Über uns der Himmel, unter uns das Meer

Jojo Moyes

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Über das Meer zu dir
Australien 1946. Sechshundert Frauen machen sich auf eine Reise ins Ungewisse. Ein Flugzeugträger soll sie nach England bringen, dort erwartet die Frauen ihre Zukunft: ihre Verlobten, ihre Ehemänner - englische Soldaten,...
Über uns der Himmel, unter uns das Meer, Jojo Moyes

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  • 5 Sterne

    34 von 46 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja H., 05.04.2016

    Als ich die Ankündigung zu diesem Buch gesehen hatte wusste ich gleich: Das muss ich lesen. Nicht nur, weil ich ein grosser Fan von Jojo Moyes bin, sondern weil ich sofort die Parallelen zu Martina Sahlers „Das Hurenschiff“ gezogen habe.
    Auch „Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit: England hat Australien ab 1787 vor allem mit Strafgefangenen (ausschliesslich Männern) besiedelt. 1789 haben sie dann ein Schiff mit „gefallenen Mädchen“ hinterher geschickt, damit diese mit den Männern Familien gründen und Australien bevölkern.
    150 Jahre später (1946, nach dem 2. WK) nehmen 655 Frauen nun genau den entgegengesetzten Weg – sie fahren mit einem Flugzeugträger von Australien nach Grossbritannien. Es sind Kriegsbräute, die ihre Verlobten bzw. Männer während des Kriegs kennengelernt, geheiratet und zum Teil schon seit Jahren nicht mehr gesehen haben.

    Ich fand es sehr interessant, wie sich die Geschichte wiederholt und welche Parallelen es gibt. Natürlich waren die Zustände auf dem Schiff 1946 deutlich besser als 1789, wenn sie auch nicht immer dem entsprachen, was die bis dahin zum Teil sehr verzogenen Mädchen gewöhnt waren. Aber auch dieses Mal sind es Frauen aller Altersstufen und Schichten, die einer unbekannten Zukunft entgegenfahren.

    Das Buch gibt die Atmosphäre der Reise von Beginn an sehr anschaulich wieder - die Nervosität, Aufregung, Unruhe, Angst und gleichzeitig Freude der Frauen, aber auch ihrer Angehörigen und der Besatzung des Schiffs. Niemanden lässt die Situation kalt.
    Der Kapitän und der Marinesoldat Nicols waren für mich die stillen Helden des Buches. Ersterer, weil er sich nach einem schweren Verlust jetzt auf seiner letzten Fahrt befindet und von seinem Stellvertreter immer wieder sabotiert wird, aber trotzdem genau weiss, was auf „seinem“ Schiff passiert und Nicols, weil er sich die ganze Fahrt über unauffällig um die Mädchen der Kabine 3 G kümmert, vor ihrer Tür Wache steht und so manche Unbotmässigkeit deckt.
    Margaret (ein bodenständiges hochschwangeres Farmermädchen), die verwöhnte Avice aus gutem Haus, die 15 jährige Jean und die Krankenschwester Frances sind die Bewohnerinnen der Kabine. Hier prallen Welten aufeinander und Auseinandersetzungen bleiben nicht aus, Geheimnisse werden (nicht immer) gelüftet, aber wenn es hart auf hart kommt, halten die Frauen meistens zusammen. Denn ihr Feind ist nicht nur die Ungewissheit, was sie am anderen Ende der Welt erwartet – ein paar der Frauen werden gar nicht erst ankommen, weil es sich ihre Männer anders überlegt haben oder gefallen sind und sie deshalb zurückgebracht werden.
    Die Frauen werden an Bord durch Vorträge und Kurse auf ihr Leben in einem fremden Land vorbereitet. Zur Ablenkung gibt es auch Tanzveranstaltungen und Wettbewerbe. Fast könnte es eine normale Kreuzfahrt sein ...
    Aber da sind ja auch noch die 1100 Männer Besatzung an Bord und so kommt es auch immer wieder mal zu Annährungsversuchen und sogar Übergriffen, obwohl versucht wird, die Frauen zu schützen.

    Eingerahmt wird die Geschichte von Jennifers Urlaubsreise im Jahr 2002 mit ihrer Grossmutter quer durch Indien. Als diese in Alang, dem grössten Schiffverschrottungshafen der Welt, ein altes Kriegsschiff sieht, brechen alte Wunden auf.

    Fazit:
    Ich tauche einfach ab in dem Buch, bin völlig weg und blende meine Umgebung aus. Es ist spannend, fesselnd, dramatisch, interessant – eben alles, was ein gutes Buch ausmacht.

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    janein
  • 5 Sterne

    33 von 47 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Eva Maria S., 23.03.2016

    Super Buch ich bin begeistert. Bis jetzt das schönste was ich gelesen habe von Jojo Moyes
    Gefühlvoll spannend man kann es kaum weg legen .

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    25 von 37 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Yoshi B., 11.03.2016

    Jojo Moyes schreibt nicht gut, sondern brilliant!

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    janein
  • 5 Sterne

    10 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Sandra K., 26.07.2016

    So wie man von einem Schiff nicht mehr runter kommt wenn es erst mal abgelegt hat, so kommt man von dem Buch nicht mehr los, wenn man erst mal angefangen hat, darin zu lesen. Frau Moyes beschreibt darin nämlich die sechswöchige Reise auf dem Schiff so lebendig und realistisch, dass man als Leser quasi mit an Bord ist - als blinder Passagier sozusagen.
    Im Jahr 1946 ist der Krieg beendet und sechshundert Frauen machen sich auf um von Australien nach England zu ihren Ehemännern zu kommen. Da viele Schiffe voll sind, werden die Frauen aus diesem Buch mit einem Flugzeugträger nach England gebracht. Für den Kapitän ein Fluch, denn er muss den Flugzeugträger umbauen lassen, damit die Frauen Schlafplätze haben. Zudem muss er seine Männer kontrollieren, denn viele sind nach Jahren ohne Frau ausgehungert. Eine wochenlange Reise beginnt...
    Erzählt wird diese Geschichte anhand von vier Frauen, die sich auf dem Schiff eine Kabine teilen. Die schwangere Margarete, ist der eher mütterliche Teil der Runde und sie kann es kaum erwarten ihren Ehemann wieder zu sehen. Die sechszehnjährige Jean, die noch mehr Kind als Frau ist. Krankenschwester Frances, die sehr verschlossen ist und deren Vergangenheit sie auf diesem Schiff einholt. Die vierte im Bunde ist die arrogante und selbstverliebte Avice, die ihren Ehemann mit der Heirat überrumpelte. Die Frauen sind allesamt unterschiedliche Charaktere aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Aber hier werden sie eine "Reisegruppe" mit gleichen Hoffnungen und Wünschen, sie alle wollen nach der langen Trennung ihre Männer endlich wiedersehen. Alle vier Frauen ereilt ein anderes Schicksal und auch die Überfahrt bleibt nicht ohne Komplikationen....
    Das Buch gibt die Atmosphäre der Reise von Beginn an sehr anschaulich wieder - die Nervosität, Aufregung, Unruhe, Angst und gleichzeitig Freude der Frauen, aber auch ihrer Angehörigen und der Besatzung des Schiffs. Ich habe mich wirklich in die Zeit von damals zurück versetzen können und habe teilweise mit den Frauen direkt mitgefiebert. Durch die Situation, dass es dieses Schiff und diese Reise wirklich gegeben hat, fand ich die Darstellung der Protagonistinnen sehr gelungen. Bis zum Schluss haben ich manches Geheimnis der Mädchen nicht erahnen können und somit gab es auch eine gewisse Spannung bis zum Ende des Buches. Über uns der Himmel, unter uns das Meer ist ein wunderschöner Liebesroman über eine wahre historische Begebenheit. Authentische Charaktere und die Liebesgeschichten der 4 Charaktere Frances, Margaret, Jean und Avice machen das Buch zu einem wundervollen Leseerlebnis. Mein Tipp: Taschentücher bereithalten!

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    janein
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