Ricarda Thomasius: Die Ärztin: Das Licht der Welt, Helene Sommerfeld

Ricarda Thomasius: Die Ärztin: Das Licht der Welt (eBook / ePub)

Helene Sommerfeld

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Sternstunden der Medizin im deutschen Kaiserreich – und eine Frau schreibt Geschichte: Teil 1 der packenden zweibändigen Historiensaga um die Ärztin Ricarda Thomasius.

1876 verlässt die 13-jährige Gärtnertochter Ricarda schweren Herzens die...

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  • Ulrike F.
    Ulrike F., 26.04.2018 Als Buch bewertet

    Die 14-jährige Ricarda träumt davon, Ärztin zu werden. Aber wie soll eine Gärtnerstochter aus der brandenburgischen Provinz dieses Ziel erreichen? Zumal das Medizinstudium für Frauen in Deutschland verboten ist.
    Durch die Augen von Ricarda erleben wir die spannende Epoche der 1870er und 1880er Jahre: Berlin, das in dieser Zeit zur modernen Grossstadt wird, Zürich, eigentlich ein verschlafenes Provinznest, das zum Anlaufpunkt für selbstbewusste und bildungshungrige Frauen aus ganz Deutschland wird. Während dessen geht auf dem Landgut Freystetten das Leben seinen Gang wie seit Jahrhunderten mit unstandesgemässen Liebschaften und Erben, die das Vermögen der Familie verprassen.
    Das pralle Panorama dieser Zeitenwende hat mich über 550 Seiten gefesselt. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn im November Ricardas Geschichte im nächsten Band weitergeht.

  • 5 Sterne

    16 von 18 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Chattys Bücherblog, 25.04.2018

    Als Buch bewertet

    Sehr gut gefällt mir die Vorstellung der wichtigsten Personen, gleich zu Beginn. So kann ich mir gleich ein Bild machen, mit welchen oder wievielen Protagonisten ich es zu tun hatte. Für mich ist so eine Aufzählung immer sehr hilfreich. Bevor ich es vergesse, ähnlich geht es mir auch mit der Karte von Berlin 1878, in der Innenklappe. Schnell habe ich nach den mir bekannten Örtlichkeiten Ausschau gehalten um auch dieses besser in die Geschichte einordnen zu können.

    Hui, welch tragischer Anfang. Hilflos zusehen zu müssen, wie die eigene Schwester ertrinkt, während man einer anderen Person das Leben rettet. Brrrrr....furchtbarer Gedamke. Hiermit hatte die Autorin wirklich ein sensationelles Entrèe für eine Lebensgeschichte geschaffen. Ich habe diese Seiten wahrlich verschlungen.

    [...] wahre Grösse zeigt sich erst in der Niederlage. (Zitat - Seite 56)

    Sehr gut gefällt mir Komtess Henriette. Sie scheint wirklich eine sehr toughe Frau zu sein, die Unwegsamkeiten gerne einfach die Stirn bietet. Sei es ihrem Bruder oder auch auf beruflicher Ebene. So ist schnell klar, dass sie Ricarda mit nach Berlin nehmen würde, um ihr eine medizinische Ausbildung zu ermöglichen.

    Witzig zu lesen ist auch der Berliner Dialekt. Er verleiht der Geschichte gleich nochmal mehr Lokalkolorit und lässt die Stadt und auch die Story lebendiger wirken.

    Nun zeigt sich auch, wofür die Komtess kämpft: Gleichberechtigung. Frauen sollen ebenfalls unterrichten und studieren dürfen.

    "Einen Beruf auszuüben wird immer so sein wie das Füttern der Vögel im Park. Die Männer werfen uns einen Brosamen hin. Doch den Laib behalten sie in Händen." (Zitat - Seite 83)

    Aber nicht nur die berufliche Hingabe spielt eine grosse Rollen in diesem Roman, nein, auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Ob es die Liebe zu den Mitmenschen ist, oder die Hingabe zu einem Partner, all dieses wird auf sehr angenehme Art und Weise beschrieben, ohne jemals kitschig zu wirken.

    Noch kurz ein paar Worte zu Cover und Klappentext, die jedoch keinen Einfluss auf meine Bewertung haben bzw. in diesem Fall auch haben müssen, da mir die Story ohnehin schon sehr gut gefallen hat. Das Cover wirkt durch die blaue Farbe etwas unterkühlt, nahezu frostig. Jedoch gefällt mir das Bild sehr gut. Eine Frau die offenbar ihren Weg gehen möchte und eine kleine Stadtszene.

    Der Klappentext - ja, das war auch der Grund, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Die Zeilen machen sehr neugierig und im Nachhinein kann ich auch sagen, dass der Text sehr gut gewählt wurde.

    Lesespass oder Lesefrust?

    Ganz klar: Lesespass. Und zwar von der ersten bis zur letzten Seite. Ja, die Seiten sind nur so dahin geflogen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

    Um es kurz zu sagen: Ich hatte das Buch innerhalb von 1,5 Tagen verschlungen und warte nun gespannt auf die Fortsetzung

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    janein
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