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  • 4 Sterne

    61 von 77 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra F., 29.01.2019

    Ich freute mich sehr auf das neue Buch von der Autorin, es war nun schon mein neuntes Buch von Jojo Moyes.

    Das Cover ist wunderschön und verträumt. Typisch zu ihrem Büchern wieder mit Silhouetten gearbeitet. Das Farbspiel gefällt mir sehr gut und es passt auch zum Inhalt.

    Der Schreibstil von Jojo Moyes ist flüssig und einfach, auch Dank der Übersetzerin Judith Schwaab. Ich kam schnell in die Story rein und die Autorin hat mich gleich wieder gefesselt mit ihrer Bildhaften Darstellung der Natur und den Schicksalsschlägen der Charakteren. Das Buch umfasst 28 Kapitel plus Pro- und Epilog und ist aus der Ich-Perspektive von verschiedenen Charakteren geschrieben.

    Die Charaktere wirkten alle sehr lebendig. Da man von vielen die Lebensgeschichte mitbekommen hat kamen sie noch menschlicher und nah rüber. Mich haben besonders Hannah, die Tochter von Liza und Kathleen, die Besitzerin des Hotels bzw. das Haimädchen beeindruckt. Sie sind sehr sympatisch und echt.

    Die Story ist etwas fürs Herz. Es gibt eine schöne Landschaft zum Träumen, die aber auf einmal in Gefahr gerät. Und dunkle Geheimnisse über die keiner spricht. Für meinen Geschmack war das Geschehene etwas zu vorhersehbar, aber dennoch gut geschrieben. Eine Geschichte fürs Herz - berührend, für Zwischendurch.

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    janein
  • 4 Sterne

    44 von 64 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 29.01.2019

    Kathleen ist 76 und betreibt in Silver Bay (Australien) eine kleine Familienpension, die ihre beste Zeit längst hinter sich hat: „Es stand da wie ein schweigendes Mahnmal einer längst vergessenen Zeit.“ (S. 376). Berühmt geworden sind Kathleen und das Hotel vor vielen Jahren, als sie mit 17 einen riesigen Ammenhai fing.
    Silver Bay ist in winziger, abgeschiedener Ort am A* der Welt und schon etwas heruntergekommen. Hier macht man nur Urlaub, wenn man seine Ruhe sucht oder eine der berühmten Delphin- oder Walsichtungsfahrten machen will. Solche Touren bietet auch Kathleens Nichte Liza an, die mit ihrer 10jährigen Tochter Hannah bei ihr lebt. Liza und Hannah sind vor Jahren völlig verstört in Silver Bay angekommen. Seit dem scheint sich Liza hier vor der Welt zu verstecken, gefangen in einem Schmerz, an dem sie ihre Umwelt nicht teilhaben lässt. Nur ganz wenige wissen, was sie hierher verschlagen hat.

    Eines Tages mietet sich der Engländer Mike bei Kathleen ein. Er passt zwar eigentlich nicht zu ihnen, aber seine ruhige Art nimmt die Anderen schon bald für sich ein, er gehört quasi zur Familie. Vor allem Hannah schwärmt für ihn, da er ihr seinen Laptop und damit das Internet zugänglich macht. Sie ist sehr klug und wissbegierig, verblüfft Mike immer wieder mit ihrem Wissen über die Meeressäuger. Auch Liza öffnet sich ihm langsam. Doch dann kommt heraus, warum Mike in Silver Bay ist und alles ändert sich „Für ein stilles Wasser haben Sie hier ganz schön für Aufruhr gesorgt.“ (S. 234)

    „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist ganz anders als die bisherigen Bücher von Jojo Moyes. In überwiegend ruhigen Bildern schildert sie das Leben der Leute an diesem einsamen Fleckchen der Erde. Silver Bay liegt in einer geschützten Bucht, die regelmässig von Delphinen besucht wird. Draussen im offenen Meer ziehen schon immer Wale auf ihrer Migrationsroute vorbei. Die Bewohner bezeichnen sich selber als „Waljäger“, die Tiere sicher(te)n ihren Lebensunterhalt. Früher haben sie die Tiere geschlachtet, heute fahren sie Besucher zu Besichtigungen raus.

    Die Protagonisten mochte ich sehr, sie hallen immer noch in mir nach. Kathleen ist eine gestandene Frau mit einer rauen Schale, aber einen weichen Kern. Sie hat Liza damals ins Leben zurückgeholt und ihr durch die Walfahrten einen weiteren Sinn gegeben, denn auf dem Wasser fühlt sich Liza frei. Doch Liza zieht sich immer noch oft zurück, sie hat nie verwunden (sich nie verziehen) was damals passiert ist. Ihre Tochter Hannah nimmt darauf Rücksicht und steckt regelmässig zurück, wird dafür aber von den anderen Walfängern verhätschelt – sie alle sind ihre Familie. Mike ist ein sehr rationaler Mensch und war noch nie richtig verliebt. Eigentlich kommt er zum Arbeiten nach Silver Bay, aber dann verliebt er sich in den Ort und die Menschen und wirft alle Pläne um.

    Ich kann mir das Buch sehr gut als Film vorstellen – wenn ich an die Bilder mit den Walen und Delphinen denke und an Lizas Geschichte, die sich dem Leser nach und nach offenbart, bekomme ich Gänsehaut. Leider war mir das Buch an einigen Stellen zu ausufernd (würde bei einer Verfilmung ja aber gestrafft werden). Die Autorin bringt z.B. viele geschichtliche und wirtschaftliche Hintergründe zum Walfang in Australien unter, das ist zwar interessant, aber für die Handlung nicht notwendig. Trotzdem fand ich den Aspekt von Natur- und Tierschutz, unser Umgehen mit der Umwelt, unsere Verantwortung diesbezüglich sehr interessant.

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    janein
  • 1 Sterne

    38 von 52 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Manuela P., 08.02.2019

    Ich habe mich riesig auf ein neues Buch von Jojo Moyes gefreut, da ich alle Bücher von ihr habe. Nun wurde ich bitter enttäuscht 🙁 Als ich das erste Mal über das Buch gelesen habe als es vorgestellt wurde, kam mir der Inhalt bekannt vor. Dieses Buch ist bereits unter einem anderen Titel erschienen und zwar "Dem Himmel so nah". Schade, dass dies nicht erwähnt wird!

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    janein
  • 4 Sterne

    5 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sabrina F., 29.01.2019

    "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist ein Roman der Autorin Jojo Moyes und erschien Anfang 2019 als Paperback mit 480 Seiten im Rowohlt Polaris Verlag der Rowohlt Gruppe.

    Nachdem mir soviele Bücher von Jojo Moyes gefallen haben musste ich auch unbedingt ihr neustes Werk lesen.
    Mit einem für die Autorin typischen Titelschriftzug deutet auch das Cover auf eine romantische, tragische Liebesgeschichte, die in einer schönen Umgebung spielt.

    Die Schönheit der Umgebung vom Titelbild findet sich auch im Buch wieder, wo Jojo Moyes eine wundervolle Kulisse mit Wohlfühlatmosphäre schafft, die ich als Leserin ungerne wieder verlassen wollte.
    Das durch die Autorin geschaffene Ambiente wird unterstützt durch einen flüssigen und sehr leichten Schreibstil, gepaart mit einer Unmenge verschiedenster Gefühlen.
    Zu Beginn des Buches tat ich mich etwas schwer mit der Wahl der Ich-Perspektive, da mit jedem Kapitel die Sicht gewechselt wird, z.B. von Hannah, Kathleen, Mike u.v.m. Doch je weiter der Roman fortschritt, desto näher kam ich den Charakteren und verlor während eines Kapitels die Frage, aus wessen Sicht ich denn noch mal gerade lese, aus dem Kopf.
    Mir persönlich gefiel jedoch nicht die je nach Charakter genutzten Nennungen "Tante K." und "Miss M.", allerdings gehörten sie zu den Charakterzügen dazu und rundeten trotz meines Missfallens das Bild ab.

    Die tragische und grossteils geheimnisvolle Geschichte von Liza McCullen liest sich sehr gut, doch war mir, für meinen persönlichen Geschmack, die erste Hälfte des Buches zu stark auf die Wale und Mikes Bauprojekt fixiert, wodurch auch die Gefühle zwischen den Beiden sich nur schleppend heraus kristallisierten.
    Der zweite Abschnitt hingegen überraschte mich insbesondere zum Ende hin, da sich dort doch das ein oder andere Ereignis bildete, welches ich bis kurz davor so nicht hervorsehen konnte.

    Die von Jojo Moyes geschaffenen Charaktere fand ich realistisch und konnte vieler ihrer Handlungen und Gefühle nachvollziehen. Meine Sympathie galt aber allen voran der zehnjährigen Hannah, die in manchen Situationen einfach mehr war als "nur Kind".

    Auch wenn ich einzelne Kritikpunkte und die erste Hälfte ihre Längen hatte, so bewerte ich "Nächte, in denen Sturm aufzieht" insgesamt als gut und empfehle es auch definitv weiter.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nicis Buchecke, 03.02.2019

    Der Roman war schon mal 2008 unter dem Titel "Dem Himmel so nah" erschienen !!!
    Ich kannte ihn noch nicht.

    Ich habe von Jojo Moyes schon einige Bücher gelesen und während mich das eine begeisterte, konnte mich das andere nicht überzeugen. Aber ich bin ehrlich wenn ich gestehe, dass aufgrund des Klappentextes dieses Romans meine Erwartungen schon ziemlich hoch waren. Ich liebe Romane die am Meer spielen. Und dieses Mal kann ich nur über das neue Werk der Autorin sagen: "WOW".
    Es fesselte mich von der ersten bis zur letzten Zeile und ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden durchgelesen. Ich habe nach langem wieder alle meine Sorgen, Gedanken Probleme vergessen können und die Nacht durchgelesen. Jojo Moyes beweist ein meisterliches Talent dafür die Schönheit der Natur bild reich, aber nicht langweilig wider zu geben und sie beim Leser vor dem inneren Auge farbenreich zu projizieren. Sie beschreibt wunderbar die Landschaft und schildert in deutlichen Szenarien, wie der Mensch ohne Rücksicht in die Natur eingreift und das auf so emotionaler Ebene, dass es mich einfach mitgerissen hat und tief im Herzen berührte. Es führt dazu, dass man über das Eingreifen der Menschheit in die Natur und über sein eigenes Handeln reflektiert. Trotz dieser wichtigen Aspekte verliert sie dabei die Handlung nicht aus den Augen. Diese reisst den Leser mit sich und mit den Charakteren, die gerade an der Küste wirklich sehr ausgeprägt und eigenwillig sind konnte sie mich gnadenlos begeistern. Hinzu kommt die persönliche Geschichte von Liza, ihre bewegende Vergangenheit und ihre zuckersüsse Tochter Hannah. Die gesamte Story wird durch den Fremden Mike perfekt abgerundet. Er passt so gar nicht ins beschauliche Silver Bay und doch scheint er irgendwie dort hin zu gehören. Ausnahmslos alle Figuren waren erstaunlich real beschrieben und besonders Hannah ist mir ans Herz gewachsen. Aber auch eine gewisse Spannung aufgrund von Mikes Handeln und Lizas Vergangenheit führten dazu, dass ich das Buch nicht bei Seite legen konnte. Am Ende flossen bei mir sogar die Tränen und ein Abschiedsschmerz von diesem wundervollen Fleckchen Erde und seiner Bewohner stellten sich bei mir ein.
    Jojo Moyes hat uns hier einen grossartig bewegenden und moralisch sehr nachhallenden Roman geschenkt, der mich als Leserin vollkommen überzeugen konnte.

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    janein
  • 3 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Christina P., 12.02.2019

    Ein Buch voller unnötiger Geheimniskrämerei
    Liza McCullen floh vor 5 Jahren Hals über Kopf mit ihrer Tochter Hannah aus England nach Australien zu ihrer Tante Kathleen. Dort lebt sie im kleinen Ort Silver Bay von Bootstouren für Touristen zu den dort vorbei ziehenden Walen und Delphinen. Genau diesen Ort hat sich Mike Dormers Arbeitgeber als perfekten Baugrund für eine moderne Urlaubsanlage der gehobenen Preiskategorie ausgesucht, und Mike soll vor Ort den Weg zur Baugenehmigung ebnen.
    „Nächte, in denen Sturm aufzieht“ ist eine Neuauflage des 2008 erschienenen Romans „Dem Himmel so nah“. Gut gefallen haben mir die Momente, in denen die Protagonisten den Delphinen und Walen begegneten, das war wirklich sehr anschaulich und emotional beschrieben. Da der Roman mit einer solchen Bootstour begann hatte ich mir entsprechend auch einen unterhaltsamen und gefühlvollen Roman erhofft. Leider entpuppte sich die Haupstory jedoch als eine Geschichte mit ziemlich verworrenen Personen. Allen voran Liza, die ich als sehr anstrengend empfand, da sie fast jedem vor den Kopf stiess und ihrer 10-jährigen Tochter alles verbot, was auch nur ansatzweise gefährlich sein könnte - und dazu gehörte auch das Mitfahren auf einem der Touristenschiffe zu den Delphinen. In einer Zeit der Schwimmwesten völlig übertrieben in meinen Augen, zumal die Mutter-Tochter-Beziehung auch ansonsten vielmehr durch Abwesenheit der Mutter glänzte - diese war lieber mit ihrem Katamaran auf dem Meer unterwegs. Dazu kam dann Mike, der aus seiner englischen Hochglanz-Welt in dem kleinen Dorf auftauchte und glaubte, alles liesse sich mit Geld regeln. Wobei Mike wenigstens im Buch zu einer 180 Grad-Wende seines Charakters ansetzte. Das ganze Pro und Contra zur modernen Ferienanlage und welchen Einfluss der Bau auf die Wale und die Dorfbewohner haben könnte wurde nach und nach zum Hauptthema, wurde jedoch überschattet von Lizas Geheimnistuerei , ihre Vergangenheit betreffend. Liessen sich die Bewohner, allen voran Hannah, wenigstens noch was einfallen, um ihr uriges Dorf vor dem geplanten Upperclass-Tourismus zu schützen, enttäuschte mich jedoch das Geheimnis um Lizas Vergangenheit sehr.
    Der Roman ist so gestaltet, dass fast jeder Charakter mal zu Wort kommt mit seinem eigenen Kapitel. Und dennoch blieben mir viele Charaktere zu flach und unnahbar mit Ausnahme der kleinen Hannah, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte. Die ganze Geschichte war durchzogen von Geheimniskrämerei vor anderen Personen, was alles unnötig verkomplizierte. Und die Romanze wirkte auf mich auch nur steif und verkrampft. Da hab ich von der Autorin bereits deutlich gefühlvollere Romane gelesen.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Josef B., 20.02.2019

    Ein sehr schön geschriebenes Buch, das mir sehr gefallen hat. Weiterhin war ich wie immer sehr zufrieden mit der schnellen Lieferung.
    Also alles bestens.

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ute I., 06.03.2019

    anfangs etwas langatmig , aber dann steigt die Spannung so an, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte

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    janein
  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Franz Z., 27.02.2019

    Auch das liest meine Frau und es gefällt ihr sehr Gut

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    janein
  • 5 Sterne

    Furbaby_Mom, 26.02.2019

    Berührende Liebeserklärung an das Meer.

    Dieses mitreissende und in jeglicher Hinsicht inspirierende Werk der Bestsellerautorin Jojo Moyes ist mehr als 'nur' ein Liebesroman. Es veranschaulicht die innige Bindung zwischen Mutter und Kind, lässt uns die Sehnsucht nach einem Neubeginn nachvollziehen, zelebriert den Zusammenhalt von Menschen, von Familien, Freunden, Kollegen oder gar ganzen Gemeinden, die einander Halt geben. Es ist ein eindringlicher Appell, ein Loblied auf die Schönheit und beeindruckende Vielfalt unserer Natur, die wir Menschen viel zu oft als selbstverständlich betrachten. Es ist auch eine Geschichte über Verlust und Trauer, über Machtlosigkeit und Angst – und dennoch überwiegt auf wundersame Weise ein Gefühl des unerschütterlichen, lebensbejahenden Optimismus. Das Buch rüttelt wach, regt zum Nachdenken an und weckt den Ansporn, sich mehr für den Schutz der Natur einzusetzen.

    Liza McCullen und ihre kleine Tochter Hannah haben die Hölle auf Erden erlebt, doch nun scheinen sie im Paradies angekommen zu sein; die Flucht aus London hat sie um die ganze Welt geführt und ihrer beider Leben gerettet. Im abgeschiedenen und von unberührter Natur umgebenen kleinen Fischerörtchen Silver Bay, einer Postkartenidylle in New South Wales an der Ostküste Australiens, werden sie von Lizas Tante Kathleen mit offenen Armen empfangen und finden Stück für Stück ins Leben zurück. Besonders Hannah blüht regelrecht auf unter der liebevollen Fürsorge Kathleens und liebt ihr neues Zuhause; auch Liza erkennt, dass sie draussen auf dem Meer, wo sie Wal- und Delfinbeobachtungstouren für die gelegentlich eintrudelnden Touristen anbietet, endlich zur Ruhe kommen kann. Doch den anderen Bewohnern der Gemeinde gegenüber bleibt sie lieber auf Distanz; die Angst 'entdeckt' zu werden ist ihr ständiger Begleiter. Kein Wunder also, dass der gutaussehende britische Tourist Mike Dormer, der mit seinen schicken Businessanzügen so gar nicht in das malerische Bild von Silver Bay passt, ihr ein Dorn im Auge ist. Was will er hier? Tatsächlich verbirgt Mike etwas, das nicht nur Lizas Leben in Gefahr bringen könnte…

    Dieses war mein erstes Buch von Jojo Moyes – und was für ein fulminanter Auftakt es war! Ich hatte ja schon viel über die Schreibkünste der Autorin gehört, darüber, wie es ihr gelingt, grosse Emotionen in ihren Lesern zu wecken und Geschichten zu erschaffen, die dauerhaft berühren. Und ich kann nur sagen: selten war ein Lob so berechtigt und angebracht. Ich bin während des Lesens so eingetaucht in die Story, dass ich alles um mich herum vergessen und die ganze Nacht durchgelesen habe.

    Der fesselnde, einladende Schreibstil strotzt nur so vor bildreichen, detaillierten Beschreibungen, die sofort Bilder im Kopf entstehen lassen. Authentizität heisst das Schlüsselwort – sowohl in den Dialogen der wunderbar intensiv und vielschichtig ausgearbeiteten Figuren als auch im Hinblick auf die gründliche Recherche zum Alltag an Bord eines Whale Watching-Bootes wird deutlich, dass Jojo Moyes viel Herzblut in dieses Buch gesteckt hat. Man fühlt sich sofort heimisch in Silver Bay und die besondere Atmosphäre des Küstenstädtchens, die die Autorin im Interview mit dem Rowohlt Verlag als eine "eigenartige Mischung von Geborgenheit und Einengung" bezeichnet hat, ist gekonnt eingefangen worden. Die Thematik Umweltschutz, insbesondere der Schutz der Meere, ist eine wichtige, tragende Komponente der Handlung; Wale, die sanften, anmutigen Riesen des Ozeans, ebenso wie die verspielten, lebensfrohen Delfine werden so persönlich und liebevoll beschrieben, dass speziell eine herzzerreissende Szene mich so zum Weinen gebracht hat, dass ich beim Lesen kurz pausieren musste. Das Werk sensibilisiert die Leser für die Schönheit unserer Welt und hat bei mir den Wunsch geweckt, mich weiter über Meeressäuger zu informieren.

    Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, wobei die jeweilige Perspektive stets ein Kapitel umfasst und daher alles sehr übersichtlich strukturiert und jederzeit nachvollziehbar ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Romanen, in denen mehrere Erzählperspektiven oft dazu führen, dass man von jeder Figur ein wenig, aber nie genug erfährt, um eine Bindung aufbauen zu können, werden hier alle Charaktere (- wie unterschiedlich sie auch sein mögen -) derart anschaulich in ihrem Denken und Fühlen geschildert, dass man automatisch mit ihnen mitfiebert. Es ist das erste Mal, dass ich mich völlig selbstverständlich in die Perspektive eines männlichen Hauptcharakters habe hineinversetzen können.

    In die Handlung eingeflochten ist alles, was man sich von einem guten Buch wünschen kann: Dramatik, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, Geheimnisse, Weisheit, Herzklopfen und eine unerwartete Wendung, die mir den Atem geraubt hat.

    Nicht nur der Buchtitel ist sehr treffend an die Handlung angelehnt; auch das durch Hochglanzprägung verzierte Cover besticht durch die Weite der Natur, die sich vor der Silhouette der abgebildeten Frau majestätisch ausbreitet, übertroffen nur noch von der zauberhaft harmonischen Farbkombination des Himmels, die zum Träumen verleitet.

    Fazit: Eine wundervolle Alltagsflucht, die uns im Anschluss die Welt mit anderen Augen sehen lässt. Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Fans von emotionalen Frauenromanen.

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    janein
  • 4 Sterne

    Petra S., 11.03.2019

    Vergangenheit und Gegenwart

    Kurz zum Inhalt:
    Liza McCullen lebt mit ihrer 10jährigen Tochter Hannah bei ihrer Tante Kathleen im kleinen Örtchen Silver Bay an der Australischen Küste. Die beiden sind erst vor 5 Jahren von England nach Australien gezogen und Liza verdient ihren Lebensunterhalt nun mit Bootsfahrten zur Walbeobachtung. Liza hat eine dunkle Vergangenheit, über die sie nicht spricht.
    Eines Tages erscheint der Engländer Mike Dormer in dem beschaulichen Städtchen und quartiert sich für längere Zeit in Kathleens kleinem Hotel ein. Er freundet sich nach und nach mit dem geruhsamen Örtchen, dessen Bewohnern und dem entschleunigten Leben in der Natur an. Doch niemand ahnt, dass Mike eigentlich nach Silver Bay gekommen ist, um den Bau eines Luxusresorts voranzutreiben.


    Meine Meinung:
    "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist die Neuauflage von "Dem Himmel so nah", welches bereits 2009 erschienen ist. Leider scheint diese Info nicht auf dem Buch auf - nur im Inneren ist es klein vermerkt.
    Der Schreibstil ist 'entschleunigt'. Man lernt das ruhige Örtchen Silver Bay und seine Einwohner kennen und hat das Gefühl, mitten drin zu sein. Wundervolle landschaftliche Beschreibungen sind Kopfkino pur. Es wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt, was mir gut gefällt.
    Mir gefällt diese Geschichte, die geruhsam losgeht und gegen Ende richtig mitreissend wird.

    Ein wichtiger Kernpunkt dieses Romans sind die Themen Umweltschutz und Naturschutz. Die Umweltproblematik beim Bau von grossen Hotelanlagen und das Leiden der Meerestiere dadurch werden authentisch dargestellt und regen zum Nachdenken an. Diese Themen werden jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger vor Augen geführt, sondern sind wunderbar in die Geschichte verwebt.
    Wunderschön fand ich die Erzählungen über die Delphin- und Walbeobachtungen.
    Die Auflösung über Lizas Vergangenheit hat mich überrascht. Es war mir dann zum Schluss aber leider doch zu viel des Guten (es kann nicht immer alles Happy-End sein), daher ziehe ich einen Stern ab.

    Das Cover passt gut zum Inhalt und ist in gedeckten pastelligen Farben gehalten; darauf abgebildet ein Mädchen, dessen Haare vom Wind verweht werden und das sehnsuchtsvoll aufs Meer blickt. Gefällt mir sehr gut.


    Fazit:
    Berührende und emotionale Geschichte darüber, wie die Vergangenheit das Leben in der Gegenwart beeinflussen kann; Ein Roman über die Liebe, das Leben und die Natur. Wunderschön, entschleunigt, bewegend, zum Nachdenken anregend. Ich vergebe 4 Sterne.

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    janein
  • 4 Sterne

    Buchwurm05, 20.03.2019

    Silver Bay ist ein kleines beschauliches Örtchen an der Küste Australiens. Hierhin verirren sich nur wenige Touristen. Für diese bieten die Bewohner Delfin- und Walbeobachtungen an. Hier lebt Liza mit ihrer Tochter Hannah ein abgeschiedenes Leben im Hotel ihrer Tante Kathleen. Eines Tages quartiert sich dort ein schick aussehender Engländer ein. Noch ahnt niemand, dass er das Leben in der Bucht und deren Bewohner nachhaltig verändern könnte....

    "Nächte in denen Sturm aufzieht" ist ein älteres Buch von Jojo Moyes und war bereits unter dem Titel "Dem Himmel so nah" erschienen. Einfühlsam beschreibt die Autorin das Leben der Bewohner von Silver Bay und deren grösste Einnahmequelle, der Delfin- und Walbeobachtung. Auch erfährt man, dass Liza irgendein Geheimnis aus der Vergangenheit hat, weshalb sie oft traurig wirkt und das sie nachhaltig verändert hat. In jedem Kapitel kommt jeweils einer der Hauptprotagonisten zu Wort. Durch die Ich-Form wird man so auch Teil ihrer Gedanken. Nach und nach lernt man durch die unterschiedlichen Sichtweisen alle besser kennen und kann sich gut in Jeden hineinversetzen. Jojo Moyes lässt auch viel Wissen über die Meeresbewohner einfliessen. Das ist gut gelungen. Lediglich am Anfang hatte ich ein bisschen Schwierigkeiten damit, weil innerhalb kürzester Zeit alle Protagonisten sowie Fakten über Delfine und Wale etwas ausführlicher vorgestellt wurden. Das hat den Einstieg etwas erschwert. Es hat jedoch nicht lange gedauert und ich war in dieser einfühlsamen, emotionalen und auch manchmal traurigen Geschichte gefangen. Zum Ende hin wird es noch mal richtig spannend und ich habe mitgefiebert und gehofft, dass sich alles zum Guten wendet.
    Fazit: Ein Roman über Naturschutz, Geldgier, Liebe und einem Geheimnis aus der Vergangenheit. Sehr einfühlsam erzählt.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Doris K., 10.02.2019

    Dieses Buch hatte ich bestellt, noch bevor es erschienen ist auf deutsch. Es kam noch vor dem angegebenen offiziellen Erscheinungsdatum bei mir an, zu meiner grossen Freude. Verpackung, Lieferung, alles bestens ! Der Inhalt des Buches ist wie alle Romane von Jojo Moyes toll, spannend, huntergrundreich, bewegend. Vielen Dank !

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    janein
  • 5 Sterne

    Rolf C., 18.02.2019

    Wer die Art und Weise, wie Jojo Moyes schreibt, wird nicht enttäuscht sein.

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  • 5 Sterne

    Hans-Jürgen H., 02.03.2019

    Habe dieses Buch noch nicht gelesen. Die Lieferung erfolgte sehr schnell.

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  • 4 Sterne

    stephan m., 20.03.2019

    Einfach und spannend geschrieben

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    janein
  • 1 Sterne

    Claudia S., 08.03.2019

    Das war der schlechteste Roman von Jojo Moyes den ich je gelesen habe und es war auch definitiv mein letzter. Die Geschichte war so absehbar und ich habe mehr über Wale gelesen als über zwischenmenschliche Beziehungen. „Ein ganzes halbes Jahr“ war mit das beste Buch seit langen und ich habe seit dem jeden neuen Roman von ihr gelesen, aber leider wurden sie immer schlechter und mit „ Nächte in denen Sturm aufzieht“ ist jetzt der absolute Tiefpunkt erreicht.

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  • 5 Sterne

    8 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sabine P., 21.12.2018

    Das Buch "Dem Himmel so nah" ist seit Jahren vergriffen und nur noch gebraucht ziemlich teuer erhältlich. Ich finde es super, dass ich das Buch endlich bestellen kann und freue mich sehr darauf es endlich lesen zu können!

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lena, 30.01.2019

    Die Engländerin Liza ist 32 Jahre alt und wohnt seit sechs Jahren zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter Hannah bei ihrer Tante Kathleen in dem Küstenort Silver Bay, wo diese ein kleines Hotel führt. In den kleinen Ort, drei Stunden von Sydney entfernt, verschlägt es nur wenige Touristen, insbesondere die, die die Einsamkeit suchen oder mit den Walfängern aufs Meer fahren möchten, um Wale und Delfine zu beobachten. Auch Liza arbeitet dort als Skipper und hat eine besondere Intuition dafür, wann Wale in die Nähe der Küste kommen.

    Der Engländer Mike Dormer reist nach Silver Bay, aber nicht als Tourist, sondern aus geschäftlichen Gründen. Er soll sich den Ort ansehen, um das Projekt für einen Hotelbau voranzutreiben. Als er die einfachen Menschen in dem beschaulichen Fischerort und insbesondere die Frauen der Frühstückspension näher kennenlernt sowie selbst die Begeisterung spürt, wenn sich die Wale zeigen, deren Lebensraum zunehmend bedroht wird, bekommt er Skrupel.

    "Nächte, in denen Sturm aufzieht" ist ein Roman, den die Bestseller-Autorin Jojo Moyes bereits 2007 veröffentlicht hat und der erst jetzt in Deutschland erschienen ist.
    Es ist ein eher ruhiger Roman mit einer melancholischen Grundstimmung, die von Anbeginn spürbar ist, die aber perfekt zu dem verschlafenen Fischerort Silver Bay passt, an dem die Zeit ein bisschen still zu stehen scheint. Durch die Beschreibung des einfachen, aber zufriedenen Lebens der Einwohner, die sich ganz dem Meer und seinen Bewohnern verschrieben haben, fühlt man sich bildlich an diesen Rand der Welt zurückversetzt.

    Die Verknüpfung der Themen Ökologie, Tier- und Umweltschutz mit den Schicksalen der Frauen, vor allem des Lebens von Liza, deren Vergangenheit gemächlich aufgedeckt wird, ist sehr gut gelungen.

    Alle Charaktere - vom kauzigen Walbeobachter, über die gute Seele Kathleen bis zum zunächst etwas steifen Finanzexperten Mike - sind individuell, aber dabei sehr authentisch gezeichnet.
    Es ist interessant zu lesen, wie sich jeder einzelne im Verlauf des Romans weiterentwickelt und wie sich die ganz unterschiedlichen Figuren einander annähern.

    Auch wenn die Romane, die Jojo Moyes vor "Ein ganzes halbes Jahr" geschrieben hat, oft kritisiert werden, hat mir diese ruhige Geschichte um Liza, die sich wegen eines Schicksalsschlags nach Australien, an einen Ort, an dem sie gleichzeitig befreit, aber dennoch gefangen ist, zurückgezogen hat, wieder gut gefallen. Ich mochte die melancholische Atmosphäre von Silver Bay und den ambitionierten Kampf für das Wohlergehen der Tiere.
    Die Rolle von Mike ist zwar sehr vorhersehbar, aber dennoch bleibt es durch zahlreiche Wendungen spannend, wie sich die Situation vor Ort in Australien letztlich entwickelt, so dass mich "Nächte, in denen Sturm aufzieht" bis zum Schluss fesseln konnte.

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    janein
  • 5 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    manfred r., 14.02.2019

    Wie immer sehr super geschriebe. Man kann sich sehr gut hineinfühlen

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    janein
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