vor 2 Wochen

Vorsicht, giftige Pflanzen für Katzen und Hunde!

4.5Sterne
(5)

Giftige Pflanzen für Katzen und Hunde

Jeder Tierfreund kennt das: Zimmerpflanzen, vor allem solche mit Ranken, jungen Trieben und filigranen Blättern, üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf so manchen Stubentiger aus und werden bepfötelt – oder als Snack getestet.

Die unterschätzte Gefahr aus dem Blumentopf


Gerade Letzteres kann fatal sein: Nicht wenige Pflanzen sind nicht zum Verzehr geeignet und hochgiftig für Katzen oder auch Hunde. Erfahren Sie hier, wie Sie verhindern, dass Hunde oder Katzen im Zimmerdschungel etwas zustösst und welche Pflanzen giftig für Katzen und Hunde sind und vor allem, welche dich eignen für unsere vierbeinigen Freunde.

Video-Tipp: Haustierfreundliche Zimmerpflanzen

Viele Haustierbesitzer haben sich bestimmt schon mal gefragt, ob die Zimmerpflanzen im eigenen Zuhause dem geliebten Tier gefährlich werden können. Denn gerne knabbern Katze und Hund ja mal an dieser oder jenen Pflanze herum.

In diesem Video-Tipp unseres Schwesterunternehmens Gärtner Pötschke stellen wir euch jede Menge haustierfreundliche Zimmerpflanzen vor. So geht ihr beim nächsten Pflanzenkauf auf jeden Fall auf Nummer sicher. Die Auswahl ist zum Glück sehr gross: von Küchenkräutern, über diverse Palmenarten bis hin zu Gräsern. Selbst auf bunt blühende Pflanzen muss man nicht verzichten.

Dill, Thymian oder Petersilie eignen sich für Hunde und Katze gleichermassen. Thymian kann zum Beispiel Hunden bei Atmenwegsproblemen helfen und die Verdauung unterstützen. Auch viele Palmenarten - mit Ausnahme der Yuccapalme -- sind für Katzen und Hunde harmlos. Katzengras und Katzenminze - das verrät schon der Name - helfen Katzen, ihre Verdauuung in Schwung zu bringen. Bei den blühenden Zimmerpflanzen ist der Zimmerhibiskus ideal. Auch Bananenpflanzen oder die Zimmerananas sind tierfreundlich.

Tipp:

Wer sich bei einer Pflanze nicht sicher ist, ob sie seinem geliebten Vierbeiner schadet, der platziert diese am besten in ein Regal oder in eine Blumenampel

Kräuter sind für unsere Haustiere oft sogar hilfreich, um die eigene Gesundheit zu unterstützen. 88 besondere Katzenporträts zeigt der teNeues Bildband "Cat" von Tein Lucasson

Bei Weltbild entdecken

Es gibt viele gute Alternativen, wenn Sie die Wohnung mit einem Haustier teilen. Ihr Hund dankt es Ihnen. Um Hundeschicksale geht es auch in "Ziemlich beste Pfoten"

Warum fressen Katzen Pflanzen?

Das Knabbern am Grün ist ein instinktives, natürliches Bedürfnis von Katzen. Wildkatzen und Freigänger verzehren Gras und Kräuter, um besser mit Haarballen zurechtzukommen. Diese Knäuel aus beim Putzen verschluckten Haaren werden regelmässig ausgewürgt. Und das fällt leichter, wenn deren Struktur durch Pflanzenfasern gefestigt wird. Gras wirkt also als natürliches Brechmittel.

Was aber wenn kein Gras wächst, wie zum Beispiel in der Wohnung? Eine Wohnungskatze sucht sich Alternativen: Findet sie dann nur Zimmerpflanzen vor, bleibt ihr meist keine andere Wahl für ihr Bedürfnis.

Giftige Pflanzen für Katzen sind zum Beispiel:

  • Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima)
  • Azaleen (Rhododendron simsii)
  • Birkenfeige (Ficus benjamina)
  • Drachenbaum (Dracaena deremensis)
  • Wüstenrose (Adenium obesum)
  • Ritterstern (Hippeastrum)

Wie Sie Ihrer Katze eine grüne Alternative bieten?

Darüber freut sich der Stugentiger: ein Blumentopf mit Katzengras ist ideal. Saatmischungen oder Fertigsets zur Anzucht von Katzengras sind in Gartenmärkten und in Zoohandlungen im Sortiment. Auch im Winter können Sie Ihrer Katze so frisches Grün bieten.

Katzensichere Pflanzen für die Wohnung

  • Zimmerahorn (Abutilum)
  • Hibiskus (Hibiscus rosa sinensis)
  • Dickblatt (Crassula)
  • Weihnachtskaktus (Schlumbergera)

Giftige Zimmerpflanzen für Hunde

Welche Gefahren in der unmittelbaren Nähe unserer Hunde 'lauern', ist vielen Hundehaltern gar nicht bewusst. Denn viele Zimmerpflanzen sind für uns so normal, dass wir uns die grosse Vergiftungsgefahr für unseren Hund gar nicht vorstellen können. Doch wenn unser Vierbeiner dann irgendwann einmal auf einer giftigen Pflanze oder Wurzel herumnagt, ist die Vergiftungsgefahr sehr hoch. Gerade bei Welpen ist besondere Vorsicht geboten, denn sie sind noch empfindlicher. Die Folgen können katastrophal und sogar tödlich sein. Hundehalter sollten diese Gefahr durch giftige Pflanzen in der unmittelbaren Nähe ihres Hundes kennen.

Wir nennen hier die wichtigsten:

  • Agave
  • Alpenveilchen
  • Azalee
  • Christusstern
  • Elefantenbaum
  • Dieffenbachie
  • Efeu
  • Einblatt
  • Gummibaum
  • Buntblatt
  • Grünlilie
  • Passionsblume
  • Aralie

Hier sind vor allem die Knollen und Zwiebeln giftig:

  • Alpenveilchen
  • Amaryllis
  • Clivie
  • Prachtlilie

Bei diesen Pflanzen ist besonders der Milchsaft giftig:

  • Christusdorn
  • Weihnachtsstern

Erste Hilfe bei Vergiftung:

Bei dem geringsten Verdacht auf eine Vergiftung des Hundes muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift kann schnell wirken und Ihren Vierbeiner in Lebensgefahr bringen. Symptome sind etwa: Erbrechen, Durchfall, Starker Speichelfluss, Unruhe oder Apathie oder Krämpfe. Entdecken Sie Vergiftungserscheinungen, sollte umgehend ein Tierarzt oder eine Tierklinik aufgesucht werden.