht mir nicht so leicht von der Hand?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was sind meine grössten Ängste?
  • Was sind meine Bedürfnisse? Von wem erwarte ich deren Erfüllung?
  • Worauf kann ich (zeitweise) verzichten? Unter welchen Bedingungen?
  • Was sind meine „Must-haves“ im Leben?
  • Wenn ich 100.000 Euro geschenkt bekäme – was würde ich damit (und mit meinem Leben) machen?
  • Wenn mir eine gute Fee zehn Wünsche erfüllen würde: Welche sollten das sein?
  • Was habe ich schon erreicht? Was will ich noch erreichen?
  • Was möchte ich noch lernen?

Eine gute abschliessende Frage:

Was ist der erste klitzekleine Schritt in Richtung Ziel, den ich spätestens morgen machen werde? Notieren Sie, was Sie empfangen haben. Sollten Sie bei manchen Fragen Schwierigkeiten haben, finden Sie zu vielen Themen inspirierende Wortlisten im Internet. Nützlich können zudem (Online-)Kurse und Bücher zum Thema sein.

Gut zu wissen: Selbstreflexion geht nicht von heute auf morgen. Und: Sie muss keinen riesigen Raum einnehmen. Sich einmal im Monat zehn bis 20 Minuten hinzusetzen ist besser, als an einem Wochenende das ganze Leben „aufarbeiten“ zu wollen. Ausserdem ändern sich Bedürfnisse und Prioritäten im Laufe eines Lebens. Daher wichtig: dranbleiben und lieber regelmässig ein wenig machen als selten viel. Falls Sie an einer Stelle merken, dass Sie noch tiefer „graben“ möchten, suchen Sie sich Unterstützung durch Coaching oder Psychotherapie.

Wieder zu sich selbst finden

Wenn Sabine also wissen möchte, warum sie die negativen Vorzeichen ignoriert und sich wieder auf eine unglücklich machende Beziehung eingelassen hat, kann ihr die Selbstreflexion helfen. Nicht nur, dass ihr klar wird, was sie in Zukunft anders machen wird. Sie verbessert ausserdem die wichtigste Beziehung in ihrem Leben – die zu sich selbst.