vor 2 Wochen

Warum uns Cocooning so gut tut

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Einfach mal abtauchen: Cocooning tut allen gut

Trend Cocooning – Kleine Auszeiten im Alltag für zu Hause

Wann immer jemand gestresst ist, sagen die Japaner sprichwörtlich „Diese Person hat keinen Tee in sich“. Denn bereits eine Tasse Tee zu trinken ist eine kleine Auszeit im Alltag. Was die Japaner schon lange wissen, gilt auch für unsere heutige, hektische Zeit: Je mehr Ruhepausen wir in unseren Alltag einbauen, desto besser sind wir für all die täglichen Herausforderungen gewappnet. Cocooning heisst das Stichwort! Wir ziehen uns in unsere eigenen vier Wände zurück, schaffen kleine Ruherituale – und finden so Entspannung zu Hause. Wir zeigen Ihnen viele kleine Verwöhnmomente, damit Sie sich rundum wohlfühlen.

Home Sweet Home – was hinter Cocooning steckt

Ob notwendigerweise in der aktuellen Zeit oder allein schon wegen der kalten Jahreszeit: Mehr Zeit zu Hause bietet die Möglichkeit, es sich so schön und entspannend wie nur möglich zu machen. Und wieder mehr auf die eigenen Bedürfnisse zu hören. Cocooning bedeutet übersetzt „sich einspinnen” – wie eine Raupe in einem Kokon. Und wie wir alle wissen, entsteht daraus ein wunderschöner Schmetterling.

Gerade in unserer schnelllebigen Welt ist es wichtig, kleine Ruhepausen einzuplanen – um anschliessend wieder aus unserer vollen Kraft schöpfen zu können. Achtsamer durchs Leben zu gehen und sich etwas Gutes zu tun ist einfacher, als man denkt. Ein schönes Zuhause zum Entspannen hat dabei einen ganz entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden: ob der Lieblingssessel mit der Wolldecke, die handgefertigte Teetasse oder eine kleine Duftkerze, die Ihr Zuhause in eine wohlig-warme Ruheoase verwandelt. Wenn wir uns die kleinen Dinge des Alltags bewusst machen, verändern wir unsere innere Einstellung und wissen unser Glück viel mehr zu schätzen.

Entspannung zu Hause: Schöne Dinge schaffen ein Wohlfühlambiente

Positive Aspekte kleiner Auszeiten

Allein schon das Sitzen im Sessel und scheinbare Nichtstun ist gesund für unser Gehirn. Wer kennt das nicht? Wenn wir nicht aktiv versuchen, Probleme zu lösen, kommen uns oft die besten Einfälle. Das kann unter der warmen Dusche sein oder beim Spazieren gehen an der frischen Luft. Eben bei all den kleinen Auszeiten, die im Sinne unserer Leistungsgesellschaft nichts mit Produktivität zu tun haben, sondern vielmehr aus einem Ruhezustand heraus entstehen.

Kurze Auszeiten haben noch viele weitere positive Effekte auf unseren Körper und Geist: Der Puls verlangsamt sich, das Stresshormon Cortisol wird gesenkt. Wenn wir ausgeglichen sind, sind wir nicht nur kreativer, sondern haben mehr Energie und können so in unserer ganzen Form auch für unsere Mitmenschen da sein.

Wie und wann schaffen wir uns Zeit für Auszeiten?

Eine kleine Auszeit muss – wie der Name schon sagt – kein aufwendiger Spa-Besuch oder gar ein ganzes Wellness-Wochenende sein. Vielmehr geht es darum, sich Zeitinseln im Alltag freizuschaufeln, um nicht von der Welle an Aufgaben und Verpflichtungen weggeschwemmt zu werden. Ein paar Ideen:

  • Setzen Sie Prioritäten: Was ist Ihnen wirklich wichtig im Leben? Nutzen Sie die Zeit, die Sie haben, für schöne Momente und nicht allein für Verpflichtungen. Zur Not tut es nämlich auch die gekaufte Schultüte oder die Fertigbackmischung für den nächsten Kita-Geburtstag.
  • Sprechen Sie sich mit Ihrem Partner ab: Einmal übernimmt er, einmal Sie die Morgenroutine mit den Kindern; jeder bekommt am Wochenende auch ein paar Stunden für sich.
  • Machen Sie einen Wochenplan: Dadurch haben Sie alle Termine der Familie im Blick und unter Kontrolle. Planen Sie dabei ausreichend Puffer ein, um nicht von Termin zu Termin zu hetzen. Und wenn es spontan Änderungen gibt, nutzen Sie die freie Zeit, um in Ruhe die Zeitung zu lesen oder spazieren zu gehen – und nicht wieder nur etwas anderes Produktives zu machen.
  • Sagen Sie auch mal Nein: Ohne die Angst, jemanden zu verletzen oder etwas zu verpassen. Sie allein können bewusst für mehr Auszeiten sorgen. Gemäss der Anweisung im Flugzeug: Erst sich selbst die Atemmaske aufsetzen, dann Ihren Nächsten helfen.
  • Halten Sie genau jetzt für wenige Minuten inne: Wie fühlen Sie sich in diesem Moment? Ist Ihr Kiefer angespannt? Sind Ihre Schultern hochgezogen? Sind Sie fröhlich oder traurig? Bereits 1-2 Minuten reichen aus für einen kurzen Check-in.

Checken Sie Ihren Weg zum Glück - Lesetipps:

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Glücklicher durchs Leben

Cocooning geniessen mit Weltbild

Wer sich zu Hause wohlfühlt, entspannt schneller und ist besser gewappnet gegen die Tücken des Alltags

Kleine Auszeiten für zwischendurch

Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf mehr Entspannung zu Hause und im Alltag lenken, werden Sie vielerlei Möglichkeiten für kleine Auszeiten finden. Wir haben ein paar erste Vorschläge für Sie. Wichtig dabei ist, dass Sie dabei kein schlechtes Gewissen haben, sondern sich selbst diese Wohlfühl-Momente von ganzem Herzen gönnen:

  • Ein kleines Yoga-Ritual am Morgen, das nicht länger als 10 Minuten sein muss, stretcht Körper und Geist und lässt Sie in Ihre Mitte kommen.
  • Fahren Sie, wenn möglich, mit dem Fahrrad zur Arbeit oder gehen Sie zu Fuss. Frische Luft am Morgen und das Erwachen der Natur ist der beste Start in den Tag. Oder planen Sie einen kleinen Spaziergang in Ihrer Mittagspause ein.
  • Gönnen Sie sich nach dem Mittagessen ganz bewusst etwas Süsses, etwa ein Stück Zartbitterschokolade. Lassen Sie es langsam auf der Zunge zergehen.
  • Schreiben Sie morgens oder abends in ein Dankbarkeitstagebuch, um das Gute in Ihrem Alltag zu sehen.
  • Etablieren Sie ein festes Pflege-Ritual vor dem Zubettgehen für Ihren Körper mit schönen Düften und Cremes.
  • Lesen Sie abends noch eine halbe Stunde in einem Roman. Keine anstrengende Fachliteratur – einfach nur ein Buch, das Ihnen Freude bereitet.
  • Verabreden Sie sich regelmässig mit Freunden: Das kann ein fester Termin in der Woche zum gemeinsamen Abendessen sein oder das Treffen am Wochenende. Je weniger Aufwand für die Planung ansteht, desto einfacher lassen sich die kleinen Auszeiten mit Freunden für ausgelassene Stunden umsetzen.

Wie schaffe ich es, zu Hause vom Job abzuschalten?

Für viele Menschen verschwimmt die Grenze zwischen zu Hause und Beruf immer mehr. Ob im Homeoffice oder allein durch die scheinbare Notwendigkeit, ständig erreichbar zu sein. Gibt es im Job viel Stress, tragen wir den meist noch mit nach Hause. Doch auch dagegen gibt es praktische Tipps und Tricks für mehr Entspannung:

  • Machen Sie bewusst Feierabend. Schliessen Sie die Tür zu Ihrem Arbeitszimmer, verlassen Sie Ihren Schreibtisch – und versuchen Sie, abends schwierige Gespräche über die Arbeit zu vermeiden.
  • Schreiben Sie am Vortag bereits die To-do-Liste für den nächsten Morgen. So quälen Sie sich beim Einschlafen nicht mit Gedanken an die Arbeit und wissen direkt, womit es weitergeht.
  • Schrauben Sie Ihre Ansprüche an sich selbst zurück und erledigen Sie nicht alles zu 100 %. Meist reichen 80 % völlig aus. Sie müssen nicht perfekt sein.

Auf eine Tasse Tee mit sich selbst

Ein tägliches Teeritual zu etablieren, kann eine schöne Bereicherung für mehr Wohlgefühl im Sinne des Cocooning sein:

  • Schnuppern Sie am Tee und wählen Sie die passende Teesorte aus.
  • Setzen Sie das Teewasser auf, warten Sie kurz, bis es aufkocht und wieder leicht abkühlt und giessen Sie dann den Tee in Ihrer Lieblingskanne auf.
  • Schauen Sie dabei zu, wie die Teeblätter im Wasser tanzen. Warten Sie wieder kurz, bis sich ein angenehmer Teeduft verbreitet.
  • Giessen Sie den Tee in Ihre Lieblingstasse, umschliessen Sie das Gefäss mit ihren Händen, nehmen Sie einen Schluck und spüren Sie, wie sich das angenehm warme Gefühl in ihrem Körper ausbreitet und Ihnen neue Kraft schenkt. Ausgeglichen kehren Sie zu Ihrem Alltag zurück.