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Neue Ernte! Die Apfelsaison beginnt

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Für jede Gelegenheit die richtige Apfelsorte

Endlich wieder knackfrische Äpfel. Im August beginnt die Apfelernte in Deutschland und zieht sich je nach Sorte bis in den Oktober. Rund 2.000 verschiedene Sorten wachsen hierzulande – geschätzt 30.000 weltweit. Sie schmecken uns als Snack, im Kuchen oder Dessert. Lesen Sie hier, warum die Apfel-Nährwerte nicht zu verachten sind, welche Sorten sich für Kuchen oder Kompott eignen und warum die Sortenvielfalt vor allem für Allergiker interessant ist.

Was macht den Apfel gesund?

Äpfel haben viele Talente. So liefert ein Apfel Vitamine, Fruchtzucker und Ballaststoffe. Zum Beispiel Vitamin C – der Tausendsassa unter den Vitaminen. Das meiste Vitamin C mit rund 30 Milligramm je 100 Gramm steckt in der Sorte Braeburn. Und Äpfel haben noch mehr drauf: Der Ballaststoff Pektin kann so viel Wasser binden, dass das sogar gegen Durchfall hilft. Wenn der Bauch zwickt und drückt, spendet ein roh geriebener Apfel Flüssigkeit und lindert gleichzeitig die Beschwerden. Auf jeden Fall essen Sie Äpfel am besten mit der Schale, denn gleich darunter sitzen die meisten Gesundmacher. Die Schale macht sie auch besonders knackig. Wussten Sie übrigens, dass der lauteste Biss in einen Apfel 79,1 Dezibel erreichte? Das entspricht der Lautstärke eines Motorrads.

Eine runde Sache: Apfel-Deko. Nicht nur gesund und schmackhaft, sondern auch richtig tolle Hingucker sind Äpfel als Kränze oder Lichterdeko.

Rezept für Apfel-Sahne-Joghurt (aus "Kultrezepte")

Vorbereitung: 10 Minuten Kochzeit: Minuten
Zutaten
für 4 Portionen:
200 g Sahne, gekühlt
1 Päckchen Vanillezucker, z. B. von Dr. Oetker
500 g Naturjoghurt
60 g Zucker
300 g Apfelkompott mit Stücken
Apfel, nach Belieben zum Garnieren
Zitronenabrieb, nach Belieben zum Garnieren
Zimt, nach Belieben
Zubereitung
  1. Die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen. Den Joghurt und den Zucker mit der steif geschlagenen Sahne verrühren.

  2. Einen Teil des Sahnejoghurts in ein Glas geben und darauf Apfelkompott schichten. Anschliessend noch eine Schicht Sahnejoghurt darüber geben.

  3. Mit frischen Apfelwürfeln, etwas Zimt und Zitronenabrieb garnieren.

Quelle: Kultrezepte, EDITION LEMPERTZ, 2020

Äpfel in der Küche

Bei 30.000 Apfelsorten ist klar: Es gibt für jeden Zweck die richtige Sorte. Welche Sorte Sie pur am liebsten geniessen, ist natürlich reine Geschmackssache. Herrlich säuerlich sind die grünen Granny Smith oder die gelb-roten Elstar. Süssschnäbel greifen zu Gala oder Cripps Pink. Dabei kann der Geschmack täuschen: So enthalten die säuerlich schmeckenden Boskoop-Äpfel im Verhältnis sogar recht viel Zucker. Boskoop haben meist eine sehr raue Schale und werden nur selten roh gegessen. Dafür eignen sie sich umso besser für Apfelkuchen oder Kompott. Genauso wie Holsteinische Cox oder Topaz.

Fun Fact: Der Rekord für den „längsten Apfelkuchen der Welt“ liegt bei 276,5 Metern und wurde in Gifhorn aufgestellt.

Wer Dörräpfel selber machen möchte, greift am besten zu den Sorten Berlepsch oder Idared. Das Trocknen gelingt im Dörrautomaten oder im Backofen bei 50 °C und geöffneter Backofentür. Egal ob Apfelmus, Kompott oder Dörrobst: Ein bisschen Zimt und Zitronensaft passt zu jeder Apfelspeise. Auch die Kombination mit Mandeln und Rosinen schmeckt eigentlich immer. Oder wie wäre es mal mit einem herzhaften Apfelgericht? Äpfel gehören auch zu herzhaften Klassikern wie Himmel und Ääd im Rheinland, Rotkohl oder Reibekuchen.

Extra-Tipp: Lagern Sie Äpfel stets getrennt von anderen Obst und Gemüsesorten, denn sie geben das Reifegas Ethylen ab. Es lässt grüne Pflanzenteile vergilben, Früchte und Gemüse schneller altern. Einige Sorten sind allerdings unempfindlich: So nehmen Blattgemüse, Lauch und Pilze in der Nähe von Äpfeln keinen Schaden.

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Alte Sorten für Allergiker

Wer einmal andere Apfelsorten probieren möchte, als sie meist in Supermärkten zu finden sind, wird in Hofläden, auf dem Markt oder im Bioladen fündig. Vor allem spezialisierte Apfelhöfe bieten eine grosse Vielzahl an Sorten. Der Weg dorthin kann sich vor allem für Allergiker lohnen, denn die sogenannten alten Sorten sind für sie häufig besser verträglich. Der Grund: Sie enthalten mehr sekundäre Pflanzenstoffe, zum Beispiel Polyphenole. Die sorgen dafür, dass die Allergene aus dem Apfel weniger aktiv sind. Leider wurden sie aus den modernen Sorten herausgezüchtet – für süssere Äpfel, die nicht so rasch braun werden. Zu den alten Sorten zählen Alkmene, Eifeler Rambur, Goldparmäne und Roter Boskoop.

Äpfel rund ums Jahr geniessen durch die richtige Lagerung

Auch wenn die Apfelernte im Oktober meist beendet ist, finden wir das ganze Jahr über Äpfel im Supermarkt. Möglich machen das einerseits Importe von der anderen Seite der Erde, andererseits die tolle Lagerfähigkeit von Äpfeln. In einem kühlen Keller halten sie auf Regalen oder in Obstkisten am besten. Dabei sollten die einzelnen Schichten zum Beispiel mit Wellpappe getrennt werden. Professionelle Obsthöfe lagern ihre Ware unter sogenannter kontrollierter Atmosphäre. Die Luft im Lagerraum ist kühl, dunkel und sauerstoffarm. So bleiben viele Apfelsorten über Monate hinweg knackig. Besonders gut eignen sich die Sorten Berlepsch, Boskoop, Braeburn, Cox Orange, Elstar, Gala, Gloster, Golden Delicious, Jonagold und Idared für die Lagerung.

Zu Hause: Sie können die kontrollierte Atmosphäre nachahmen, indem Sie Äpfel in einem Folienbeutel mit kleinen Löchern lagern. Der Beutel verhindert, dass die Äpfel austrocknen. Innen reichert sich Kohlendioxid an, das die Äpfel ausatmen. Das verlangsamt den Reife- und Alterungsprozess.

Ein Apfel am Tag

Bei der Sortenvielfalt mag die Auswahl schwer fallen, das Geniessen aber auf keinen Fall. Und Zugreifen lohnt sich, denn das Sprichwort „Ein Apfel am Tag ersetzt den Gang zum Arzt“ birgt einen wahren Kern. Dabei sind wir auf einem sehr guten Weg: Pro Jahr isst jeder von uns 25 Kilo Äpfel. Damit sind wir Europameister im Apfelessen.

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