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Gratis lesen: Leidenschaftliche Office Nights, Folge 21

Beziehungsexpertin Paula Lambert, bekannt aus Sixx, hat erotische Kurzgeschichten unter dem Titel "Office Nights" verfasst. Sie erscheinen als eBooks im Label CLUB bei Harper Collins | © Foto Paula Lambert: sixx/Jens Koch

Achtung! Erotischer Lesestoff - vorab exklusiv im Weltbild Magazin

Paula Lambert, Beziehungscoach und Sexpertin, bekannt durch die Sendung "Paula kommt" auf dem Kanal sixx, hat erotische Kurzgeschichten verfasst. Exklusiv vorab können Sie die 28-teilige Reihe Office Nights online hier im Weltbild Magazin lesen. Die Geschichten sind jeweils 4 Wochen exklusiv und gratis verfügbar. Danach werden jeweils vier Kurzgeschichten in E-Bundles unter dem CLUB-Label von HarperCollins für 1,99 Euro angeboten. ACHTUNG, es erwartet Sie prickelnde Lektüre.

Verführerisch: Gewagtes Spiel

OFFICE NIGHTS ist eine 28-teilige Reihe erotischer Kurzgeschichten, die bei HarperCollins erscheinen werden. Diese können unabhängig voneinander oder am Stück gelesen werden. In jeder Folge wird sich die Protagonistin Stella einer anderen erotischen Herausforderung widmen – eine verführerischer als die andere.

Office Nights von Paula Lambert

Darum geht es: Stella Durigatti ist eine toughe Geschäftsfrau, die nicht nur ihre Angestellten, sondern auch sich selbst fest im Griff hat. Versagen ist für sie keine Option, Freizeit auch nicht. Lediglich für die Freitagsdinner mit ihrer Familie reisst sie sich vom Laptop los. Und obwohl sie behauptet, dieses Leben zu lieben, macht der Stress sich bei ihr langsam bemerkbar.

Eines Tages bekommt sie eine E-Mail von einem Fremden, der behauptet, sich um sie zu sorgen. Atlas, so nennt sich der Fremde, fordert sie zu einem gewagten Spiel heraus...

28 Folgen mit sinnlichem Lesestoff von Paula Lambert. Erotische Geschichten jede Woche in der Reihe Office Nights exklusiv und kostenlos vorab lesen nur im Weltbild Magazin.

Paula Lambert, Office Nights 21

Das Taxi biegt langsam in meine Strasse ein und kommt vor einem Baufahrzeug zum Stehen, das die Weiterfahrt blockiert. Die Stille ist spürbar unangenehm; Mackenzie und ich haben schon auf dem Rückflug kaum miteinander gesprochen, was Blödsinn ist, weil wir beide erwachsen sind und mit solchen Situationen eigentlich umzugehen wissen. Es ist ja Quatsch, jetzt Theater zu machen. Wir haben ein bisschen gevögelt, weil sich das in New York so angeboten hat, haben unsere Arbeit erledigt, und jetzt ist eben alles wieder beim Alten. Denn – wie hat er noch gesagt? – was in New York passiert, bleibt in New York.

Endlich bewegt sich der Lastwagen aus dem Weg, und das Taxi setzt sich wieder in Bewegung, bis es schliesslich vor meinem Haus anhält. „Also dann“, sage ich, „wir sehen uns morgen im Büro.“ Mackenzie nickt und beugt sich vor, als würde er mich küssen wollen. Aber dann drückt er mir nur einen unverbindlichen Schmatzer auf die Wange und setzt sich wieder gerade hin. „Okay, bis morgen.“ Ich lächle, etwas bemühter, als ich vorhatte. Als das Taxi weg ist, seufze ich laut. So viel Stress für das bisschen Abenteuer.

Es hat schon seinen Grund, dass die Leute einen davor warnen, mit Mitarbeitern zu vögeln. Es ist einfach unangenehm, Privates und Geschäftliches zu vermischen. Wenn Mackenzie das nächste Mal beruflich anderer Meinung ist, werde ich automatisch an den Sex mit ihm denken. Und das ist echter Mist. Zum Glück ist der Zauber bald vorbei. Der Obermacker in New York hat angedeutet, dass er nun genug Vertrauen in meine Leute hat, um Mackenzie wieder abzuziehen. Dann habe ich meine Ruhe, und alles ist wieder beim Alten.

Von Atlas habe ich vier Tage lang keine Antwort auf meine Mail erhalten. Als ich jetzt wieder seinen Absender in meinem Postfach sehe, macht mein Herz einen kleinen Hüpfer. Inzwischen ist es mir fast egal, wer er ist – er ist der einzige Mann in meinem Leben, der mir keinen Stress macht. Ich frage ihn, ob wir wieder spazieren gehen wollen, und bin überrascht über meine Forschheit. Mir ist aufgefallen, dass er mir seltener schreibt und offenbar das Interesse verliert. Dabei finde ich, dass wir ein gutes Team sind. Endlich fliessen meine Säfte wieder, und das meine ich nicht nur sexuell. „Ich habe dir viel zu verdanken, ob du es weisst oder nicht“, schreibe ich ihm. Er antwortet nur kurz, in einem einzigen Satz: „Ich dir auch.“ Kein Wort über mein Spazierangebot, keine Aufgabe, nichts weiter. Nur: „Ich dir auch.“ Ich frage mich, ob das der Code fürs Schlussmachen unter Internetstalkern ist und ärgere mich, dass er mich einfach so wegschiebt.

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Zum Glück habe ich nicht lange Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, denn gegen 15 Uhr kommt Problem Nummer 3 unverhofft in mein Büro, um mich zu überraschen. Wir sind gerade mit einem Meeting fertig, was bedeutet, dass der Konferenzraum voll mit Leuten ist. Unter anderem John Mackenzie. Giulio trägt einen riesigen Blumenstrauss vor sich her und sieht so frisch italienisch aus, als hätte er gerade Eros Ramazotti und Adriano Celentano gleichzeitig verschluckt. Ich muss lachen, obwohl ich mich eigentlich ärgere. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass er Ort und Zeit nicht willkürlich gewählt hat. Sein Auftritt verursacht den üblichen Auflauf, und ich meine, Alice seufzen zu hören. Er sieht wirklich niedlich aus, auch wenn alles an ihm einfach zu viel ist. „Ich dachte, du könntest ein bisschen Farbe hier gebrauchen“, sagt Giulio und stellt den Strauss in eine Vase direkt neben die Atlas-Statue. „So grau hier, alles so grau hier“, sagt er und lässt seinen Blick durch den Raum schweifen, um bei Mackenzie hängenzubleiben. Dessen Pupillen sind so sehr geweitet, dass es aussieht, als hätte er schwarze Augen. Schliesslich wendet er sich ohne ein Wort ab und verlässt den Raum. Unmöglich, dass Giulio etwas ahnt. Aber irgendetwas stimmt hier nicht. Ich weiss nur nicht, was.

„Tja, danke für die Blumen“, sage ich und klatsche unbeholfen in die Hände, während sich der Konfi langsam leert. „Ich wollte mich gestern ausführlicher melden, aber du weisst ja, wie man sich fühlt nach so einem langen Flug …“ Giulio legt den Kopf schief und mustert mich. „Tue ich das? Ja, vermutlich. Aber wenn der Prophet nicht zum Berg kommt … du weisst schon.“ Er macht einen Schritt auf mich zu. „Alles okay? Du wirkst etwas angespannt.“ Ich nicke. „Ja, es ist nur gerade alles ein bisschen viel. Verstehst du sicher.“ Ich deute vage auf ein paar Entwürfe und den Aktenschrank, was sich eben so im Raum befindet.

Giulio umkreist mich und setzt sich dann an die gegenüberliegende Seite des Konferenztisches. „Gerade weil ich das so gut verstehe, bin ich hier. Bitte flipp jetzt nicht aus, aber ich habe mir ein paar Sachen überlegt. Was hältst du davon, wenn du mit mir nach Italien kommst? Ich meine, die Fabrik gehört nicht Gigi und deinem Cousin alleine, und wir könnten uns häufiger sehen.“ Ich bin verwirrt. Macht Giulio mir etwa gerade ein Beziehungsangebot? „Äh …“ sage ich. „Ich verstehe natürlich, dass das überraschend kommt“, sagt Giulio und steht auf. „Aber ich bitte dich, einfach mal darüber nachzudenken. Das hier macht dich doch auf Dauer nicht glücklich.“ Ich öffne meinen Mund, um loszuwüten über diese Unverschämtheit, aber Giulio hebt die Hände und sagt: „Schsch, erst sacken lassen, dann meckern.“ Mit diesen Worten dreht er sich um und geht.

Ich bin fassungslos. Aber offensichtlich nicht so sehr wie Mackenzie, der hereingestampft kommt, mich an der Hand nimmt und über den Flur in unseren Schnittraum schleift, die Tür abschliesst und mich mit dem Rücken gegen die Wand pinnt. Ein schmaler Streifen Sonnenlicht fällt durch einen Spalt in der Jalousie und zeichnet Muster auf Mackenzies wutentbranntes Gesicht. „Was war das denn bitte für eine patriarchale Scheisse? Was glaubt dieser schmierige Sunnyboy, wer er ist?“ Er klingt wie eine mittelalte Emanze, was mich zum Lachen bringt. „Findest du das etwas komisch, so behandelt zu werden?“ Mackenzies Augen funkeln dunkel. Er ist wirklich sauer. „Worüber regst du dich so auf?“, frage ich. „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich das hier aufgebe! Schon gar nicht für einen Mann!“ Mackenzie schiebt mich ein Stück von sich weg, um mich genauer zu betrachten. Während er mich ansieht, fährt er mit einer Hand unter mein Kleid und zieht mir mein Höschen aus. Eine typische Gorillamannaktion. Ich muss zugeben, dass es mir gefällt. Meine Hände zerren an seinem Gürtel, öffnen die Schnalle und seine Hose, bis er nur noch im Slip vor mir steht. Der Slip ist zu einem gewaltigen Segelboot angewachsen. Offenbar fördert die Angst vor meinem Weggang seine Potenz. Damit kann ich arbeiten. Ich ziehe mir mein Kleid über den Kopf und entledige mich meines BHs. Keuchend und ohne ein Wort zu sagen stehen wir voreinander. Ich nur in High Heels, er mit einem Wirrwarr aus Hose, Slip, Gürtel und Schuhen um seine Knöchel. Er bückt sich, um ein Gummi aus seiner Hosentasche zu pulen. Interessant, dass er immer vorbereitet ist.

Als wir vereint sind und er mich fickt, wie man immer schon in Büros gefickt hat, heimlich und wortlos, denke ich nicht mehr viel, ausser, dass mein Leben wirklich interessanter geworden ist. Und dann komme ich.

Fortsetzung folgt

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Paula Lambert, Office Nights, erscheint bei HarperCollins. Weitere Titel aus der Reihe CLUB von Harper Collins finden Sie hier.