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  • 4 Sterne

    Nicole Katharina, 06.05.2018

    Meine Meinung zum Jugendbuch:

    Weltenamulett

    Das Erbe der Trägerin



    Aufmerksamkeit:

    Diesen Punkt gibt es wie stets auf meinem Blog


    Inhalt in meinen Worten:

    Du darfst Geburtstag feiern, leider ohne deine Mutter, denn diese gibt es nicht mehr. Dein Vater Phillip und deine beste Freundin wollen aber mit dir feiern. Nach einem erfolgreichen Geburtstag findest du aber eine ausgestopfte Katze, die einst deiner Oma gehörte und in diesem ausgestopften Tier steckt ein Amulett, das dich auf einmal in eine völlig fremde unbekannte Welt bringt, dort musst du dich auch erst einmal zurechtfinden, wäre da nicht das Attentat auf den König, das dann doch keines ist und du ungewollt verheiratet wirst, willkommen im Leben von Melissa.


    Wie ich das gelesene empfand:

    Dieses Buch ist für mich ein Abenteuer gewesen, der dritten Art. Einerseits war ich hin und wieder echt genervt von den Sätzen, wo Worte auftauchten, die da nicht hingehörten, und das manches doch etwas langatmig erzählt wurde, andererseits hatte ich das Gefühl manche Szenen aus anderen Filmen und Geschichten zu kennen und doch war diese Geschichte etwas völlig anderes.



    Stärken in der Geschichte:

    Die Autorin geht nicht zimperlich mit ihren Figuren um, und der Leser darf sich wirklich auch mal auf „Tode“ freuen, und nicht immer nur den Sonnenschein, der oft in ähnlichen Büchern geboten wird, und auch bekomme ich mit, das Melissa das nicht gerne macht, was sie machen muss und bei jedem Angriff und Kampf einfach mit jedem mitfühlt und sich schuldig fühlt, bis das Amulett mehr Kraft über sie bekommt, da macht sie sich klar, wer sie ist, und doch muss sie sich selbst erst einmal finden. Somit eine Jugendliche, die ich auch im Hier und Jetzt treffen könnte, mit keinen übertriebenen Allmachtsgefühlen, sondern wirklich echt und authentisch, das fand ich richtig gut.

    Die Geschichte über ihren anvertrauten fand ich auch sehr berührend. Ich will mir gar nicht vorstellen zusehen zu müssen, wenn neben mir meine Familie abgeschlachtet wird, und dann noch zusehen zu müssen, wie meine Frau, die es nicht freiwillig wurde, aber dazu mehr im Buch, von mir getrennt wird und ich nicht helfen kann, ich glaube das wird echt schlimm sein, allerdings bevorzuge ich an meiner Stelle Männer ;).



    Schwächen der Geschichte:

    Manches mal hatten sich zu viele Worte in einen Satz geschlichen die dann das flüssige Lesen erschwerte, ich denke, das diese Fehler aber nicht störend sein müssen, wenn man sich wirklich einfach nur auf die Geschichte von Melissa einlässt.

    Was mich jedoch etwas störte, das ich manchmal das Gefühl hatte das Logikfehler in der Geschichte sind, so ist sie auf einmal in einem anderen Ort wo sie vorher nicht war, die Rolle als die Familie ausgelöscht wurde, war wie ein Streif aber ging nicht wirklich so, das ich das Gefühl hatte zu verstehen, was wirklich alles noch zusätzlich geschah. Hier hätte ich mir rundere Übergänge in den nächsten Teil der Geschichte gewünscht.



    Spannung:

    Obwohl es wirklich Punkte gab, wo ich mir dachte, kann das etwas schneller gehen, war die Geschichte dennoch spannend und hielt mich in ihrem Bann fest. So war ich auch jedes mal auf das neue gespannt, wohin mich diese Geschichte wohl führen wird, und wie Melissa sich schlagen wird.


    Charaktere:

    Ich finde es genial, das eine Autorin sich auch mal traut, gerade in einem YoungAdult Bereich einfach mal auch Menschen sterben zu lassen, manchmal wirklich grausig und brutal, so das mir ein paar mal die Gedanken kamen, stopp nicht noch mehr, bitte nicht noch jemand, und genau das hat mir dann letztlich auch gefallen, das es zwar „blutrünstig“ war, aber eben realistisch und keine Heiter Teiter Welt. Genial.

    Ich bin auch gespannt wie es mit Melissa und ihrer Weltreise durch die verschiedenen Welten wohl weiter gehen wird, wie ihre Geschichte mit ihrem Mann verlaufen wird, und wen sie noch treffen wird, denn dieses Buch ist nur ein Auftakt einer Reihe, der aber mit den Charakteren allemal gelungen ist.



    Sprache:

    Relativ einfach gehalten, das einzige was mir auffällt das ich nicht wusste wie man manche Namen richtig auszusprechen hatte. Manche Fehler sind Flüchtigkeitsfehler, andere waren zu viele Worte im Satz, aber im groben war die Geschichte wirklich toll erzählt und wiedergegeben, ich hatte also wirklich das Gefühl mit Melissa unterwegs zu sein.



    Fazit:

    Diese Geschichte ist eine interessante Young Adult Geschichte, die einlädt sich auch mal auf andere Welten und Gedanken einzulassen. Auch wenn manches wirklich Schwarz Weiss ist, Held und Antiheld, Frauen gegen Männer, Hierarchien und etliches andere was einfach typisch ist, ist es doch ein besonderes Werk und ich bin gespannt, wie die Autorin die weiteren Buchreihenteile gestalten will und wird.

    Ich kann das Buch also allen empfehlen, die auf starke Mädels stehen und dabei auch gerne mal in Welten abtauchen, die sie so vielleicht nicht erwarten.

    Wenn ihr Sarah J Maas mögt, oder das Juwel als Reihe, dann könnte euch auch diese Geschichte gefallen.



    Bewertung:

    Nicht alles war perfekt, nicht alles war schlecht, es ist für mich ein Buch, das mir Freude brachte, aber auch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hatte, dennoch waren sehr viele Stärken im Buch vorhanden, die mich richtig begeisterten.

    Leider kann ich aber keine fünf Sterne geben, dafür war einfach manchmal zu viel Langatmigkeit für mich vorhanden, und irgendwie auch zu viele Leseflussstopps einfach weil Worte zu viel im Satz waren und ich erst mal überlegen musste was die Autorin mir sagen will, andererseits weil manche Logikfehler für mich vorhanden waren, aber ich möchte ehrliche vier Sterne geben und bin gespannt, wie es in den nächsten Teilen weiter gehen wird.

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    janein
  • 4 Sterne

    Stinsome, 21.07.2018

    Worum geht es?

    Melissa ist ein ganz normaler Teenager – denkt sie. Bis sie an ihrem siebzehnten Geburtstag an einem recht ungewöhnlichen Ort ein ungewöhnliches Amulett findet, das ihr so manches Rätsel aufwirft – angefangen damit, dass es sie offenbar in fremde Welten teleportiert. Von einem Moment auf den anderen wird sie mit der Tatsache konfrontiert, dass das Amulett schon seit Jahrhunderten in ihrer Familie weitervererbt wird und mit der Aufgabe einhergeht, den Bewohnern fremder Welten zu Hilfe zu kommen, wenn diese nach der Trägerin des Amuletts rufen. Ihre Mutter, die letzte Trägerin des Amuletts, die vor fünf Jahren verstorben ist, hat ihr davon kein Wort gesagt und sie nicht auf ihre bevorstehende Aufgabe vorbereitet. Wie soll sie da ihren ersten Auftrag in der fremden Welt Traveste ausführen, wenn sie noch nicht einmal weiss, wie das Amulett überhaupt funktioniert?

    Meine Meinung

    Das erste, was mein Interesse für das Buch geweckt hat, war dieses wunderschöne Cover. Ich glaube, es gehört zu meiner absoluten Top Five der schönsten Buchcover überhaupt, denn … Wow! Die Schrift, das Amulett, die wunderschönen verschiedenfarbigen Wolken und dann das komplett schwarze Schloss verraten schon direkt, in welche Genrerichtung das Buch einen entführen möchte. Die Printversion hat ein 3D Relief – man spürt die Schrift und das Amulett beim Darüberfahren mit dem Finger – und vergoldete Schrift, was das Buch zu einem ganz besonderen Schmuckstück macht.
    Kleine Warnung für diejenigen, die den schlauen Kauf der Printversion tätigen: Die Finger am besten nicht die ganze Zeit auf der vergoldeten Schrift lassen, denn das Gold blättert mit der Zeit leider ab.

    Neben dem sagenhaften Cover wusste mich auch der Klappentext zu überzeugen, sodass ich recht schnell wusste: Das Buch muss ich lesen! Und siehe da, es hat mich nicht enttäuscht und mir viele unterhaltsame, spannende Lesestunden beschert, obwohl ich anfangs noch so meine Zweifel hatte.

    Dies lag jedoch keinesfalls am Schreibstil, denn der hat mich genauso wie das Cover sofort vom Hocker gerissen. Obgleich der Humor nicht immer meiner war, hat mich der malerische, bildhafte Schreibstil der Autorin auf jeder Seite neu beeindruckt. Sie zaubert dem Leser ständig Bilder in den Kopf: Sei es von Landschaften, Personen oder Gedanken, die sich in Melissas Kopf türmen – alles wird von ihr in Bildern und mit interessanten Vergleichen beschrieben, was das Lesen sehr angenehm gemacht hat.

    Nach einem interessanten Prolog, der einen in die Hintergründe des Amuletts und der Trägerin durch eine mystische Göttergeschichte einführt, lernen wir Melissa kennen und begleiten sie dabei, wie sie auf das Amulett stösst, ihre erste Aufgabe erhält und die fremde Welt Traveste kennenlernt. Hier plätscherte die Handlung noch ein wenig vor sich hin, sodass keine richtige Spannung aufkommen konnte. Dazu kam, dass ich auch mit Melissa noch nicht so richtig warm wurde. Ihr Verhalten war für mich oft nicht nachvollziehbar und man merkte, dass die Figur von der Autorin eigentlich jünger angelegt war (15 statt 17). Sie legt bei bestimmten Begegnungen eine ruppige Art an den Tag, die nicht zu einer 17-Jährigen passt, scheint in manchen Situation nicht ganz den Ernst der Lage zu begreifen und schweift mit ihren Gedanken zu völlig unangebrachter Zeit ab. Aufgrund dessen stand ich dem Buch für einige Seiten etwas skeptisch gegenüber, weil ich Melissa nicht als realistischen Menschen wahrnehmen konnte.

    Dieses Problem löste sich mit der Zeit aber in Luft auf, denn Melissa scheint immer mehr in ihre Aufgabe hineinzuwachsen und verhält sich von Seite zu Seite natürlicher. Durch ihren Mut, ihren dringenden Wunsch, zu helfen und das Richtige zu tun, und auch durch ihre Trauer über ihre Mutter, die sie bei dem Auftrag immer wieder antreibt, habe ich sie mit der Zeit ins Herz geschlossen und mit ihr mitgefiebert. Die Spannung steigerte sich etwa ab der Hälfte des Buches, als Arionas, der Sohn eines Attentäters, auftaucht und Melissa entführt. Durch ihn kommen ordentlich Action und viele spannend beschriebene Kampfszenen dazu, die den Lesespass bis zum Ende ordentlich hochhielten.

    Die Geschichte, die dem Buch zugrunde liegt, entwickelt sich in eine interessante, spannende Richtung und hält ein paar Überraschungen bereit, die in den Folgebänden sicher noch ihren Höhepunkt finden werden – darauf weisen bereits einige Andeutungen hin, die den Leser zum Miträtseln animieren. Eine mögliche Liebesgeschichte deutet sich auch bereits an, obwohl in diesem Band definitiv anderes im Vordergrund steht, sodass die Vorfreude auf die nächsten Bände durch diesen Aspekt zusätzlich gesteigert wird. Ich freue mich schon auf die nächsten Bände der Reihe und weitere Bücher der Autorin.

    Fazit

    Ein solider, spannender Reihenauftakt, der eine kurze Eingewöhnung- und eine Reifungsphase der Protagonistin benötigt, um dann von vorne bis hinten zu überzeugen. Ich hatte mit Melissa (und Arionas) viel Spass und freue mich, ihnen in dem nächsten Band hoffentlich wieder zu begegnen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung (holt euch die schöne Printversion ins Regal!) und 4 Sterne für dieses gelungene Abenteuer.

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    janein
  • 4 Sterne

    Christina P., 02.07.2018

    Wunderschöne Fantasy zum Eintauchen und Geniessen

    Als sie an ihrem siebzehnten Geburtstag auf mysteriöse Weise ein Amulett findet, weiss Melissa noch nicht, dass sie damit ein uraltes Familienerbe antritt. Merkwürdige Symbole scheinen sich auf dem Metall zu bewegen – und eh sie sich versieht, wird sie von den Göttern des Amuletts in die Welt Traveste transportiert, um dort einen wichtigen Auftrag zu erfüllen. Königsberater Cerumak weist sie auch sogleich darauf hin, dass ein tödlicher Anschlag auf den König geplant sei. Doch schon bald ist sich Melissa nicht mehr sicher, wem sie noch trauen kann und wer ein falsches Spiel spielt. Als der Sohn des Attentäters sie aus dem Palast entführt, beginnt ein spannendes Abenteuer für Melissa, und es sieht plötzlich schlecht aus für eine Rückkehr in ihr altes Leben.
    Fantasy, in welcher Welten über Magie miteinander verbunden sind, ziehen mich einfach magisch an. So wie das Weltenamulett Melissa anzieht. Da ich bereits ein Buch der Autorin gelesen habe wusste ich schon vorher, dass dieses Buch mich fantastisch unterhalten wird. Ann-Kathrin Karschnik schafft es auf bezaubernde Weise, eine fantastsiche Welt aufzubauen, welche ich zu gern erkundet habe. Sie versteht es geschickt, mit Worten zu jonglieren, so dass das Lesen mir immer wieder eine Freude bereitet. Melissa, die Hauptfigur, steckt zudem voller Humor, so dass auch ihre Gedanken sehr erfrischend sind und den Roman immer wieder auflockern. Melissas Abenteuer in Traveste ist recht spannend und mir gefiel es mitzufiebern, wie sie aus einer scheinbar ausweglosen Situation doch noch einen Fluchtweg fand. Teilweise war sie mir jedoch noch etwas zu naiv für ihr Alter, was sich hoffentlich noch im Laufe der Serie geben wird. Laut Aussage der Autorin sind insgesamt sechs Bände zum Weltenamulett in Planung.

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    janein