Gregory Peck

Gross, dunkelhaarig, integer, schweigsam, moralisch unanfechtbar, intelligent und aufrecht, war der 1916 geborene Gregory Peck mehrere Jahrzehnte einer der führenden Hollywood-Stars. Sein Image des wackeren Durchschnittsbürgers, der, wenn er gefordert wird, zur Höchstform des wackeren Mitmenschen aufsteigt, kulminierte in seiner Rolle des Südstaatenanwalts Atticus Finch in "Wer die Nachtigall stört" (1963): der Peck-Film schlechthin, für den er den "Oscar" erhielt.

Von Anfang an erfolgreich und deshalb an kein Studio gebunden, stand Peck als Psychiater mit Gedächtnisverlust an der Seite von Ingrid Bergman in Hitchcocks "Ich kämpfe um Dich" und spielte das wilde Halbblut im Western "Duell in der Sonne". Peck war Kapitan Horatio Hornblower in "Des Königs Admiral", jagt als Kapitän Ahab besessen den weissen Wal "Moby Dick", bezaubert Prinzessin Audrey Hepburn als Journalist in Rom in "Ein Herz und eine Krone" und kämpft für seine Familie verbissen gegen Robert Mitchum in "Ein Köder für die Bestie", in dessen Remake "Kap der Angst" von Martin Scorsese (1991) er und Mitchum in Gastrollen auftraten. Eine seiner schönsten Rollen ist der Ägyptologie-Professor, der in "Arabeske" (1966) durch eine äusserst erotische Sophia Loren in ein Agentenspiel gezogen wird. Pecks Sohn Tony starb bei einem Motorradunfall.

1999/2000 drehte die amerikanische Dokumentaristin Barbara Kopple ("Wild Man Blues" über Woody Allen) den ersten je über Pecks Karriere gedrehten Dokumentarfilm und stellte "Conversations With Gregory Peck" im Mai 2000 in Cannes vor. In Deutschland wurde Peck 1993 mit dem Goldenen Bären und zuletzt 1998 mit dem Deutschen Filmpreis jeweils für sein Lebenswerk geehrt. Gregory Peck verstarb am 12. Juni 2003 im Alter von 87 Jahren.

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