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vor einer Woche
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Unser Garten im April: Alles spriesst!

Jetzt geht die Garten-Saison so richtig los!

Zwar heisst es „April, April, der macht, was er will“, und das Wetter kann ab und zu unbeständig sein, aber der Frühling ist nun endlich da und lockt uns mit milden Temperaturen und Sonnenstrahlen nach draussen. Für alle Gärtner heisst das: Jetzt geht es richtig los!

Gartenarbeit im April - Checkliste:

1. Blumenzwiebeln mehrjährig verwenden

Frühblühende Zwiebelblumen wie Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen und Tulpen haben im April häufig schon die beste Zeit hinter sich. Ist genug Platz im Garten, lassen Sie die verwelkten Pflanzen einfach stehen. In der Erde sammeln die Blütenzwiebeln neue Kraft und zaubern Anfang kommenden Jahres wieder bunte Farbtupfer in Ihren Garten. Alternativ können Sie verblühte Blumenzwiebeln vorsichtig herausziehen, von Erde und Laub befreien und gut trocknen lassen. Wenn Sie die Zwiebeln an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufbewahren, können Sie sie im Herbst wieder einpflanzen.

2. Aussaat: Diese robusten Gemüse und Kräuter können Sie jetzt im Freiland aussäen

Gemüsearten:

  • Kopfsalat
  • Spinat
  • Mangold
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Rote Bete
  • Radieschen
  • Möhren
  • Lauch
  • Kohlrabi
  • Zuckererbsen
  • Rettich
  • Pastinaken
  • Schwarzwurzeln
  • Wirsing
  • Speiserüben

Kräuter:

  • Petersilie
  • Dill
  • Bohnenkraut
  • Kümmel
  • Estragon
  • Kerbel
  • Schnittlauch

TIPP: Bärlauch können Sie gut im Garten ansiedeln. Kaufen Sie Jungpflanzen und kultivieren Sie sie an einem schattigen Plätzchen, z. B. unter Sträuchern. So können Sie den köstlichen Waldknoblauch nach Belieben ernten, ohne Gefahr zu laufen, ihn mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln.

Oh Schreck, ne Schneck: Wie Sie die gefrässigen Gesellen vertreiben

Nacktschnecken fressen sich im Frühjahr gerne an jungem Gemüse und anderen Pflanzen satt. Wie Sie effektiv gegen Schnecken vorgehen können, verraten die Garten-Profis vom Traditionsunternehmen Gärtner Pötschke im Video:

Probieren Sie es anstelle der chemischen Keule doch einmal mit folgenden Mitteln und Tricks:

  • Verwenden Sie ein Kulturschutznetz. Es ist durchlässig für Licht, Luft und Regenwasser und wehrt neben Schnecken auch andere Schädlinge wie Erdflöhe oder die Kirschessigfliege ab.
  • Giessen Sie am besten morgens. Dann sind die Pflanzen wieder trocken, wenn die Schnecken abends aktiv werden und feuchtes Laub suchen.
  • Sind die Schnecken erstmal unterwegs, hilft nur fleissiges Absammeln.
  • Beliebt sind auch Bierfallen, die es sogar fertig zu kaufen gibt.
  • Schnecken vermeiden trockene Wege. Halten Sie daher Ihren gefährdeten Beeten und Pflanzen möglichst trocken und offen. Dadurch erreichen Sie einen schönen und feinkrümelige Bodenstruktur, die die schleimigen Plagegeister zusätzlich abschreckt.
  • Legen Sie Schutzstreifen aus Asche, Gesteinsmehl, Kalk, Sägespäne oder Sand an. Die Materialien müssen nach jedem Regen erneuert werden. Als Alternative können Sie mechanische Barrieren wie z.B. Schneckenzäune. Schneckenschutzringe und Kupferbänder errichten, die Sie mit Erdnägeln befestigen. Letzteres muss unbedingt feucht gehalten werden.

3. Letzte Chance: Rosen und Hibiskus schneiden

Wenn Sie es im März verpasst haben, ist jetzt noch eine gute Zeit, um immergrüne Pflanzen oder empfindliche Obstgehölze zu pflanzen, zu teilen oder umzusetzen. Sobald die Forsythien blühen, können Sie ausserdem Rosen und Hibiskus-Sträucher in Form bringen.

  • Die Regel bei Beet- und Edelrosen lautet: Schwache Triebe stark und starke Triebe schwach zurückschneiden. Mehrmals blühende Sorten können Sie bis auf etwa 20 Zentimeter über dem Boden zurückschneiden.
  • Setzen Sie dabei die Rosenschere fünf Millimeter oberhalb der Knospen an und schneiden Sie leicht schräg.
  • Bei öfter blühenden Strauchrosen sollten Sie alte und schwache Triebe komplett entfernen und die neueren ungefähr um ein Drittel kürzen.
  • Kletterrosen müssen nur leicht zurückgeschnitten werden. Abgestorbene Triebe oder solche, die älter als vier Jahre sind, sollten Sie komplett entfernen.
  • Junge Hibiskus-Pflanzen können Sie um mindestens die Hälfte kürzen. So regen Sie Verzweigung und Blütenbildung optimal an. Bei älteren Sträuchern reicht der sogenannte Erhaltungsschnitt: Blütentriebe aus dem Vorjahr bis auf wenige Knospen einkürzen, bei sehr dichtem Wuchs einige auch ganz herausschneiden.

TIPP: Damit es glatte Schnittstellen gibt und die Pflanzen beim Zurückschneiden so wenig wie möglich verletzt werden, sollte die Gartenschere möglichst scharf sein. Nutzen Sie einen regnerischen Apriltag, um Ihr Gartenwerkzeug zu schärfen und in Schuss zu bringen. Vielleicht ergreifen Sie auch die Gelegenheit, um abgenutzte Exemplare Ihrer wichtigsten Gartenhelfer durch neue zu ersetzen?

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4. Ab ins Beet: Bienenfreundliche Pflanzen

Folgende Pflanzen sind ein schöner Blickfang für den Frühlingsgarten und dienen als wichtige Nektarquellen für Bienen:

  • Die Winterheide (Erica) zeigt bereits im Januar ihre weissen oder violetten Blüten.
  • Astern sorgen bis in den Herbst hinein für bunte Farbenpracht im Garten.
  • Studentenblumen (Tagetes) schmücken Beete genauso wie Kübel. Netter Nebeneffekt: Schnecken mögen sie gar nicht.
  • Kräuter wie Salbei, Thymian und Rosmarin sind bei Bienen sehr beliebt; auch Wildkräuter wie die Taubnessel, der Kriechende Günsel, Ysop oder die Schafgarbe.
  • Wer Obstbäume und Beeren in seinem Garten hat, kann sich als wahrer Bienenfreund bezeichnen.

5. Beeren pflanzen

Die beste Pflanzzeit für Beerensträucher ist der Herbst, aber auch im Frühling können Sie sie noch pflanzen. Allerdings dürfen Sie erst im kommenden Jahr eine üppige Ernte an Himbeeren, Johannisbeeren oder Blaubeeren erwarten. Wenn Sie Erdbeeren pflanzen möchten, wird es jetzt höchste Zeit. Sorten wie Pandora, Salsa oder Symphony sind im Spätsommer erntereif. Beliebt sind auch Monatserdbeeren, die von der Walderdbeere abstammen und von Juli bis November immer wieder Früchte hervorbringen.

TIPP: Schaffen Sie Nistmöglichkeiten für Wildbienen und Co. Als „Insektenhotel“ reichen schon Totholz oder zusammengebundene Bambus- und andere Pflanzenstängel. Oder Sie bohren zahlreiche Gänge in einen Holzklotz.

6. Düngen mit Kompost

Reifer Kompost ist ideal, um im Frühjahr die Qualität des Bodens zu verbessern. Reif heisst, dass Küchen- und Gartenabfälle genug Zeit hatten, durch Mikroorganismen abgebaut zu werden. Das sogenannte „Umsetzen“ beschleunigt den Verrottungsvorgang und bedeutet, dass Sie die untersten Schichten Ihres Komposts nach oben und die inneren nach aussen umschichten, damit viel Luft an das organische Material gelangt. Zusätzlich können Sie noch Gesteinsmehl zugeben, um den Zersetzungsprozess zu fördern. Dann den reifen Kompost einfach in die oberste Erdschicht einarbeiten.

7. Sommerblumen vor Frost schützen

Im April können Hobbygärtner aus dem Vollen schöpfen, wenn sie Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse anpflanzen möchten. Aber Vorsicht: Bis zu den Eisheiligen Mitte Mai kann es noch Bodenfrost geben. Falls Sie ungeduldig sind und schon vorher Dahlien, Begonien, Fuchsien oder Geranien pflanzen, behalten Sie die Temperaturen im Auge und schützen Sie die frostempfindlichen Sommerblumen gegebenenfalls mit einem Gartenvlies.

Weiter geht’s in Richtung Hochsaison

Wenn Sie unsere Gartentipps für den April beherzigen, grünt und blüht es am Ende des Monats schon sehr üppig. Dann gehen Sie schon mit grossen Schritten der Hochsaison für alle Gartenfreunde entgegen, für die Sie im Wonnemonat Mai noch ein paar Dinge vorbereiten können. Fortsetzung folgt…