Marlenes Geheimnis, Brigitte Riebe

Marlenes Geheimnis (eBook / ePub)

Roman

Brigitte Riebe

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Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen

Marlene hat die Vertreibung aus der Heimat nach dem Krieg längst hinter sich gelassen. Vor mehr als siebzig Jahren begann sie mit ihrer Mutter Eva am Bodensee ein neues Leben. Eine...

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Kommentare zu "Marlenes Geheimnis"

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Alle Kommentare
  • Ulrike F.
    Ulrike F., 18.09.2017 Als Buch bewertet

    Ich liebe Bücher, die genaue historische Recherche und atmosphärische Erzählkunst verbinden. Brigitte Riebes spannende Familiengeschichte handelt von Krieg und Vertreibung, von einer Liebe, die nicht sein durfte und einem Kind, das Dinge gesehen hat, die kein Mensch je sehen sollte. Sie erzählt aber auch von Mut, Tatkraft und Mitmenschlichkeit in Zeiten grosser Not. Und von dem Schweigen, das bis in die Generation der Enkel zu Unglück und Missverständnissen führt.
    Erst als Nane, die Enkelin, Marlenes Geheimnis entdeckt und das jahrzehntelange Schweigen bricht, kann sie ihr Leben selber in die Hand zu nehmen und glücklich zu werden.

  • 5 Sterne

    26 von 35 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Nadine S., 04.08.2017

    Als Buch bewertet

    Ich finde den Schreibstil von Brigitte Riebe sehr flüssig, man bekommt in der Leseprobe kurze Einblicke in die Familienverhältnisse und wird neugierig auf die Familiengeschichte gemacht. warum die beiden Schwestern Marelene und Vicky so zerstritten sind, was zwischen Nane und ihrer Grossmutter vorgefallen ist und ob Nane's schlechtes Gefühl gegenüber dem Mitarbeiter Martin sich bewahrheitet. Ich bin gespannt, welche Geheimnisse, nicht nur der 3 bzw. 4 Frauen, zu Tage kommen und wie die Geschichte endet, und ob Nane es, wie es der Wunsch ihrer Grossmutter war, schafft, die beiden Schwestern wieder einander näher zu bringen! Ich bin schon sehr gespannt, was in dem Notizbuch, dass Eva ihrer Enkelin Nane hinterlassen hat, drin steht ...

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    janein
  • 5 Sterne

    7 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sanny, 28.08.2017

    Als Buch bewertet

    Warum nur umfassen Leseproben so wenige Seiten... in diesem Falle hätte ich so gerne weiter gelesen. Ich kannte Brigitte Riebe vorher nicht. Die Leseprobe zu "Marlenes Geheimnis" liest sich sehr flüssig. Die Beschreibungen der Szenen, der Protagonisten ist so ausgeschmückt und durchdacht, dass man direkt eintaucht und sich Nane augenblicklich auf dem Bahnhofsvorplatz, auf ihre Mutter wartend vorstellen kann. Man kann mitfühlen, die leichte ein bisschen resignierte Verstimmung der flatterhaften Vicky gegenüber, die spontane Ablehnung die Nane Martin entgegenbringt und man fühlt das schlechte Gewissen Nanes, ihre Grossmutter so lange nicht besucht zu haben. Und ausgerechnet diese hinterlässt Nane einen Brief, der nicht nur Nane, sondern auch mich zu Tränen rührte... und darum geht es. Ich bin nahezu sofort in die Geschichte eingetaucht. Ich möchte die Geheimnisse der Grossmutter, die von Nane und natürlich auch das von Marlene erfahren...

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    janein
  • 4 Sterne

    14 von 21 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Siggi.W, 30.07.2017

    Als Buch bewertet

    Familiengeschichten sind immer sehr interessant zu lesen, denn es gibt fast immer viele Ungereimtheiten, die es zu erkunden gibt. So auch in dieser Familie, in der wohl einige Geheimnisse schlummern. Es ist schön, wenn dann der Schreibstil flüssig und mit aufkeimender Spannung geschrieben ist. Dies ist der Autorin durchaus gut gelungen. Ich möchte die Geheimnisse dieser Familiengeschichte erfahren, und freue mich auf das Erscheinen dieser Neuerscheinung.

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    janein
  • 5 Sterne

    6 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    hennie, 14.09.2017

    Als Buch bewertet

    DIE VERTREIBUNG EVAS AUS IHREM PARADIES
    Drei Frauen, drei Generationen und ein Geflecht aus Lügen. Ein bewegender Roman über ein Familienschicksal vor der reizvollen Kulisse des Bodensees. So wird das Buch vom Verlag Diana angekündigt.
    Was für eine wunderbar geschriebene Geschichte! Sofort war ich mittendrin im Geschehen. Das ist ein packendes Familienschicksal über drei Generationen, beginnend mit den Kriegsjahren im Sudetenland und den Folgen der Vertreibung. Das Thema hatte mich sofort im Griff. Ich konnte mich dem warmherzigen Schreibstil nicht entziehen.
    Die Autorin Brigitte Riebe, der ersten Nachkriegsgeneration zugehörig, schrieb stellvertretend für die unsagbar vielen Betroffenen die gefährliche Zeit der Flucht und die Lebensgeschichte der fiktiven Eva Menzel auf.
    Die Erzählung erfolgt auf zwei Ebenen, einmal in der Gegenwart um die Enkelin Christiane, genannt Nane, und zum anderen in der Vergangenheit um Eva. Die beiden Ebenen sind gleich intensiv und es ist sehr wichtig - (so finde ich) - auch "zwischen den Zeilen zu lesen". Der geschickte Wechsel zwischen den Zeiten erfolgt zum Ende der Kapitel jeweils auf dem höchsten Level der Spannung.
    Eva, die deutsche Apothekerstochter aus dem nordböhmischen Reichenberg (jetzt: Liberec) führte ein sorgloses Leben in einem liebevollen, wohlsituierten Elternhaus. Das junge Mädchen lernte einen Beruf, ging zur Arbeit, hatte Hobbys, verliebte sich in einen jungen Tschechen. Scheinbar alles ganz normal, sollte man meinen. Durch die Kriegsjahre mussten alle Menschen Abstriche in ihrer Lebensführung hinnehmen. Jedoch ganz schlimm wurde es 1942 nach dem Attentat auf Reinhard Heydrich, mit den furchtbaren Vergeltungsmassnahmen und der Auslöschung des Dorfes Lidice. Das Verhalten und der Umgang zwischen der deutschen und tschechischen Bevölkerung veränderte sich radikal. Die vorherige scheinbare Normalität wandelte sich in die negativsten Erscheinungsformen, Hassgefühle, Verachtung, Demütigung, Geringschätzung bis hin zu Gewalt und Mord. Das Unheil bricht massiv über die deutsche Bevölkerung herein, was schliesslich in der Vertreibung gipfelt... Die bedauernswerten Menschen! Die armen Kinderseelen! Wie tief sich die Ereignisse ins Bewusstsein/Unterbewusstsein graben hat die Autorin bei Marlene, der Tante von Nane, ergreifend beschrieben. Allerdings spreche ich den Leser hiermit direkt an, sich bestimmte Dinge vorzustellen. Alles kann man nicht schreiben.
    Angenehm fiel mir auf, dass die Autorin nie den symbolischen Zeigefinger erhebt, sie lässt die Situationen und die Menschen und ihr Verhalten für sich sprechen.
    Die Hauptpersonen Eva, Marlene, Viktoria, Christiane (Nane) sind ganz unterschiedliche, aber starke Persönlichkeiten. Doch auch die anderen Personen im Roman fallen auf durch jeweils lebhafte, bildliche Charakterisierung. Ich konnte sie mir gut vorstellen. Es wird keine Schwarz/Weiss-Malerei betrieben. Die Kraft der Worte weiss Brigitte Riebe in aussergewöhnlicher Weise einzusetzen, ohne in Sentimentalität oder Rührseligkeit abzugleiten.
    „Marlenes Geheimnis“ ist für mich ein zeitgeschichtlich wichtiges Werk über eine brisante Zeit und realistischer Geschichtsunterricht. Die finsterste deutsche Geschichte wurde in einen ausnehmend gut und unterhaltend erzählten Roman gepackt.
    Ich verstehe dieses Buch als Mahnung an uns Nachgeborene. Das Wissen um die Vorgänge in der Zeit des Deutschen Reiches muss wach gehalten werden. So etwas darf niemals wieder passieren. Ich möchte Bertolt Brecht zitieren:
    „Der Schoss ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

    Das Ende des Buches ist auch ganz grossartig, so voller Optimismus und Zuversicht und im harmonischen Einklang mit den Auberlin-Frauen und der Bentele-Familie. Einfach wunderschön. Sehr freue ich mich auf baldigen neuen Lesegenuss von Brigitte Riebe.
    Ich vergebe sehr gern fünf von fünf Lesesternen und meine Lese-/Kaufempfehlung!

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    janein
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