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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Claudia S., 17.01.2024

    Walter hat sich seit dem Tod seiner Frau Lieschen total zurückgezogen und lebt in Routinen. Dazu gehört sein täglicher Ausflug in den Park, wo er an seinem Lieblingsplatz mit seinem Schachbrett sitzt. Janne ist auch gern im Park, da ist die Skaterrampe, auf der er seine Tricks übt. Der alte Mann fasziniert ihn und so spricht er ihn an. Das Schachbrett und die Figuren faszinieren ihn. So entsteht eine aussergewöhnliche Freundschaft, die das Leben der beiden mehr verändert, als sie je für möglich gehalten hätten.

    Janne ist in den Augen seiner Lehrerin ein schwieriges Kind, doch seine Mutter Malu sieht das ganz anders. Bei ihr ist Janne lebhaft, aber nicht mehr, als andere Kinder. Als Alleinerziehende fühlt sie sich immer besonders streng behandelt. Ihr berufliches Umfeld und ihre Freundin geben ihr aber den nötigen Rückhalt. Doch genau das ist in Gefahr, denn das Café Blue Hour steht vor der Insolvenz. Malu hat eine tolle Idee, wie man einen Investor finden kann und so nebenbei verändern sich noch weitere Dinge. So banal das gerade klingen mag, die Story ist nicht nur wunderschön, sondern auch aus dem Leben gegriffen. Ganz ohne mit dem Zaunpfahl zu winken zeigt und Judith Pinnow, wie viel schöner das Leben sein kann, wenn man freundlich, freundschaftlich, nett und positiv miteinander umgeht.

    Die Entwicklung der einzelnen Figuren ist nachvollziehbar und stimmig. Es geschehen keine grossen Wunder, dennoch ist die Geschichte wunderbar. Die vielen kleinen Freuden machen den Zauber aus. Auch dass der eine oder andere kleinere Faden nicht abschliessend geklärt wurde, ist kein Makel. Das lässt dem Leser Raum für Gedankenspiele und ermöglicht der Autorin, einen Folgeband zu schreiben. Doch auch ohne einen solchen ist die hier erzählte Geschichte rund in sich abgeschlossen.

    Die weiteren Themen, die hier anklingen, überladen die Geschichte in keiner Weise, sondern würzen sie und machen sie noch spannender. Sowohl Wally als auch Janne schliesst man auf Anhieb ins Herz, nicht viel langsamer Malu, Hinnerk, Liv und die anderen Figuren. Jede einzelne ist mit ihrer speziellen Art wichtig für das Gesamte. Das Gegenspiel von ungewollter Kinderlosigkeit und ungeplanter Schwangerschaft ist gekonnt gezeichnet. Ebenso ist die homosexuelle Beziehung von Hinnerk und David ohne grosse Aufregung eingebaut und damit herrlich normal. Noch dazu nutzt die Autorin eine wunderbare Sprache, die fast schon poetisch und philosophisch anmutet. Die Gedanken, besonders von Janne, gehen direkt ins Herz. Ich nehme für mich das Ritual von Malu und Janne mit. Und was machen wir morgen? Morgen machen wir es besser!

    Zudem möchte ich die wunderbaren Illustrationen von Vivien Thiessen erwähnen, die sich im Buch finden. Sie sind liebevoll und bringen alles auf den Punkt, obwohl sie recht schlicht und schnörkellos sind. Wunderbar! Fünf Sterne!

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  • 5 Sterne

    Katharina E., 16.01.2024

    Das Tänzeln des Springers

    „Du hast die Wette verloren, um etwas anderes zu gewinnen. Man opfert einen Bauern, und dafür passiert etwas Gutes im Spiel“

    Wie auch der Titel bereits vermuten lässt, spielt in diesem Buch das Schachbrett eine zentrale Rolle. Der Fokus liegt dabei weniger auf dem Spiel selbst, als auf seiner faszinierenden Macht, die unterschiedlichsten Menschen zusammenzubringen.

    In diesem Fall, einen kleinen Jungen, dem es schwer fällt, sich in der Schule zu konzentrieren und dadurch immer wieder in das Radar seiner Lehrerin gerät und einem alten Mann, der nach dem Tod seiner geliebten Frau von einem Tag in den nächsten gleitet, ohne so richtig zu leben.

    Die Faszination, die das Schachspiel auf den Jungen ausübt, führt diese beiden Menschen zusammen und bildet eine einzigartige Freundschaft, in einer herzerwärmenden Geschichte, wie sie das Leben so schreibt.

    „Ich lerne, dass der Pfefferstreuer eigentlich eine Dame ist. Also, ich kann da gar keine Dame erkennen in der Figur, aber der alte Mann sagt, die Dame muss man unbedingt schützen im Spiel und im Leben.“

    Judith Pinnow nutzt ihre feinen, bildhaften Worte um eine Welt zu kreieren, die der unsrigen so ähnlich ist, und scheint dennoch von einem feinen Hauch von Magie durchzogen zu sein, die der berührenden Geschichte einen zauberhaften Schimmer zu verleihen scheint. Wie ein klarer Bach plätschert die Geschichte über die Seiten, stetig und bewegt, durchzogen von Stromschnellen und kleinen Sturzfällen, gefolgt von ruhigen, tiefen Tümpeln.

    „Wie feiner Nebel, der aufzieht. So schleichend, dass man es kaum bemerkt. Erst sieht man nur ein kleines bisschen schlechter, wie durch eine schmutzige Brille. Nach einer Weile kann man dann nicht mehr seine eigenen Füsse sehen und sehr bald auch nicht mehr die eigenen Hände. Genauso ziehen die Nachtgedanken auf.“

    Unterschiedliche Perspektiven, jeweils in der ersten Person geschrieben, bieten einen klaren Einblick in die Gedankenwelt der Figuren und ermöglichen es, eine tiefere emotionale Bindung zu den Charakteren zu bilden, sie zu verstehen und mit ihnen mitzufühlen.

    Der Schacherzähler ist ein wunderschöner Roman, der sich auf die alltäglichen Situationen des Lebens stützt, mit einem Augenzwinkern und von positivem Licht beleuchtet. Statt die Probleme zu beleuchten konzentriert sich die Autorin, jeder Situation etwas Positives abzugewinnen und eine Geschichte zu schreiben, die auch im eigenen Alltag ihren Glanz hinterlässt.

    „Man muss nicht immer alles wissen. Manchmal hilft nur tanzen. Musik ganz laut und tanzen, so wie ein Springer, der über ein Schachbrett gleitet. Ein Schritt geradeaus, zwei Schritte nach links. Dann zwei Schritte nach vorne und einen nach rechts.“


    „Die Passagen in Anführungszeichen sind direkt aus dem Buch übernommen.“

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  • 5 Sterne

    sommerlese, 27.12.2023

    Ein berührendes und warmherziges Highlight des Jahres
    Im List Verlag erscheint Judith Pinnows Roman "Der Schacherzähler".

    Der Witwer "Oldman" (Walter) leidet nach dem Tod seiner Frau an Einsamkeit, nur durch einem festgelegten Tagesplan schafft er Routine und spielt täglich Schach gegen seine tote Frau. Doch dann lernt er den neunjährigen Janne kennen, der sich für Schach interessiert und das Spiel erstaunlich schnell versteht. Aber Oldman ist den Umgang mit Kindern nicht gewohnt und reagiert recht schroff und ablehnend.

    Diesem Roman bin ich nach kurzer Zeit verfallen und wollte unbedingt wissen, wie sich Oldman und Janne verstehen und wie die Geschichte weiter geht.

    Jannes Mutter Malu ist alleinerziehend, gemeinsam meistern sie alle Schwierigkeiten ihres Lebens. Janne fällt in der Schule öfter mal unangenehm auf, sitzt nicht gern still und wird ausgegrenzt. Seine Mutter bekommt regelmässig Anrufe von Jannes Lehrerin, die mit seiner Art nicht zurecht kommt. Doch dann entwickelt sich zwischen Oldman und Janne eine Verbindung, die tiefer geht als nur ihr gemeinsames Schachspiel. Beide profitieren voneinander und bauen eine tiefe, wunderbare Freundschaft auf.

    Malu arbeitet im Café "Blue Hour", diese Location wird ihr und ihrem Sohn zu einer zweiten Heimat, denn die Mitarbeiter unterstützen sich gegenseitig und schaffen mit ihren Gesprächen, den Kuchen und Kaffeesorte eine heimelige Atmosphäre von Zusammenhalt und Freundschaft.

    Es gibt einige Nebenfiguren, die mit ihren privaten Sorgen, Eheproblemen und ihrem Alltag für interessante Geschichten sorgen, die ich gespannt verfolgt habe.

    Judith Pinnow überzeugt mit einem ruhigen, leichten und einfühlsamen Erzählstil und lässt einige humorvolle Szenen einfliessen, die ganz wunderbar unterhalten. Ihre warmherzigen Charaktere kann man einfach nur gern haben, sie agieren in lebensnahen und situationsbeschreibenden Szenen und das schafft eine Nähe, die den Leser an die Figuren im Buch bindet. Ihre warmherzigen Charaktere verzaubern, denn hier entsteht eine ganz besondere Freundschaft, die einen Hauch von Magie besitzt. "Oldman" wird wieder gebraucht und geniesst die Nähe zu dem kleinen Janne, dessen Pfiffigkeit und Intelligenz er nicht nur beim Schachspielen bewundert. Bei diesem Buch erfährt man auch einiges über Schach, es wird aber nicht zuviel, sondern kommt in kleinen Dosen daher.

    Es ist ganz wunderbar zu erleben, wie sich "Oldman" durch die Freundschaft zu Janne verändert und sich Stück für Stück von seiner eintönigen Einsamkeit heraus wieder dem Leben zugewendet. Dieses Buch zeigt, wie von einer generationenübergreifenden Zusammengehörigkeit Älte und Jüngere gleichermassen profitieren.

    Ich bin noch ganz verzaubert von der Warmherzigkeit dieser Geschichte, die zu einem Highlight des Jahres wurde.

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  • 5 Sterne

    Sternzauber, 27.12.2023

    Berührend, überraschend, tiefsinnig und einfach toll!
    Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch durch das Cover, das mir ausgesprochen gut gefällt. Ich mag die farblich äusserst stimmige Gestaltung in Grün- und Rottönen und die Stimmung die die beiden Menschen – ein Kind und ein alter Mann – erzeugen, in dem sie in die gleiche Richtung gehen und dabei einander zugewandt wirken. Für mich ist es eine hervorragende Einladung in diese Geschichte und nach der Lektüre kann ich versichern, dass sie für mich auch wunderbar zum Inhalt des Buches passt.

    Das Buch erzählt von Janne, einem 9-jährigen Jungen, und von „Oldman“ einem alten Mann, der im Park sitzt und Schach spielt. So lernen die beiden sich kennen und auch wenn Oldman zu Beginn nicht begeistert davon ist, dass ein zappelndes Kind seine Abläufe stört, bahnt sich zwischen den beiden Spielpartnern eine ganz besondere Freundschaft an…

    Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn es macht einfach viel zu viel Freude, die Geschehnisse beim Lesen zu entdecken! Aber es sei verraten, dass keine weltbewegenden Explosionen diese Geschichte erschüttern und doch ganz viel passiert, was zum Nachdenken anregt und tief im Inneren berührt…. Mich jedenfalls hat diese Geschichte absolut in ihren Bann gezogen, mich berührt, fasziniert und begeistert und ich war sehr traurig, als ich mich von den wunderbar authentischen und so einfühlsam beschriebenen ProtagonistInnen verabschieden musste.

    Besonders begeistert bin ich von der Art, wie die Autorin den Umgang der Mutter mit Janne beschreibt und davon wie Oldman auf ihn eingeht. Janne ist offensichtlich ein Kind mit besonderen Bedürfnissen, was zu Schwierigkeiten im Schulsystem führt, aber seine wichtigsten Menschen reagieren unglaublich stark, herzlich und „menschlich gross“ – das ist wunderbar zu lesen und macht bestimmt dem ein oder anderen betroffenen Elternteil Mut! Im Buch wird Janne trotz und gerade wegen seiner Besonderheiten als wertvoll und als Bereicherung beschrieben und das freut mich ungemein!

    Überhaupt mag ich die Sprache und auch die einfühlsam sensible Erzählweise der Autorin sehr – sie hat die Geschichte wunderbar getragen und erst die ganz besondere Stimmung heraufbeschworen, so dass Inhalt und Sprache meiner Meinung wunderbar zueinander passen und sich ergänzen. Dazu gibt es herzerfrischende und sehr lebendige Dialoge und tolle rituelle Wiederholungen, die die Geschichte zusätzlich strukturieren.

    Was soll ich noch sagen? Mich hat diese Geschichte absolut positiv überrascht und ich habe das Gefühl, dass sie mich noch lange begleiten wird! Allen, die gerne in besondere Geschichten abtauchen und die es mögen, wenn ein Buch zum Nachdenken über die wichtigen Dinge im Leben anregt, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt – viel Spass beim Lesen!

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  • 5 Sterne

    Luise_Dez, 28.03.2024

    Die Autorin Judith Pinnow, erzählt in ihrem neuen Roman "Der Schacherzähler" eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen einem neunjährigen Jungen und einem über achtzig Jahre alten Mann.

    Inhalt:
    Er lebt vor allem in seinen Erinnerungen, der Gegenwart kann er nicht viel abgewinnen. Als er beim Schachspielen unter seiner Kastanie von einem 9-jährigen Jungen angesprochen wird, stellt er sich nur als „Oldman“ vor und erklärt dem Kleinen, dass eh alles vor die Hunde geht. Doch Janne ist neugierig und will Schach spielen lernen. Oldman hat wenig Hoffnung, dass der Junge das lernen wird, er kann ja noch nicht mal still sitzen. Aber Janne lernt schnell, und Oldman beginnt zu reden. Erst über Schach, dann über das Leben. Und Janne hört zu und fühlt sich endlich richtig: Beim Schach und bei dem Alten. Doch eines Nachmittags sitzt Oldman nicht mehr da. Auch am nächsten und übernächsten Tag gibt es keine Spur von ihm. Janne ist voller Sorge und beginnt, ihn zu suchen …

    Meine Meinung:
    Geschickt lässt die Autorin, Janne, Malu; Hinnerk und Malus beste Freundin Liv abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählen und dabei wird die Gefühlswelt und die Geheimnisse jeder einzelnen Figur, sehr offen dargestellt. Von Oldman wird hingegen in der dritten Person gesprochen.

    Malu, ist die alleinerziehende Mutter des neunjährigen Janne, den sie ohne Partner und ohne Unterstützung ihrer Eltern, zur Welt gebracht hat und ihn wohl deshalb über alles liebt. Zum Glück hat sie als Schwangere damals in Bad Altbach von Hinnerk die Chance bekommen, in seinem Cafe zu arbeiten und gerade jetzt, steht das Cafe vor dem Aus. Hinzu kommen noch die ständigen Beschwerden aus der Schule und Malu steht Kopf!

    Walter Weber lebt allein, seit seine Frau vor einigen Jahren verstorben ist. Er ist ein alter Mann, der einsam ist, der mit seiner toten Frau Zwiesprache hält und seinen Alltag in feste Rituale eingeteilt hat. Freunde hat er keine, kein Wunder so knurrig wie er sich gibt. Doch die Begegnung im Stadtpark mit dem neunjährigen Janne, dem er sich mürrisch als Oldman vorstellt, wird der Beginn eines neuen, erfüllteren Lebensabschnitts …

    Die Autorin erzählt auf wundervolle Weise die Geschichte von einem kleinen Jungen, der durch einen alten Mann die Liebe zum Schach spielen entdeckt.

    Fazit:
    Der Autorin ist es hervorragend gelungen, mit ihrem flüssigen und humorvollen Schreibstil eine sehr berührende Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft und über das Leben selbst, zu erzählen. Eine wunderbare Geschichte, mit der ich viele schöne Lesestunden hatte.
    Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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  • 5 Sterne

    Eva Fl., 07.03.2024

    Es ist wie mit allem. Es ist schlimm und gleichzeitig gut.

    Durch Zufall lernen sich der neunjährige Janne und ein alter Mann kennen. Der Mann, der sich nur als „Oldman“ vorstellt, sitzt dort und spielt Schach. Janne ist daran interessiert und möchte es gerne lernen. Auch wenn Oldman Zweifel hat, da Janne nicht gut ruhig sitzen kann, gibt er ihm eine Chance. Janne, der in der Schule durch sein unruhiges Verhalten immer wieder auffällt, kann bei Oldman wunderbar Schach lernen, ausserdem erfährt er viel über das Leben an sich. Eines Nachmittags sitzt Oldman dann aber nicht mehr im Park. Was ist los?

    Ich war sehr auf dieses Buch gespannt, denn von Judith Pinnow habe ich schon andere Bücher gelesen, die mir sehr gut gefallen haben. Ich mag ihren Schreibstil unheimlich gerne, es liest sich so angenehm, unterhaltsam, ist immer wieder toll fantasievoll geschrieben.

    Auch hier war dies absolut der Fall. Die Geschichte ist wirklich toll. Sie ist absolut vielfältig, oftmals überraschend und hat mich sehr begeistert. Beim Lesen gab es bei mir alle möglichen Emotionen. Das Buch hat mich sehr bewegt, hat mich schmunzeln lassen, hat mir Tränen in die Augen getrieben. Eine absolut gelungene Mischung für mich. Ebenso von den Themen im Buch her war es wirklich abwechslungsreich. Kurzfristig hatte ich zwar das Gefühl, dass da nun viel zusammenkommt, aber ich mochte es, wie Judith Pinnow das alles verbunden hat. Ebenso ehrlich und wichtig fand ich es, wie sie manches davon angesprochen hat.

    Mir gefällt es sehr, welche wunderbaren Worte und Sätze voller Aussagen in diesem Buch stecken. Manches könnte man auch als Lebensweisheiten bezeichnen, manches vielleicht als Denkanstösse. Ich finde es toll, wie Judith Pinnow hier auch scheinbar ihre eigenen Erkenntnisse einfliessen lässt – nicht zuletzt wohl bei ihrer Figur Janne. Das Buch widmet sie ihrem Sohn, der vielleicht einen ähnlichen Charakter hat. Sie zeigt im Buch genial auf, wie wertvoll jeder Mensch ist, auch wenn er vielleicht nicht perfekt ins starre System, hier vor allem Schulsystem, passt. Und wie ein Kind hier auf einem tollen Weg bisher wohl unentdeckte Fähigkeiten erfahren kann. Ich finde das wirklich bewundernswert.

    Für mich ist dies eine absolut gelungene Lektüre, bei der ich fast schon traurig wurde, als das Buch beendet war. Ich habe mir dieses Buch immer wieder eingeteilt, damit ich es nicht zu schnell gelesen habe. Grundsätzlich hätte ich es am liebsten am Stück gelesen, aber so war es für mich genussvoller.

    Ich kann dieses Buch absolut empfehlen, für mich war und ist es ein grosses Highlight. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen dafür.

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  • 5 Sterne

    Märchens Bücherwelt, 30.12.2023

    Wie war das: Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen sie... Nein, ich empfehle ganz einfach dieses Buch zu lesen. Es könnte zwar zu unerwarteten emotionalen Gefühlsausbrüchen, Druck auf die Tränendrüsen und Herzschmerz kommen, was aber spätestens am Ende der Geschichte geheilt sein wird.

    Die Anwendung empfehle ich wie folgt: Man nehme einen knurrigen alten Mann, Oldman genannt, einen kleinen neunjährigen Jungen namens Janne und seine unperfekte und doch so grossartige Mami Malu. Diese Kombi in Verbindung mit dem Beginn eines Schachspiels im Park und den Folgen der Begegnung mixe man mit weiteren liebenswerten Charakteren und einem Wohlfühlcafé, das ganz Bad Altbach kennt und liebt und geniesse es, am besten mit einer Tasse Kaffee und einer Zimtschnecke, Bananenbrot oder einem Stück Käsekuchen.

    Währenddessen erzählen Dir Janne, seine Mom, ihr Arbeitgeber Hinnerk und ihre Freundin Liv etwas über Geheimnisse, Hoffnungen, Wünsche, Träume, das Grosswerden und die Begegnung mit einem alten Mann, dessen Geschichte, Rückblicke in seine Vergangenheit und die Liebe zum Schach alles verändern wird.
    Ich hab es übrigens schon ausprobiert und kann nur sagen: Ich habe von Anfang bis Ende gefühlt, gelitten, geliebt, gelacht und es genossen. Ich war sofort drin in der Geschichte, der kleine Janne ist mir mit seinen kindlichen Gedankengängen und seinen Empfindungen so ans Herz gewachsen. Gehänselt und von den Lehrern als Störfaktor bezeichnet, kann man nicht anders, als ihn einfach liebgewinnen und schützen zu wollen, weil er sich doch so bemüht, unter dem Radar zu bleiben. Ebenso wie seine alleinerziehende Mama, die ihren Sohn trotz aller Schwierigkeiten und privater Umstände so liebt wie er ist und ihn zu einem tollen Jungen erzieht.

    Durch die Ich-Perspektive taucht man noch mehr in ihre Gefühlswelten ein, nur über Oldman wird aus der Beobachter-Perspektive erzählt. Eine tolle Kombi, die es noch spannender, interessanter und so unglaublich schön macht.
    Wirklich alle Charaktere sind grossartig beschrieben, mit all ihren Macken, Fehlern, Besonderheiten und liebenswerten Eigenschaften.

    Es ist ein Wohlfühl-Herzensbuch, es bietet so viel an Tiefgang, es stimmt nachdenklich, passt so hervorragend in unsere Zeit und zeigt, was echte Freundschaften ausmachen, unabhängig vom Alter. Die Nachwirkungen des Buches sind grossartig und ich kann nur jedem sagen, diese Risiken und Nebenwirkungen sind es 100% wert. Ein unvergessliches warmherziges Buchhighlight, bleibt im Kopf, geht ins Herz und wird dortbleiben.

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  • 5 Sterne

    Zabou1964, 08.02.2024

    Auf dieses Buch aufmerksam geworden bin ich durch die zahlreichen sehr positiven Buchbesprechungen in den sozialen Medien. Da ich mit Schach überhaupt nichts anfangen kann, hätte ich um diesen Roman sonst wahrscheinlich einen grossen Bogen gemacht. Und, um das gleich vorwegzunehmen, hätte mich dadurch um einen echten Lesegenuss gebracht. Für alle, die dieselben Befürchtungen haben, sei gesagt: Die Hauptfiguren spielen zwar Schach, aber man braucht absolut keine Vorkenntnisse, das Spiel an sich ist nebensächlich.

    Die Geschichte beginnt mit einem alten Mann, der vorgestellt wird. Er ist seit einiger Zeit Witwer und weiss ohne seine Frau nicht so recht, wie er seinen Tag bewältigen soll. Er lebt nach einem festen Zeitplan. Ein Teil dessen ist, dass er mit seinem Schachbrett und einer Thermoskanne mit Tee in den Park geht, um dort gegen seine verstorbene Frau imaginäre Schachpartien zu spielen. Eines Tages begegnet er dort dem 9-jährigen Janne, der auf einer Skateranlage übt. Der Junge ist neugierig und geht auf den alten Mann, der sich ihm als „Oldman“ vorstellt, zu. Seine alleinerziehende Mutter Malu arbeitet in einem Café und ist oft mit der Erziehung Jannes überfordert. In der Schule gilt er als schwierig, oft muss Malu zur Lehrerin kommen und sich deren Beschwerden anhören. Erst als Janne und Oldman sich annähern, und Janne beginnt, das Schachspiel zu erlernen, wird er ruhiger. Doch eines Tages ist Oldman nicht an seinem Platz im Park.

    Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Es geht hier nicht nur um die Einsamkeit eines alten Witwers oder um die Probleme einer alleinerziehenden Mutter und deren Sohn. Dieses Buch ist viel mehr. Die Autorin vermittelt ihren Lesern, wie wichtig Freundschaft und Familie sind, ohne jemals belehrend zu wirken. Sie erzählt aus verschiedenen Perspektiven, wie sich die Protagonisten nach und nach annähern. Auch aus Oldmans Vergangenheit, die eine nicht unerhebliche Rolle spielt, erfährt der Leser einiges. Das Ende hielt für mich noch eine echte Überraschung bereit und liess mich das Buch mit einem Lächeln im Gesicht zuklappen.

    Nicht unerwähnt lassen möchte ich die sehr hübsche Gestaltung des Buches: Eingestreut in die Geschichte sind kleine Illustrationen von Vivien Thiessen, die sehr gut zu der Handlung passen. Auch die Gestaltung des Covers in einem hellen Grün mit roter Schrift hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es zeigt einen alten Mann und einen Jungen, die nebeneinander hergehen, eingerahmt in Kastanienblätter.

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  • 5 Sterne

    peedee, 06.02.2024

    Ein leises, berührendes Buch

    Als alleinerziehende Mutter ist es für Malu manchmal nicht leicht, alles unter einen Hut zu bringen: ihr 9-jähriger Sohn Janne hat immer wieder Schwierigkeiten in der Schule und nun ist Malus Arbeitsplatz in Gefahr. Janne spricht im Park einen alten schachspielenden Mann an, der sich ihm als „Oldman“ vorstellt. Oldman hat wenig mit anderen Menschen zu tun, erst recht nicht mit Kindern. Er denkt nicht, dass Janne genügend Geduld für Schach hat. Doch da täuscht er sich. Das Schachspiel schlägt eine Brücke zwischen Generationen…

    Erster Eindruck: Auf dem Cover sieht man einen alten Mann und einen kleinen Jungen von hinten; ein schlichter Buchtitel – gefällt mir.

    Das Buch wird aus wechselnden Perspektiven erzählt: Malu, Janne, Liv, Hinnerk, Oldman. Der Wechsel ist jeweils gut angegeben. Durch diese unterschiedlichen Perspektiven entsteht eine eigene Dynamik.
    Malu liebt ihren Sohn über alles. Sie weiss, dass er nicht ganz so ist wie all die anderen Kinder, aber das ist für sie in Ordnung. Nur die Lehrerin muss ihr beinahe täglich unter die Nase reiben, was Janne nicht gut gemacht hat. Immer tadeln, nie loben – ist das neue Pädagogik? Ihre Freundin Liv und Chef Hinnerk stehen ihr in allem zur Seite.
    Oldman ist verwitwet und hält sich strikte an seine selbst auferlegten Regeln, um durch den Tag zu kommen. Dazu gehört auch der Besuch im Park und das Schachspiel. Menschen meidet er – er mag keinen Smalltalk, insbesondere nicht mit alten Menschen, die über Vergangenes jammern. Dass ihn ausgerechnet der kleine Junge anspricht, ist für ihn sehr überraschend. Er bringt neuen Schwung in Oldmans Alltag.
    Es hat mir sehr gefallen, mehr über die einzelnen Protagonisten zu erfahren. Jeder hat – wie im realen Leben – sein Päckchen zu tragen, darunter sind auch Geheimnisse. Dummerweise haben Geheimnisse so eine Unart: sie werden im wohl ungeeignetsten Moment aufgedeckt. So geht es auch Oldman.

    Beim Lesen des Buches sind viele Fragen aufgetaucht: Sind Geheimnisse in Ordnung? Oder sollte immer über alles gesprochen werden? Wann ist der beste Zeitpunkt, über ein Geheimnis zu sprechen? Was tun, wenn sich das Leben danach für immer verändert?

    Es ist ein leises, berührendes Buch über Freundschaft, Geheimnisse und das generationenübergreifende Schachspiel. Von mir gibt es ausgezeichnete 5 Sterne.

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  • 5 Sterne

    Ariettas Bücherwelt, 25.12.2023

    Eine wunderschöne Geschichte voller Magie
    Meine Meinung zur Autorin und Buch
    Es ist mein erster Roman von der Autorin Judith Pinnow, ich bin noch ganz verzaubert von dieser wunderschönen Geschichte. So voller Magie und Versöhnung, ich konnte mich beim Lesen entziehen sie war schon magisch. Ich bin durch diesen wunderschönen Cover und dem Text auf der Rückseite aufmerksam geworden, ich wusste gleich das ist mein Buch. Alles ist so Bildhaft beschrieben und Authentisch erzählt, der Schreibstil ist sehr flüssig , einfühlsam und spannend. Es geht um die allein Erziehende Mutter Malu, ihren 9 Jährigen Sohn Janne und dem auf den ersten Blick dem älteren und mürrischen Mann der sich Oldmann vorstellet.“ Es wird nicht mein letztes Buch von ihr gewesen sein. „


    Malu hat es wirklich nicht leicht den Spagat zwischen ihrem Beruf und Alleinerziehende Mutter zu schaffen. Janne ist ein sehr lebhafter Junge, die Lehrerin beklagt sich andauernd über ihn. Ich hatte oft das Gefühl die Chemie zwischen Lehrerin und ihrem Schüler Janne stimmt nicht. Janne ist oft in dem wunderschönen Park von dem kleinen Ort Altbach mit seinem Skooter, er hat schon öfters diesen älteren Mann dort mit seinem Schachbrett unter den Bäumen sitzen sehen. Natürlich ist es Janne den die Neugierde treibt und ihn Anspricht, er antwortet mürrisch „ Oldmann“ und er würde hier Schach spielen. Was man diesem quirligen kleinen Kerl nicht getraut hätte er möchte das Schachspielen auch gerne lernen, was für ein Wunder Oldmann erklärt sich bereit es ihm beizubringen. Die beiden führen dabei Gespräche über das Schachspielen und um ihr Leben.
    Es entwickelt sich mit der Zeit eine sehr berührende und intensive Freundschaft. Wir erfahren von den beiden so viel über ihr Leben, sie öffnen sich gegenseitig ihre Seele, auch Mutter Malu wird Aufmerksam und es entwickelt sich eine ungeahnte Freundschaft. Was wir über die drei so alles erfahren, fand ich sehr berührend, da kam auch schon mal ein Trännchen beim lesen, aber man konnte auch viel lachen. Ich habe ebenso gezittert und gebangt als Oldmann nicht am vereinbarten Ort befand und nicht auffindbar schien, was ist ihm passiert als er endlich so glücklich schien?

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  • 5 Sterne

    Cynthia M., 22.12.2023

    Ich liebe ja Bücher über ungewöhnliche Freundschaften, vor allem wenn ein „grumpy old man“ beteiligt ist. Dass der Protagonist im Buch nun tatsächlich auch gerne Oldman genannt werden will, ist ja einfach mein Traum. Liebe ich total und macht für mich total den Charme an der Sache aus. Besonders hervorheben möchte ich auch die kleinen Illustrationen im Buch, die dem ganzen einen besonderen Touch und eine sehr persönliche Note geben. Eine schöne Geschichte und ein besonderes Buch.
     
    Zum Inhalt: Malu hat es alleinerziehende Mutter nicht leicht, vor allem weil ihr Sohn Janne in der Schule immer wieder aneckt und sie sich einfach nicht zu helfen weiss. Und auch beruflich steht für Malu gerade viel auf der Kippe. Als ihr Sohn beim Spielen im Park Oldman kennenlernt und von ihm Schach lernen möchte, öffnen sich für Malu viele Möglichkeiten. Und ihre Augen. Denn der alte Mann ist nicht nur ein geduldiger Lehrer, sondern auch aufmerksamer Zuhörer und Ratgeber.
     
    Die Kapitel sind kurz und hauptsächlich aus Sicht von Malu oder Oldman geschrieben, aber auch einige der Nebenfiguren melden sich zu Wort. In Oldmans Perspektive erfährt man auch einiges aus seiner Vergangenheit, diese Abschnitte muteten immer fast schon nostalgisch und ein bisschen wehmütig an. Das Buch ist voller Emotionen, von tiefer Liebe bis zu schwerer Schuld. Das macht die Geschichte sehr vielseitig, aber auch sehr nahbar und hat mich einfach total abgeholt.
     
    Besonders die Beziehung zwischen Janne, der von Erwachsenen sonst nicht viel Verständnis bekommt, und Oldman ist einfach herrlich zu verfolgen. Ihr Umgang miteinander ist sehr offen und natürlich, also eigentlich das genaue Gegenteil davon, wie Kindern sich Fremden gegenüber verhalten sollen. Was Janne natürlich weiss und Oldman deswegen schnell kennenlernt, denn dann kann ja niemand was dagegen sagen. Das Buch ist wie eine kleine Erinnerung, was wirklich zählt im Leben.

    Das Ende hat mich dann nochmal richtig gerührt. Für mich eine wunderschöne Geschichte und ein Buch, das ich gerne weiterempfehle.

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  • 5 Sterne

    Naida M., 27.12.2023

    „Der Schacherzähler“ von Judith Pinnow ist ein ruhiger Roman, der sich wunderbar liest und mir einige schöne Lesestunden beschert hat.
    In der Mitte der Handlung stehen der 9-jährige Janne und seine Mutter Malu. Sie ist alleinerziehend, er etwas „schwierig“, aber die beiden kämpfen sich Tag für Tag durch. Eines Tages lernt Janne einen alten Mann namens „Oldman“ kennen und möchte von ihm das Schachspielen erlernen. Der alte grummelige Mann öffnet sich langsam immer mehr und zwischen den beiden entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit...
    Die Handlung wird immer wieder aus anderen Perspektiven erzählt, darunter von Malu und Janne, aber auch von Oldman, von Liv (Malus Freundin) und Hinnerk (Malus Arbeitgeber). So setzen wir uns mit der Gefühlswelt und Perspektiven dieser unterschiedlichen Charaktere auseinander und lernen diese kennen.
    Die Protagonisten haben alle ihre Ecken und Kanten, keine und keiner von ihnen ist perfekt. Janne hat andauernd Probleme in der Schule, Malu ist als alleinerziehende Mutter auf sich allein gestellt und kämpft an vielen Fronten, Oldman ist einsam und verbittert und hütet ein Geheimnis, und weitere Charaktere, die im Roman vorkommen, haben auch so ihre Probleme und Problemchen. Eine Vielfalt von unterschiedlichen Menschen mit Stärken und Schwächen.
    Das „Blue Hour“, das Café in dem Malu arbeitet, ist sehr schön gezeichnet und erinnert mich an die Cafés aus US-Sitcoms, mit den leckeren Kuchen und Kaffeesorten und tollen Gesprächen.
    Das Cover gefällt mir sehr gut, zeigt es doch am Rand die Blätter eines Kastanienbaums, welches im Roman eine grosse Rolle spielt. In der Mitte ist das Bild von einem älteren Herren und einem Jungen, die nebeneinander laufen und ins Gespräch verwickelt sind. Das sind eindeutig Janne und Oldman.
    Mein Fazit: ein schöner, unaufgeregter Roman, der zum Einkuscheln mit einem Becher Kaffee, Tee oder Kakao einlädt und wundervolle Lesestunden bietet.

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  • 5 Sterne

    Marita R., 20.03.2024

    Judith Pinnow kann schreiben
    " Der Schacherzähler" von Judith Pinnow ist ein absoluter Wohlfühlroman, die man noch lange in Erinnerung behält.

    Janne ist ein neunjähriger Junge, mit mit seiner Unruhe und seinem Bewegungsdrang seine Lehrer an die Grenzen bringt. Heute würde man sagen ein ADHS Kind, ein Systemsprenger. Seine alleinerziehende Mutter Malu, scheut vor jedem Anruf, der aus der Schule kommt, will sie doch nicht, dass Janne nur negative Erfahrungen macht. Manchmal eine Gradwanderung, der Jnne braucht seine Grenzen.
    Jeden Tag bei Wind und Wetter geht Malu mit ihrem Sohn in dem Park zu Skaterbahn, damit er sich austoben kann. In diesem Park sitzt jeden Tag ein älterer Herr auf einer Bank und spielt gegen sich selbst Schach. Eines Tages wird Janne auf ihn aufmerksam und geht auf ihn zu. Er ist fasziniert von diesem Spiel und lässt sich von dem brummigen Mann in dieses Spiel einführen. Dadurch entsteht eine wunderbare Freundschaft.

    Judith Pinnow beschreibt in ihrem Buch nicht nur eine Freundschaft, die durch die Bekanntschaft von Janne und " Oldman", so nennt Janne den älteren Mann, ensteht, sondern bringt auch noch viele andere Personen in das Geschehen und berichten über diese zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie erzählt von den Problem des Alltags, wie es ist allein mit einem Kind zu leben, das nicht den Vorstellungen unserees Schulsystems entspricht, wie ein älterer Mann, der seine geliebte Frau verloren hat und trauert und sich zurückzieht, wieder ins Leben zurückfindet.Sie spricht alltägliche Themen an, die das Leben manchmal etwas schrierig machen, zeigt aber eine sehr positive Art auf damit umzugehen.
    Freunde zu haben, Menschen auf die man zählen kann, Zukunftsperspektiven und nie den Blick auf das Positive verlieren sind Kernaussagen dieses Romans, den ich sehr gerne gelesen habe.

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  • 5 Sterne

    schliesi, 02.02.2024

    Inhalt und meine Meinung:
    Judith Pinnow erzählt in ihrem Roman die Lebensgeschichte eines älteren Mannes. Janne, ein neunjähriger Junge, trifft Oldman unter einem Kastanienbaum im Park. Dort hat er sein Schachspiel aufgebaut und spielt jeden Tag gegen seine verstorbene Frau Lieschen und gegen die Langeweile und Sinnlosigkeit des Alltags an. Dies ändert sich mit der Begegnung mit Janne, der Oldman sofort viele Fragen stellt und Oldman so zum Nachdenken über sein Leben anregt und ihn aus seiner Komfortzone lockt.
    Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, sie ist detailliert, bildhaft und sehr einfühlsam in jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten beschrieben. So lernt man die allesamt liebenswerten Charaktere gut kennen und kann ihre Entscheidungen und Bedürfnisse gut nachvollziehen und einordnen. Eine wunderbare Geschichte, die mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
    Inhalt und meine Meinung:
    Judith Pinnow erzählt in ihrem Roman die Lebensgeschichte eines älteren Mannes. Janne, ein neunjähriger Junge, trifft Oldman unter einem Kastanienbaum im Park. Dort hat er sein Schachspiel aufgebaut und spielt jeden Tag gegen seine verstorbene Frau Lieschen und gegen die Langeweile und Sinnlosigkeit des Alltags an. Dies ändert sich mit der Begegnung mit Janne, der Oldman sofort viele Fragen stellt und Oldman so zum Nachdenken über sein Leben anregt und ihn aus seiner Komfortzone lockt.
    Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, sie ist detailliert, bildhaft und sehr einfühlsam in jedem Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten beschrieben. So lernt man die allesamt liebenswerten Charaktere gut kennen und kann ihre Entscheidungen und Bedürfnisse gut nachvollziehen und einordnen. Eine wunderbare Geschichte, die mir nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.

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  • 5 Sterne

    Isabell, 07.01.2024

    Ein Roman, der mir sehr gut gefallen hat
    Das Cover zeigt einen alten Mann und ein Kind, die im Park unter Kastanienbäumen spazieren gehen und es wirkt sehr idyllisch auf mich. Den Titel habe ich zunächst falsch gelesen und in meinem Kopf setzte sich "Schachspieler" anstelle von "Schacherzähler" fest. Ja, es geht unter anderem um Schachspielen, aber der alte Mann "Oldman", den der Junge namens Janne im Park kennenlernt und der ihm das Schachspielen beibringt, ist, wie Janne selbst im Roman irgendwann sagt, ein Schacherzähler. Janne, der in der Schule aneckt, in dem er unter anderem herumzappelt, sich nicht konzentrieren kann, sehr sensibel ist, ein grosses Gerechtigkeitsbedürfnis hat, erfährt von Oldman, der auf den ersten Blick ein mürrischer, alter Mann ist, Anerkennung und Geborgenheit. Doch nicht nur die Beziehung von Oldman und Janne spielen im Buch eine Rolle, sondern auch Jannes alleinerziehende Mutter Malu, ihre Freundin Liv und der Arbeitgeber Hinnerk, in dessen Café Malu arbeitet, kommen im Roman zu Wort. Jeder von ihnen hat eine eigene Lebensgeschichte, die in den Roman einfliessen und es geht um Familie, Freundschaft, Liebe, Anerkennung, Mut, Offenheit und Träume.
    Ich konnte mich sehr gut in die unterschiedlichen Protagonisten einfühlen und habe einiges gelernt. Teilweise standen mir die Tränen in den Augen, aber ich habe auch häufig schmunzeln müssen. Der Roman offenbart auf unterschiedliche Weise auch "Lebensweisheiten" und ganz besonders sind die Erklärungen von Oldman über die Schachfiguren sowie die Schachzüge, die stets einen lebensnahen Bezug haben. Dieser Roman besticht durch einen wundervollen, einfühlsamen Erzählstil ebenso wie einer Story, die mir zu Herzen ging. Fünf Sterne für dieses grandiose Buch und ich würde sehr gerne noch mehr vergeben, wenn ich könnte.

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  • 5 Sterne

    Langeweile, 07.02.2024

    Als alleinerziehende Mutter eines neunjährigen Jungen ,ist es Malu gewohnt, mit Schwierigkeiten jeglicher Art umzugehen. Nun kommt es aber gerade sehr geballt, ihr Sohn Janne hat Probleme in der Schule,der häufige Anruf seiner Klassenlehrerin entwickelt sich zur Normalität.Ausserdem hat der Inhaber des Cafés ,in welchem sie arbeitet, finanzielle Probleme,sodass Ihr Arbeitsplatz in Gefahr ist.
    Da lernt Janne im Park einen älteren Mann kennen, der jeden Tag viel Zeit dort an seinem Schachbrett verbringt. Er stellt sich als Oldman vor und die beiden kommen ins Gespräch. Obwohl Janne eigentlich immer in Bewegung sein will und Schach, ein ruhiger Sport und demzufolge eine grosse Herausforderung für ihn ist, gelingt es den beiden, sich über das Schachspiel nach und nach anzunähern, wovon jeder unterschiedlich profitiert. Verpackt in die Regeln des Spiels, gelingt es, dem alten Mann einige Lebensweisheiten an Janne weiterzugeben und so entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den altersmässig so unterschiedlichen Menschen.

    Der emotionale Schreibstil der Autorin , hat mich sofort in seinen Bann gezogen. in kurzen Kapiteln, jeweils aus der Sicht eines der Protagonisten wird eine Geschichte präsentiert, die mitten ins Herz geht. Beinahe jede der beteiligten Personen hat ein mehr oder weniger grosses Geheimnis, was lange Zeit nicht gelüftet wurde und nun Stück für Stück präsentiert wird. Es geht um Verantwortung, Liebe, Freundschaft, Hilfsbereitschaft und noch viel mehr.
    Auch wenn Malu,Janne und Oldman die Hauptpersonen sind,werden die anderen Beteiligten liebevoll gezeichnet und ins rechte Licht gerückt.
    Beim Lesen durchlebte ich eine wahre Achterbahn der Gefühle, ich lachte, weinte und lebte mit den Personen. Das Buch ist eines der Highlights des gerade begonnenen Jahres.

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  • 5 Sterne

    leseratte1310, 30.12.2023

    Walter hat vor einiger Zeit seine Frau verloren. Seither fühlt er sich einsam und übersteht den Tag nur, indem er seine festen Rituale einhält. Im Park spielt er Schach gegen seine tote Frau. Eines Tages begegnet er dort im Park dem neunjährigen Janne, der auch gerne Schach lernen möchte. Oldman – wie er sich dem Jungen gegenüber vorgestellt hat – glaubt nicht, dass es Erfolg bringen wird, denn Janne kann keinen Moment stillsitzen. Doch verblüffender Weise lernt der Junge schnell und Walter beginnt zu erzählen. Die entstehende Freundschaft tut beiden gut. Dann aber ist Oldman nicht mehr da und Janne sucht ihn.
    Dies ist mein erstes Buch der Autorin Judith Pinnow, aber sicherlich nicht mein letztes. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und die Geschichte geht zu Herzen. Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man immer ganz nahe dran ist.
    Walter ist nicht sehr zugänglich. Wozu auch? Seit dem Tod seiner Frau ist er alleine, denn Freunde hat er nicht. Bitterkeit hat sich eingeschlichen und Schuldgefühle trägt er auch mit sich, doch Janne gelingt es mit seiner offenen Art, dass auch der alte Mann sich zunehmend öffnet. Janne hat Schwierigkeiten in der Schule, da er hyperaktiv ist und die Lehrerin überhaupt kein Verständnis hat. Zum Glück steht Malu fest zu Janne. Beim Schachspielen dagegen ist Janne hochkonzentriert dabei und lernt sehr schnell. Neben diesen Protagonisten gibt es aber noch andere liebenswürdige Personen. Da ist Jannes Mutter Malu, die es als Alleinerziehende nicht ganz leicht hat. Liv zeigt immer wieder, dass sie Malu eine gute Freundin ist, und im Café von Hinnerk fühlen sich die Menschen wohl.
    Diese berührende Geschichte mit den tollen Charakteren kann ich nur empfehlen.

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  • 5 Sterne

    Tanja W., 26.12.2023

    Der Schacherzähler von Judith Pinnow erzählt die Geschichte von Janne, einem neunjährigen Jungen, der mit seiner alleinerziehenden Mutter Malu in einer kleinen Stadt lebt. Janne ist ein Einzelgänger, der sich schwer tut, Freunde zu finden. Eines Tages trifft er unter einer Kastanie einen älteren Mann, der Schach spielt. Ein einfühlsamer und geduldiger Mann, der Janne Schachspielen beibringt.

    Oldman hat eine Vergangenheit, die ihn all die Jahre begleitet hat und gehindert hat, sich anderen Menschen zu öffnen. Durch seine Freundschaft mit Janne beginnt Oldman, wieder zu leben.

    Meine Meinung zu dem Roman ist sehr positiv. Ich finde, dass Pinnow eine sehr berührende und mitreissende Geschichte erzählt hat. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und die Handlung ist spannend und emotional. Es ist eine leise Geschichte mit viel Tiefgang. Die emotionale Welle geht auf und ab, es entsteht eine Sucht nach dem Seiten. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, dieses Buch zu lesen.

    Die Beziehung zwischen Janne und Oldman ist sehr berührend. Die beiden sind sehr unterschiedlich, aber sie verstehen sich auf einer tiefen Ebene.
    Die Beschreibung der Stadt, in der Janne und Oldman leben, ist sehr lebendig und realistisch.
    Das Ende des Romans ist sehr berührend und gibt Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
    Ich hatte eine Gänsehaut von diesem schönen Buch.

    Insgesamt halte ich die Geschichte für einen sehr empfehlenswerten Roman, der sowohl Erwachsene als auch Jugendliche ansprechen wird.

    Das Cover des Buches ist in warmen, gedeckten Farben gehalten. Es ist ansprechend gestaltet und vermittelt einen guten Eindruck von der Geschichte des Buches. Es ist einladend und macht Lust aufs Lesen.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jonne_10, 20.12.2023

    Mit viel Herz, starken Themen und sanfter Poetik
    Ich habe mich sehr auf "Der Schacherzähler" gefreut, da die Leseprobe bereits wundervoll und berührend gewesen ist. Dazu kam, dass ich Schach liebe. Der Roman hält, was die Leseprobe bereits versprochen hat. Das Buch von Judith Pinnow ist im besten Sinne "umwerfend" und geht bis in die Knochen. Das Herz hängt über jeder dieser schönen Seiten und leitet bis zum imposanten Ende, welches zu Tränen rührt. Es gibt von mir ein klare Kaufempfehlung, Ich bin mir sicher, der wunderbare Roman fliegt den LeserInnen ins Herz. Die Geschichte dreht sich um den kleinen Jungen Janne, der 9 Jahre alt ist, seine Mutter und um den immer Oldmann genannten Walther. Natürlich fliegen noch andere spannende Charaktere mit, aber die drei sind die starken Hauptfiguren. Das Schachspiel nimmt im Grunde genommen den Ausgangspunkt und leitet so klug wie versiert bis ans verbriefte Ende. Ganz toll ist es geschrieben, mit leisem Humor, viel Kunst im Handwerk und einer nicht geringen Portion sensibler Poetik. Für mich persönlich drückt sich all dies schon im Cover aus, das ein Blickfang ist und einen wundersam-wundervollen Moment einfängt. Das ganze Buch ist mit seinem tollen Hardcover, den lieben Illustrationen von Vivien Thiessen und dem glänzenden Coverumschlag ein echtes Schmuckstück und Schätzchen. Ich liebe es sehr. Es gibt Themen in dem Buch, da musste ich wirklich schwer schlucken und empfand, mich damit etwas auseinandersetzen zu mögen. Dinge wie das Alter, Alleinsein, geheimnisvolle Sachen, Trauer und Freundschaft sind fabelhaft transportiert umgesetzt mit eben jener sanften Poetik. Ein bezauberndes Kleinod mit 5 Sternen.

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  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Strohhaken, 29.12.2023

    Das Buch macht einen zufrieden

    Janne liebt es sich zu bewegen und übt ständig im Park das Fahren seines Rollers. Oldman, ein knurriger alte Mann, spielt jeden Tag im Park unter den Kastanien Schach. Janne beobachtet den Alten, fängt an Fragen zu stellen und Oldman lässt sich darauf ein. Ob Oldman den Jungen für Schach begeistern kann?

    Das Buch beschreibt den Alltag seiner Protagonisten z.B. neben Janne und Oldman auch die alleinerziehende Mutter, den schwulen Cafébesitzer oder die kreative Freundin. Judith Pinnow stellt dabei nicht einen Charakter heraus, sondern alle tragen ihren Anteil zur Geschichte bei.

    Es geht um Freundschaft, Vertrauen, Trauer, Geheimnisse , Hoffnung und Unterstützung. Warum sind die Menschen so wie sie sind? Ganz berührend werden Abschnitte des Lebens erzählt. Nicht spektakulär oder besonders schräg. Es sind vielmehr die Feinheiten, die die Geschichte so ansprechend machen. Es gibt verschiedene Situationen, in die man sich sofort hineinversetzen kann. Z.B. der Kaffee schmeckt viel besser, wenn ein anderer ihn zubereitet. Oder die Freude darüber, ein Lob über das eigene Kind zu hören, wenn es sonst nur Tadel gibt. Mehr oder weniger haben alle Protagonisten ihre Geheimnisse, meist tief vergraben. Einige wollen gelüftet werden, andere nicht. Wer weiss.
    Durch den angenehmen und flüssigen Schreibstil liest sich das Buch viel zu schnell. Ich musste manchmal bewusst Pausen einlegen, damit das Buch nicht zu schnell ausgelesen ist.
    Fazit: Ein herzerwärmendes Buch, dass einen zufrieden macht.

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