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  • 5 Sterne

    85 von 124 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Dreamworx, 13.10.2019

    Als Buch bewertet

    1939. Der Krieg schlägt seine Schneisen durch die deutsche Bevölkerung und verschont auch die Familie Ising in Fallersleben bei Wolfsburg nicht. Während Hermann mit seiner Frau Dorothee um den am Down Syndrom erkrankten Willy bangt, den sie in einer Heimeinrichtung untergebracht haben, fürchtet Charly um ihren jüdischen Mann Benny. Georg, der älteste Sohn der Isings, hat sich in Ungnade gebracht und wird daraufhin an die Front strafversetzt. Edda ist einige Zeit mit Leni Riefenstahl für die Dokumentation des Polen-Feldzuges unterwegs, geht dann aber nach Frankreich und schliesst sich dort dem Widerstand an. Derweil bekommt Horst als eingefleischter Anhänger der Nazis immer mehr Macht und Befugnisse, wobei ihn seine Frau Ilse tatkräftig unterstützt. Wer von der Familie wird am Ende des Krieges noch am Leben sein und die Möglichkeit haben, seine Träume in die Tat umzusetzen?
    Peter Prange hat mit „Eine Familie in Deutschland-Am Ende die Hoffnung“ die Fortsetzung über die Familie Ising im Wolfsburger Land vorgelegt, der an Spannung, Dramatik sowie exzellent recherchiertem historischen Hintergrund dem Vorgänger „Eine Familie in Deutschland-Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“ in nichts nachsteht. Während der erste Teil sich mit der Familie zur Vorkriegszeit beschäftigte, so nimmt er den Leser nun mit in die Zeit des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945, wo dieser den einzelnen Mitgliedern der Isings folgt und währenddessen das komplette Gefühlsbarometer durchlaufen wird. Prange, der sich immer wieder durch eine akribische Recherche in seinen Romanen auszeichnet, legt auch in dieser Geschichte wieder besonderen Wert auf Genauigkeit des historischen Hintergrunds. Durch den mitreissenden und bildhaften Erzählstil erlebt der Leser während der Lektüre nicht nur wahres Kopfkino, sondern hat auch das Gefühl, Geschichte mitzuerleben, obwohl ihn von der damaligen Zeit 80 Jahre trennen. Alles wirkt so glaubhaft und real, die Angst der Bevölkerung ist greifbar, die Unterdrückung und Verfolgung durch die Nazis nahezu furchtbar, die Bespitzelung unter Freunden, Nachbarn, selbst unter Familienmitgliedern geradezu unerträglich. Neben der wachsenden Verzweiflung blitzt aber immer wieder ein winziger Hoffnungsschimmer auf, sei es durch eine helfende Hand oder eine gute Nachricht, an denen die Menschen sich festklammerten, um irgendwie zu überleben.
    Die Charaktere wurden vom Autor weiter entwickelt und wirken so real und glaubwürdig, als würde der Leser sie persönlich kennen. Gerade ihre Differenziertheit erlaubt es, dass der Leser sich den einen so nahe fühlt und mit ihnen leidet, hofft und bangt, während er bei anderen für ihr Verhalten und Tun keinerlei Verständnis aufbringen kann, aber trotzdem immer wieder ihre Beweggründe hinterfragt. Besonders Charly und Ehemann Benny sowie Edda ragen als Protagonisten besonders heraus, deren Schicksal dem Leser besonders ans Herz geht. Dafür kann er dann seine ganze Abneigung auf Horst und seine Frau Ilse übertragen, die als getreue Nazis für einige Situationen sorgen, bei denen einem die Luft wegbleibt. Gilla ist eine Figur für sich, eine Jüdin, die alles tut, um ihre Liebsten zu retten, doch sich vom Weg abbringen lässt und alles verliert. Man würde heute auch sagen, sie hat sich verzockt. Die Gefühle für sie sind ambivalent, denn als Leser kann man leicht urteilen, solange man nicht in der Situation steckt. Aber auch die Schicksale von Carl, Georg, Adolf, Dorothee und Hermann gehen unter die Haut und lassen diese Geschichte so authentisch wirken wie sonst keine andere.
    „Eine Familie in Deutschland-Am Ende die Hoffnung“ ist ein würdige Fortsetzung. Nach der Lektüre dieses Buches weiss man zu schätzen, wie gut es uns heutzutage geht und dass wir uns das durch niemanden zerstören lassen sollten. Die damalige Geschichte darf sich einfach nicht wiederholen. Prange hat hier ganze Arbeit geleistet und wieder ein Meisterwerk abgeliefert, niemanden kalt lässt, sondern mitnimmt in die dunkelste deutsche Geschichtszeit. Absolute Leseempfehlung – Chapeau, besser geht es nicht!

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  • 4 Sterne

    79 von 127 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Isabel R. (engi), 30.09.2019

    Als Buch bewertet

    Wenn man sich auf ein Buch von Peter Prange einlässt, weiss man, dass man einen etwas längeren Atem braucht. So auch bei diesem zweiten Teil zur Familie Ising und Fallersleben. Aber beim Lesen wird einem schnell klar, dass es sich mal wieder gelohnt hat.

    Geschickt entführt uns der Autor in die Zeit als in Deutschland und bald auch im Rest der Welt der Zweite Weltkrieg tobt. Jedes Familienmitglied bekommt von ihm Aufgaben zugeteilt, die manche von ihnen ein wenig zu euphorisch zu erfüllen scheinen. Schon im ersten Band zeichnete sich ab, dass der Sohn Horst ein glühender Vertreter des Führers ist und gerne in dessen Dienste tritt, während Bruder Georg alles daransetzt, nicht eingezogenen zu werden und sich ganz seiner Liebe zu Autos und Frauen widmet. Doch das Leben ist nicht immer fair und so wächst die Sorge der Eltern um die drei männlichen Vertreter unter ihren Nachkommen, denn auch der kleine Sonnenschein Willy entpuppt sich als Sorgenkind. Auch die beiden Mädels, Charlotte – genannt Charly – und Edda spielen tapfer ihre Rollen. Während Charly sich vor Glück aber auch vor Sorge um ihren Mann verzehrt, geht Edda ihren ganz eigenen, wenn auch nicht einfachen Weg … welches der fünf Kinder wird am Ende übrig bleiben, wem wird die Hoffnung neue Kraft geben?

    Neben der Familie kommen natürlich auch viele andere Charaktere mehr oder weniger dominant zum Zug. Fasziniert hat mich auch dieses Mal wieder die akribische Recherche des talentierten Autors, die mich beim Lesen immer wieder zur Maus greifen liess, um mir im Internet noch detailliertere Informationen und Bestätigungen zu holen. Das Buch liest sich flüssig und an vielen Stellen ausserordentlich spannend. Die Stimmung der Zeit ist wunderbar eingefangen, der Schluss sehr stimmig. Einen halben Punkt Abzug muss ich dennoch geben, weil ich mich über die vielen Flüchtigkeitsfehler geärgert habe, die das Lektorat wohl übersehen hat. Hier gebe ich dem Autor natürlich keine Schuld. Da ich mich aber durch manche Längen im Text etwas quälen musste, ziehe ich auch hier ein halbes Sternchen ab. Summa summarum aber ziehe ich meinen Hut vor Herrn Prange. Er ist definitiv ein Stern am Historienhimmel und ich kann jedem geschichtsinteressierten Leser seine Bücher nur wärmstens empfehlen.

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  • 5 Sterne

    20 von 35 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Katja, 07.10.2019

    aktualisiert am 07.10.2019

    Als Buch bewertet

    Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Eine Familie in Deutschland. Zeit zu hoffen, Zeit zu leben". Bereits den ersten Band habe ich innerhalb weniger Tage quasi verschlungen und auch die Fortsetzung geht äusserst spannend weiter. Der Roman knüpft direkt an die Geschehnisse an und ist wieder aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder bzw. Freunden in relativ kurzen Kapiteln verfasst. Das macht für mich einen grossen Reiz dieses Buches aus, man ist mitten im Geschehen, fiebert mit den Figuren mit, stellenweise ist man zu Tränen gerührt. Ich habe es einfach kaum geschafft das Buch zur Seite zu legen, so wurde dann eben die Nacht kürzer ;-) Peter Prange hat das geschichtliche / politische Geschehen dieser Zeit perfekt einfliessen lassen.

    Und man fragt sich unweigerlich: wie hätte ich in dieser Zeit gehandelt?

    Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

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  • 5 Sterne

    17 von 23 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Barbara K., 29.10.2019

    Als bewertet

    Das Buch war so spannend geschrieben wie der 1.Teil Intressant ist die Geschichte von Volkswagen.und man hat schon den Einblick wie es damals im Alltag leben abgelaufen ist.man hat den Eindruck dabei zu sein.

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  • 5 Sterne

    4 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Glüxklaus, 15.10.2019

    Als Buch bewertet

    Im zweiten Teil von Peter Pranges Roman „Eine Familie in Deutschland - Am Ende die Hoffnung“ geht es für die Isings hauptsächlich darum, die Zeit des zweiten Weltkriegs möglichst unbeschadet zu überstehen. Hermann und Dorothee sorgen sich um ihren jüngsten Sohn Willi, Horst macht u.a. als Leiter des Arbeitslagers der Autostadt Karriere, Georg ist Tag und Nacht mit der Entwicklung des Volkswagens beschäftigt, Charlotte versucht als Ärztin Fuss zu fassen und hofft nach wie vor auf eine gemeinsame Zukunft mit ihrem jüdischen Ehemann Benny, der nach seiner gescheiterten Auswanderung in Holland gelandet ist. Edda arbeitet weiterhin für Leni Riefenstahl und Jüdin Gisela Bernstein setzt alles daran, sich und ihre Eltern vor der Deportation zu schützen und ist dabei immer wieder auf Carl Schmitts Hilfe angewiesen....

    Autor Peter Prange schreibt so packend und mitreissend, dass ich wiederholt tief getroffen von den Ereignissen war, obwohl ich eigentlich glaubte, über die Zustände in dieser grausamen Zeit Bescheid zu wissen. Immer wieder kam es im Roman zu überraschenden Wendungen, die ich nicht vorhergesehen hatte. Das Dritte Reich wird hier so entsetzlich wie realistisch dargestellt:
    als eine Zeit, in der es keine Verlässlichkeit gibt, in der man sich seines Lebens nicht sicher sein kann. Denn was heute gilt, ist morgen schon Vergangenheit. Jedwedes Verhalten wird nur davon bestimmt, ob es dem Zwecke des Überlebens dient. Nach seinem Gewissen und moralisch richtig zu handeln, ist längst nicht mehr möglich, ohne sein eigenes Leben zu riskieren. Daher gibt es unter Pranges Protagonisten bewusst keine übermenschlich selbstlosen Helden.

    Auf der ersten Seite formuliert Prange die Gründe, die ihn zu diesem Roman bewogen haben: „Seit meiner Jugend habe ich mich immer wieder gefragt, was für ein Mensch wohl aus mir geworden wäre, hätte ich in der Nazi-Zeit gelebt. Hätte ich mitgemacht? Mich gebeugt? Widerstanden? Darum kreist mein neuer Roman: um die Verführbarkeit von Menschen in dunkler Zeit.“
    Wie dunkel die Zeiten und wie verführbar die Menschen sind, wenn es nur noch ums Überleben geht, stellt der Autor in seinem Roman mehr als eindringlich dar. Es ist uns Nachgeborenen, denen das Werk gewidmet ist, nicht mal ansatzweise nachvollziehbar, wie wir gehandelt hätten. Zu unserem Glück haben wir trotz all unseres vermeintlichen Wissens keine Vorstellung darüber, was Zeiten wie diese mit und aus Menschen machen. Denn die hat nur, wer selbst dabei war. Hoffen wir, dass uns dieses Glück weiterhin hold bleibt.
    Ein wichtiger Roman, den ich jedem uneingeschränkt empfehle. Ein Roman, der mich sicherlich noch sehr lange beschäftigen wird und der meine Sicht auf das Dritte Reich und die Menschen, die zu der Zeit lebten, verändert hat.

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  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    S. K., 13.10.2019 bei bewertet

    Als Buch bewertet

    1939. Der Krieg schlägt seine Schneisen durch die deutsche Bevölkerung und verschont auch die Familie Ising in Fallersleben bei Wolfsburg nicht. Während Hermann mit seiner Frau Dorothee um den am Down Syndrom erkrankten Willy bangt, den sie in einer Heimeinrichtung untergebracht haben, fürchtet Charly um ihren jüdischen Mann Benny. Georg, der älteste Sohn der Isings, hat sich in Ungnade gebracht und wird daraufhin an die Front strafversetzt. Edda ist einige Zeit mit Leni Riefenstahl für die Dokumentation des Polen-Feldzuges unterwegs, geht dann aber nach Frankreich und schliesst sich dort dem Widerstand an. Derweil bekommt Horst als eingefleischter Anhänger der Nazis immer mehr Macht und Befugnisse, wobei ihn seine Frau Ilse tatkräftig unterstützt. Wer von der Familie wird am Ende des Krieges noch am Leben sein und die Möglichkeit haben, seine Träume in die Tat umzusetzen?
    Peter Prange hat mit „Eine Familie in Deutschland-Am Ende die Hoffnung“ die Fortsetzung über die Familie Ising im Wolfsburger Land vorgelegt, der an Spannung, Dramatik sowie exzellent recherchiertem historischen Hintergrund dem Vorgänger „Eine Familie in Deutschland-Zeit zu hoffen, Zeit zu leben“ in nichts nachsteht. Während der erste Teil sich mit der Familie zur Vorkriegszeit beschäftigte, so nimmt er den Leser nun mit in die Zeit des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945, wo dieser den einzelnen Mitgliedern der Isings folgt und währenddessen das komplette Gefühlsbarometer durchlaufen wird. Prange, der sich immer wieder durch eine akribische Recherche in seinen Romanen auszeichnet, legt auch in dieser Geschichte wieder besonderen Wert auf Genauigkeit des historischen Hintergrunds. Durch den mitreissenden und bildhaften Erzählstil erlebt der Leser während der Lektüre nicht nur wahres Kopfkino, sondern hat auch das Gefühl, Geschichte mitzuerleben, obwohl ihn von der damaligen Zeit 80 Jahre trennen. Alles wirkt so glaubhaft und real, die Angst der Bevölkerung ist greifbar, die Unterdrückung und Verfolgung durch die Nazis nahezu furchtbar, die Bespitzelung unter Freunden, Nachbarn, selbst unter Familienmitgliedern geradezu unerträglich. Neben der wachsenden Verzweiflung blitzt aber immer wieder ein winziger Hoffnungsschimmer auf, sei es durch eine helfende Hand oder eine gute Nachricht, an denen die Menschen sich festklammerten, um irgendwie zu überleben.
    Die Charaktere wurden vom Autor weiter entwickelt und wirken so real und glaubwürdig, als würde der Leser sie persönlich kennen. Gerade ihre Differenziertheit erlaubt es, dass der Leser sich den einen so nahe fühlt und mit ihnen leidet, hofft und bangt, während er bei anderen für ihr Verhalten und Tun keinerlei Verständnis aufbringen kann, aber trotzdem immer wieder ihre Beweggründe hinterfragt. Besonders Charly und Ehemann Benny sowie Edda ragen als Protagonisten besonders heraus, deren Schicksal dem Leser besonders ans Herz geht. Dafür kann er dann seine ganze Abneigung auf Horst und seine Frau Ilse übertragen, die als getreue Nazis für einige Situationen sorgen, bei denen einem die Luft wegbleibt. Gilla ist eine Figur für sich, eine Jüdin, die alles tut, um ihre Liebsten zu retten, doch sich vom Weg abbringen lässt und alles verliert. Man würde heute auch sagen, sie hat sich verzockt. Die Gefühle für sie sind ambivalent, denn als Leser kann man leicht urteilen, solange man nicht in der Situation steckt. Aber auch die Schicksale von Carl, Georg, Adolf, Dorothee und Hermann gehen unter die Haut und lassen diese Geschichte so authentisch wirken wie sonst keine andere.
    „Eine Familie in Deutschland-Am Ende die Hoffnung“ ist ein würdige Fortsetzung. Nach der Lektüre dieses Buches weiss man zu schätzen, wie gut es uns heutzutage geht und dass wir uns das durch niemanden zerstören lassen sollten. Die damalige Geschichte darf sich einfach nicht wiederholen. Prange hat hier ganze Arbeit geleistet und wieder ein Meisterwerk abgeliefert, niemanden kalt lässt, sondern mitnimmt in die dunkelste deutsche Geschichtszeit. Absolute Leseempfehlung – Chapeau, besser geht es nicht!

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  • 5 Sterne

    7 von 15 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Bärbel K., 03.10.2019

    Als Buch bewertet

    Den ersten Teil, dass möchte ich voranstellen, habe ich auch gelesen und ich denke, dass das auch für andere Leser auch so zu empfehlen ist. Trotzdem hatte ich anfangs so meine Schwierigkeiten die ganze Familie Ising wieder richtig einzuordnen. Schliesslich habe ich den ersten Teil ja schon vor Monaten gelesen. Deshalb fand ich es auch so super, dass auf den Innenseiten des Einbandes noch Bilder, Namen und Erläuterungen zu den Familienmitgliedern zu finden waren. Tolle Idee und super ungesetzt, das hat mir den Einstieg erleichtert. Ja erwartungsgemäss gehen die Probleme der Familie Ising weiter.
    Charlotte (Carly) und ihr Ex-Ehemann Benjamin (Benny) Jungblut haben mein vollstes Mitgefühl. Ist doch ihre Liebe so gross und eine gemeinsame Zukunft in so weiter Ferne. Leider! Dabei unternehmen doch beide so viele zum Teil riskante Versuche wieder, wo auch immer, zusammen zu kommen. Wobei Benny als Jude immer damit rechnen muss in ein Lager deportiert zu werden.
    Der behinderte, darum aber nicht weniger heiss geliebte jüngste Sohn von Dorothee und Hermann, Willy, ist nun in Brandenburg im Heim. Nach Angaben des dortigen Personals hat er sich gut eingelebt und macht Fortschritte in seiner Entwicklung. Aber besuchen dürfen ihn seine Eltern nicht, obwohl sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und Beziehungen in Bewegung setzen. Wenig später wird er in die Nähe von Bernburg in ein anderes Heim verlegt. Den Eltern wurden Versprechungen auf Heilung gemacht, die durch neue Heilungsmethoden geschafft werden sollen. Dorothee und Hermann schöpfen neue Hoffnung, geben den Ärzten auf deren Drängen die Einwilligung Willy mit Elektroschocks zu therapieren. Ob die Heilung wirklich klappt und Willy in sein Elternhaus zurückkehren kann, muss schon jeder selbst nachlesen.
    Auch wenn Georg, der älteste Sohn der Familie Ising, in der Weiterentwicklung des KdF-Wagens seinen Lebensinhalt sieht und er versucht unparteiisch zu sein, so stolpert er doch immer wieder über die Intrigen und Machenschaften sowohl der VW-Zentrale, der Parteimitglieder sowie seines Widersachers Paul Ehrhard. Er verrät sogar seinen besten und einzigen Freund Josef Ganz. Aber war es das wirklich wert? War Georg bisher von der Einberufung befreit, muss er nun doch an die Front, kommt im Hexenkessel von Stalingrad zum Einsatz.
    Edda Ising arbeitet als Produktionsleiterin für Leni Riefenstahl. Doch die beiden verbindet nicht nur die Arbeit, sie führen auch eine heimliche, in der Nazi-Zeit sehr riskante, gleichgeschlechtliche Beziehung. Während Edda viel Herzenswärme ausstrahlt, der ruhende Pol in der Beziehung ist, wirkt Leni Riefenstahl arrogant, kalt, berechnend, selbstherrlich. Kurz ausgedrückt einfach total unsympathisch. Ich frage mich immer wieder, wie hält es Edda, die ja so empathisch ist und den Realitätssinn nicht verloren hat, eigentlich mit ihr aus? Da macht Liebe wohl blind. Aber hält das auch auf längere Sicht?
    Horst Ising, der die Bequemlichkeit liebt, wird getrieben von seiner Frau Ilse. So steigt Horst auf der Karriereleiter des NS-Systems, manchmal auch auf Umwegen und mit Rückschlägen, immer weiter nach oben.
    Zwischen allen diesen Einzelschicksalen springt der Autor in seiner Geschichte immer wieder hin und her. Immer wenn es gerade spannend um das Schicksal des Einzelnen geht, erfolgt der Schwenk zu einem anderen Familienmitglied. Das hat bei mir unheimlich für Spannung gesorgt. Weiterlesen war unabdingbar, so dass so manche Nacht etwas kurz geraten ist. Denn das Buch hat mehr als 800 Seiten und trotzdem war es an keiner Stelle kurzweilig oder langatmig, sondern immer sehr unterhaltsam. Mitunter auch traurig stimmend. Somit gibt es von mir eine 100%ige Lese-Empfehlung und 5 Lese-Sterne.

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  • 5 Sterne

    8 von 20 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Barbara V., 11.10.2019

    Als bewertet

    Nachdem ich schon den ersten Band nicht aus der Hand legen konnte, ist dies auch bei dem 2. Band der Fall.

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  • 5 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lerchie, 12.03.2020

    Als Buch bewertet

    Ein spannendes Buch

    Die Familie Ising lebt schon seit ewig in Fallersleben. Da verändert das Volkswagenwerk den Ort völlig. Ob zu einer besseren Zukunft? Wer weiss. Und dann bricht der Krieg aus und die Saat der falschen Verheiss7ungen geht auf, auch für sie die Isings. Edda begleitet mit Leni Riefenstahl die Filmleute, die den Polenfeldzug filmen sollen, während ihr Bruder Horst in der Partei Karriere macht. Georg geht mit dem VW auf Testfahrt bis nach Afghanistan. Die Eltern bangen um den kleinen Willy, denn es ist ihr Sorgenkind, das sie in eine Anstalt geben mussten. Und Charly wartet5 immer verzweifelter auf eine Nachricht von Benny, den sie entgegen aller Verbote liebt. Alle werden durch die Wirren des Krieges konfrontiert mit Entscheidungen die Leben oder Tod bedeuten. Können sie sich bewähren? Und was wird von ihren Träumen übrigbleiben?

    Meine Meinung
    Dies ist der zweite Band über die Familie Ising deren Männer alle Nazis waren mehr oder weniger. Georg, der älteste Sohn eigentlich am wenigsten, denn ihm ging es nur um den Volkswagen und sonst nichts. Doch auch er wurde in das unmenschliche Tun der Regierung hineingezogen. Der erste Band hat mir schon sehr gut gefallen, dementsprechende Erwartungen hatte ich an den zweiten Band, Und dieser hat diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar noch Übertroffen. Ich war wieder sehr schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Charly, die ihren Mann, einen Juden, liebt hat mir am besten gefallen. Wegen dem kleinen Willy mussten seine Eltern eine Entscheidung treffen. Ob diese richtig oder falsch war, wird der Leser erfahren. Benny hatte zeitweilig Glück im Unglück könnte man sagen, denn er hatte einen Freund gefunden. Charly wollte nicht immer alles so hinnehmen was man ihr sagte. Horst war der Schlimmste von allen, was mich nicht wunderte, denn das war er schon im ersten Band. Er war verachtenswert nur auf Karriere aus… Doch Carl Schmitt, der Bruder von Herrmann Isings Ehefrau verachtete ich vollkommen, auch wenn er mal was Gutes getan hatte. Warum? Auch das wird der Leser beim Lesen erfahren. Wie das Buch letztendlich endet, ob Benny überlebt und mit Charly wiedervereint wird, auch das muss der geneigte Leser selbst lesen. Auf jeden Fall war das Buch sehr spannend und auch sehr aufregend, auch wenn vieles, was darin passierte, schon von anderen Büchern bekannt ist. Mich hat es jedenfalls gefesselt und richtig in seinen Bann gezogen. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, egal was sie taten, denn genau solche Menschen hat es wohl zu den Kriegszeiten gegeben. Peter Prange hat mit Sicherheit sehr gut recherchiert. Und auch wenn es ein fiktiver Roman mit fiktiven Personen war, es hätte wohl das Meiste so passiert sein können. Deshalb bekommt dieser Roman von mir eine absolute Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

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  • 5 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lerchie, 12.03.2020

    Als Buch bewertet

    Ein spannendes Buch

    Die Familie Ising lebt schon seit ewig in Fallersleben. Da verändert das Volkswagenwerk den Ort völlig. Ob zu einer besseren Zukunft? Wer weiss. Und dann bricht der Krieg aus und die Saat der falschen Verheiss7ungen geht auf, auch für sie die Isings. Edda begleitet mit Leni Riefenstahl die Filmleute, die den Polenfeldzug filmen sollen, während ihr Bruder Horst in der Partei Karriere macht. Georg geht mit dem VW auf Testfahrt bis nach Afghanistan. Die Eltern bangen um den kleinen Willy, denn es ist ihr Sorgenkind, das sie in eine Anstalt geben mussten. Und Charly wartet5 immer verzweifelter auf eine Nachricht von Benny, den sie entgegen aller Verbote liebt. Alle werden durch die Wirren des Krieges konfrontiert mit Entscheidungen die Leben oder Tod bedeuten. Können sie sich bewähren? Und was wird von ihren Träumen übrigbleiben?

    Meine Meinung
    Dies ist der zweite Band über die Familie Ising deren Männer alle Nazis waren mehr oder weniger. Georg, der älteste Sohn eigentlich am wenigsten, denn ihm ging es nur um den Volkswagen und sonst nichts. Doch auch er wurde in das unmenschliche Tun der Regierung hineingezogen. Der erste Band hat mir schon sehr gut gefallen, dementsprechende Erwartungen hatte ich an den zweiten Band, Und dieser hat diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar noch Übertroffen. Ich war wieder sehr schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Charly, die ihren Mann, einen Juden, liebt hat mir am besten gefallen. Wegen dem kleinen Willy mussten seine Eltern eine Entscheidung treffen. Ob diese richtig oder falsch war, wird der Leser erfahren. Benny hatte zeitweilig Glück im Unglück könnte man sagen, denn er hatte einen Freund gefunden. Charly wollte nicht immer alles so hinnehmen was man ihr sagte. Horst war der Schlimmste von allen, was mich nicht wunderte, denn das war er schon im ersten Band. Er war verachtenswert nur auf Karriere aus… Doch Carl Schmitt, der Bruder von Herrmann Isings Ehefrau verachtete ich vollkommen, auch wenn er mal was Gutes getan hatte. Warum? Auch das wird der Leser beim Lesen erfahren. Wie das Buch letztendlich endet, ob Benny überlebt und mit Charly wiedervereint wird, auch das muss der geneigte Leser selbst lesen. Auf jeden Fall war das Buch sehr spannend und auch sehr aufregend, auch wenn vieles, was darin passierte, schon von anderen Büchern bekannt ist. Mich hat es jedenfalls gefesselt und richtig in seinen Bann gezogen. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, egal was sie taten, denn genau solche Menschen hat es wohl zu den Kriegszeiten gegeben. Peter Prange hat mit Sicherheit sehr gut recherchiert. Und auch wenn es ein fiktiver Roman mit fiktiven Personen war, es hätte wohl das Meiste so passiert sein können. Deshalb bekommt dieser Roman von mir eine absolute Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

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