Nachhaltig leben
vor 2 Wochen
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So wird der Garten winterfest

Der Herbst ruft: Zeit, den Garten winterfest zu machen

Kuschelsocken, gute Bücher und eine warme Tasse Tee: Willkommen, lieber Herbst! Die Natur zeigt sich nun schon bald in den schönsten Gelb- und Rottönen – auch direkt vor unserer Gartentür. Höchste Zeit, sich um ein gemütliches Winterquartier für Igel und Co. zu kümmern! Wir haben die besten Kniffe zusammengestellt, um den eigenen Garten winterfest zu machen und liefern kreative Ideen für eine passende saisonale Dekoration zwischen Töpfen und Fensterbänken. Zieh’ gerne ein, stimmungsvoller Herbstzauber!

Die besten Tricks für den Garten-Winterschlaf

Wenn der Herbst einzieht, verabschieden sich Bäume und Pflanzen in den Winterschlaf, weit und breit sind keine Blüten mehr zu sehen. Ade, Sommer, Sonne, Blütenzeit. Das muss so sein, denn über den Winter sammeln die Pflanzen neue Energie, um dann in der nächsten Saison wieder in voller Blüte zu erwachen. Mit ein paar Tricks können wir diesen Prozess positiv beeinflussen und uns im nächsten Sommer über eine farbenfrohe Pracht und einen aufgeräumten Garten freuen.

So wird der Garten winterfest

1. Zwiebeln setzen: Einige Pflanzenzwiebeln ¬– die der Hyazinthe zum Beispiel ¬– fühlen sich auch im Winter in der Erde wohl. Aber Achtung: Im Topf vorgezogene Hyazinthen vertragen die Kälte nicht so gut und kommen lieber an einen dunklen, kühlen Ort. Tulpen- und Narzissenzwiebeln können bis Ende Oktober gesetzt werden, damit sie im Frühling erwachen. Kälteempfindliche Zwiebeln, zum Beispiel von Dahlien und Gladiolen, aus der Erde holen und an einen geschützten Platz in der Garage oder im Keller bringen.

2. Pflanzen zuschneiden: Besonders Rosengewächse freuen sich über einen kleinen Zuschnitt, bevor sie in den Winterschlaf fallen. Damit aber unbedingt bis zum Ende des Laubfalls warten.

3. Laub sammeln: Abgefallene Blätter, die auf dem Rasen liegen, aufsammeln. Beete für einen natürlichen Frostschutz bedeckt lassen. Unser Tipp: Wenn Sie das Laub zu einem kleinen Haufen kehren, bieten Sie Igeln ein herrliches Winterquartier.

4. Fruchtmumien an den Bäumen entfernen.

5. Wasser abstellen: Damit nichts gefriert, Wasserleitungen und Wasseruhren leeren und abstellen.

6. Immergrüne Pflanzen wässern: Der dekorative Buchsbaum ist winterresistent und immergrün. Er freut sich auch in der kalten Jahreszeit über ein paar Schlückchen Wasser.

7. Empfindliche Pflanzen einpacken: Rosen frieren schnell. Wohlig warm hält sie ein Vlies. Übrigens: Auch Olivenbäume vertragen die Kälte gut, wenn man sie entsprechend einpackt.

8. Nicht winterharte Pflanzen in den Keller oder ins Treppenhaus stellen. Wichtig: Suchen Sie die Gewächse aber vorher nach Schädlingen ab, das erspart Ihnen böse Überraschungen.

9. Pflanztöpfe und Kübel in Gruppen an die Hauswand stellen, wo es windstill und regengeschützt ist.

Bei den Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit auch die Vögel nicht vergessen: Wer sie frühzeitig im Spätherbst an einen festen Futterplatz gewöhnt, der kann sie den ganzen Winter über beobachten.

Unsere Checkliste für den winterfesten Garten

  • Teich säubern: Damit Sie auch im nächsten Sommer wieder Freude an der Wasserstelle haben, den Teichschlamm absaugen und faulige Pflanzenreste sowie Algen entsorgen.
  • Giesskannen leeren:Restwasser aus den Giesskannen abgiessen, damit sich kein Eis bilden kann.
  • Gartenschläuche lagern: Damit diese nicht platzen, unbedingt vollständig entleeren und im Gartenhäuschen (falls winterfest) lagern oder zusammen mit anderen Gartengeräten in den Keller bringen. Gartentische lassen sich zumindest im Herbst noch gut mit einer Abdeckplane vor der Witterung schützen.
  • An Balkon und Terrasse denken: Was für den Garten gilt, gilt auch für andere grüne Oasen. Vergessen Sie nicht, auch hier alles für frostige Zeiten vorzubereiten.

Unser Tipp: natürliches Vogelfutter

Lassen Sie die Frucht- und Samenstände von Distel, Sonnenhut, Echinacea oder Fetthenne bis zum Frühjahr stehen. Sie bieten Insekten einen Ort zum Überwintern und Vögeln ausreichend Nahrung. Ausserdem sehen die trockenen Stauden vor einer Schneelandschaft traumhaft aus.

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7 Tipps: Mit der richtigen Deko zur kleinen Winteroase

Puh, das war eine Menge Arbeit: Jetzt ist alles winterfest im „grünen Bereich“. Sie haben gekehrt, verpackt und Dinge von A nach B gebracht – und mit jedem Arbeitsschritt hat sich Ihr kleines Paradies gefühlt in eine trostlose Landschaft verwandelt? Das muss nicht sein! Jetzt geht es ans Dekorieren. Ein paar Handgriffe und schon sieht die Welt... der Garten... wieder ganz anders aus:

  1. Grosse Blumenkübel eignen sich hervorragend als Vasen für LED-Lichterzweige, die für funkelnde Momente in der dunklen Jahreszeit sorgen. Dank Timer können Sie die Sternstunden sogar selbst festlegen. Oder lassen Sie grosse Leucht-Sterne an der Terrasse zum Star werden. Das sorgt für warmes Licht an kalten Abenden.
  2. Tierischer Besuch kommt sicher gerne auch im Winter, wenn Sie ihm ein kuscheliges Plätzchen anbieten. Das Beste daran: Mit einem dekorativen Vogelhäuschen oder Futterspender sorgen Sie auch für optische Highlights im winterfesten Garten.
  3. Spezielle Lichter für den Aussenbereich schaffen eine Wohlfühlatmosphäre. Wie wäre es zum Beispiel mit ein paar Sternen, deren Funkeln Sie aus dem Wohnzimmer betrachten können?
  4. Statt zu braunem oder grauem Vlies zu greifen, lassen sich Ihre Pflanzen auch in dekorative Frostschutzfolien verpacken. Mit ihren bunten Mustern sorgen diese für farbenfrohe Hingucker.
  5. Rostfiguren in Igel- oder Pilzgestalt können ganz einfach in die Erde oder Pflanzenkübel gesteckt werden und hübschen den Garten im Handumdrehen auf.
  6. Auch Kürbisse dienen als Dekoelemente. Am besten arrangieren Sie verschiedene Sorten und Formen zu einem stimmigen Ensemble.
  7. Statt die Giesskanne in den dunklen Keller zu verbannen, kann man sie auch prima als Eyecatcher im Wohnraum nutzen: Sie ist die perfekte Vase für einen getrockneten Blumenstrauss.

Farbenspiele statt tristes Grau: Die schönsten winterharten Pflanzen

Eines ist klar: Der Sommer ist an seiner Blütenpracht nicht zu übertreffen. Trotzdem kann man sich sein „kleines Stück Draussen“ auch im Winter bunt machen. Für Farbtupfer an dunklen Wintertagen sorgen zum Beispiel:

  • Heidekraut/Erika: Sie sorgt mit ihrer Blühkraft bis in den tiefen Winter für farbliche Akzente. Ganz gleich, ob solo im Körbchen, als Farbtupfer zwischen anderen Pflanzen in einer grossen Schale oder im Kranz – Heidekraut ist vielfach einsetzbar.
  • Winter-Jasmin: Er scheint mit der Sonne um die Wette. Mit dem Winter-Jasmin holen Sie sich die gelben Strahlen zurück.
  • Ilex/Stechpalme: Das immergrüne Laubgehölz begeistert mit seinen roten Beeren ¬– und stimmt uns gaaanz langsam auf die Weihnachtszeit ein.

Herberge für Piepmätze: selbstgemacht

Sie können Vogelfutter übrigens ganz leicht selber machen – auch eine super Idee für einen gemeinsamen Nachmittag mit den Kindern. Sie brauchen dafür Samen, Nüsse und Körner, Kokos- oder Rinderfett sowie Förmchen, zum Beispiel kleine Terrakottatöpfe, einen Donut-Ring aus Silikon oder eine ausgehöhlte Orangenschale. Füllen Sie die Knabbereien in die Form und geben Sie das geschmolzene Fett darüber. Auskühlen lassen, fertig! Jetzt fehlt nur noch ein dickerer Faden und schon können Sie das selbst gemachte Vogelfutter in die Bäume in Ihrem Garten hängen. Die Spatzen und Meisen werden sich freuen.

Gönnen Sie sich eine Auszeit

Gut geschützt wird die Wintersaison für Ihre Pflanzen zur wahren Wellnesskur. Gönnen auch Sie sich eine Auszeit nach der Gartenarbeit – auf dem Sofa mit dem Blick in Ihr kleines Paradies, das im nächsten Jahr aufs Neue zum Leben erblüht.

1 Kommentar
  • Markus W., 23.10.2018

    Obwohl ich vieles schon wusste und die meisten Punkte schon seit Jahren so erledige, finde ich es eine tolle und nette Anleitung zur Jahreszeit "Herbst". Macht so etwas doch immer zu den Jahreszeiten oder Festen wie z.B. Silvester, Fasching, usw. Klasse Sache! Wie man es von Weltbild gewohnt ist.