Die Gesichter (eBook / ePub)

Roman

Tom Rachman

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Ein gefeierter Künstler, ein liebender Sohn, eine Suche nach dem eigenen Leuchten


Mit einer einzigen beiläufigen Bemerkung wischt Bear Bavinsky (gefeierter Maler, zahlreiche Ex-Frauen, siebzehn Kinder) jede Hoffnung seines...

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  • 4 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Lilli33, 31.08.2018

    Als Buch bewertet

    Eine verzwickte Vater-Sohn-Beziehung

    Inhalt:
    Charles Bavinsky, genannt Pitch, wächst im Schatten seines charismatischen Vaters Bear Bavinsky auf, der ein bedeutender Maler ist. Ausser seiner Kunst zählt für Bear nicht viel. Das bekommen auch Pinch und seine Mutter Natalie zu spüren. Trotzdem oder gerade deswegen versucht Pinch sein Leben lang, die Anerkennung seines Vaters zu erringen. Pinchs Bermühungen, ebenfalls zu malen, werden von Bear einfach weggewischt. In der Folge versucht sich Pinch als Kunsthistoriker und als Italienischlehrer, probiert einen Spagat zwischen Vater und Mutter und kommt doch auf keinen grünen Zweig. Bis ihm schliesslich der grosse Coup gelingt …

    Meine Meinung:
    Trotz sehr interessanter Ausgangslage hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich mit diesem Roman anzufreunden. Die Einführung der Protagonisten ging mir einerseits zu langsam und etwas langatmig, andererseits zu distanziert vonstatten. Doch mit jeder Seite nahm die Erzählung mehr Fahrt auf und konnte mich immer stärker fesseln. Störten mich zu Beginn noch die Zeitsprünge, die einen immer wieder ins kalte Wasser warfen, noch etwas, lernte ich bald, damit umzugehen und mir die Entwicklung dazwischen selbst zu denken.

    Pinch war mir von Anfang an sympathisch, gerade weil er nicht als etwas Besonderes daherkommt. Er wirkt wie du und ich, macht immer wieder Fehler und ihm passieren Missgeschicke, wie wohl jeder sie kennt. Und dass er um die Liebe und Anerkennung seines Vaters kämpft, konnte ich auch gut verstehen. Ich freute mich mit Pinch über jeden positiven Aspekt seines Lebens, über seine Freunde Marsden, Barrows und seine Halbschwester Birdie, die im Laufe seines Lebens sehr wichtig für ihn werden. Und manchmal hätte ich ihn schütteln können für seine Zögerlichkeit, für sein Verhuschtsein.

    Je weiter der Roman fortschreitet, desto intensiver habe ich die Beziehung zwischen Pinch und Bear empfunden. Auch über riesige Entfernungen hinweg ist sie zu spüren. Und bei aller Ablehnung von Bear, die unweigerlich immer wieder eintritt, merkt man doch, dass da auch von seiner Seite Gefühle vorhanden sind. Eine ganz schön verzwickte Vater-Sohn-Beziehung, fesselnd geschrieben und toll zu lesen.

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    janein
  • 5 Sterne

    Anne H., 06.08.2018

    Als Buch bewertet

    Der grosse Künstler: exzentrisch – egozentrisch
    Bear Bavinsky ist Maler. Spezialisiert hat er sich auf Akte, wobei seine „Spezialität“ Körperausschnitte sind. Nie zeigen seine Werke den ganzen Körper seiner Modelle, sondern nur einen Teil. Einen Arm, die Hände, den Hals. Zumindest die Werke, die man kennt, die überhaupt jemals jemand ausserhalb seines Ateliers zu Gesicht bekommen hat. Denn Bear malt nicht für den Markt, für die Sammler, die Galeristen. Sein erklärtes Ziel ist es, je ein Werk in jedem bedeutenden Museum der Welt zu wissen und so macht er ein Riesengeheimnis aus seiner Malerei und seiner Person, seinem täglichen Tun und seinen Aufenthaltsorten. Ein Exzentriker wie er im Buche – oder eben in diesem Fall an der Staffelei steht. Es erinnert insgesamt ein wenig an den Autor John D. Salinger.
    Dazu besitzt er ein unstetes Gemüt, ist kein verlässlicher Ehemann und Vater, als wären diese alltäglichen Dinge, menschliche Beziehungen und Kommunikation ausserhalb seiner Sphäre, als könne er sie nicht einmal wahrnehmen, da seine Sinne nur auf die Malerei geeicht sind. Und so bringt er es dann im Laufe seines Lebens auf eine stattliche Anzahl Ehefrauen und insgesamt siebzehn Kinder, doch für sie alle interessiert er sich nur sehr kurzfristig, ausser für Charles, genannt Pinch aus dessen Perspektive Rachmans Roman „Die Gesichter“ erzählt wird. Geboren 1950 in Rom während Bears Ehe mit der viel jüngeren Keramikerin Natalie, wird er zu so etwas wie Bears Lieblingssohn – und sogar zu ihm pflegt er nur sporadischen Kontakt, Enttäuschungen sind eigentlich an der Tagesordnung, auch wenn sie manchesmal nicht als solche gesehen werden, weil es zu schmerzhaft wäre. Der Künstlervater, dessen Verhältnis zu seiner Mutter prägt Pinchs gesamtes Leben, seine Interessen, jede Entscheidung, die er im Leben treffen wird: als Jugendlicher zu malen, es zu lassen, in die USA zu gehen, in London als Sprachlehrer zu arbeiten, die Art und Weise wie er Freundschaften und Beziehungen angeht, pflegt und in den Sand setzt – alles ist immer geprägt von dem einmaligen Egozentriker Bear, Bears Aussagen bei den gelegentlichen kurzen Telefonaten, Pinchs Interpretation dessen, den Geschehnissen in der Kunstwelt an sich und Bears Verhalten gegenüber seinen Nachkommen. Pinch hadert, Pinch ist wütend, Pinch manövriert sich irgendwann in eine schwierige Situation, die alles ändert – und rückt damit letztlich seinen eigenen Platz irgendwie zurecht, auch wenn es keiner weiss.
    Tom Rachman ist ein grossartiger Geschichtenerzähler. Seine Bücher sind nicht belanglos und leicht, aber oft in einem leichten, hintergründig humorvollen und zugleich so intelligenten Tonfall gehalten, der mich einfach begeistert. Auch in diesem Werk liegt in den Personen die grosse Stärke. Dem wirklich unglaublich grossen Egoisten Bear, der nur sich, seinen Zeitplan, seine Sicht auf die Dinge überhaupt wahrnimmt. Der ruhige Charles/Pinch, unsicher, leise, jemand der potenzielle Dates zu Hause übt, Natalie, Marsden, Jing – sie alle hat man plastisch vor Augen, ihre Charakterzeichnungen sind so fein und präzise, dass man manchmal glaubt, ihre Mimik beim Lesen wahrnehmen zu können. Sie machen einen mitunter wütend (Bear mit seiner Ignoranz, Charles mit seiner Passivität, Natalie mit ihrer Lethargie) und sie lassen einen mitfühlen. Und das macht „die Gesichter“ zu einem grossen Lesegenuss.

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    janein
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