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  • 5 Sterne

    12 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Diana E., 27.04.2022

    Gil Ribeiro – Lost in Fuseta, 5, Einsame Entscheidung

    Eigentlich könnte es für Leander Lost gerade nicht besser in Fuseta laufen: er wird von seinen Kollegen gemocht und geschätzt, er klärt alle Fälle auf, er fühlt sich in der Beziehung mit Soraia sehr wohl und seine Ziehtochter steht kurz vor dem Abitur.
    Doch dann wird er zu einem Mordfall hinzugezogen und alles sieht nach einer Beziehungstat aus. Wo ist die Verdächtige? Und wo sind die verdammten Schuhe des Toten?
    Alles scheint nicht so recht zu passen und plötzlich sieht sich Leander Lost mit der Situation überfordert und ist selbst auf der Flucht.
    Wird er seinen Job und die Beziehung zu Soraia retten können? Und wenn er schon dabei ist, auch noch gleich Fall den lösen können?

    Ich habe bisher alle Bücher der Reihe gelesen und ich hab mich auf Anhieb in den etwas schrägen, überkorrekten und einfach nur unfreiwillig charmanten Leander Lost "verliebt". Aufgrund seiner Unfähigkeit zu lügen und das er immer sagt, was er denkt, ist er mir sehr schnell ans Herz gewachsen.
    Leander Lost "leidet" an dem Asperger Syndrom, er kann die feinen zwischenmenschlichen Nuancen nicht wahrnehmen, daher achtet er auf Mikroausdrücke im Verhalten und Gesicht seines Gegenübers, was nebenbei eine tolle Fähigkeit ist um Lügner zu enttarnen.
    Mit seinen Kollegen Graciana Rosario und Carlos Estevez existiert mittlerweile eine Freundschaft, auch wenn Leander diese nicht so erkennt. Ich mag, wie die beiden Polizisten für Leander einstehen, dabei aber auch zueinder ein zartes Band knüpfen. Ob da im nächsten Band etwas mehr aus den beiden werden könnte?
    Gut, das steht aber zum Glück nicht im Fokus und der neue Fall ist wieder spannend, und auf den zweiten Blick komplexer als gedacht.
    Die Spannung wird durchgängig gehalten, das Tempo ist angenehm, auch wenn sich die eine oder andere Begebenheit überschlägt.
    Der Erzählstil des Autoren ist wieder einmal super, ich mag wie er uns in die Geschichte entführt und erst loslässt, wenn die letzte Seite gelesen bzw. der letzte Track des Hörbuchs gehört wurde.
    Gute Spannung, angenehmes Tempo, ein spannender Krimi, ein bisschen Situationskomik, aber vor allem Freundschaft und Zusammenhalt, das macht diese Reihe aus und wird auch dafür sorgen, dass ich die nächsten Bücher um Leander Lost lesen werde.

    Ich bin wieder einmal begeistert und wer bereits die ersten Bücher rund um den deutschen Inspektor Leander Lost in dem kleinen Städtchen Fuseta gern gelesen hat, wird auch hier wieder seine Freude am Krimi und den schönen Schauplatzbeschreibungen haben.
    Für den nächsten Band wünsche ich mir wieder ein bisschen mehr "Eigenheiten" von Leander Lost, die sind diesmal ein wenig ins Hintertreffen geraten, aber das ist wirklich jammern auf hohem Niveau.
    Ich bin wieder mal begeistert und auch der neue Krimi aus der Feder von Gil Ribeiro konnte mich vollends begeistern.

    Eingelesen wird das Hörbuch von Andreas Pietschmann, der bereits die vorherigen Bücher der Reihe synchronisiert hat. Ich mag, wie er die Geschichte liest, und vor allem wie er Leander Lost verkörpert. Mit der Aussprache und dem überkorrekten Verhalten, genau auf seine Aussprache achtend, finde ich den Hauptcharakter wirklich sehr gelungen und könnte mir keinen besseren Synchronsprecher für diese Rolle vorstellen.
    Andreas Pietschmann erzählt den Krimi lebendig und temporeich, passt sich der Situation an und ich mag, wie er auch den Flair der Algarve und den Fischerort Fuseta einfängt. Ich mag, wie er den verschiedenen Charakteren kleine Eigenheiten verpasst, mit seiner Stimme spielt um die Figuren vielseitig erscheinen zu lassen. Kurzum: Auch hier bin ich wieder begeistert vom Hörbuch. Hörvergnügen pur.

    Das Cover ist, wie auch schon die Vorgänger der Bücher, wieder sehr dezent und maritim gehalten.

    Fazit: ein weiterer spannender Fall für Leander Lost. 5 Sterne.

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  • 5 Sterne

    11 von 22 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 02.05.2022

    Vom Jäger zum Gejagten

    „Manchmal muss man das Gesetz brechen, um das Richtige zu tun.“ Ich hätte nie gedacht, dass ausgerechnet Leander Lost, der aufgrund seines Asperger-Syndroms nicht lügen oder etwas Unrechtes tun kann, diesen Satz sagt.
    Dabei fängt alles so harmlos an. Es ist Mitte Juni und die Touristen haben die Algarve noch nicht überrannt, als ein anonymer Anruf bei der Polizei eingeht. In einem Ferienhaus soll eine Frau um Hilfe geschrieben haben. Die Frau finden Leander Lost und seine Kollegen Graciana Rosado, Miguel Duarte und Carlos Estebes von der Polícia Judicária nicht vor, aber einen erstochenen Briten. Alles deutet auf eine Beziehungstat hin, zumal die Frau, die das Haus gemietet hat, nicht (mehr?) da ist. Und noch etwas Wichtiges fehlt, fällt Leander Lost auf. Sie finden einer Spur, die nach Spanien führt, in den „Wintergarten Europas“, in dem das ganze Jahr Obst und Gemüse angebaut wird. Doch dann wird ihnen ein Team aus Lissabon vor die Nase gesetzt und aus den Jägern werden Gejagte, denn plötzlich ist Leander Lost mit der Mordverdächtigen auf der Flucht. Doch nicht nur Leander Lost, auch Miguel Duarte wagt wieder mal den Alleingang, weil er endlich und um fast jeden Preis in die Hauptstadt befördert werden möchte ...

    „Einsame Entscheidung“ ist bereits der fünfte Teil der „Lost in Fuseta“ Reihe, aber immer noch so spannend wie zu Beginn. Mit dem Asperger-Autisten Leander Lost hat Gil Rebeiro einen ganz besonderen Protagonisten geschaffen, der auf seine Umwelt oft wie ein Roboter wirkt, da er Probleme hat, Gefühle zu erkennen oder zu zeigen. Aber als Ermittler ist er unbestechlich und wird von seinen Kollegen gern als menschlicher Lügendetektor eingesetzt. Auch sein szenisches Gedächtnis hilft ihnen bei den Ermittlungen, da er einmal Erlebtes oder Gesehenes immer wieder abrufen kann. Ich finde es toll, innerhalb dieser Reihe seine Entwicklung zu begleiten, zu sehen, wie er langsam lockerer und „normaler“ wird.

    Als Hintergrund für den Fall dienen Gil Ribeiro die Überbevölkerung und Nahrungsmittelknappheit, Industriespionage, illegale Erntehelfer und geheime Studien, bei denen nicht mal die Probanden wissen, dass sie welche sind.

    Den Wechsel zwischen ruhigen und Action-Szenen finde ich ausgewogen, mich hat „Einsame Entscheidung“ von Anfang bis Ende gefesselt. Auch die privaten Hintergründe des Ermittlerteams und das Urlaubsfeeling der Algarve passen gut zur Handlung. Besonders hervorheben möchte ich wieder den Sprecher Andreas Pietschmann, der Leanders Art sehr gut mit seiner Stimme rüberbringt. Ich bin schon sehr gespannt auf den hoffentlich nächsten Fall.

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  • 5 Sterne

    Claudia S., 09.05.2022

    Der Deutsche in Portugal erstaunt mal wieder alle

    Leander Lost und Soraia Rosaro geniessen die Ruhe, doch der Sturm folgt schneller, als gedacht – ein englischer Tourist liegt tot im Ferienhaus, seine portugiesische Begleiterin ist weg, auf der Flucht. Fast könnte man meinen, der Fall ist klar, doch die Ermittlungen bringen mehr Fragen als Antworten zutage und so ist Lost schnell wieder ganz in seinem Element …

    Es ist schwer zu beschreiben – die Bücher rund um Leander Lost sind ganz speziell und sehr unterhaltsam, dennoch mag ich sie sehr. Ich muss aber in der passenden Stimmung und Laune dafür sein. Die Mischung aus Lokalkolorit, Spannung und Humor ist einzigartig und der Besonderheit Losts angemessen. Doch geht es mir ein wenig wie den meisten, die Lost begegnen: er strengt ein wenig an, auch wenn man hinterher merkt, dass er genial ist und trotz aller Eigenheiten super liebenswert. Und selbst im fünften Band lässt all das nicht nach – im Gegenteil, ich finde, Gil Ribeiro ist es gelungen, den Standard immer ein kleines bisschen zu erhöhen.

    Trotz aller „Gemütlichkeit“ packt der Autor, der eigentlich Holger Karsten Schmidt heisst, brandheisse Themen in den Fall, die den Leser urplötzlich und kalt erwischen. Dabei sind die Wendungen und Kniffe sehr intelligent gemacht und muten nicht „gewollt“ an, sind also sehr in sich stimmig. Das gefällt und imponiert mir enorm. Diesmal geht es um Nahrungsmittelknappheit, Hunger und Überbevölkerung, illegale Experimente und natürlich das liebe Geld. Die Zusammenhänge sind komplex und logisch – und erschreckend. Man braucht nicht viel Phantasie, um zu glauben, dass dieses Szenario sehr real sein könnte.

    Die Entwicklung der Figuren ist stimmig und gelungen. Die Beschreibungen der Gegend, der Genüsse, der Geschehnisse – alles sehr bildhaft, aber nicht langatmig. Man wird nach Fuseta versetzt und kann sich alles sehr gut vorstellen. Leander Lost überrascht an einigen Stellen. Auch das finde ich erfrischend und lobenswert.

    Ja, es war wieder wunderbar, Zeit mit „alten Bekannten“ zu verbringen. Und ich freue mich auf die nächste Begegnung, aber auch darüber, dass diese nicht gleich morgen sein wird. Ich gebe deshalb trotz der kleinen Kritikpunkte sehr gerne fünf Sterne.

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