Kurt Russell

Als Sohn von Baseballspieler Bing Russell 1951 in Massachusetts geboren, tritt der kleine Kurt schon früh in die Fussstapfen seines Daddys, der nach Ende seiner Sportler-Karriere sechs Jahre lang als Hilfssheriff Dienst in der TV-Serie "Bonanza" schob.

Mit acht Jahren erhält Kurt seine erste Rolle in "Der fliegende Pauker" und darf zwei Jahre später Elvis Presley in "Ob blond, ob braun" ans Schienbein treten. Nachdem er sich dank Lausbubencharme und einem Zehnjahres-Vertrag mit den Disney-Studios als Kinderstar etabliert und als Titelheld der Western-Serie "The Travels of Jaimie McPheeters" in die Herzen der Amerikaner gespielt hat, kennt ihn spätestens mit seiner Rolle in "Vierzig Draufgänger" jeder.

Immer wieder Elvis

Dann aber will es der begabte Sportler - ganz der Papa - noch einmal auf dem Spielfeld wissen, hängt seine junge Filmkarriere vorübergehend an den Nagel und muss schon kurze Zeit später wegen einer Schulterverletzung den Traum vom Profi-Baseball begraben.

Zurück vor der Kamera folgt der Durchbruch in Erwachsenenrollen 1979: Zufällig erneut in Person des Kings - und mit Regisseur John Carpenter. Für die Titelrolle in dessen TV-Film "Elvis" wird Russell gleich mit einer Emmy-Nominierung bedacht. Mehr als 20 Jahre später soll er dann als Gangster an der Seite von Kevin Costner in "Crime Is King" noch einmal ins Elvis-Kostüm schlüpfen.

Bissig

Zunächst jedoch sorgt John Carpenter mit vier weiteren Filmen für die Wiedergeburt des Kinderstars als Actionheld: Als Outlaw Snake "Die Klapperschlange" Plissken geniesst der Schauspieler schon bald Kultstatus, dreht ausserdem "Das Ding aus einer anderen Welt" sowie "Big Trouble in Little China", fungiert bei der Fortsetzung "Flucht aus L.A." auch als Co-Produzent und Co-Autor und spielt noch einmal den Mann mit der Augenkappe.

Seinen Status als einer der gefragtesten Actiondarsteller Hollywoods verteidigt Russell als mutiger Feuerwehrmann in Ron Howards "Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen" oder in dem Drogen-Thriller "Tequila Sunrise" mit Mel Gibson und Michelle Pfeiffer, übernimmt jedoch auch Parts in anspruchsvollen Dramen. Russell erhält eine "Golden-Globe-Nominierung" als Partner von Meryl Streep in "Silkwood" und kann 1994 nach dem Megaflop als Wyatt Earp in "Tombstone" in Roland Emmerichs SF-Spektakel "Stargate" noch einmal einen Welterfolg verbuchen. In Cameron Crowes "Vanilla Sky" überzeugt er als Psychiater von Tom Cruise.

Beschützerinstinkt

Der zweifache Daddy darf schliesslich auch auf der Leinwand die Vaterrolle übernehmen. In "Dreamer - Ein Traum wird wahr" erfüllt er Filmtochter Dakota Fannings Wunsch und rettet ein verwundetes Rennpferd. Als Vater-Tochter-Gespann mit Emmy Rossum kämpft er in Wolfgang Petersens Katastrophen-Knaller "Poseidon" auf dem titelgebenden sinkenden Ozeanriesen ums Überleben.

Bei Quentin Tarantinos "Death Proof - Todsicher" ist es jedoch vorbei mit der fürsorglichen Vaterrolle. Als psychopathischer Serienkiller sucht sich Russell hübsche junge Mädchen als Opfer aus, bis ihm drei Frauen Paroli bieten.

Die bisher zweifellos beste Leistung seiner Karriere zeigt Russell aber in der zutiefst düsteren James-Ellroy-Verfilmung "Dark Blue". Als Sergeant Eldon Perry muss er sich in einem von Korruption, Rassismus und Zynismus geprägten Police Department verantworten - und sich nebenbei noch mit seinem unreifen Juniorpartner und Eheproblemen herumschlagen.

Vorzeigepärchen

Letztere scheint der unterschätzte Star in seinem vollkommen zurückgezogen geführten Privatleben zumindest nicht zu kennen: An der Seite von Goldie Hawn, der er bei den Dreharbeiten zu "Swing Shift" näher gekommen war, spielte er nicht nur in der Komödie "Overboard - Ein Goldfisch fällt ins Wasser" die Rolle seines Lebens:

Seit nunmehr über zwanzig Jahren leben beide fern von Hollywood- und Yellow-Press-Trubel auf einer Ranch in der Nähe von Aspen und avancierten zum beneideten Vorzeigepaar der unbeständigen Traumfabrik.

No Film, No Fun

Zur kinderreichen Familie gehören Goldies Kinder Kate und Oliver Hudson, der gemeinsame Sohn Wyatt und Kurts Sohn Boston aus erster Ehe mit der Schauspielerin Season Hubley - und viel mehr lässt sich über das abgeschiedene Familienglück kaum berichten: Die Russell-Hawns machen vor, wie sich die Annehmlichkeiten eines Jobs, mit dem man "mehr Geld verdienen kann, als mit jedem anderen", ohne Skandale und Rampenlicht so richtig geniessen lassen:

"Ich bin kein Arbeitstier. Ich bin Schauspieler, weil ich Spass daran habe, und ein wundervolles Leben führen kann."

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