Ihren Wäscheberg bezwingt man nur noch mit Ausrüstung und wenn die Sonne scheint, zeigt sie Ihnen vor allem, dass Sie die Fenster wirklich mal wieder putzen sollten? Ihre ehemaligen Leidensgenossinnen sind jetzt alle Marie-Kondo-Fans, haben ihr Wohnungschaos mühelos in den Griff bekommen, nur Sie finden einfach keinen Anfang? Wo ist denn eigentlich das „Magic Cleaning”-Buch, das Ihnen Ihre Freundin zu Weihnachten geschenkt hat? Neulich lag es doch noch da ...

Die ersten Monate des Jahres sind traditionell auch als Zeit der guten Vorsätze bekannt. Man nimmt sich Sachen vor, die man anders – oder besser – machen will. Minimalismus lautet die Devise. Dieses Jahr soll die Wohnung nicht erst vor dem nächsten Besuch auf Vordermann gebracht werden, sondern jeden Tag mit Sauberkeit verzaubern. Aber wo fängt man damit an? Und wohin mit all dem Zeug, das sich über die Monate angesammelt hat? Wir geben die besten Tipps für einen gelungenen Frühjahrsputz und mehr Entschleunigung in den eigenen vier Wänden.

Alles in bester Ordnung mit dem „Magic Cleaning" Prinzip von Marie Kondo

Von der TIME wurde sie zu einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt gekürt. Ihr Buch wurde millionenfach verkauft, und auf Netflix streamen Anhänger der japanischen Putzqueen seit Ende letzten Jahres begeistert ihre neue Doku-Reihe. Marie Kondo, die zierliche Japanerin, hat mit ihrer simplen, aber effektiven Aufräum-Methode die Herzen der Menschen im Sturm erobert.

So einfach geht das Aufräumen nach der „KonMari“-Methode

Radikal ausmisten steht auf dem Programm. Das Prinzip funktioniert nur, wenn man auch gewillt ist, sich von vielen Gegenständen zu verabschieden und radikal auszusortieren. Nur was Freude bereitet, darf bleiben. Diese Dinge wiederum brauchen einen festen Platz, um zur Ruhe zu kommen. Laut Marie Kondo spiegelt der Zustand des Hauses unseren geistigen Zustand wieder. Aufgeräumt und sauber lebt es sich leichter. Schubladen bleiben geordnet durch richtig gefaltete Kleidungsstücke und Aufbewahrungsboxen für Kleinkram. Nach Kondo werden etwa Socken und T-Shirts nämlich nicht gerollt, sondern nach Farben sortiert in der Schublade aufgestellt.

Frühjahrsputz Checkliste - so treiben Sie den Winter aus:

  • Fenster putzen - wenn der Schneematsch sicher vorbei ist
  • Heizkörper entlüften - wenn die Heizung abgestellt werden kann
  • Böden wischen und Oberflächen reinigen, einmal im Jahr auch mit Wachs oder anderen Pflegestoffen für lange Lebensdauer.
  • Kleiderschrank ausmisten - lesen Sie unten, wie Marie Kondo mit “Magic Cleaning” dabei vorgeht

Dazu gesellen sich die regelmässigen Aufgaben:

  • Herd und Ofen auswischen
  • Tiefkühltruhe abtauen und reinigen
  • Wasserhahn, Duschkopf, Kaffeemaschine und Wasserkocher entkalken
  • Abflüsse von Schmutz befreien

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Aber wo fängt man an und welche Reihenfolge ist die beste?

  1. Abstauben und aufräumen
  2. Möbel und Oberflächen reinigen
  3. Spiegel, Fenster und andere Glasoberflächen sowie Bildschirme reinigen
  4. Jetzt erst sind Küche, Bad und WC an der Reihe
  5. Zuerst saugen, dann wischen

Glänzender Auftritt: Praktische Tipps für den Abwasch

Laut diversen Studien (splendid-research.com) haben 35% der Deutschen wenig bis gar keine Freude am Putzen. Den Abwasch machen sie dabei am wenigsten gerne. Aber das muss nicht sein. Mit praktischen Spülutensilien, bunten Mikrofasertüchern, praktischen Tools und der richtigen Musik, oder etwa doch dem neuesten Krimi als Audio-Buch, wird die lästige Pflicht zum Kinderspiel.
Insta-Tipp: Trockene Vorräte in der Küche werden im Glas verstaut und sorgen so für mehr Über- und einen hübschen Anblick.

Wäsche waschen leicht gemacht

Ein Dampfgerät schafft Abhilfe im Bügel-Chaos. Mit dem Hemden- und Hosenbügler haben Falten keine Chance mehr und Sie sparen sich wertvolle Zeit im Kampf mit dem Wäscheberg. Ein faltbarer Wäschekorb hilft beim Aufhängen der Wäsche und lässt sich schnell verstauen und verstecken, wenn Besuch kommt. Fussel- und Tierhaarbürsten sind ein Muss – nicht nur für Katzen- und Hundebesitzer. Sie verleihen Ihrem Outfit im Nu den letzten Schliff und sorgen dafür, dass Ihre Wäsche länger wie neu aussieht.

Ordnung wo sie keiner sieht: „Magic Cleaning" von Schubladen

Realitätscheck: Ihr Kleiderschrank platzt aus allen Nähten und Sie verfallen jeden Morgen in Panik, weil Sie „einfach nichts zum Anziehen“ haben? Dann ist allerhöchste Zeit für ein bisschen Magic Cleaning Ihres Kleiderschranks.
Will man seine Schubläden und Schränke nach der „KonMari“-Methode sortieren heisst es zuallererst, alles muss raus. Ja, wirklich alles! Also werden T-Shirts aus ihren Ecken geholt, Socken aus der Waschmaschine gefischt und Schuhe aus dem Keller geholt, bevor man mit der eigentlichen Magie beginnt.

Jedem sein Päckchen: Laut dem Magic Cleaning Prinzip wird Kleidung zu kleinen Paketen gefaltet und aufrecht in die Schublade gestellt. Pullover, Jacken, Röcke und Hosen werden gefaltet und nach Farbe sortiert gestapelt. Socken dreht man laut Marie Kondo nicht auf links, sondern wickelt sie zu kleinen Sushi-Röllchen und verstaut sie nach Farbe in der Schublade. Hat man keine Schubladen zur Aufbewahrung, konsultiert man das Prinzip der aufsteigenden Linie. Links hängen schwere Kleidungsstücke und rechts die leichteren, kürzeren Teile. T-Shirts und Unterwäsche sortiert man ganz einfach in Aufbewahrungsboxen und stellt diese in den Kleiderschrank. Auch die Aufbewahrung von Schuhen folgt diesem Prinzip – schwere Schuhe stehen unten, leichte Schuhe oben.

Reinemachen im Trend: Internetstars im Putzfieber

Auch auf Instagram, Youtube und Co. erfreut sich das Putzen dank Marie Kondos Erfolg immer grösserer Beliebtheit. Internet-Sensation Sophie Hinchcliffe trifft mit ihrem Instagram-Kanal „mrshinchhome" den Puls der Zeit und versorgt ihre mittlerweile knapp 2 Millionen Follower mit täglichen Putztipps.

Genügen diese Argumente Ihrem inneren Schweinehund immer noch nicht? Dann vielleicht dies: zwei Stunden wischen, saugen und putzen verbrennen bis zu 600 Kalorien. No Magic!