Kindeswohl (DVD)

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Ian McEwan

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Oscar®-Preisträgerin Emma Thompson in der Rolle einer souveränen Frau im Zwiespalt zwischen dem Gesetz und ihren persönlichen Gefühlen.

Fiona Maye (Emma Thompson) ist eine erfahrene Familienrichterin in London....

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    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MaRe, 30.01.2019

    Fiona Maye (Emma Thompson) ist als Richterin für heikle juristisch-ethische Grenzfälle sehr eingespannt, ja unabkömmlich, sodass ihr Privatleben massiv darunter leidet und bei ihrem Ehemann Jack (Stanley Tucci) das Gefühl gereift ist, sie hätte ihn schon vor langer Zeit verlassen. Daher konfrontiert er sie nun mit einem einschneidenden Entschluss.
    Zeitgleich muss Fiona eine richterliche Entscheidung darüber fällen, ob das behandelnde Krankenhaus bei dem an Leukämie erkrankten 17-jährigen Adam Henry (Fionn Whitehead) eine lebensrettende Bluttransfusion vornehmen dürfe, obwohl seine Eltern und er den „Zeugen Jehovas“ angehören und eine derartige Behandlung als „Unrecht“ ablehnen. Doch selbst nach ihrem Urteilsspruch lassen Adam und sein Schicksal Fiona nicht los, zumal Adam ihre Nähe sucht…

    „Kindeswohl“ (Originaltitel „The Children Act“) ist ein britisches Filmdrama des britischen Theater- und Filmregisseurs Richard Eyre („Tagebuch eines Skandals“ = „Notes on a Scandal“, 2006) aus dem Jahr 2017, das im September 2017 im Rahmen des „Toronto International Film Festivals“ seine Weltpremiere feierte und auf dem gleichnamigen Roman des englischen Schriftstellers Ian McEwan beruht, der sein Buch selbst zum Drehbuch umgearbeitet hat.

    Zentraler Punkt des Buches wie des Films „Kindeswohl“ („The Children Act“) ist die Beschäftigung mit dem 1989 revolutionierten britischen Gesetz „Children Act“, in dem es heisst: „In jeder Frage der Sorge für die Person eines Kindes […] hat das Wohl des Kindes dem Gericht als oberste Richtschnur zu dienen.“

    Regisseur Eyre wirft, gediegenen und mit gezielt eingesetzter Musik zur Abrundung inszeniert, thematisch differenzierte Gewissensfragen an der Schnittstelle zwischen Rechtswissenschaft, Religion und Ethik wie z.B. die Frage nach dem „freien Willen“ und dem Recht auf Selbstbestimmung, aber auch die generelle nach der „Essenz“ und dem Sinn des Lebens auf, er modelliert feinsinnig zwischenmenschliche Beziehungen und darin auftretende Probleme verschiedensten Ursprungs und stellt dabei, all seine Theatererfahrung als langjähriger Direktor des „National Theatre“, dem späteren „Royal National Theatre“ in London einbringend, seine hervorragenden Schauspieler und die jeweilige Gemütslage der Personen, die sie verkörpern, in den Mittelpunkt.

    Emma Thompson (u.a. „Wie in alten Zeiten“ = „The Love Punch“, 2013; „Jeder stirbt für sich allein“ = „Alone in Berlin“, 2016) spielt Fiona faszinierend nuanciert als souveräne, strenge Richterin und auch privat harte, auf Prinzipien setzende, kompromisslose Frau, in der, durch Adams Schicksal und seine entschiedene und doch idealistische, hoffnungsvolle, sehnsüchtige Art zutiefst berührt, ihre weiche Saite zum Klingen gebracht wird.
    Stanley Tuccis (u.a. Rollen in „Wild Card“, „Spotlight“, 2015) Jack ist sympathischer und wärmer als im Buch geschildert. Er trauert der Zeit nach, in der er und seine Frau sich nah waren, bemüht sich dennoch, sie zu verstehen und wieder eine Brücke zu bauen.

    Fionn Whitehead (u.a. „Dunkirk“, 2017) drückt grossartig Adams aufwühlenden Kampf voller Widersprüche auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, Glaubens, Sterbens aus.

    „Kindeswohl“ ist ein gut durchdachter Film, der sich, weniger auf seinen Plot als auf die Kraft der kühl und exakt komponierten Bilder, Gesten und Klänge setzend, vom Gerichtsthriller zum intimem Drama entwickelt, der, obwohl überwiegend sachlich-distanziert in Szene gesetzt, bewegt, verwirrt und, da er anspruchsvolle Sujets behandelt (von der Deutschen Film- und Medienbewertung wurde der Film mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“ versehen), zum Nach- und Weiterdenken anregt. Vor allem aber bleibt er wegen der bestechenden, unter die Haut gehenden Schauspielerleistungen in Erinnerung.

    PS: Als 30-minütige Extras werden u.a. Interviews mit den Hauptdarstellern sowie dem Regisseur, dem Produzenten und Ian McEwan geboten.

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    janein

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