Julian Roman Pölsler

Julian Roman Pölsler arbeitet seit Anfang der 1980er-Jahre als Drehbuchautor und Regisseur für das Fernsehen und wurde unter anderem mit seinen Verfilmungen der "Polt"-Krimis von Alfred Komarek bekannt. Mit der Roman-Adaption "Die Wand" lieferte Pölsler 2012 ein beeindruckendes Kinodebüt ab.

Julian Roman Pölsler, Jahrgang 1954, wurde am Kreuzberg im Paltental in der Steiermark in Österreich geboren, wo er auf einem abgelegenen Bergbauernhof aufwuchs. Pölsler studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien Regie und Produktion, am Max Reinhardt Seminar sowie am Institut für kulturelles Management. Im Anschluss arbeitete er als Regieassistent, unter anderem für Axel Corti. Seit 1982 führt er selbst Regie, zunächst ausschliesslich für verschiedene Fernsehproduktionen. So war er für die Familienserie "Auf immer und ewig" (1994) verantwortlich. 1995 schrieb er das Drehbuch und führte die Regie für den ambitionierten TV-Zweiteiler "Die Fernsehsaga - Eine steirische Fernsehgeschichte" über den Einfluss des Fernsehens auf die Bewohner eines steirischen Dorfes zum Sendestart im Jahr 1955. 1999 inszenierte Pölsler das zweiteilige TV-Heimatdrama "Der Schandfleck" nach einem Roman von Ludwig Anzengruber. Seit 2000 verfilmt er nach eigenen Drehbüchern die erfolgreichen "Polt"-Romane des österreichischen Autors Alfred Komarek über die Fälle des österreichischen Landgendarmen Simon Polt. Mit den TV-Adaptionen der Krimis um den Journalisten-Aussteiger "Daniel Käfer" nahm sich Pölsler schliesslich eine weitere Roman-Reihe Komareks vor. 2005 hatte sein erster "Daniel Käfer"-Heimatkrimi "Daniel Käfer - Die Villen der Frau Hürsch" TV-Premiere. 2010 starteten die Dreharbeiten zu einer Literaturverfilmung der besonderen Art und zugleich zu Pölslers erstem Kinofilm. Der Regisseur inszenierte nach eigenem Drehbuch den lange als unverfilmbar geltenden Bestseller "Die Wand" der österreichischen Schriftstellerin Marlen Haushofer und erfüllte sich damit einen lang gehegten Wunsch. Pölslers Kinodebüt feierte auf der Berlinale 2012 Premiere und erntete viel Lob. Auf bekanntes Krimi-Terrain begab sich Pölsler dann wieder für sein jüngstes Projekt. Im Frühjahr 2013 inszenierte er mit dem Film "Angeklagt" seinen bislang zweiten TV-Krimi aus der "Bella Block"-Reihe.

Viele von Julian Roman Pölslers Regie-Arbeiten waren preiswürdig. So erhielt der Autor und Regisseur 1996 den Erich-Neuberg-Preis für den TV-Zweiteiler "Die Fernsehsaga - Eine steirische Fernsehgeschichte". Für die Literaturverfilmung "Der Schandfleck" wurde Pölsler 2000 mit dem Bayerischen Fernsehpreis "Blauer Panther" ausgezeichnet. Ausserdem konnte sich der Regisseur bereits mehrmals über den österreichischen Film- und Fernsehpreis "ROMY" freuen. 2013 bekam er diese begehrte Auszeichnung in der Kategorie "Beste Regie Kinofilm" für "Die Wand". Pölsler lebt in Wien und München.