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  • 5 Sterne

    10 von 19 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Susi Aly, 08.04.2020

    Als Buch bewertet

    Ich liebe ja Dystopien und als ich “Im Zeichen der Acht” gesehen hab, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen muss.
    Das Äussere ist ziemlich genial gestaltet und das Innere muss sich absolut nicht davor verstecken. Denn was der Autor hier zelebriert hat, ist einfach ganz grosses Kino.

    Ganz besonders hab ich mich hier wirklich in den unfassbar genialen Schreibstil des Autors verliebt. Es ist kraftvoll und explosiv, bildgewaltig und unheimlich fesselnd. Er schafft eine düstere und zugleich enorm magische Atmosphäre.
    Obwohl man das Ganze aus der Sicht eines Erzählers verfolgt, hatte ich das Gefühl, es direkt am eigenen Leib zu erfahren.
    Die Charaktere wuchsen mir direkt ans Herz. Es gibt keine Nebencharaktere, denn sie sind einfach alle wichtig. Ganz besonders Isabell und Zoe haben mich über alle Massen beeindruckt und emotional völlig ergriffen. Dabei geht der Autor auch auf das Leben der Charaktere ein und man erfährt mehr über sie, wodurch man sich auch emotional an sie bindet und sich wirklich gut in sie hineinversetzen kann.

    Ganz besonders faszinierend empfand ich Tristan und Martha. Zwei Charaktere, die diese Handlung vorantreiben. Auch sie sind nicht einfach nur Gut oder Böse. Da hängt so viel mehr dran. Mehr als man erahnen, mehr als man begreifen kann.
    Man erfährt mehr über alles und es hat mich einfach ungeheuer mitgerissen und absolut in Atem gehalten.
    Benjamin Lebert zeigt, dass es nicht wichtig ist wer du bist, sondern was sich tief in deinem Inneren versteckt und wie du dies nach aussen trägst.

    Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert, was wirklich sehr gut passt.
    Die Handlung selbst ist total rasant, aber dennoch auch ruhig und emotional.
    Durch den Schreibstil empfand ich es als wunderschön und grausam zugleich. Denn was hier teilweise geboten wird, ist schon ziemlich brutal. Wobei es nicht so einfach zu unterscheiden ist, was tatsächlich am schlimmsten ist.
    Die offensichtliche Gewalt oder der psychologische Aspekt dahinter. Denn man erlebt am eigenen Leib, wie sehr die Charaktere innerlich zerrissen sind. Wie sehr sie kämpfen.
    Um sich selbst, die Welt und einfach um alles.
    Und das überträgt sich letztendlich auch auf den Leser.
    Ich hab permanent an den Zeilen festgeklebt. Einerseits hat es mich unglaublich schockiert und erschüttert, aber andererseits fand ich es unglaublich schön und absolut sprachgewaltig. Teilweise war sogar etwas Poesie enthalten.
    Der mystische Aspekt hat einfach eine ganz eigene Dominanz und lässt so viele Fragen im Kopf entstehen. Es fesselt und bringt doch Beklemmung mit.

    Das letzte Drittel ging Schlag auf Schlag. Richtig geniale Action, bei der ich mich fühlte, als würde ich in die Vergangenheit reisen. Jeder Verlust ging mir unheimlich nahe und doch hat mich der Autor immer wieder überrascht. Denn wie sich alles gestaltet und am Ende offenbart, ist keineswegs vorherzusehen.
    Ich bin einfach nur unglaublich begeistert.
    Von dem Facettenreichtum , dieser Sprachgewalt und der ganzen Ausarbeitung.
    Es ist einfach etwas ,was ich so noch nie zuvor gelesen habe.

    Eine absolute Leseempfehlung.

    Fazit:
    "Im Zeichen der Acht” ist in meinen Augen ein Werk, das auf jede Leseliste gehört.
    Eine Geschichte die wunderschön und grausam zugleich ist. Eine Geschichte, die etwas mit dir macht und es lässt dich einfach nicht los.
    Das besondere ist hier absolut der Schreibstil, in den hab ich mich wirklich Hals über Kopf verliebt.
    Die Story selbst ist voller Höhen und Tiefen, voller Schmerz und Leid.
    Aber auch voller Stärke und Anmut.
    Ein Buch, das einfach völlig mitreisst und die Grenzen zwischen Gut und Böse ineinander verschwimmen lässt.
    Ich liebe es. Unbedingt mehr von diesem talentierten Autor.

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  • 4 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Books have a soul, 06.04.2020

    Als eBook bewertet

    Dieses Buch klang wirklich unheimlich gut und ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde. Auch optisch wurde hier alles richtig gemacht, die Aufmachung, vor allem auch mit diesem tollen Buchschnitt passt perfekt zur Story.

    Was mir sehr schnell klar war, ist, dass wir hier eine besondere Geschichte haben, mit einem ganz besonderen, poetischen Schreibstil. Das hat mir sofort gefallen, weil es einfach mal etwas anderes war, ich war aber auch überrascht, weil das im Jugendbuch-Bereich eher selten der Fall ist. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es nichts für die breite Masse ist. Auch wegen dem teils brutalen Inhalt hätte ich jetzt mehr auf ein Erwachsenenbuch getippt. Aber das ist immer ein schwieriges Thema und fliesst in meine Bewertung nicht mit ein.

    Es gab von Anfang an eine sehr düstere Grundstimmung, was mir richtig gut gefallen hat. Allerdings war vieles auch sehr verwirrend und gleichzeitig hatte die Story eine Art Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte. Die Grundidee gefällt mir auch total gut, das Setting war toll, es gab so einige Überraschungen. Lange wusste ich aber nichts über die Hintergründe und wie alles zusammenhängt. Hier muss ich gestehen, dass mir das auch am Ende nur bedingt klar war. Ich hätte gerne mehr Informationen gehabt. Der Aufbau war im Grunde sehr gelungen, nach und nach erfährt man mehr über die Zusammenhänge, ich habe das Lesen sehr genossen, aber ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass alles nur oberflächlich angeschnitten wird.

    Und damit kommen wir zu meinem grössten Problem mit diesem Buch. Die Geschichte ist sehr umfassend, es kommen viele Personen vor und auch die Vergangenheit spielt eine grosse Rolle. Bei knapp 300 Seiten eines Einzelbandes, ist es leider nicht möglich, hier in die Tiefe zu gehen. So blieb mir vieles zu knapp, zu schnell abgehandelt und auch die Figuren sind mir fremd geblieben. Die Beschreibungen und das Einfliessen alltäglicher Probleme dieser Jugendlichen hat der Autor meisterhaft beherrscht. Es lässt sich toll herauslesen, dass nicht alles schwarz oder weiss ist, dass Gut und Böse nicht so einfach zu bestimmen sind. Aber mir war eben alles zu kurz gehalten! Auch der eigentliche Kampf war viel zu schnell vorüber und grössere Überraschungen blieben dabei aus. Weil die Geschichte an sich aber so aussergewöhnlich und speziell einzigartig ist, hat mir das Buch trotz der Kritik gut gefallen.

    Fazit
    Im Zeichen der Acht hat eigentlich eine geniale Grundstory, Figuren mit viel Potenzial, und der poetische Schreibstil des Autors hat mich wirklich durch die Geschichte getragen. Das alles hat aber am Ende leider nicht komplett überzeugt, weil die Story in meinen Augen viel mehr Raum verdient und auch gebraucht hätte. Bei knapp 300 Seiten kann einfach nicht so in die Tiefe gegangen werden, damit alles beleuchtet wird. Und mir war es hier zu wenig. Vieles wurde nur angeschnitten, dazu gab es sehr viele Figuren, die man kennengelernt hat. Aber eine emotionale Verbindung blieb aus, weil schnell von einer Person zur nächsten gesprungen wurde. Dadurch konnte ich keinen Bezug herstellen. Das war sehr schade, denn die Story an sich war schön düster, teils ziemlich brutal, sie hatte das gewisse Etwas, allein wegen dem tollen Schreibstil, es war skurril und mit nichts vergleichbar. Doch wie gesagt, konnte leider alles nur oberflächlich und zu schnell abgehandelt werden. Trotzdem kann ich das Buch für zwischendurch empfehlen, und auch der Autor ist grundsätzlich einen zweiten Blick wert. Von mir gibt es 3,5 Sterne, 4 auf den gängigen Portalen.

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