Das erste Adventswochenende steht vor der Tür! Spätestens jetzt beginnen wir im Kopf, die Wochen bis Weihnachten hinunter zu zählen. Wir erstellen To-do-Listen für Geschenke, machen Essenspläne und beginnen, die Festtage zu organisieren. Halten wir doch einmal inne und besinnen uns auf den Advent. Vier Sonntage, die wir als Chance sehen können, uns mit schönen Dingen zu beschäftigen. Dinge, die uns und anderen Freude machen und uns zur Ruhe kommen lassen. Das Rezept dafür ist gar nicht so schwer: Etwas Planung sowie eine Prise Kreativität und wir können den Advent tatsächlich geniessen. Besonders gut gelingt das, wenn man die Adventswochenenden unter ein Motto stellt. Wie wäre es dieses Jahr einmal so:

1. Hier kommt die Prise Kreativität ins Spiel

Unser Alltag ist durchgetaktet von früh bis spät, wir wissen, was von Montag bis Sonntag auf dem Plan steht und rennen meist der Zeit hinterher. Da ist es doch eine schöne Aussicht, am 1. Advent bei Tee und Kerzenlicht etwas aus der Routine auszubrechen und vielleicht etwas selbst zu gestalten. Das gute alte Basteln, heute DIY genannt, macht besonders in der Vorweihnachtszeit Freude. Psychologen sagen sogar: Wer sich in eine Tätigkeit wie basteln oder handarbeiten richtig vertieft, der kann sein inneres Stresslevel reduzieren, es senkt die Pulsrate und den Blutdruck. Im Gehirn werden die gleichen Areale aktiv wie beim Meditieren.

Wir empfehlen eine Runde häkeln! Zum Beispiel einen trendigen Flamingo für Ihre beste Freundin. Oder Sie basteln besondere Verpackungen, zum Beispiel für Gutscheine. Die Handarbeit entspannt und Sie schenken Freude – davon haben alle etwas, Sie selbst und der Beschenkte. Wie heisst es bei Eugen Roth so schön: „Schenke herzlich und frei. Schenke dabei, was in dir wohnt. An Meinung, Geschmack und Humor, so dass die eigene Freude zuvor, Dich reichlich belohnt...“

Übrigens: Auch die Vögel wollen gut in den Winter starten. Eine Vogelfutterstation zu bauen und draussen aufzustellen, kann ein tolles Erlebnis für Kinder oder Enkelkinder sein. Mit einem kleinen Vogelkunde-Buch zu Weihnachten bleibt das Interesse am regelmässigen Füttern geweckt und die ganze Familie leistet gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt.

2. Entspannte Stunden nach Lust und Laune geniessen

Wenn es draussen so richtig ungemütlich wird, lockt das schön geschmückte Wohnzimmer und die weiche Couch. Was gibt es da Verlockenderes, als es sich bei einer Tasse heisser Schokolade oder einem nach Zimt duftenden Winterpunsch mit seinen Liebsten gemütlich zu machen und einen Film auf DVD zu schauen? Klassiker wie Jim Knopf, Drei Haselnüsse für Aschenbrödel oder die herzerwärmende Geschichte vom Kleinen Lord gehören genauso zur Adventszeit wie Plätzchen und Punsch und schaffen schöne Kindheitserinnerungen.

Oder Sie laden vor dem Weihnachtstrubel ganz entspannt zum Brunch ein. Mit kleinen Überraschungen wie einem Letterboard-Spruch als Menü, farblich passender Tischwäsche und -deko und einem kleinen selbstgemachten Mitgebsel sorgen Sie auch bei Ihren Freunden für Adventsstimmung.

3. Raus an die frische Luft und den Weihnachtsbaum nach Hause bringen

Der geschmückte Baum gehört zu Weihnachten wie die Geschenke auf dem Gabentisch. Der Weihnachtsbaum kann doch einmal ganz im Mittelpunkt stehen und dann kaufen wir ihn nicht mal so eben vom Stand nebenan. Gerade nach dem trockenen Sommer sollten wir in diesem Jahr besonders auf gute Qualität aus der Region achten. Warum nicht einmal selbst raus in die Natur fahren und mit der Familie den Baum im Wald schlagen? Forstämter, Baumschulen und Bauernhöfe bieten das an vielen Orten an – einfach nach „Tannenbaum selber schlagen“ im Internet suchen oder in den lokalen Wochenzeitungen nachschauen. Den Baum sollte man zu Hause gleich kühl stellen – am besten auf Terrasse, Balkon oder Keller in einem Eimer Wasser. Und danach dürfen wir es uns ganz „wie in der guten alten Zeit“ gemütlich machen: bei einem Glas heissen Honigwein, mit Kastanien, die wir im Ofen rösten und Bratäpfeln, die nach Zimt und Marzipan duften.

Oder Sie geniessen den Glühwein mal auf einem besonderen Weihnachtsmarkt? In vielen Städten finden mittelalterliche Märkte statt, auf denen im Schein von Fackeln, Öllampen oder knisternden Feuerkörben alte Handwerkskunst zur Schau gestellt wird. Gaukler und Spielleute sorgen bei Gross und Klein für Kurzweil und Unterhaltung und das eine oder andere Schmankerl verführt sicher auch die Sinne...

4. Das Jahr Revue passieren lassen und lieben Menschen schreiben

Die Weihnachtspost ist eine wunderbare Tradition, Freunden und Verwandten alles Gute zum Fest zu wünschen. Eine selbst gebastelte Karte ist da etwas ganz Besonderes. Wer dann noch etwas von sich erzählt, eigene Erlebnisse oder Pläne für das neue Jahr, schafft mit wenig Aufwand etwas, das sicher in schöner Erinnerung bleibt. Mit Motivstempeln oder fertigen Papeterie-Sets ist es ganz leicht, eine individuelle Karte zu gestalten. Das geht auch gut mit der ganzen Familie. Kinder lieben Papier und sind immer gerne dabei, wenn es ums Schneiden, Kleben oder Stempeln geht. Und vielleicht mögen sie dann auch gleich dem Christkind ihre Wünsche schreiben (Adresse: An das Christkind, 21709 Himmelpforten).

Machen Sie es sich und Ihren Lieben dabei gemütlich, hören Sie besinnliche Musik oder lauschen am Abend einer schönen Weihnachtsgeschichte – heute nur bei Kerzenlicht und alle Lampen bleiben aus...