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  • 3 Sterne

    Helene Z., 21.09.2017

    Als Buch bewertet

    Viel unausgeschöpftes Potential

    Moon Chosen startet mit einer ungewöhnlichen Idee, in der viel Potential steckt, welches von der Autorin im ersten Band ihrer mehrteiligen Serie nicht zu meiner Zufriedenheit ausgeschöpft wird.

    Einige Teile der Geschichte gefallen mir, andere eher weniger.

    Aus verschiedenen Perspektiven wird dem Leser das spannende Konzept dieser Welt vorgestellt, aus der Sicht von Mari, Nik und Fahlauge, die jeweils aus verschiedenen Völkern stammen.

    Hier gibt es schon zwei Probleme: Das wordbuilding ist nicht sehr gelungen. Cast hält die Welt sehr klein und deswegen wirkt die Geschichte sehr konzentriert, man sieht das grosse Bild nicht, und das führt dazu, dass durch diese Lücke die Welt an sich unbedeutend wirkt.

    Das zweite Problem befasst sich mit den Figuren. Während Nik eine rasante und bewundernswerte Entwicklung durchmacht, bleibt die weibliche Hauptfigur in Verstrickungen zurück. Sie wurde weder gut erzählt noch durchdacht und authentisch dargestellt, sie nervte sogar zum grossen Teil. Fahlauge dagegen bringt dem Leser eine ganz andere Gesellschaft nahe, die einen bis aufs Mark erschüttert.

    Ein guter Aspekt an dem Buch ist, dass es manchmal in die 0815 Schiene zu rutschen scheint, um dann eine andere Richtung einzuschlagen. Manchmal bleibt es leider in der vorhersehbaren Schiene.

    Wie zum Beispiel die typische Liebesgeschichte in jedem Jugendbuch. Die Beziehung wird nicht nur zu schnell und unrealistisch erzählt, sie ist auch überspitzt.

    Was das Lesen an sich angeht: Einige Teile ziehen sich ein wenig, man kommt langsam voran, dann ist der Anfang sehr holprig, dem Buch muss man vielleicht 70 Seiten oder 7 Kapitel geben, um einen zu fesseln, und dann wird einem noch wenig Informationen bezüglich der Welt geliefert, was nicht weiter schlimm ist, da es sich um den ersten Band einer Reihe handelt. Vielleicht hört sich die Rezension bis jetzt etwas negativ an, doch das Buch ist sehr spannend.

    Man fiebert mit jedem Clan mit, jeder Clan hat etwas Besonderes, von dem man mehr lesen möchte, es gibt sehr tolle Aspekte, die ich nicht spoilern möchte, und es steckt viel Potential in der Geschichte. Zum Schluss sei eine Bemerkung anzufügen, dass in dem Buch viel Gewalt vorkommt: Tieren wird die Haut abgezogen, Frauen vergewaltigt, und Menschen versklavt und getötet. Das sollte man berücksichtigen. Wer sich für die Welt interessiert, kann dem Buch eine Chance geben.

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  • 3 Sterne

    Oztrail, 03.10.2017

    Als Buch bewertet

    Neue Welten nicht sehr harmonisch
    Das Cover von Moon Chosen ist das was mir hier am besten gefällt. Die Erwartung an das Buch war daher sehr gross.
    Zum Inhalt:
    Mari, die Tochter der Mondfrau Leda vom Stamm der Erdwanderer wird in die Rolle der neuen Mondfrau hineingeworfen. Nach einem Überfall auf ihren Clan, stirbt Leda und Mari ist auf sich alleingestellt, aber nicht ganz. Sie bekommt Hilfe von Sora, die von Leda zum Lehrling ausgewählt wurde. Gemeinsam versuchen die beiden zu Überleben, den Rest des Volkes zu retten. Welche Gefahren noch auf die beiden zukommen wird sich noch zeigen.

    Mein Fazit:
    Ich war und bin froh, dass ich es geschafft habe, das Buch zu Ende zu lesen. Es war brutal und kann meiner Meinung nach kein Jungendbuch sein. Ja, in unserer Welt ist Brutalität schon an erster Stelle, aber es sollte nicht so drastisch und detailliert in einem Roman beschrieben werden. Ich frage mich ob es hier wirklich ein Jugendbuch sein soll.
    Die Handlung ist einfach, Kampf der Stämme gegeneinander. Gut gibt es immer wieder. Die Handlungsstränge waren meiner Meinung zu langatmig und es bleiben auch sehr viele Fragen unbeantwortet. Da es hier wieder eine Serie geben wird, hoffe ich doch auf die Antworten in den nächsten Bänden.
    Ich bin mir nicht sicher ob ich die Reihe weiter verfolgen werde, mal sehen. Die erste Serie der Autorin kenne ich leider nicht, diese wird ja hoch gelobt, das heisst aber nicht, dass auch die zweite Reihe ein Erfolg wird.

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  • 2 Sterne

    Hauntedcupcake, 06.10.2017

    Als Buch bewertet

    Inhalt
    In einer postapokalyptischen Welt kämpfen drei Stämme ums nackte Überleben. Unter ihnen Mari, Tochter der Mondfrau vom Stamme der Erdwanderer, Erbin von deren einzigartigen Heilkräfte, ohne die das Volk nicht überleben kann. Doch Mari ist nicht die, für die sie alle halten; sie birgt ein Geheimnis, dass sie in grösste Gefahr bringen könnte. Wird sie ihre Fähigkeiten enthüllen, um ihr Volk zu retten?

    Meine Meinung
    Ich hatte mich wahnsinnig auf das Buch gefreut. Der Klappentext klingt unglaublich spannend und das Cover ist ein wahrer Traum. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, ob ich das deutsche oder das Original-Cover mehr anbetungswürdig finde. Von P. C. Cast hatte ich bereits Teile der House of Night-Reihe gelesen/gehört und wusste daher vom Schreibstil, auf was ich mich einlasse. An diesem hatte ich dann auch nicht wirklich viel auszusetzen - auch wenn er manchmal etwas gar blumig und ausschweifend war.

    Mari ist die Tochter der Mondfrau, deren Stelle als Heilerin ihres Volkes, der Erdwanderer, sie eines Tages übernehmen soll, doch sie birgt ein ziemlich gefährliches Geheimnis. Als sie auf Nik, einen Gefährten, trifft, verändert dies alles, und sie entscheidet sich, die Gesetze ihres Clans zu brechen und sich zu verbünden, um ihre Völker vor der drohenden Zerstörung zu retten.

    So weit so gut. Leider wurde ich aber ziemlich rasch von meiner Euphorie, verursacht durch die Vorfreude auf das Buch, weggezerrt. Denn Mari ist... puuuh... mühsam. Sie ist das Mamikind schlechthin, jammert dauernd rum, quengelt was das Zeug hält. Dann wechselt die Perspektive und man lernt Fahlauge kennen, Mitglied des Stammes der Schnitter, die anderen die Haut abziehen und sich selber zur Heilung auflegen. Wie bitte? Ja, richtig gelesen. Steht alles so im Buch. Und mit Fahlauge beginnen unzählige ekelerregende widerliche Szenen, in denen gehäutet wird, was das Zeug hält. Im ersten Moment war ich geschockt und versucht, das Buch abzubrechen. Es sollte wohl der Umschreibung dieser harten Welt dienen, aber das ist gehörig daneben gegangen. Als dritte Perspektive taucht dann später noch Nik auf, ein Gefährte, der irgendwie sympathisch war aber ebenso blass geblieben ist.

    Die Perspektivenwechsel an sich hätten mir gefallen können, denn solche erlauben einen besonderen Einblick in die Welt. Doch hier haben sie nur zu Verwirrung geführt. So wie eigentlich das gesamte restliche Buch auch. Denn das Einzige, was am Ende der Geschichte bleibt, ist ein dickes fettes WARUM?! Irgendwie entbehrt die Story jeglicher Logik, alles wirkt komplett zusammengewürfelt und wie ein roher wilder Entwurf einer ziemlich schrägen Geschichte, bei der die Autorin wohl selber noch nicht weiss, wohin sie führen wird.

    Setting
    Moon Chosen spielt in einer dystopischen, apokalyptischen Welt. Dies war mir ganz ehrlich lange nicht mal bewusst. Ich hatte das Gefühl, mich in einer alternativen Fantasywelt zu befinden. Doch dann kam die Aufklärung und die hatte es in sich. Und zwar im komplett negativen Sinne, weil komplett unlogisch und daher ist auch hier nur ein dickes fettes WARUM?! geblieben, gepaart mit einem nicht minder voluminösen WIE BITTE?!

    Die Welt wird von drei Stämmen bewohnt, die allesamt in den ersten Kapiteln lieblos dahingeklatscht umschrieben werden: Stamm, Berufung, Religion, Probleme und Krankheiten, Mentalität. Ganz im Stil von: Zack bumm, hier habt ihr's, macht nun selber etwas draus. Die Stämme muten irgendwie vorzeitlich an, die Menschen - oder Völker, ich bin mir immer noch nicht sicher, welcher Gattung die Protagonisten angehören - sind zurück zu den Wurzeln; sammeln, jagen, tauschen, Einklang mit der Natur.

    An und für sich hat mir das Setting sehr gefallen - die Welt ist interessant und lädt geradezu zum Entdecken ein, die Idee mit den drei Stämmen fand ich auch gut und auch die Fähigkeiten und Krankheiten eines jeden Stammes hat mir gefallen.

    Charaktere
    Mari ist die Tochter der Mondfrau, der Heilerin des Stammes der Erdwanderer. Sie ist 18 Jahre jung, benimmt sich aber, als wäre sie sieben. Sie hat einen sehr grossen Bezug zu ihrer Mutter, was einerseits verständlich ist, andererseits aber auch ziemlich schräg umgesetzt wurde. Sodann ist sie einfach... einfach Mari! Ignorant, quengelnd, kindlich. Sie macht zwar eine Wandlung durch, doch diese ist irgendwie - wie vieles aus dem Buch - nicht nachvollziehbar.

    Nik ist ein Gefährte, sein Stamm lebt sehr innig mit Hunden zusammen. Er ist ein Kerl mit einer sehr kämpferischen Art und doch wirkt er oft sehr verzweifelt und auch irgendwie fahl und blass. Von allen Charakteren war er mir am sympathischsten und gleichzeitig wird er aber der sein, den ich wohl als erstes vergessen werde.

    Fahlauge gehört dem dritten Stamm an, den Hautdieben, den Schnittern. Er ist absolut konfus und schräg, eklig, richtig bäää! Er hat zwar das löbliche Ziel, sein Volk aus der Versenkung zurück zum Ruhm zu führen, aber wie er das tut ist einfach... mir fehlen die Worte.

    Fazit
    Moon Chosen bietet eine interessante Grundidee. Das war's dann aber auch schon. Zusammenhanglose Geschehnisse, fade und unsympathische Charaktere, Inhalt fern jeglicher Logik und ein unglaubliches Wirrwarr, gemischt mit zu vielen grausamen Taten des einen Stammes haben mir die Geschichte ordentlich vermiest. Von mir gibt es definitiv KEINE Leseempfehlung.

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  • 3 Sterne

    BooksAreGreat B., 11.10.2017

    Als Buch bewertet

    Ich kannte erst zwei Bücher der Autorin bevor ich Moon Chosen gelesen habe. Es hat mich aber vom Klappentext her sehr angesprochen.

    Diese Geschichte spielt in einer Fantasywelt. Drei Völker stehen im Konflikt. Die Protagonisten sind Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene.

    Am Anfang hat sich mir die Welt nicht ganz erschlossen. Die verschiedenen Perspektiven laufen etwas wirr und ungeordnet durcheinander. Erst nach und nach habe ich einen roten Faden erkannt.

    Die Charaktere haben mir überwiegend gefallen. Mari ist ein guter Charakter für ein Jugendbuch. Sie ist alles andere als perfekt, zeigt aber Biss.

    Der Schreibstil ist einfach gehalten. Man kommt schnell durch die Handlung. Spannung kam leider erst ganz am Ende auf. Es endet auch in einem Cliffhanger.

    Ich empfinde dieses Buch nur als mittelmässig und bin noch unentschlossen, ob ich eine Fortsetzung lesen werde.

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  • 2 Sterne

    Marie-Claire W., 11.10.2017

    Als Buch bewertet

    "Gefährten einer neuen Welt" ist der erste Band der "Moon Chosen"-Reihe von P.C. Cast.

    Aufgrund des Klappentextes sowie des Covers war ich durchaus gespannt auf diese Geschichte und freute mich auf ein packendes High-Fantasy-Abenteuer. Doch weit gefehlt. Im Laufe der Handlung kristallisiert sich heraus, dass dies eigentlich eine Dystopie mit phantastischen Facetten ist. So weit so gut. Die Geschichte ist in drei Handlungsstränge gegliedert, diese laufen grösstenteils unabhängig voneinander ab. Aus diesem Grund mutete dieser Roman für mich eher wie eine lange Einleitung in das Kommende an und wirkte daher oft sehr zäh und unausgegoren. Wichtige Fragen werden erst gar nicht aufgeklärt, sodass man als Leser nicht weiss, warum alles so ist, wie es ist, während andere Themen bis zur Eintönigkeit durchgekaut wurden. Das Potential ist zwar erkennbar, wurde aber sowas von verschenkt, dass das Lesen schon ein Stück weit zur Qual wurde.

    Spannung kommt zudem nur ganz selten auf den 700 Seiten auf, was dazu führt, dass man sich durch schlimme Monologe quält und seitenlangen Erzählungen folgt, die weder den Leser noch die Protagonisten weiterbringen. Vom Verlauf der Handlung ganz zu schweigen. Elementares wird unter den Tisch gekehrt, während sich oft an Nichtigkeiten hochgezogen wird. Zudem finden sich hier zahlreiche Stellen, die, meiner Ansicht nach, nicht in ein Jugendbuch gehören, dafür waren sie einfach zu brutal und blutrünstig.

    Auch die Protagonisten tun nicht viel dafür, dass man sie gern hat. Mari wirkt sehr naiv und blass, Nik wirkt in der Handlung etwas verloren und Fahlauge ist vom Wahnsinn beseelt. Man weiss als Leser auch nach den 700 Seiten immer noch nicht wirklich, worauf die Geschichte mit ihren Darstellern hinaus will. Mir fehlte auch in Sachen Protagonisten der rote Faden. So haben sie mich doch ein Stück weit gelangweilt, da sich hier, wie auch bei allen anderen Facetten des Romans, kein wirklicher Sinn ergibt.

    Zur Atmosphäre braucht man auch nicht wirklich etwas sagen, die fehlte in meinen Augen nämlich auch. Alles blass, ohne Tiefe, aber mit viel sinnlosen Details.

    Am Ende kam dann doch noch einmal so etwas wie Spannung auf. Man glaubt es kaum. Hier könnte man in etwa erahnen, worauf es in den nächsten Teilen hinauslaufen könnte, doch dann kam der Epilog. Der führte noch einmal einen neuen Charakter ein, sodass man am Ende genauso klug ist, wie man es am Anfang war. So schade um all das verschenkte Potential. Ob ich die Fortsetzungen lesen werde, muss ich mir noch ganz genau überlegen.

    Fazit: Quälende Langeweile in seiner reinsten Form. Nervige Charaktere, Handlungsstränge, die scheinbar ins Leere laufen und kaum Spannung und Atmosphäre. Potential ganz klar verschenkt.

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  • 5 Sterne

    1 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Shanna, 26.09.2017

    Als Buch bewertet

    Mitreissende Story in einer ursprünglichen Welt.
    In einer dystopischen Zukunft existieren verschiedene Clans mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten und Gebräuchen. Leda ist die Mondfrau der Erdwanderer und reinigt alle drei Tage die Stammesmitglieder vom Nachtfieber. Ihre Tochter Mari möchte sie gerne zu ihrer Nachfolgerin ausbilden. Aber Mari ist anders als die übrigen Erdwanderer und muss dieses Geheimnis wahren, um nicht von der Gemeinschaft verstossen zu werden.
    Nik gehört zu den Gefährten, die von einem Hund auserwählt, eine lebenslange Seelenpartnerschaft mit ihm eingehen. Doch sie leben in Feindschaft mit den Erdwanderern. Vor den Hautdieben müssen sich alle in acht nehmen, denn sie sind Kannibalen und ziehen ihren Opfern die Haut bei lebendigem Leibe ab. Die Situation spitzt sich zu, als Nik ein wertvoller Welpe in den gefährlichen Wald entwischt...

    Die hier beschriebene Welt hat so etwas Ursprüngliches, dass man sich in einen steinzeitlichen Urwald zurückversetzt fühlt. Doch gründet sie sich auf eine vergangene Zivilisation, wobei nicht erklärt wird, wie es dazu kam. Obwohl am Anfang sehr viel passiert und etliche Informationen zu verschiedenen Clans zu verarbeiten sind, konnte ich die Zusammenhänge schnell verstehen und mich in dieser Welt bestens zurecht finden. Eine Karte wäre hierbei hilfreich gewesen, um die räumliche Lage der Clans und ihre Wege noch besser nachvollziehen zu können.

    Der Schreibstil ist sehr anschaulich und man kann sich die ganze Szenerie lebhaft und bildlich vorstellen. Die Charaktere sind sehr interessant, da sie alle mit ganz verschiedenen Problemen zu kämpfen haben und sich im Laufe der Handlung realistisch und nachvollziehbar weiterentwickeln. Auch der Hautdieb Fahlauge begeht zwar abscheuliche Taten, aber in jeder guten Geschichte braucht es so eine richtig ekelhafte Hassfigur, sonst wäre es doch langweilig. Es kommen auch einige brutale Szenen vor, die zart besaitete Gemüter vielleicht abschrecken könnten, aber ich empfand sie als nicht zu heftig, wenn man bedenkt, was Jugendliche jeden Tag im TV oder Internet zu sehen bekommen. Für meinen Geschmack haben sich die rasanten Abschnitte im richtigen Verhältnis mit ruhigeren Beschreibungen gemischt und die Spannung im Lesefluss nicht abreissen lassen.

    Als sehr dezent und doch romantisch dargestellt, war für mich die zart aufkeimende Liebe der Protagonisten. Trotz vieler gegenseitiger Missverständnisse und Vorurteile, bauen sie mit der Zeit ein immer grösseres Vertrauen zueinander auf, dass sie gegen alle Widerstände verteidigen müssen.
    Hier sind lebensnahe Themen, wie zum Beispiel Vorurteile, Diskriminierung und Gewalt, die auch unsere Gesellschaft von heute bewegen, in eine mitreissende Story verpackt. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich freue mich auf die Fortsetzung, die ich schon sehr gespannt erwarte!

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  • 4 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Wayland, 11.10.2017

    Als Buch bewertet

    (0)
    Abschliessend kann ich sagen, dass Moonchosen ein Buch ist, das mich in fast allen Punkten überrascht hat. Ein so “brutales“ und schwieriges Buch, hätte ich wirklich nicht erwartet. Ich habe mit einem schönen Jugendbuch im Fantasybereich gerechnet, mit einem leichten und lockeren Schreibstil. Alleine die Dicke des Buches hat mich überrascht. Meine anfänglichen Schwierigkeiten mit den Handlungssträngen und den Sprüngen konnte ich nachher ablegen, da mir die Charaktere geläufig waren und die Stränge zum Teil zusammenlaufen. Womit ich allerdings bis zum Schluss Probleme hatte, waren die mageren Informationen, die man erhalten hat. Man weiss immer noch nichts über die mysteriösen Hautkrankheiten und über die Hautdiebe erfährt man nur so viel, dass Ca. 20 neue Fragen auftauchen. Eine Erklärung für ihr Grausames Verhalten, den Ursprung der Clans oder die verschiedenen Entwicklungen von Kräften, Krankheiten und Ähnlichem hätten meiner Meinung nach aufgegriffen werden sollen.
    Die Geschehnisse im letzten Abschnitt waren für mich -im Gegensatz zu den vorherigen - relativ vorhersehbar. Ich fand es grausam, dass thaddeus seinen Willen bekommen hat, Sol sterben musste und die clansfrauen, Mari und Nik fliehen mussten.
    So viel geballte Ignoranz und Ungerechtigkeit kann auch ein Leserherz kaum verkraften. Alles in allem war das Buch wahnsinnig brutal und emotional sehr aufreibend. Alleine deshalb muss ich den Verlag etwas tadeln. Dies ist eindeutig ein Buch für Ältere und sollte auf keinen Fall - auch nicht, wenn es sich als P.C. Cast Buch da besser verkauft - für Jüngere Leser empfohlen werden. Ab 14 ist meiner Meinung nach viel zu früh!! Ich bin zwar keine Psychologin oder Pädagogin, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass eine 14 jährige weniger leidet als ich mit fast 30 Jahren.
    Mit den Charakteren(den Guten) habe ich mich aber wahnsinnig gut anfreunden können. Ein absolutes Lob für die ausgeprägte, tiefgründige, feingliedrige und detailreiche Charakterentwicklungen. Man kann hier fast von einem richtigen “Erwachsen werden“ der Hauptfiguren sprechen. Insbesondere Mari, Sora und Nik haben unheimlich viel Tiefe im Laufe der Geschichte gewonnen und man hatte Freude dabei, wie toll sie sich entwickelt haben. Jede Entscheidung und Äusserung im Laufe der Geschichte war ausgeklügelt und durchdacht.
    Mit dem Ende bin ich natürlich etwas unglücklich, da man es ganz fiesen Cliffhanger bezeichnen kann. So fies, dass ich weinend die letzte Seite umschlagen musste. Gut haben mir aber die Anspielungen auf die folgenden Teile gefallen. Ich schätze, dass wir einen weiteren Clan und einige Veränderungen erwarten dürfen und bin trotz der Schwächen gespannt auf die Fortsetzung

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  • 4 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Anja R., 23.09.2017

    Als Buch bewertet

    In einer Welt, die uralt und zukünftig zugleich ist, kämpfen drei verfeindete Stämme ums Überleben. Sie leben auf Waldlichtungen und Höhlen, in einer zerstörten Stadt und in einer Siedlung, die auf Plattformen in den Bäumen errichtet ist. Sie müssen sich nicht nur gegeneinander verteidigen, sondern todbringenden, mutierten Insekten und gefährlichen Krankheiten trotzen. Im Lauf der Zeit hat jeder Stamm seine eigene Kultur entwickelt und betet unterschiedliche, überirdische Mächte an. Mari, eine junge Erdwanderin vom Weberclan, ist die Tochter der Mondfrau. Ihre Mutter hofft sehr darauf, dass Mari einst ihre Nachfolgerin wird. Doch das Schicksal hat Grösseres mit Mari vor, denn durch ihre Herkunft und ihre verborgenen Kräfte ist sie dazu auserwählt, alles zu verändern.... 

    "Moon Chosen - Gefährten einer neuen Welt" ist der Auftaktband zu einer neuen Jugendbuchreihe, die den Leser in eine geheimnisvolle Welt, voller Gefahren, Geheimnisse und dunkler Mächte entführt. Beim Einstieg in das Buch sollte man konzentriert lesen, da man sich in dieser unbekannten Welt erstmal orientieren muss. Man wird mit unterschiedlichen Stämmen und ihren jeweiligen Gebräuchen, den Gefahren, denen man in dieser Welt ausgesetzt ist, und allerhand Protagonisten, die in den verschiedenen Stämmen leben, konfrontiert. Am Anfang wird man deshalb mit einer Flut von Informationen überschüttet, die man erstmal richtig zuordnen muss.

    Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Die Hauptprotagonistin Mari gehört zu den Erdwanderern. Sie ist die Tochter der Mondfrau des Weberclans. Dieser Clan lebt gut versteckt im Wald. Da der Clan vom mysteriösen Nachtfieber heimgesucht wird, das nur die Mondfrau durch ein geheimnisvolles Ritual eindämmen kann, ist die Mondfrau und ihre spätere Nachfolgerin für den Clan von immenser Bedeutung. Nik, der Hauptprotagonist des zweiten Handlungsstrangs, gehört zu den Gefährten, die ihre Siedlung auf Plattformen in den Bäumen errichtet haben. Sie leben dort oben nach ihren Regeln, gemeinsam mit ihren treuen Hunden. Da dieser Stamm oft bei Verletzungen von einer tödlichen Hautfäule befallen wird, jagt und  versklavt er die Erdwanderer für die Feldarbeit. In einem weiteren, ziemlich brutalen Handlungsstrang lernt man Fahlauge kennen. Er ist die zentrale Figur bei den Hautdieben, die nichts Gutes im Schilde führen. 

    Handlungsorte und Protagonisten werden sehr lebendig beschrieben, sodass man die fremde Welt und ihre Bewohner schnell vor Augen hat und nach und nach mit den unterschiedlichen Gebräuchen, den Gefahren und den damit verbundenen Regeln vertraut wird. Man entwickelt sowohl spontane Sympathien, als auch Abneigungen zu den Protagonisten. Da sich die Akteure im Verlauf der Handlung weiterentwickeln, überdenkt man bei manchen Protagonisten den ersten Eindruck und ändert seine Meinung. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar, sodass man förmlich durch die Handlung fliegt und staunend die fremde Welt entdeckt. Dabei kommt es sowohl zu Szenen, die manchmal etwas langatmig wirken, allerdings durch ihre Infos dazu beitragen, dass man die geheimnisvolle Welt besser versteht, als auch zu spannenden und manchmal sogar sehr brutalen Momenten. Bei diesen darf man nicht zu zartbesaitet sein, da der Stamm der Hautdiebe nicht gerade zimperlich vorgeht, um seine Ziele zu erreichen. Nicht alles erscheint in dieser geheimnisvollen Welt logisch und viele Fragen bleiben offen. Da es sich jedoch um der ersten Teil der Serie handelt, kann man grosszügig darüber hinwegsehen und darauf hoffen, dass man in der Fortsetzung mehr erfährt. Das Buch endet mit einem sehr interessanten Epilog, der definitiv die Neugier auf den weiteren Verlauf der Reihe weckt. 

    Auch wenn ich das empfohlene Lesealter, von ab vierzehn Jahren, bereits "geringfügig" überschreite, habe ich mich auch als erwachsene Leserin sehr gut beim Entdecken dieser neuen, geheimnisvollen Welt, unterhalten. Durch den flüssigen Schreibstil, die vielschichtige Welt und die interessanten Charaktere, bin ich förmlich durch das Buch geflogen und konnte es erst aus der Hand legen, als ich am Ende angekommen war. Ich werde die Reihe definitiv weiterverfolgen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt  das Buch deshalb auch vier von fünf möglichen Sternen.

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  • 5 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Verena Schulze von www.lieblingsleseplatz.de, 27.09.2017

    Als Buch bewertet

    „Die Nr. 1- Bestseller-Autorin der »House of Night«-Serie P.C. Cast, hat mit »Moon Chosen« eine grossartige Welt von archaischer Kraft geschaffen. Eine neue Welt, in der die Menschen, ihre tierischen Gefährten und die Erde selbst sich drastisch verändert haben – eine Welt voller Schönheit, Liebe, verbotener Geheimnisse und dunkler Mächte.“

    Ich bin mir nicht sicher in welche Schublade ich dieses Buch packen soll… Ist es eine Dystopie mit magischen Elementen? Oder ein Fantasy Spektakel mit dystopischen Einflüssen? Ich weiss es nicht … aber auf jeden Fall bin ich mir sicher dass ihr das Buch genau so mögen werdet wie ich!


    Das Cover ist wirklich wunderschön! Ein grosses Kompliment an den Verlag. Nicht nur dass das Cover der deutschen Ausgabe so viel passender zur Handlung ist – es ist auch so edel gestaltet. Die kupferfarbenen Blätter schimmern im Licht und sind erhaben. Also auch optisch und haptisch ist das Buch ein Gewinn für jedes Bücherregal!


    In „Moon Chosen“ gibt es verschiedene naturverbundene Stämme die alle ihren eigenen Religionen und Traditionen entwickelt haben nachdem die modernen Technologien ausgefallen sind. Das Ganze Buch über habe ich versucht herauszufinden WO das Setting plaziert ist – also in welcher heutigen Stadt, die in der Zukunft zerstört ist. Leider ist mir das nicht gelungen – und es wird auch nicht wie in den Shannara Chronicles am Ende aufgeklärt… Vielleicht gelingt es Euch ja die Hinweise zu entschlüsseln und erlöst mich von meinen Spekulationen?


    „MAGISCH. GEFÄHRLICH. GEHEIMNISVOLL! In einer zerstörten Welt voller Naturgewalt kämpfen drei verfeindete Stämme ums Überleben. In Höhlen, auf Waldlichtungen, in einer Siedlung auf Plattformen hoch in den Baumkronen. Geplagt von blutrünstigen Gegnern, todbringenden Insekten und unheilbaren Krankheiten. Eine junge Frau ist auserwählt, alles zu verändern: Mari vom Stamm der Erdwanderer, Tochter der Mondfrau.“

    Die Protagonisten sind sehr stark in dieser Geschichte: Mari und Sora von den Erwanderern, Nik von den Gefährten und Fahlauge von den Hautdieben. Ja, ihr habt richtig gelesen – Hautdiebe! Da komme ich auch gleich zu einem Mini-Kritikpunkt: Das Buch ist nichts für schwache Nerven! Und meiner Meinung nach auch nichts für Jugendliche ab 14. In manchen Szenen geht es schon sehr brutal zur Sache. Ab 16 ok, eher finde ich jedoch ist es ein Erwachsenenbuch, nicht nur der Gewalt wegen.


    Am allerbesten gefallen haben mir die Interaktionen von den gegensätzlichen Frauen Mari und Sora. Ich mochte Sora sofort, sie ist zwar arrogant aber irgendwie cool. Mit ihr konnte ich mich sogar noch mehr identifizieren als mit Mari. Die beiden ergeben eine explosive aber lustige Mischung. Kam mir ein wenig wie 2 Broke Girls vor – ich mochte den Humor der damit in die Geschichte wehte… A propos Humor: Ich musste kurz herzlich lachen, als sie ihren Namen getanzt haben. Ein deutliches Zeichen – alternative Pädagogik überlebt sogar den Weltuntergang ;-)


    Die Rolle die den Hunden in dieser Geschichte zuteil wird freut natürlich mein Hundeliebhaberherz! Mein Hund Hannes lag immer treu an meiner Seite als Lesebegleitung und ich musste das ein oder andere Tränchen verdrücken wenn es um die Gefährten ging …


    Der Schreibstil ist sehr adult. Das finde ich positiv, denn so stimmt auch wieder meine Altersempfehlung – nicht dass ich meine, dass Jugendliche nicht mit Fremdwörtern konfrontiert werden sollten – im Gegenteil – aber ich als Erwachsener fand eben gerade die gewählte Sprache einfach schön!


    Zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Das Finale hätte so auch direkt als Film in Hollywood umgesetzt werden können – absolut filmreife Szenen! Beim Ende hab ich irgendwie den Abspann erwartet...


    Und obwohl klar ist, das das nicht das Ende der Geschichte um Mari, Nik und Fahlauge sein kann lässt mich das Buch nicht unzufrieden zurück. Das Ende von „Moon Chosen – Gefährten einer neuen Welt“ ist zugleich der Anfang und Ausblick einer neuen spannenden Geschichte. Ich werde in jedem Falle gern die Fortsetzung lesen!


    Moon Chosen ist nicht nur eine schöne Fantasy Geschichte sondern auch die Geschichte über das Miteinander verschiedener Völker – für uns politisch sehr aktuell! Ich vergebe trotz winziger Logikfehler 5 von 5 LieblingsleseSessel für diesen tollen Auftakt einer neuen Reihe von P. C. Cast und empfehle es erwachsenen Fantasy/Dystopie- Liebhabern uneingeschränkt!

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  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mamamal3, 06.10.2017

    Als Buch bewertet

    Mari lebt mit ihrer Mutter im Erdenvolk, in einer völlig zerstörten, zukünftigen Welt.
    Die Nähe zur Natur, ein Glaube an die ‚Erdenmutter‘ und andere Besonderheiten zeichnen ihre Gemeinschaft mit- und zueinander aus.

    Doch es gibt noch andere Bewohner: die Hautdiebe und in die Gefährten.

    Alle unterscheiden sich grundlegend voneinander, sind verfeindet.
    Doch Mari ist etwas ganz besonderes!

    Kann sich etwas ändern?
    Immerhin kämpft in dieser feindlichen Umwelt jeder um das eigene Überleben!

    Grausame Rituale, Sklaverei, unheilbare Krankheiten- hartnäckige Vorurteile treffen auf religiösen Fanatismus.
    Vielleicht zu viel für ein Jugendbuch!?

    Nach einem schwierigen Einstieg in die Geschichte/neue Welt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und warte schon jetzt sehnsüchtig auf den zweiten Teil!
    :-)

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  • 2 Sterne

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    Mikka G., 06.10.2017

    Als Buch bewertet

    Die Autorin siedelt ihre Geschichte an in einer dystopisch-fantastischen Vision unserer Welt, in der unsere heutige Zivilisation nur noch in Bruchstücken existiert, während die Menschen inzwischen verschiedene Arten von Magie entwickelt haben.

    Auf den ersten Blick wirkt der Weltentwurf komplex, originell und überzeugend, im Laufe des Buches kamen mir jedoch Zweifel. Vieles erschien mir nicht bis ins Detail durchdacht oder blieb sogar gänzlich unerklärt. Bis zum Schluss fehlte mir das Gefühl, wirklich in diese Welt abtauchen zu können und einen guten Eindruck vom täglichen Leben der verschiedenen Völker zu haben.

    Tatsächlich zog sich das Buch für mich über weite Strecken, besonders im Mittelteil. Es gibt zwar einige spannende Passagen, aber da hätte in meinen Augen deutlich gestrafft werden können!

    Was mir das Buch aber am meisten verleidete, war seine Protagonistin, Mari. In den ersten Kapiteln verhält sie sich eher kindlich für ihr Alter, später jedoch zeigt sie eine Seite an sich, die nicht nur unglaublich selbstzentriert ist, sondern grausam und geradezu monströs. Sie gerät in eine Situation, in der sie mit ihren Fähigkeiten schrecklichstes Leid beenden könnte – und sie ist zu dieser Zeit die Einzige, die das kann. Und was tut sie? Sie entscheidet sich ganz bewusst, nichts zu tun... Was nicht wirklich hinterfragt wird!

    Und damit war sie für mich verbrannt, ich konnte und wollte nicht mehr mit ihr sympathisieren, auch nach einer plötzlichen Wandlung um 180 Grad, die mir deutlich zu spät kam

    Es gibt einen anderen weiblichen Charakter, den ich lieber als Heldin des Buches gesehen hätte: Sora, eine Konkurrentin Maris. Aber warum wird in vielen Jugendbüchern das fiese Mädchen, mit dem sich die Protagonistin nicht versteht, als Schlampe dargestellt? Man kann einen weiblichen Charakter doch auch aus anderen Gründen als unsympathisch darstellen als über ihre Sexualität! Sora zeigte für mich jedenfalls mehr emotionales Wachstum als Mari.

    Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, die kommt jedoch erst spät im Buch wirklich ins Rollen – und ging dann in meinen Augen zu schnell, um glaubhaft zu sein.

    In manchen Szenen gefiel mir der Schreibstil sehr gut, in anderen fand ich ihn flach, mit vielen Wiederholungen und ohne natürlichen Sprachrhythmus. Die meisten Fakten, die der Leser wissen muss, werden übermittelt, indem Charaktere sich gegenseitig ihre eigene Welt erklären. Wenn sonst niemand da ist, führt Mari zu diesem Zweck auch schon mal Selbstgespräche...

    Was mir jetzt noch unter den Nägeln brennt, ist das Thema Rassismus.

    Mari ist das Kind einer Erdwanderin und eines Gefährten, ist aber mit ihrer Mutter Leda bei den Erdwanderern aufgewachsen.

    Die Gefährten unterdrücken und versklaven die Erdwanderer, was sie vor sich rechtfertigen, indem sie sich einreden, die Erdwanderer wären dumme, hilflose Tiere und sollten dankbar sein, dass sich jemand um sie kümmert. Weisse Sklavenbesitzer dachten früher in unserer realen Welt oft sehr ähnlich.

    Hätte die Autorin dieses Thema sensibel behandelt, würde ich jetzt wahrscheinlich ihr Loblied singen. Tatsächlich aber schwingt in ihren Worten etwas mit, was auf mich wirkte wie unterschwelliger, nicht hinterfragter Rassismus. Ich möchte ihr da keine böse Absicht unterstellen, aber zumindest einen sehr problematischen Sprachgebrauch.

    Die Erdwanderer haben dunkle Haut und dunkle Haare, während die Gefährten hellhäutig sind und meist auch helle ('goldene') Haare haben. In Mari ist das Erbe ihres Vaters dominanter, sie ist hellhäutig und blond. Insoweit nicht problematisch, aber: das Aussehen der Erdwanderer wird oft mit negativ behafteten Adjektiven beschrieben, das der Gefährten mit positiven.

    Vielleicht am vielsagendsten: Um unter den Erdwanderern nicht aufzufallen, schminkt Mari sich jeden Tag und verändert ihre Gesichtszüge – indem sie sie mit einer dicken Masse aus Lehm und Kohle 'gröber' formt und ihre helle Haut unter einer 'schmutzig-braunen' Schicht verbirgt. Das weckte in mir ungute Assoziationen mit Blackface, der Darstellung schwarzer Menschen durch plakativ geschminkte weisse Schauspieler im Theater des 18. und 19. Jahrhunderts.

    Mari benutzt ständig den Begriff 'Dreckwühler' – eine herabwürdigende Bezeichnung, die die Unterdrücker der Erdwanderer geprägt haben. Anfangs empfindet sie scheinbar nur Verachtung für das Volk ihrer Mutter und würde diesen Teil ihres Erbes am liebsten auslöschen.

    Problematisch fand ich auch die Bezeichnung 'reinrassig', wenn es um Menschen geht.

    Für ein Jugendbuch enthält die Geschichte sehr viel und sehr explizit beschriebene Gewalt. Die Vergewaltigung einer Minderjährigen wird zwar nicht beschrieben, dafür aber die gravierenden Verletzungen, die später behandelt werden.

    Fazit:
    Wenn sich in einem Jugendbuch die hellhäutige (und zierliche, wunderschöne, grazile) Heldin mit 'schmutzig-braunem' Lehm die Gesichtszüge 'gröber' modelliert und dadurch erfolgreich als Mitglied eines dunkelhäutigen Volkes ausgibt, habe ich damit ein Problem. Denn dadurch erhält die Darstellung rassistischer Strukturen im Buch (die dunkelhäutigen Erdwanderer werden von den hellhäutigen Gefährten versklavt), die den Leser doch eigentlich dazu veranlassen sollten, diese Strukturen zu hinterfragen, einen sehr unguten Beigeschmack.

    Aber auch abgesehen davon konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Mari, die Hauptfigur, zeigt einen Grossteil des Buches keinerlei emotionales Wachstum, dann wandelt sie sich abrupt und absolut, und genauso plötzlich entwickelt sich die Liebesgeschichte. Das Buch umfasst 704 Seiten, hätte in meinen Augen aber problemlos auf höchstens 500 Seiten gestrafft werden können, denn es zieht sich im Mittelteil sehr.

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    Ann-Sophie S., 21.09.2017

    Als Buch bewertet

    Cover:
    Das Cover ist aus meiner Sicht ein richtiger Hingucker. Es ist schlicht, verrät nicht viel über die Geschichte, spinnt eine durch den Mond eine tolle Brücke von Cover, Titel und Inhalt. Auf jeden Fall gelungen, da es auf sich aufmerksam macht, ohne zu pompös zu wirken.

    Inhalt:
    Noch nie habe ich ein so unlogisches Buch gelesen. Der Anfang war für mich ehrlich gesagt das Schlimmste und eine Qual. Man wird in eine Welt geworfen, die man über die ersten 10 Kapitel absolut nicht versteht.


    Ich sah mich drei verschiedenen Perspektiven, drei verschiedenen Clans gegenüber, deren Welt und Ansichten keineswegs erklärt wird, sodass ich mir die ganze Zeit dachte: Was ist das denn bitte?
    Es war für mich absolut zusammenhangslos, teilweise sogar grausam und so brutal, dass ich kurz davor war, es jetzt schon abzubrechen.
    Es wurde dann langsam besser, weil mich vor allem die Geschichte um die Erdwanderin Mari und den Gefährten Nik faszinierte. Aber durch die gesamte Geschichte zogen sie die wildesten Sachen, die für mich nicht logisch waren. An jeder Ecke fragte ich mich: WIESOOO????
    Mir machte das Lesen absolut keinen Spass, weil die Geschichte für mich so willkürlich und unlogisch zusammengewürfelt war. Auch die Liebesgeschichte konnte in der Rarität, in der sie auftauchte, ebenso wenig überzeugen.
    Am Ende wird einem dann noch ein Cliffhanger hingeworfen nach dem Motto: Lies weiter, auch wenn der Rest doof war... Meine Lust weiterzulesen ist aufgrund der Umsetzung der Geschichte immens gering, auch wenn es mich schon interessieren würde, wie es weitergeht, weil die Grundidee an sich nicht schlecht war.

    Charaktere:
    Die fehlende Logik in der Handlung wirkte sich natürlich auch auf die Charaktere aus.
    Mari war am Anfang für mich absolut nicht verständlich aufgrund ihrer kindlichen Sprache. Im Verlauf der Geschichte konnte sie jedoch immer mehr überzeugen, wuchs auch an den Herausforderungen, sodass ich sie am Ende wirklich gern hatte.
    Auch wenn ich sagen muss, dass sie manchmal in den letzten Kapiteln nicht zu verstehen war. Einerseits spricht sie sich für Hilfe im Sinne der Menschlichkeit aus, was sie auf der anderen Seite anderen verweigert...
    Nik war glaube ich, der einzige Charakter, denn ich die ganze Zeit über mochte und überzeugen konnte. Seine leidenschaftliche, kämpferische aber auch etwas verzweifelte Art fand ich sehr unterhaltsam.
    Im Gegensatz dazu war Fahlauge für mich ein einziges Rätsel. Seine Beweggründe waren mir zu wenig und zu unlogisch und er brachte erschreckende Grausamkeit und Brutalität in die Geschichte, die für mich keinen Sinn machten.
    Alle anderen Charaktere fand ich recht gut gestaltet. Sie sorgten für Überraschungen wie ergreifende Szenen.

    Schreibstil:
    Stilistisch habe ich im Gegensatz zu den restlichen Kriterien fast nichts auszusetzen. Für mich liess sich das Buch sehr gut lesen, denn P.C.Cast hat einen angenehmen Schreibstil, der einen trotz ausreichender Beschreibung nicht langweilt.
    Auch die verschiedenen Sichtweisen fand ich angenehm, da man dadurch in alle drei Stämme reinschnuppern kann und sich eine Meinung drüber bilden kann. Das sorgte auch für Abwechslung und Spannung aus meiner Sicht.
    Einzige Schwäche hier war für mich die anfängliche Sprache von Mari... Sie wirkte am Anfang auf mich wie ein kleines Kind, aufgrund dessen, dass sie sich wie mit "Mami" sehr kindlich ausdrückte. Das passte natürlich nicht zu ihren 18 Jahren, enge Bindung zur Mutter hin oder her.

    Fazit:
    Für mich war "Moon Chosen" die schlechteste Geschichte, die ich je gelesen habe, und die gleichzeitig eine sehr gute Grundidee hat. Die Grundzüge der Handlung und Hintergründe fand ich gar nicht so schlecht, nur strotzte die Geschichte nur so von ausbleibender Logik. Viele Geschehnisse und vor allem der Anfang, sorgten für ein riesiges Fragezeichen in meinem Gesicht und der Überlegung, was ich denn da lese. Aus meiner Sicht wahnsinnig schade, was aus der Idee gemacht wurde. Ich kann euch nur davon abraten, zu diesem Buch zu greifen! Auch wenn ein bekannter und auch beliebter Name draufsteht.

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