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William H. Macy

Mit seinem zerknitterten Babyface und den traurigsten Augen der Welt hat sich William H. Macy zu Hollywoods erfolgreichstem Pechvogel hochgespielt. Seine Verlierer-Aura ist nicht die übliche Loser-Attitüde des Independent-Kinos, sie ist tiefe existenzialistische Lebensphilosophie und damit die Inkarnation des Losers schlechthin, wie die alte Fussball-Resignation: "Zuerst hatten wir kein Glück - und dann kam auch noch Pech dazu!". Dass Pech mehr ist als die blosse Abwesenheit von Glück, zeigt Macy als idealer Darsteller kleiner schrulliger Leute mit grossen Macken in Filmen wie "Fargo", "Magnolia" und dem wie für ihn geschriebenen tragikomischen Las-Vegas-Thriller "The Cooler" (2003). Da ist Macy der titelgebende Casinoangestellte Bernie, dessen blosse Anwesenheit am Spieltisch dafür sorgt, dass die Glückssträhne des Spielers vorbei ist. Paradoxerweise wurde Macy nicht für einen Preis nominiert, dafür spielte er mit der nominierten Maria Bello eine der heissesten verzweifelten Sexszenen der Filmgeschichte.

William H. Macy wurde 1950 in Miami geboren, lernte unter Autor und Regisseur David Mamet Schauspiel, debütierte 1987 in dessen Zockerfilm "Haus der Spiele", trat in fast allen Mamet-Filmen ("Things Change") auf und blieb unbeachtet. Von 1994 bis 1998 gehörte er zum Personal der Krankenhaus-Serie "E.R." und schaffte in dieser Zeit 1996 endlich den Durchbruch in Joel Coens Thriller "Fargo", wo er als Autoverkäufer Jerry Lundegaard im verschneiten North Dakota eine Intrige in Gang setzt, die ihm über den Kopf wächst - pures Pech.

Seither zählt Macy zu den wichtigen US-Schauspielern, der über 80 Filmrollen aufweisen kann. Als schwuler Sheriff ist er in "Happy, Texas" auf Häftling Harry (Jeremy Northam) scharf - ohne Erfolg. Macy fand in Thomas H. Andersons "Magnolia" wieder eine Rolle nach Mass: Als alt gewordenes TV-Wunderkind hockt er in Bars und erzählt seine kurze glückliche Geschichte mit dem langen Pech-Ende. Einen Abstecher ins Blockbuster-Kino gönnte sich Macy mit "Jurassic Park III" als kurioser Gatte von Téa Leoni und in "Sahara" (2005) als Admiral. In dem Pferdedrama "Seabiscuit" (2003) ist Macy Trainer des geschundenen und von ihm und Tobey Maguire als Jockey wieder aufgebauten Rennpferds, in "Final Call" Sergeant auf den Spuren der Entführer von Kim Basinger.

Als Senator Finitirre spricht er sich in der höchst amüsanten Filmsatire von Jason Reitman "Trank You for Smoking" gegen das Rauchen aus und in der amerikanischen Mini-Serie "Nightmares & Dreamscapes: Nach den Geschichten von Stephen King" spielt er in der Episode "Battleground" einen Profikiller, der einen Spielzeugfabrikmanager ermordet und daraufhin von Spielzeugsoldaten angegriffen wird. Macy bereicherte 2006 in "Bobby" - einem Drama über die letzten Lebensstunden von Robert F. Kennedy - das grandiose Ensemble, welches im selben Jahr auch den Hollywood Film Preis gewann. In Zusammenarbeit mit Regisseur Steven Schachter entstand 2008 das Drehbuch zu "The Deal", einer Komödie, in der er neben Kollegin Meg Ryan auch die Hauptrolle übernahm.

Er ist mit der Schauspielerin Felicity Huffman ("Desperate Housewives") verheiratet. Sie haben zwei Töchter und leben in Los Angeles.