Lied der Weite (eBook / ePub)

Kent Haruf

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Victoria, siebzehn und schwanger, wird von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt. Da überredet ihre Lehrerin Maggie die Brüder McPheron, zwei alte Viehzüchter, das Mädchen bei sich aufzunehmen. Ein erst widerwilliger Akt der Güte, der das Leben von sieben Menschen in der Kleinstadt Holt in Colorado umkrempelt und verwandelt. Vom Autor des Bestsellers ›Unsere Seelen bei Nacht‹.

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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 01.02.2018

    Als Buch bewertet

    eine berührende Reise nach Holt

    Ich kannte den Autor bisher nicht, aber er hat mich mit seiner eigentlich leisen Geschichte derart gefangen genommen, dass dies sicher nicht das letzte Buch bleibt, das ich von ihm lese.

    „Du hast dich anbuffen lassen! Du blöde kleine…“, „Und überhaupt: Am besten ziehst du hier aus“ das sind Worte aus dem Mund von Victorias Mutter. Die 17-Jährige ist ungewollt schwanger, der Freund hat sich längst verdrückt und nun wird sie auch noch vor die Tür gesetzt. Sie findet zunächst Unterschlupf bei ihrer Lehrerin Maggie, was jedoch keine Dauerlösung bleiben kann, weshalb Victoria auf Dauer bei zwei alten, ledigen Viehzüchtern unterkommen soll. Im gleichen Ort, der fiktiven Kleinstadt Holt, im US-Bundesstaat Colorado, lebt auch Tom Guthrie mit seiner Familie und einer Menge Problemen. Eine Frau, die wohl aufgrund psychischer Probleme ans Bett gefesselt ist und er sich deshalb alleine um seine beiden Jungs kümmern muss, macht dem Lehrer neben einem aufmüpfigen, gewaltbereiten Schüler das Leben schwer.

    Als Leser darf man einige Kleinstadtbewohner, ihre Probleme, ihre Sorgen und ihr Miteinander erleben. Es handelt sich um eine leise Geschichte, die authentisch und berührend von teilweise wirklich furchtbaren Schicksalsschlägen erzählt, bei denen aber keiner den Mut verliert, alle tapfer ihren Weg gehen und am Ende eine Art Miteinander entsteht.

    Trotz der vielen verschiedenen Charaktere, die in Holt wohnen, spinnt der Autor gekonnt eine Vielzahl an Parallelen. Die zwei Geschwisterpaare, zum einen Ike und Bobby, erst neun und zehn Jahre alt, und die Brüder Raymond und Harold McPheron, die beide unverheiratet sind und gemeinsam die Farm ihrer bei einem Unfall früh verunglückten Eltern weiterführen, sind sicher eine davon. Trotz des Altersunterschieds gibt es unzählige Ähnlichkeiten. Beide Geschwisterpaare sind herzensgut, versuchen gemeinsam ihr Leben zu meistern und können sich blind aufeinander verlassen. Wirkliche Familie haben beide nicht, auch keine Mutter, die für sie da ist, was neben den beiden Jungs auch auf die schwangere Victoria zutrifft. Einsame Seelen finden sich zudem einige und auch zwischen trächtigen Färsen und dem schwangeren Teenager kann man, wenn man will, Gemeinsamkeiten finden. Ich habe mich auf jeder Seite gefreut, diese Bewohner kennenlernen und ein Weilchen begleiten zu dürfen.

    Dem Autor ist es gelungen mich von Anfang an mit seiner Geschichte und seinem flüssigen Schreibstil einzunehmen. Die Sprache ist blumig, ist gespickt mit Bildern und nimmt einen einfach mit nach Holt. Ich hatte das Gefühl Teil dieser Stadt sein zu dürfen und mich selbst mit den einzelnen Mitspielern anfreunden zu dürfen. Wie gerne hätte die die beiden so tollen Jungen ab und an tröstend in den Arm genommen, oder auch die beiden Farmer für ihre herzallerliebste Art einfach nur geknuddelt. Ich konnte bei der Geschichte viel schmunzeln, war ganz oft furchtbar gerührt, stellenweise sprachlos vor Entsetzen und Wut und habe das Lesen wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Aussteigen unmöglich, zumindest ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Die Charaktere sind so grossartig ausgewählt, zusammengestellt und derart authentisch dargestellt, dass ich einfach nur begeistert sein kann. Ich kann für mich nur schwer Lieblingsfiguren ausmachen. Die beiden Jungs, Ike und Bobby, die morgens vor der Schule schon eine Stunde lang Zeitung austragen, derart anständig sind, dass man sich beim Lesen über solch tolle Kinder freuen muss, habe ich aber sofort in mein Herz geschlossen. Allerdings mussten die beiden dort schnell zur Seite rücken für die ältere Konkurrenz. Denn Raymond und Harold haben mich mit ihrer Unbeholfenheit nicht nur einmal zum Prusten vor Lachen gebracht, sondern auch hauptsächlich sehr gerührt. Auch Vater Tom Guthrie, der seinen Kindern ein tolles Vorbild ist, die Situation bestmöglich meistert, und vor allem jede Menge Rückgrat beweist, was die Probleme mit dem Schüler betrifft, und Maggie, die Lehrerin, die auf Tom ein Auge geworfen hat und die sich rührend um ihren dementen Vater kümmert, waren mir mehr als sympathisch. Auch wenn Victoria toll dargestellt ist, ist sie mir als einzige stellenweise ein wenig fremd geblieben, nichtsdestotrotz habe ich mit ihr gefühlt. Auch die kleinen Nebenrollen sind toll besetzt, bei der alten Mrs. Stearns, die kaum noch laufen kann, einsam ist und mit den Jungs Zimtplätzchen backt, bis hin zu dem hinterhältigen Schüler Russell Backman, der so sehr meinen Zorn geschürt hat.

    Alles in allem eine toller Roman, der mich mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle genommen und sehr berührt hat. Ich werde die Bewohner Holts sicher noch lange in Erinnerung behalten und kann nur meine volle Empfehlung für das „Lied der Weite“ aussprechen.

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    janein
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