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Nie mehr kalte Füsse

Wie frau in der kalten Jahreszeit warme Füsse behält

Kalte Füsse müssen nicht sein. Mit unseren Tipps werden Sie sie schnell los.

Wie frau in der kalten Jahreszeit warme Füsse behält

Die Tage werden kürzer, das Wetter ungemütlicher und wir leiden unter kalten Füssen. Es ist kein Vorurteil, dass Frauen schneller frieren als Männer. Schuld daran sind eine geringere Muskelmasse und ein dünneres Unterhautfettgewebe. Aber auch hormonelle und genetische Faktoren spielen eine Rolle. Vor allem junge, schlanke Frauen haben zudem oftmals einen niedrigen Blutdruck, wodurch der Körper fröstelt.
Wir gehen den Ursachen für Eisfüsse auf den Grund und geben Tipps, wie Sie diese wieder loswerden können – mit gezielten Übungen und einem ganzheitlichen Ansatz, damit Sie gut durch Herbst und Winter kommen.

Warum gerade kalte Füsse?

Unsere normale Körpertemperatur liegt zwischen 36,5 und 37°Celsius. Wenn die Aussentemperaturen abnehmen, wird vermehrt warmes Blut in unsere Körpermitte gepumpt – das ist notwendig, damit lebenswichtige Organe einwandfrei funktionieren. Die Gefässe in den Extremitäten verengen sich, wir bekommen kalte Hände und Füsse und manchmal sogar eine kalte Nase. Dieser Vorgang ist zunächst einmal normal, denn Temperaturunterschiede können in Händen oder Füssen besser ausgeglichen werden. Der Effekt ist übrigens auch hier beim weiblichen Geschlecht noch verstärkt: Evolutionsbiologisch muss das ungeborene Baby warm gehalten werden, die Körpermitte wird also noch einmal mehr durchblutet. Sie können es sich auch so vorstellen: Bei begrenzten Mitteln zum Heizen Ihres Hauses halten Sie zunächst die wichtigsten Wohnräume warm, Keller und Dachboden sind erstmal zweitrangig.

Mit Infrarotwärme wärmt eine mobile Wärmequelle Füsse und Beine beim langen Sitzen im Büro, während des Essens oder bei längeren Tätigkeiten am Tisch.

Füsse aufwärmen

Auch wenn kalte Füsse in der Regel medizinisch unbedenklich sind, fühlen wir uns dennoch unwohl und würden uns am liebsten den ganzen Nachmittag unter einer Wolldecke verkriechen. Folgende Tipps helfen dabei, auch die Temperaturen in den Extremitäten wieder hochzufahren.

Füsse warm einpacken: Tragen Sie bevorzugt Wollsocken. Synthetische Stoffe führen oftmals zu Schweissbildung, die den Körper weiter auskühlt. Enge Riemchen sollten Sie vermeiden, da dadurch das Blut schlechter zirkuliert. Verzichten Sie ausserdem auf zu eng anliegendes Schuhwerk. Eine gute Fütterung (am besten aus Schafswolle) und eine dicke Sohle schützen vor klirrender Bodenkälte. Im Winter sind auch Thermo-Einlagen eine gute Option. Sneaker mit ihren dünnen Gummisohlen sind dagegen ungeeignet. Wichtig: Die Schuhe müssen unbedingt wasserdicht sein.

Fussmassagen wirken stimulierend. So können Sie Ihre Füsse selbst massieren: Rollen Sie die Füsse im Sitzen auf einem Igel- oder Faszienball hin und her – zwei Minuten auf einer Seite genügen, dann wechseln Sie. Auch ein Fussmassagegerät oder ein Fussroller können eine sinnvolle Anschaffung sein. Fussbalsam mit ätherischen Ölen intensiviert die Wirkung.

Für Fussbäder benötigen Sie ein einfaches Badewannenthermometer. Füllen Sie warmes Wasser in eine Schüssel, beginnen Sie zunächst mit 33 °C und kippen Sie nach und nach heisses Wasser nach, bis die Gesamttemperatur auf 42° C steigt. Vergessen Sie danach nicht, Ihre Füsse und Zwischenzehenräume gründlich abzutrocknen.

Nie mehr kalte Füsse mit Weltbild

Beim Spielen merken Kinder oft nicht, dass der Boden kalt ist. Eine Infrarot Fussbodenmatte hält den Untergrund warm, auch im Badezimmer eine Wohltat.

Gezielte Fussgymnastik

Die Übungen können Sie ganz einfach im Wohnzimmer oder im Büro durchführen. Beim Fersenheber stellen Sie sich auf Ihre Zehenspitzen und heben Ihre Fersen schrittweise an – zehn Wiederholungen. Das Fusskreisen können Sie im Sitzen oder Liegen ausführen. Strecken Sie zunächst einen Fuss und kreisen Sie ihn im Uhrzeigersinn, dann in entgegengesetzter Richtung. Wechseln Sie den Fuss. Der Zehengreifer schult Ihren Gleichgewichtssinn und Ihre Feinmotorik. Versuchen Sie im Stand verschiedene Objekte (zum Beispiel einen Bleistift oder einen Waschlappen) mit den Zehen vom Boden aufzuheben.

Durchblutung fördern

  • Sauna und Wechselduschen fördern die Durchblutung des gesamten Organismus. Besonders Mutige wagen im Winter auch einen kurzen Gang barfuss durch den Schnee. Das Zusammenspiel zwischen warm und kalt härtet gegen kältere Temperaturen ab und kurbelt das Immunsystem an.
  • Bewegung an der frischen Luft regt den Kreislauf an und sorgt für ein angenehmes Temperaturempfinden. Wenn Sie auch im Herbst und Winter draussen spazieren oder wandern gehen, gewöhnen Sie sich allmählich an die kühlere Umgebung. Greifen Sie auch hierbei auf geeignetes Schuhwerk zurück.

Gesunde Ernährung

  • Auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollten Sie auch in der zweiten Jahreshälfte achten. Kräutertees wärmen den Körper von innen auf: Ingwer wirkt durchblutungsfördernd, Mate regt den Kreislauf an und Lapacho unterstützt die Bildung roter Blutkörperchen. Oder brühen Sie sich einen typischen indischen Chai: einen Schwarztee mit frischen Gewürzen wie Nelken, Zimt und Kardamon, die Ihnen noch einen zusätzlichen Hitzeschub verpassen.

  • Vitamin-und mineralstoffreiche Ernährung: Wenn Sie schneller bibbern als andere, kann auch ein Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen der Grund sein. Das Vitamin B9 (Folsäure) ist wichtig für die Blutbildung und kommt insbesondere in grünem Blattgemüse wie Spinat vor. Eisen fördert die Bindung von Sauerstoff in den roten Blutkörperchen und versorgt uns so mit Energie. Es kann unter anderem über Fleisch (vor allem Leber) und Hülsenfrüchte aufgenommen werden. Bei Magnesiummangel verspüren Sie neben dem Frieren auch ein Kribbeln in Händen und Füssen, diese können sprichwörtlich „einschlafen“ – der Energiestoffwechsel ist gestört. Nüsse, Mandeln, Vollkornprodukte und ungeschälter Reis sowie Bitterschokolade (mindestens 40% Kakaoanteil) und Bananen sind perfekte Magnesium-Lieferanten.

Entspannung muss sein

  • Aktive Ruhepausen helfen gegen Stress. Jeder kennt die Redewendung der „kalten Füsse“, die wir bekommen, wenn uns eine Entscheidung oder Situation Angst macht. Tatsächlich frieren Menschen schneller, wenn sie sich gestresst oder ängstlich fühlen. Sorgen Sie für aktive Ruhepausen im Alltag, lassen Sie die Seele baumeln und verzichten Sie einige Stunden auf Smartphone, Laptop und Fernseher. Die Kunst des Nichtstuns (Niksen) kann sehr viele positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.
  • Vermeiden Sie Alkohol und Zigaretten. Anfangs fühlen Sie sich nach einem Schluck Glühwein im Winter wärmer, der Effekt hält aber nicht an und der Alkohol kann den Körper anschliessend stark auskühlen. Rauchen führt zu einer Verengung der Blutgefässe, Sie frieren also stärker.

Bei Alarmzeichen zum Arzt

Sollten kalte Füsse auch bei milden Temperaturen auftreten, können ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken. Beim Raynaud-Syndrom werden Finger und Zehen nicht richtig durchblutet. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann für verstärktes Frieren ursächlich sein. Wenn starke Schmerzen und ein ungewöhnliches Kälteempfinden im Bein auftreten, handelt es sich um einen medizinischen Notfall: Es droht eine Thrombose. Suchen Sie bei lang anhaltenden Beschwerden oder einer plötzlichen Verschlimmerung unbedingt einen Arzt auf.

Kalte Füsse meist harmlos

In den allermeisten Fällen sind kalte Füsse jedoch eine harmlose, wenn auch lästige Angelegenheit, mit der fast jede Frau (und auch mancher Mann) in der kalten Jahreszeit zu tun hat. Trotz einer Neigung zu Eisfüssen müssen wir uns dem Schicksal nicht ergeben und das Jahresende dick eingepackt mit Wärmeflasche auf dem Sofa verbringen. Werden Sie aktiv und ernähren Sie sich gesund, um die dunklen Tage besser zu überstehen – mit angenehm warmen Füssen.