Der liebe Gott und sein teuflisches Bodenpersonal, Brigitte Teufl-Heimhilcher

Der liebe Gott und sein teuflisches Bodenpersonal (eBook / ePub)

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Brigitte Teufl-Heimhilcher

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Die Zustände im Vatikan rufen sogar den lieben Gott auf den Plan. Sonst ein eifriger Verfechter des freien Willens beschliesst er, Papst Leo einen kleinen Hinweis zu geben, und bedient sich dabei höchst irdischer Mittel.

In Band 1 (Die...

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  • 5 Sterne

    Elke S., 27.08.2017

    Ob Gott es mit dem freien Willen für die Menschen vielleicht ein bisschen übertrieben hat?

    „Irgendwas scheine ich in meiner göttlichen Allmacht falsch gemacht zu haben. Die Menschen haben immer noch nicht kapiert, worum es in ihrem Erdenleben geht.“ „ Das Unerträglichste aber ist, dass die Herrschaften aus der Kommandozentrale in Rom,… um nichts besser sind.“ mit diesen Gedanken, die sich der liebe Gott in einem Prolog macht, beginnt dieser gesellschaftskritische Doppelband.

    In Band eins schickt der liebe Gott deshalb Papst Leo zu Besuch nach Wien auf den Weltjugendtag und einen jungen Journalisten zu Katharina. Dieser ist an die Information gelangt, dass Katharina Leos Schwester ist. Katharina hatte dies bisher tunlichst verschwiegen, denn „dieser altmodische Pomp, der ihr so unangenehm schien, in einer Welt, in der es immer noch so viel Armut und Elend gab, darauf konnte sie nicht stolz sein.“ Auch Leo lag nicht daran, dass in die Öffentlichkeit kommt, dass er eine geschiedene Schwester mit einem unehelichen Kind von einem Priester hat. Nach einem enthüllenden Zeitungsbericht war es Zeit für eine öffentliche Aussöhnung und so treffen Katharina und Leo in Wien aufeinander und nicht nur das. Leo, kränklich und von Nahrungsmittelallergien geplagt, ist auch noch dazu gezwungen einige Zeit bei seiner verhassten Schwester, der Ärztin, die Fachfrau auf diesem Gebiet ist, zu bleiben, wenn ihm an seiner Gesundheit liegt. Schlimm genug, muss er nun schon mit Atheisten Axel, Katharinas neuem Ehemann unter einem Dach leben, nimmt sich seine Schwester bei ihrer Kritik ebenfalls kein Blatt vor den Mund. Zudem scheut sie nicht davor zurück, Clemens, den Dorfpfarrer und Vater von Juliane und die ehemalige Studienkollegin Erika, die Leo damals so viel bedeutet hat, einfach einzuladen. Seine Nachmittagsfreuden werden obendrein von „gewissen Geschehnissen getrübt“, die er hinter Axels Sohn Florian und dessen netten Studienkollegen James nie vermutet hätte. Wird Leo umdenken, oder weiter fest davon überzeugt sein, dass nur er genau weiss, was der liebe Gott will und denkt? Tagebucheinträge enthüllen…

    Im zweiten Teil darf man als Leser mit in den Vatikan. Papst Leo hat einen Arbeitskreis zur Vorbereitung eines dritten Vatikanischen Konzils eingerichtet und zu deren Leitung Erika, die Inhaberin eines Lehrstuhls für Exegese in Wien ist, einberufen. Vielleicht haben ja Traditionen und Denkweisen das Ablaufdatum wirklich überschritten, ganz so wie die Reforminitiative „Kirche neu“ meint und deshalb, nicht nur aus Priestermangel, sondern auch weil eine Ehe einsichtiger und manche sogar vielleicht menschlicher macht, unter anderem die Abschaffung des Zölibats fordert? Zudem hat er beschlossen in der Vatikan Bank aufzuräumen. Eine Frau im Vatikan, die was zu sagen hat, jemand der in den Finanzen rührt, inzwischen sind sogar schon über 1000 Konten gesperrt, das schafft keine Freunde und warum geht es ihm eigentlich in letzter Zeit wieder so häufig schlecht? Leo muss um sein Leben fürchten. Wird es ihm gelingen in dem Sumpf rühren, aufräumen und neuen Wind einziehen lassen zu können, bevor ihn einer in Lila um die Ecke bringt? Spannung und Täterperspektive inbegriffen…

    Der Schreibstil der Autorin liest sich locker, leicht und man kann durch die überaus humorvolle Geschichte regelrecht fliegen. Man darf dabei viel schmunzeln, sei es bei spitzen, witzigen Bemerkungen wie, „Leider hat es der liebe Gott versäumt, für Päpste ein eigenes Stoffwechselprogramm zu entwerfen, deshalb gibt es Übelkeit und Durchfall jetzt auch für Päpste.“ oder Gedanken wie „vermutlich hatte ihm der viele Weihrauch sein Hirn vernebelt.“ Ich empfinde ihren Schreibstil nicht ausserordentlich empathisch, muss ein gesellschaftskritischer Roman in meinen Augen aber auch nicht sein, trotzdem konnte ich mich gut in die eine oder andere Liebe und Eifersüchtelei hinein denken.

    Mit vielen Botschaften und Aussagen wie, „Die Welt wäre besser, wenn sich nicht immer eine Partei für etwas Besseres hielte. Eine Nation, eine Religion, nimm was du willst.“ oder „An Gott glaube ich immer noch, aber nicht an die Kirche mit der verstaubten Rhetorik, ihrem unglaublichen Anachronismus und den ganzen Pomp.“, hat mir die Autorin aus der Seele gesprochen. Sie nimmt sich kein Blatt vor den Mund und lässt ihre Charaktere auf erfrischende Art und Weise Kritik anbringen. So werden Themen wie Homosexualität, Priester, deren Liebschaften bekannt und geduldet sind, solange die Betreffenden stillschweigen, Geldwäsche in der vatikaneigenen Bank oder auch der allseits durch die Medien gegangen Koi Karpfen Teich des Prunkbischoffs, den keiner mehr kleinreden kann, aufs Tablett gebracht.

    Katharina, war mir von Anfang an sympathisch, sie ist direkt ehrlich und hat in meinen Augen eine gesunde Weltanschauung. Nicht nur einmal hat sie mir den Mund wässrig gemacht mit ihren Kochkünsten. Auch Leo ist im Grunde gar nicht so verkehrt, zumindest nachdem ihn jemand zum Nachdenken gebracht hat. Erika, die für ihren Wunschberuf „Priesterin, ein paar Jahrzehnte zu früh auf die Welt gekommen“ ist, mochte ich ebenfalls sehr gerne. Sie ist der ausgleichende Pol, kann perfekt vermitteln und hält ihre Gefühle stets im Zaum. Auch die Nebendarsteller sind gelungen gezeichnet, bei Clemens, dem Dorfpfarrer aus Überzeugung, „der weiss, was die Leute in seiner Umgebung denken, wie sie leben und was sie bewegt.“ angefangen, bis hin zu Schwester Maria, die sich Sorgen um ihre Zukunft machen muss, weil Kloster Kreuzenstein verkauft werden soll.

    Alles in allem hatte ich mit diesem spitzen, humorvollen gesellschaftskritischen Roman wirklich tolle Unterhaltung und deshalb bekommt Gottes teuflisches Bodenpersonal auf jeden Fall auch noch 5 Sterne.

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    janein

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